Er liegt bereit, aber er ist noch nicht da!

Die letzten Sekunden liefen, das Hallenstadion stand, die Spieler wohl selber innerlich schon in totaler Euphorie; es stand 5:2 auf der Anzeigetafel und die Sirene erklang. Im Derbyfinal, welchen man sich so lange ersehnen mussten, führt man nun in der Serie mit 3:0 – ein Ergebnis, welches so in einem Playofffinal noch nie gekehrt wurde. Was die 60 Minuten zuvor abging, war beeindruckend und beängstigend zugleich. Kloten startete stark, wollte noch einmal die Wende in dieser Serie bewerkstelligen, aber spätestens nach dem zweiten Treffer in der achten Minuten, durch den Rückkehrer Trachsler, war dieses Ziel wieder in weite Ferne gerückt. Der Kantonsrivale mehr als nur mit dem Rücken zur Wand. Ein weiteres Zürcher Tor später – es stand zu diesem Zeitpunkt 3:0 – gab es noch einmal ein Aufbäumen durch die Spieler von Hollenstein, aber das 3:1 wurde umgehend durch den vierten Treffer der Zürcher gekontert. Ein Genickschlag von dem sich die Klotener an diesem Abend nicht mehr erholen sollten und der für den ZSC einen weiteren Schritt in Richtung Titel bedeutete. In der restlichen Zeit kämpften die Zürcher artig, aber ihnen war anzusehen, dass die teilweise bereits beim nächsten, so entscheidenden Spiel waren. Alle auf dem Eis waren sich bewusst, nun hat man Kloten dort, wo man sie wollte und wo es für sie am schwierigsten wird noch etwas auszurichten.

Kloten sind die Argumente ausgegangen
Nervosität, Vorfreude, Respekt; es sind alles Gefühle die aktuell in mir anzufinden sind. So nahe und doch noch so weit entfernt. Faktisch ist Kloten geschlagen und der ZSC Meister, aber es braucht weitere 60 Minuten Powerhockey der Zürcher um diesen vierten Sieg ins Trockene zu bringen. Noch einmal werden wir leiden müssen, noch einmal wird es Pfostenschüsse geben, Unterzahlsituationen, Abpraller vor Flüeler und noch einmal braucht es vorne einige Tore. Es ist eben doch noch nicht ganz durch, man muss sich dies schon bewusst sein – trotz eines komfortabel wirkenden 3:0 Vorsprungs. Klar ist aber auch, wenn der ZSC nicht nachlässig wird, sich überschätzt oder sonst etwas passiert, dann dürfte er morgen oder am Monntag Meister werden.

Für den EHC Kloten fehlen schlicht die Argumente, diese Serie noch einmal spannend zu gestalten. Angefangen bei der knappen Personaldecke, weitergeführt über die individuellen Fähigkeiten bis hin zum Coaching-Staff spricht alles für den Z. Aber eben, ausgespielt muss diese Partie immer noch auf dem Eis werden und bis dies geschehen ist, werden noch einige Nerven in die Brüche gehen – hoffen wir nicht zu viele.

Hole mehr gmeinsam de Titel!

 

Public Viewing im Zürcher Hallenstadion

Die ZSC Lions veranstalten am Samstag, 19. April im Hallenstadion anlässlich des vierten Finalspiels ein Public Viewing.

Tickets fürs Public Viewing können am Freitag, 18. April ab 11 Uhr via die folgenden Kanäle gekauft werden: Online unter www.zsclions.ch und an allen grösseren SBB-Bahnhöfen als Ticketcorner-Vorverkaufsstelle.

Da Karfreitag ist, werden alle restlichen Ticketcorner-Vorverkaufsstellen geschlossen sein. Anders am Samstag, dort sind Public-Viewing-Billette auch via Post, Manor, Coop City etc. erhältlich.

Preis pro Ticket:
CHF 10.- (keine Reduktionen / Saisonkarte NICHT gültig)
Türöffnung:
18:30 Uhr
Abendkasse:
ab 18:00 Uhr geöffnet

Es gilt freie Platzwahl.
Wir empfehlen Ihnen, die Tickets frühzeitig zu kaufen!

(Quelle: Medienmitteilung zsc)

 

Achtung: Euer morgiges Matchticket von Kloten ist nach dem Spiel gleichzeitig ein Eintritt ins Hallenstadion. Werft Euer Ticket von Kloten also nicht weg!

Eine Meisterleistung vor Ostern

ZSC – EHC Kloten 5:2 (2:0, 3:1, 0:1)

Noch war es kein alles-oder-nichts-Spiel für die Klotener, aber sie sind mit dem 2:0 Rückstand in der Serie bereits ordentlich in Rücklage. Es war also spätestens heute Abend Zeit, die Serie ausgeglichen zu gesalteten in Form eines ersten Sieges in diesem Finale. Marc Crawford hatte diesbezüglich natürlich kein Interesse; ein dritter Sieg würde einer Vorentscheidung nahe kommen. Unterstützt wurde das Team heute vom zurückkehrenden Morris Trachsler, der nun seine Spielsperren aufgrund der Halbfinalserie verbüsst hatte.

Zwei Tore und die steigenden Hoffnungen
Man konnte die Frage, wer diese Startphase dominieren würde, schnell beantworten. Das Heimteam tat es und dies in einer Art und Weise, wie es beeindruckend war. Den Lohn dafür gab es in der siebten Minute, als der Z in Powerplay agieren konnte. Nach einem Durcheinander vor Gerber legte Tabacek die Scheibe zu Cunti und dieser beförderte sie in die Maschen. Es war der Auftakt eines genialen Abends, denn die Zürcher fast nach Lust und Laune dominierten. Zwei Minuten nach dem ersten Tor folgte gleich das zweite, diesmal war es der Rückkehrer – Morris Trachsler – der einschob. Bereits nach diesem Treffer wirkte die Stimmung im Hallenstadion gelöst, ein Zeichen für den Abend.

Die totale Dominanz
Abschnitt zwei brachte genau das gleiche Bild; der Z im Hoch, die Klotener kaum mehr in der Lage zu reagieren. Bereits nach 22. Minuten musste sich Gerber erneut geschlagen geben, erneut war es Cunti der traf und erneut war das Passeur Jan Tabacek. Doch, dass es dennoch nicht so einfach werden würde, zeigte sich noch in derselben Spielminute als die Klotener zum ersten Treffer kamen. Es war noch einmal ein Weckruf für den Z um nicht überheblich zu werden und er kam an. Als nämlich der ZSC vier Minuten in Unterzahl agieren musste, da löste sich Dan Fritsche, zog los und vernaschte Gerber. Treffer Nummer vier war eine Vorentscheidung und eine Erlösung gleichermassen. Man schien dieses Spiel in den Händen zu haben und Kloten brachte von Minute zu Minute weniger zu Stande. Nach 37. Minuten machte Seger dann die Hütte voll, das fünfte Tor war die Vorentscheidung. Nun hielt die Halle nichts mehr, sie stand, sie feierte und Zürich war aus dem Häuschen.

Kurz vor dem totalen Triumph
Ein Drittel fehlte noch zum dritten Sieg und nach dem Drittel fehlte noch ein Sieg zur totalen Glückseeligkeit! Crawford und seine Mannen hatten alles, aber auch wirklich alles im Griff. Kloten und die Eisgockeyschweiz muss sich Gedanken machen, sollte der Z nur annähernd so weiterspielen. Am Samstag jedenfalls geht es in Kloten um den Titel, es könnte zur endgültigen Freudeneskalation kommen.

Unmittelbar nach dem Spiel wurde klar, dass der Z im Hallenstadion eine Grossleinwand aufstellt. Für zehn Franken gibt es einen Eintritt in die Halle zum möglichen Titelgewinn.

Vorerst aber feiern wir nun den dritten Sieg; wir haben ihn verdient!

Fotos: Playoff-Spiel 3 ZSC – Kloten

Bilder der dritten Playoff Finale Partie zwischen dem ZSC und dem EHC Kloten in Hallenstadion, Zürich am 16.04.2014.

Defensivschlacht und viele Provokationen

Welche Bedeutung die Klotener dem zweiten Spiel in dieser Serie gaben, zeigte sich schon weit vor dem ersten Bullyeinwurf. Die Provokation von Jenni an Seger, dieser sei ein Simulant, war weit mehr als eine verbale Entgleisung, sie war wohl durchaus mit sehr viel Kalkül bestückt. Auch auf dem Eis setzten die Kantonsrivalen diese Gangart fort und so waren es insbesondere Gerber, aber auch andere seiner Teamkollegen, die immer wieder versuchten, die Zürcher aus der Reserve zu locken. Dem Ex-NHL Goalie rutschte mehr als einmal sein Torhüterstock gar weit aus der Hand; doch das Team von Crawford liess sich dadurch fast gar nicht beeindrucken. Im Gegenteil, oftmals waren es die Klotener die gestern bei solch provokativ geführten Zweikämpfen zurückstecken mussten.

Jim Vandermeer stosst Sven Senteler umDefensiv beide fast ohne Fehler
Es ist eine Schlacht, zumindest in der Defensive, auf extrem hohen Niveau. Die beiden Teams haben bisher insgesamt vier Tore zugelassen in dieser Finalserie, ein Wert, der bereits aufzeigt, wie konzentriert gearbeitet wird vor dem eigenen Tor. Stark ist auch das Verhalten, dies insbesondere beim ZSC, mit den Abprallern von Lukas Flüeler, die Zürcher Verteidigung räumt diese in einer beneidenswerten Konsequenz weg. Auch wenn ein Klotener dem Zürcher Schlussmann zu Nahe kommt, wird dieser mit aller Härte weggearbeitet. Die Abschirmung des Torhüters funktioniert bisher in dieser Serie beim ZSC ausgezeichnet, da hingegeben besteht beim EHC Kloten doch noch einiges an Potenzial.

Sowieso müssen sich die Kantonsrivalen einige Gedanken in Anbetracht auf das morgige Spiel machen, denn eine weitere Niederlage und die Finalserie könnte schneller beendet sein, als es ihnen lieb sein dürfte.  Morgen ist die Devise noch etwas klarer: Ein Sieg für den EHC Kloten eine Pflicht, ein Sieg für den ZSC ein riesiger Schritt in Richtung Titel. Sind wir gespannt; bald geht es los!