Die Wende der Wende!

ZSC – SC Bern 5:2 (1:0, 0:2, 4:0)

Es ist dann halt irgendwie jedes Jahr wieder dasselbe. Für den ZSC steht ab heute ein Mamutprogramm an; sechs Spiele innerhalb von neun Tagen, dass ist die Aufgabe bis morgen in einer Woche. Der Auslastungsplan des Hallenstadions, in Kombination mit den zusätzlichen Spielen des Schweizer-Cups machen dies nötig. Zurück im Kader war Robert Nilsson, der seine Verletzung überstanden hatte und so dem Team wieder zur Verfügung stand.

Bern nur zu Beginn besser
Zu Beginn der Partie war es eher der SC Bern, der diesem Spiel den Stempel aufdrückte. Er agierte clever und genoss doch vorerst ausreichend Freiheiten für die Spielzüge. Unterstützt wurde diese Tatsache durch eine Strafe gegen den ZSC, doch Bern konnte nicht davon profitieren. Gegen Mitte des ersten Drittels kam der Z dann besser ins Spiel, es wurde erkenntlich, dass der Z die grösseren spielerischen Möglichlichkeiten besass. Nach 12. Minuten dann münzte das Team von Crawford dies in ein Tor um. Trachsler zog mit viel Geschwindigkeit in die Zone, bediente dort Bärtschi und der machte schon wieder im Nachsetzen das Tor. Spätestens von da an war der Z besser und auch ideenreicher, aber er verpasste es einen weiteren Treffer nachzulegen.

Endlich Emotionen im Spiel

Alain Gerber im Zweikampf mit Mike Künzle

Alain Gerber im Zweikampf mit Mike Künzle

Es war bis dahin kein schlechtes, aber ein durchaus emotionsloses Spiel – der Meister aus den vergangenen Saisons. Bern bemühte sich, aber fand nur unzureichend ins Spiel. Bis zur 26. Minute und einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Siegenthaler. Diese Entscheidung wurde von den Zürcher Fans so gar nicht mit Verständnis aufgenommen. Die nächsten fünf Minuten waren geprägt von Pfiffe und negativen Emotionen. Leider aber auch vom Berner Ausgleich in der 27. Minute. Dass den Z selber dies aber auch wurmte, wurde spätestens an einer grossen Chance von Schäppi – in Unterzahl – klar. Mit nur einem Gegentreffer war der Z durchaus gut aus dieser Unterzahl gekommen. Darauf baute er sogleich auf und übernahm wieder die Spielkontrolle. Doch es kam noch ein Rückschlag in der 33. Minute und dem Führungstreffer von Bern.

Wieder eine Wende im letzten Drittel
Eine Reaktion war gefordert und in dieser Disziplin gehört der ZSC definitiv zur Spitze. Dies bewahrheitete sich auch im heutigen Spiel. In der 47. Minute nahm Nilsson mass im Powerplay und verwertete seinen Handgelenksschuss in den Maschen. Sechs Spielminuten später folgte dann die endgültige Wende: wieder ein Powerplay, Trachsler passte erneut haargenau und erwischte diesmal den Stock von Balti. Dieser brauchte nur noch sein Arbeitsgerät auf dem Boden zu platzieren und schon stand es 3:2. Es war die definitiv letzte Wendung in dieser Begegnug. Von nun an hatten die Mutzen kaum mehr eine Chance, der Z läuferisch zu stark. Für das Endresultat waren dann die beiden Tore von Bergeron und Künzle verantwortlich – beide in der 60. Minute. Es war der schöne Abschluss eines unterhaltsamen Abends.

Morgen geht es bereits weiter, dann in Genf…

Challenge acceept – challenge done!

ZSC – EV Zug 6:4 (0:4, 3:0, 3:0)

Für die grössten Schlagzeilen vor diesem vierten Meisterschaftsspiel für den ZSC sorgte Chris Baltisberger. Der 22-jährige Stürmer darf in dieser Woche im Prospect Game der Edomton Oilers unter Beweis stellen. Für eine Woche wird er damit dem ZSC fehlen – diese Saison aber wird Baltisberger sicherlich noch beim ZSC absolvieren. Vielleicht aber könnte die Zukunft des aufstrebenden Powerflügels in der NHL liegen. Zurück im Team waren diesmal wieder Blindenbacher und Stoffel, damit verfügte Crawford wieder über vier volle Defensivreihen. Vor allem würde es aber auf die Offensivkräfte ankommen, denn der EV Zug zeigte sich in den beiden Startpartien äusserts abgebrüht und hinterliess insbesondere in der eigenen Zone einen starken Eindruck.

ääh… was war dies?
Was wir da im ersten Drittel zu sehen bekamen, hatte sicherlich was mit Unterhaltung zu tun – mit Eishockey dagegen weniger. Kaum Bewegung und zwar bei der gesamten Mannschaft. Bereits nach 5. Minuten nutzte dies Zug aus und bereits stand es 0:1. Der zweite Treffer folgte drei Spielminuten später. Der zweite Treffer war dann gleichzeitig auch jener, bei welchem die Schuld beim Torhüter und nicht bei seinen Vorderleuten lag. Der Zuger umkurvte das Tor und lupfte die Scheibe über Flüelers Fanghand ins Tor. Der dritte Treffer für Zug (14.) war dann zwischenzeitlich die letzte Aktion der Nummer 30. Crawford setzte Leimbacher ins Tor und wollte damit ein Umdenken erzielen. Total fehlgeschlagen vorderhand: Sekunden später war auch Leimbacher geschlagen. Erneut schlief die Zürcher Verteidigung und wieder musste ein Torhüter hinter sich greifen.

Die Wende – dank Wick
Viele waren sich schon beim Bier in der Drittelspause einig, dieser Match sei durch – ich übrigens auch. Doch es kam anders, ein geniales Drittel stand uns bevor. Auslöser dafür war ein Lob – wohl eher als Befreiungsschlag angedacht von Geering aus der eigenen Zone -, der bei Wick landete und der zog auf Stephan zu uns lies das Netz zappeln. Ein kleiner Funke, der sechs Minuten zur Flamme entzündete. In der 30. Minute legte der Z ein Tempo vor, bei dem Zug von A bis Z überfordert war. Am Schluss war es Künzle der im Getümmel Bastl sah, dieser erwischte die Scheibe zwar nicht richtig, dennoch flog diese ins Tor. Nun war die Hütte wieder da und der Jubel war noch nicht durch, da hämmerte Bärtschi eine abgelegte Scheibe von Wick in die Maschen. Zug schockiert, Zürich euphorisiert. Bis zu einer Strafe Minuten später, da wurde der enorme Energieverbrauch dieser Aufholjadg bemerkbar. Lukas Flüeler, der auf das zweite Drittel hin wieder im Tor stand, musste in der Folge seinen Leuten mehrmals das Resultat retten. Ein erneuter Rückschlag wäre ungünstig und demoralisierend gewesen. Doch es blieb bis zur zweiten Pause bei diesem Spielstand.

Das Spiel gedreht
Mit dem 3:4 konnte man sich aber logischerweise nichts kaufen und so legte das Team von Crawford noch nach. In der 47. Minute fand Trachsler Künzle und dieser im Stile eines abgebrühten Champions traf zum Ausgleich. In diesem Drittel fand die Aufholjagd seine Fortsetzung nicht in einem Sturmlauf sondern viel eher in kontinuierlicher Arbeit. Es dauerte dann auch sechs Minuten bis zur erstmaligen Führung für den Z in diesem Spiel. Segers Slapshot konnte der Zuger Torhüter nur abwehren, nicht aber festhalten und davon profitierte Wick zum 5:4. Es war ihm zu gönnen, dass er es war, der diesen Führungstreffer erzielte und so seinen Effort krönte. Ich wage zu behaupten, ohne ihn wäre diese Aufholjagd nicht möglich gewesen. Den Schlusspunkt setzte Bärtschi, der mit dem 6:4 den Endstand bewerkstelligte.

Diese Wende zeugt von grossem Charakter und wirft natürlich die Frage auf, was dies ermöglichte? Künzle, Cunti und Wick waren sich einig, dass sie dieses 0:4 als Challenge akzeptierten und gemeinsam mit voller Kraft alles zur Wende beitrugen. Ja, da hat Marc Crawford offensichtlich die richtigen Worte gefunden… und er hatte einen Flüeler, ab dem zweiten Drittel, der seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt verleihte.

Fansektor an den CHL Heimspielen im Hallenstadion

Hallo zusammen,

Die Saison rückt in grossen Schritten näher. Doch bevor der Startschuss zur Meisterschaft fällt, wenden sich unsere Mannen bereits der Champions Hockey League zu.

Wie bereits vom Verein kommuniziert, herrscht während den beiden Heimspielen gegen Färjestad (23.8) und gegen Wien (23.9) freie Platzwahl (ausgenommen Business/DeLuxe – reserviert für Sponsoren und Gönner).

Da wir diese Chance nutzen wollen um bereits zu Beginn der Saison eine tolle Stimmung in der Halle hinzukriegen, haben wir nach Absprache mit dem Verein ausgemacht, dass die Sektoren Y2 und X2 als Fansektor zur Verfügung gestellt werden.

Der Sinn solch eines Sektors ist, dass dort die Stimmung gebündelt werden soll und so ein besserer Support für den ZSC sichergestellt wird.

Motiviert eure Kollegen und nehmt sie mit umso gemeinsam für eine spezielle Atmosphäre zu sorgen und unseren Verein zum Sieg zu schreien.
Wir hoffen auf Verständnis der Zuschauer, welche normalerweise dort Ihre Plätze haben.

Sektion Uruguay 02`, Pathos

Zweites Heimspiel der Woche, es wartet Lugano

Enttäuschung und Glücksgefühle wechselten sich beim ZSC aktuell in regelmässigen Abständen ab. Zuerst die Vorfreude auf das Debut von Nilsson, dann die schnelle Ernüchterung, da der Schwede bereits zum zweiten Drittel nicht mehr auf dem Eis auftauchte und dann wieder die Freude über den Derbysieg in der regulären Spielzeit. Auch zu den positiven Elementen im Zürcher Spiel zählten die jungen, starken Akteure, wie Senteler, Zangger und Künzle, im Zürcher Team.

Der HC Lugano zuletzt in aufstrebender FormRang 11 – der aktuelle Tabellenplatz des HC Lugano – entspricht ganz sicher nicht deren Ansprüche. Trotzdem zeigten die Luganesi in den letzten drei Partien eine aufsteigende Tendenz, sie konnten zuerst in Biel einen Punkt ergattern und anschliessend sogar zwei Sieg aneinanderreihen. Rapperswil und Bern waren die beiden „Opfer“ der Tessiner, wobei beide Teams selber in einer mehr oder weniger grossen Krise stecken.

Fast die einzige positive Meldung aus den Reihen um Glen Metropolit ist der neue, junge Torhüter. Elvis Merzlikins stammt aus Lettland, ist gerade einmal 19-jährig und vermag mit einer Fangquote von fast 92% zu überraschen. Bei den letzten beiden Erfolgen aber sass das Torhütertalent auf der Bank.

An die erste Direktbegegnung anschliessenFür den ZSC müsste das Spiel morgen Abend eigentlich mit mindestens zwei Punkten enden. Erstens hat er den Erfolg aus der ersten Begegnung gegen Lugano im Rücken (3:0 am 24. September 2013) und zweitens ist er individuell sicherlich stärker besetzt. Trotz des erneuten Ausfalles von Robert Nilsson, dessen Einsatz morgen wohl eher auf der Kippe steht. Gut möglich, dass die Nummer 9 des ZSC schon morgen wieder nicht mehr auf dem Matchblatt erscheint. Und wenn die übrige Mannschaft so engagiert spielt, wie grösstenteils im Derby, dann dürfte der Sieg auch morgen absolut im Bereich des Möglichen liegen…