Teil 2: Auswärtsreisebericht nach Salzburg

Samstag:
Dieser Tag braucht keine spezielle Erwähnung, da zum einen spielfrei war und zum anderen sich die allgemeine Tätigkeiten die während des Tages zelebriert wurden, sich kaum von deren am Vortag unterschieden. Am Abend ging jeder seinen eigenen Weg, aber Strichworte wie Bowling und Golf auf einer Minigolfanlage waren mögliche Freizeitaktivitäten.

Sonntag:
Der Abschluss in Salzburg war enorm frühzeitig: 12:30 Uhr. Zuvor musste jedoch die grösste Herausforderung des Tages gemeistert werden, nämlich das Hotel möglichst problemfrei zu verlassen. Ob der Zürcher SC in Salzburg wieder erwünscht ist, noch unsicherer ist ob die Fans im gleichen Hotel wieder erwünscht wären.
Nach dem Auschecken ging es zum 3. Mal innerhalb kurzer Zeit zum Stadion. Zum Start des Spiels sah man für Eishockeyverhältnisse rare Bilder. Der Dunst in der Halle liess Nostalgie aufkommen, es hatte etwas vom alten Hallenstadion. Mit dem Mannheimer Anhang als Gegner kamen trotz der frühen Stunde hin und wieder Emotionen in die Kurve. Ein super Abschluss für die einzige Europareise in dieser Saison! Nur das Lied „Marmor, Stein und Eisen bricht…“ wurde zu oft gesungen, da muss im Hinblick auf den rasant näher kommenden Saisonstart noch einiges gehen!

Heimfahrt:
Was soll man zur Heimfahrt schreiben? Nummero Uno! Trotz verkorkstem Turnier war die allgemeine Laune positiv. Sie wurde hauptsächlich durch die Facettenreiche Musikauswahl gehoben. Nummero Uno! Auch die sportliche Betätigung im Car hielt die Leute fit. Doppelstock im Car ermöglichte dies, genauso wie die Regale im Supermarkt an der Raststätte. Nummero Uno! Dass die Carfahrten ein wenig anders sind, hat sich wieder einmal gezeigt, wo sonst sieht man einen Ball über eine Mehrspurige Strasse hüpfen? Nummero Uno!
Den letzten Abschnitt möchte ich noch unserem Fahrer widmen und ihm auch für seine tadellose Arbeit danken! Er hat sich seine 3 kg Restmünzen redlich verdient. Und das neue weisse T-Shirt steht Dragan auch super! Ausserdem sorgte er mit dem angeblichen Kauf einer Prepaidkarte (in Wirklichkeit schnappte er sich ein Tenpack) für die ersten Lacher kurz nach der Überfahrt der Grenze!
Auch einen Grossen DANK an die Reiseorganisation.

Ich kenn ein Lied, das alle nervt: Ooooooooooh Nummero Uno!!

Bericht von Graf von Löwenbräu
DANKE!

Teil 1: Auswärtsreisebericht nach Salzburg

Donnerstag:
Los ging es am Donnerstagmorgen um 9 Uhr, was manche nicht davon abhielt sich die ersten paar Biere schon am Vormittag zu genehmigen. Im Gegensatz zur letzten Fahrt über die Landesgrenze hinaus, klappte es auch mit dem Car auf Anhieb und liess auf ein perfektes Turnier hoffen. Wenn man gewusst hätte, wie die Spiele ausgehen werden, wäre die Stimmung vermutlich weniger gut gewesen. Da aber kein Hellseher an Bord war, konnte man sich voller Vorfreude der neuen Compilation (Nr. 4) lauschend Richtung Salzburg fahren lassen.
Ohne nennenswerte Zwischenfälle näherte sich der Car der Dosestadt. Die Reise wäre in 5 Stunden möglich gewesen, dauerte jedoch wegen den Pausen und der Routenwahl durch Skigebiete etwas mehr als 7 Stunden. Dass das Ziel erreicht wurde, bestätigte der Anblick eines hässlichen gelben Klotzes, welches unser Hotel war. Hässlich hin oder her, hauptsache zweckmässig und günstig. Nach der Ankunft erfolgte das Beziehen der Zimmer und es war sogar noch genug Zeit übrig um kurz zu duschen und sich fürs Spiel vorzubereiten!

Donnerstag Abend:
Entgegen des ursprünglichen Plans wurde beschlossen, dass die Choreo am 1. Spiel durchgeführt wird. Als Folge davon, streifte sich jeder das weisse T-Shirt über, bevors mit dem Car zum Stadion ging. Der Auftritt vom Car zum Stadion war lautstark, so wie es sich gehört. In der Halle war die Stimmung ebenfalls gut, war jedoch nicht so laut wie der Salzburger Lärm. Man könnte es auch das Bern von Österreich nennen: Trommeln ohne Ende und vom Rest hört man überhaupt nichts, eine Schande! Dazu noch die peinliche Nummer mit „Stimmung via Speaker“, einfach nur traurig!
Leider scheint weder die Choreo noch der Support der Mannschaft geholfen zu haben. Nach dem Spiel hatte ein Grossteil der Fans das selbe Ziel und füllten ein Irishpub mit weissen Shirts. Das reichlich fliessende Bier zwang früher oder später jeden nach Hause, nur der Zeitpunkt variierte zwischen den einzelnen stark. Alles in allem ein gelungener Tag und die Leistung der Mannschaft konnte bis dahin als Ausrutscher verbucht werden.

Freitag:
Für Schadenfreudige war der Freitag eine Pracht, denn vielen wurde wieder in Erinnerung gerufen, dass starker Alkoholkonsum seinen Tribut erst am nächsten Tag fordert. Folglich sahen gewisse Fans ziemlich mitgenommen aus. Es überraschte auch nicht, dass es nicht jeder vor 10 Uhr aus dem Bett kroch, um das Frühstück im Hotel zu geniessen. Die Tätigkeiten am Nachmittag beschränkten sich meistens auf Nahrungssuche in der Stadt und weitertrinken. Das Tageshighlight war die Ankunft der restlichen Fans mit dem Zug („Hey Mama“). Die Horde war am 2. Spieltag somit komplett und eine weitere Steigerung des Supports wäre zu erwarten gewesen. Aber beim 2. Spiel wollte nicht wirklich etwas zusammenpassen, die Stimmung kam erst nach dem Spiel wirklich auf. Immerhin hatten die beiden Niederlagen ein Vorteil: Mannheim und dessen Anhang ist von allen möglichen Gegnern der interessanteste, welcher am Sonntag hätte warten können!

Teil 2 folgt morgen um 18:00 Uhr.

Bilder findest du in der Gallery

Bericht von Graf von Löwenbräu
DANKE!

ZSC – ZSKA Moskau 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

Heute stand das zweite Spiel am Red Bull Salute 2009 an. Mit ZSKA Moskau wartete ein starker Gegner, den die Zürcher unbedingt schlagen wollten. Jedoch waren es die Russen, die besser starteten und nach knapp 8 Minuten in doppelter Überzahl auch in Führung gingen. Der ZSC konnte in den Startminuten nicht mithalten und war wie gestern meistens einen Schritt zu spät. In der 16. Minute fiel das 2:0 für Moskau. Es sah für die Zürcher wieder nicht sehr gut aus. Doch Patrik Bärtschi lenkte einen Schuss von Geering, der heute sehr viel Eiszeit erhielt, ins russische Tor ab.

In der 23. Minute musste Captain Seger nach einem hohen Stock und kleiner Verletzung des Gegners mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe unter die Dusche. Der ZSC überstand diese Unterzahl schadlos. Nach 10 Minuten im 2. Drittel war es Monnet in Überzahl, der den starken Moskauer Keeper zum Ausgleich bezwang. Nun kam wieder ein wenig Hoffnung auf, in der Gruppe nicht den letzten Platz belegen zu müssen. Daraus wurde vorerst jedoch nichts. Bei 5 gegen 5 war Moskau stärker und als sie in der 38. Minute wieder in doppelter Überzahl spielen konnten, schlossen sie eine schöne Kombination zur erneuten Führung ab. Diese blieb bis kurz vor Schluss bestehen, bis Moskau 11 Sekunden vor Schluss ins leere Tor traf.

Es war wieder keine starke Partie der Zürcher. Hoffentlich können sie die vielen Fehlpässe bis zum Saisonstart vermeiden und gleichzeitig die Chancenauswertung verbessern. Jetzt spielen sie am Sonntag um 12:30 Uhr gegen Adler Mannheim aus Deutschland um Platz 5 und 6.

Red Bull Salzburg – ZSC 5:0 (0:0; 1:0; 4:0)

Bis kurz vor Ende des zweiten Drittels war die Partie zwischen dem Gastgeber und den Zürchern eine torlose Affiche. Dabei hatte das Heimteam dank vielen Strafen ein Chancenplus zu verzeichnen. Die Zürcher ihrerseits standen im Boxplay stark und vermochten alle Chancen zu vernichten.

Offensiv aber lief beim ZSC vom Start an wenig bis gar nichts. Die Zürcher vermochten bei ihren wenigen Möglichkeiten auch kein kreatives Powerplay aufzuziehen. So fiel dann der erste Treffer der Salzburger in Überzahl – kurz vor Ende der zweiten Spielzeit.

Im dritten Abschnitt waren dann wieder viele Strafen gegen den Zürcher SC zu notieren. In der 4. Minute rächte sich dies erneut und Salzburg zog auf 2:0 davon. Damit aber nicht genug: Kurz darauf folgte das 3:0 und die damit verbundene Vorentscheidung. Auch danach waren die Gastgeber überlegen und verzeichneten eine Schussstatistik bis zu diesem Zeitpunkt von 30:10. Die logische Folge war kurz vor Schluss ein erneutes Powerplay Tor. Als ob dies nicht genug wäre: Wenige Sekunden danach folgte gar noch das 5:0.

Damit gingen die ZSC am ersten Spieltag des Red Bull Salute Cups mit 5:0 unter. Eine Steigerung ist dringend nötig, will man sich nicht noch blamieren in unserem Nachbarland. Das nächste Spiel muss man trotz hartem Gegner gewinnen, um nicht am Tabellenende zu stehen.

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