Ein Geknorze zum Sieg

ZSC – HC Genf-Servette 5:3 (2:0, 1:2, 2:1)

Mike Künzle trifft zum 2:0

Mike Künzle trifft zum 2:0

Mit dem gestrigen Auftritt konnte der ZSC nicht zufrieden sein, das Powerplay funktionierte einmal mehr nur ungenügend und auch der Rest des Spiels war eher schmale Kost. Als der ZSC dann noch einmal auf 3:2 herangekommen war, dank Chris Baltisberger, machte er er sich in den letzten zehn Minuten mit vier kleinen Strafen gleich selbst schwer. Dass dann das 4:2 kam, erstaunte nur wenig. Doch nur 24 Stunden später gab es die Chance auf Wiedergutmachung, doch auch Genf verlor gestern und zwar gegen den Erzfeinden Lausanne. Oder anders formuliert, auch Genf dürfte kaum darauf aus gewesen sein, eine zweite Partie an diesem Wochenende zu verlieren. Es war also eine Art kleiner Test für den Charakter und die Klasse des ZSC an diesem Samstagabend.
Eine erste Begrüssung von McSorley gab es bereits vor dem Spiel, die Spieler von Genf trabten deutlich zu spät an. Eine Strafe, die eigentlich fällig gewesen wäre, gab es nicht. Trotzdem war die Partie so natürlich lanciert und die Gemüter bereits ein erstes Mal lanciert. Aggressiv starteten die Genfer dann auch in das Spiel. Trotzdem war es der ZSC, der nach sieben Minuten zum ersten Mal jubelte. Eine wunderbare Kombination über Nilsson und am Ende Cunti lies Mayer keine Chance. Vier Minuten später jubelte schon wieder der ZSC, diesmal Künzle. In der gegnerischen Zone erkämpfte sich der Z die Scheibe und vollstreckte am Ende souverän. Damit wars es dies auch für das erste Drittel.

Zu nachlässig im zweiten Drittel
Im Mitteldrittel lies der ZSC dann deutlich nach, er wurde unkonzentriert und am besten brachte dies der Fehler des Jahres zu Protokoll. Im Boxplay zog ein Genfer aus der eigenen Zone ab und Flüeler fasste sowas von daneben. Unglaublich, da war man gut schockiert auf Seiten der Zürcher. Doch die Reaktion folgte in der 30. Minute und zwar in Form von Schäppi, er zwickte die Scheibe aus dem Gewühl sowas von schön. Aber das Mitteldrittel knorzte weiter dahin, davon profitierte wiederum Genf in der 33. Minute. Allgemein war es ein sehr schwaches Drittel, insbesondere des ZSC.

Ein Sieg zum Schluss
Etwas Besserung war dann im letzten Drittel auszumachen. Auch wenn vorerst noch einmal Genf zum Anschluss kam und zwar in der 44. Spielminute. Danach aber dauerte es kaum 60 Sekunden und schon war die alte Differenz wieder hergestellt. Ein wunderbarer Pass von Keller verwertete Cunti in der Mitte. Genf versuchte sich zum Schluss noch mal, aber ohne Erfolg. Eine Minute vor Schluss war es dann Shannon, welcher das leere Tor vor sich hatte und traf.

Im Endeffekt ein nicht überragender Auftritt des ZSC. Aber eben doch ein Sieg, der eine Realtion auf das gestrige Spiel bedeutete.

Der Fansektor und das kommende Wochenende

ZSC-Wien 2Bevor wir auf das kommende Wochenende vorausblicken, erst noch ein kurzer Schwenk retour. Lange wurde viel diskutiert um eine mögliche Stehplatzkurve im Zürcher Hallenstadion, lange tat sich wenig, aber nun gab es ein Lichtblick, beziehungsweise zwei. In den beiden, im Hallenstadion ausgetragenen, Heimspielen in der Champions Hockey League – gegen Färjestad und Wien – konnten die Zürcher Fans einen eigenen Sektor in den Sektoren X/Y geniessen.

Im Rückblick darf dieser Versuch als positiv gewertet werden. Natürlich braucht es immer Erfahrungswerte bei einem solchen Pilotprojekt, aber diese sind erkannt worden und würden bei einem nächsten Versuch sicherlich realisiert werden. Klar ist auch, durch einen Wechsel des Sektors werden einige Fans, die in entsprechendem Sektor langjährige Saisonkartenbesitzer sind, enttäuscht. Hier ist aber sicherlich die Kommunikation und die Kooperation wichtig, denn im Sinne für unseren ZSC ist ein solcher Fansektor längst überfällig.

Was macht eigentlich Bern?
Es sollte alles besser werden auf diese Saison hin beim SC Bern. Die verpassten Playoffs schmerzten und allen in der Hauptstadt war klar, so darf es nicht weitergehen. Nach fünf gespielten Partien können die Berner einen gelungenen Start vermelden. Sie haben bereits zehn Punkte auf ihrem Konto und liegen nach Verlustpunkten auf dem dritten Rang – hinter Genf und Davos. Dass aber noch lange nicht alles so ist, wie es sein soll, zeigt zumindest der Umstand, dass alle Siege bisher nur mit einem Tor unterschied zu Stande kamen.

Die erste lange Fahrt in dieser Meisterschaft
In den letzten Playoff gab es für die Zürcher Fans einige Reisemeilen zu gewinnen, zuerst Lausanne und dann Genf waren die Playoffgegner bis in den Final. Nun gibt es also die erste Reise in die Ferne in dieser neuen NLA-Saison. Das Team von Chris McSorley ist gut in der neuen Saison angekommen und insbesondere Daniel Rubin besticht durch seine Frühform. Er sammelte bereits neun Punkte (4 Tore / 5 Assists) in den ersten Spielen. Eine klare Schwäche gibt es aber bei Genf – die Torhüterfrage. Nach dem man Nyffeler von Zürich abgekauft hatte, nun aber schon wieder an Fribourg abgeben hat und sich die Stammkraft Mayer verletzte, steht nun Christophe Bays im Mittelpunkt. Seine Fangquote liegt mit einem Wert knapp unter 90% aber noch lange nicht auf NLA-Spitzenniveau. Gut möglich, dass dies am Wochenende den Unterschied ausmachen könnte…