Viel Stoff für Fehleranalysen generiert…

EV Zug – ZSC 4:0 (1:0, 1:0, 2:0)

Auch heute boykottierten die ZSC-Fans die Eishalle in Zug. Noch immer sind die übertriebenen und total einseitigen Sicherheitskontrollen beim Eingang der Gästefans. Von der Aufstellung her fehlte heute erneut Lukas Flüeler, dessen Verletzung aber nicht all zu schlimm sein soll. Bereits nächste Woche könnte die Nummer 30 bereits wieder im Tor stehen. Durch seinen guten Auftritt am Sonntag hatte sich Schlegel den zweiten Einsatz in der NLA mehr als nur verdient.

Nur wenig los im ersten Drittel
Der EV Zug war vom Sieg her gegen den HC Davos natürlich vorgewarnt und so standen die Innerschweizer dann auch äusserst solid aufgestellt in der Defensive. Viele Pässe und Angriffe wurden bereits in der Auslösung unterbunden und so kam die Offensivstärke der Zürcher vorerst gar nicht zur Geltung. Zug selber wirkte leicht überlegen, hatte aber auch nicht viele Chancen, wenn sie nicht gerade in Überzahl agieren konnten. Bis zur 15. Minute und dem Führungstreffer des EV Zug. Grossmann hatte getroffen und so Schlegl zum ersten Mal bezwungen in diesem Spiel. Doch der 20-jährige war nicht schuld, im Gegenteil, er verhinderte zwei Sekunden vor der ersten Sirene mit einem Big-Save das eigentlich sichere 2:0.

Bestraft für das Aufbäumen nach der Spielhälfte
Auch zu Beginn des Mitteldrittels war es wieder Niklas Schlegl, der im Mittelpunkt stand und auch einige tolle Paraden zeigen durfte – er war nun endgültig auf dem NLA-Level angekommen. Noch immer gehörte das Spiel zu einem grossen Teil dem EV Zug. Erst nach der Hälfte des Spiels kippten die Vorteile langsam aber sicher. Immer mehr verschob sich das Spiel von Schlegls Tor auf die Seite von Tobias Stephan. Immer öfters vermochte der ZSC die Zuger in deren eigene Zone einzuschnüren, aber ohne Erfolg. Als dann Chris Baltisberger noch auf die Strafbank musste – Grund unbekannt – konnte der EV Zug sogar noch nachlegen und Diem lenkte vor dem Tor erfolgreich ab. Das 2:0 war zwar über das gesamte Spiel gesehen verdient, aber fiel in eine Phase, in der der ZSC besser und besser wurde.

Ein „grüsseliges“ Spiel
Ja, da fehlte viel Wille und Zielstrebigkeit beim ZSC. Symbolisch dafür ein katastrophal geschossener Penalty von Cunti zu Beginn des letzten Drittels. Es war da kein Zusamenspiel zu sehen, die Schnittstelle zwischen Offensive und Defensive konnte heute gar nicht geschlossen werden und als dann schon die totale Verzweiflung herrschte, sahen auch noch die Einzelaktionen jämmerlich aus. Es war nicht nur dieses Drittel, aber in diesem wurden die vielen Fehler von Zürich eiskalt aufgezeigt. Nach 50. Minuten gab es dann auch noch das dritte Gegentor in Form von Reto Suri. Bezeichnend für die eher kleine Begeisterung von Crawford über diese Leistung war die Tatsache, dass er Cunti eine Strafe wegen zu vielen Spielern absitzen lies. Ausgenommen von dieser Kritik ist übrigens, dies sei noch einmal speziell erwähnt, der junge Schlegl. Er war der mit Abstand beste Zürcher Spieler und nur dank ihm endete diese Partie nicht noch mit einem höheren Resultat. Bei aller Kritik am ZSC muss auch die starke Leistung von Zug erwähnt werden. Im Schlussdrittel war es besonders Stephan, der nicht nur den Penalty von Cunti, sondern auch die Eins gegen Eins-Situationen von Shannon und Wick zu Nichte machte. Apropos höheres Resultat; mit der Schlusssirene gab es dann auch noch den vierten Zuger Treffer zu sehen.

Für die Fehleranalyse dürfte Crawford jedenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen, nicht weil es so schwierig ist welche zu finden, sondern viel mehr alle aufzuarbeiten… Viel Spass dabei!

Cup 1/8-Final ZSC – EV Zug in Winterthur

Der ZSC informiert, dass der Achtelfinal des Swiss Ice Hockey Cup zwischen dem ZSC und dem EV Zug am Mittwoch, 29. Oktober 2014 um 19.45 Uhr im Winterthurer Deutweg ausgetragen wird.
Das Hallenstadion in Zürich steht an diesem Datum nicht zur Verfügung. Grund dafür sind Umbauarbeiten zwischen zweier Events im Hallenstadion. Dieser Umstand wurde dem ZSC schon bei den Abklärungen für allfällige Cup-Termine durch die AG Hallenstadion mitgeteilt. Zudem ist ein Abtausch des Heimrechts an den EV Zug nicht möglich, da zu diesem Zeitpunkt die Zuger Messe stattfindet und der EVZ deshalb aus sicherheits- sowie verkehrstechnischen Gründen von den Zuger Behörden keine Bewilligung für ein Heimspiel erhalten hat.

Ticketinformationen
Der Vorverkauf startet am Montag, 20. Oktober 2014 um 14:00 Uhr online über www.zsclions.ch, an allen Vorverkaufsstellen des Ticketcorner (SBB, Post, Manor, Coop City, Hallenstadion) sowie über unser Ticketing an der Siewerdtstrasse 105 in Oerlikon und während den kommenden Heimspielen ab 20 Uhr im Hallenstadion-Foyer. Die Eintrittspreise wurden wie folgt festgelegt:
Sitzplätze CHF 25.00
Stehplätze Erwachsene CHF 15.00
Stehplätze Jugendliche bis Jg. 1994, Lehrlinge und Studenten CHF 10.00
Die Saisonkarten sind für dieses Cupspiel nicht gültig.

Quelle: Medienmitteilung ZSC Lions

Challenge acceept – challenge done!

ZSC – EV Zug 6:4 (0:4, 3:0, 3:0)

Für die grössten Schlagzeilen vor diesem vierten Meisterschaftsspiel für den ZSC sorgte Chris Baltisberger. Der 22-jährige Stürmer darf in dieser Woche im Prospect Game der Edomton Oilers unter Beweis stellen. Für eine Woche wird er damit dem ZSC fehlen – diese Saison aber wird Baltisberger sicherlich noch beim ZSC absolvieren. Vielleicht aber könnte die Zukunft des aufstrebenden Powerflügels in der NHL liegen. Zurück im Team waren diesmal wieder Blindenbacher und Stoffel, damit verfügte Crawford wieder über vier volle Defensivreihen. Vor allem würde es aber auf die Offensivkräfte ankommen, denn der EV Zug zeigte sich in den beiden Startpartien äusserts abgebrüht und hinterliess insbesondere in der eigenen Zone einen starken Eindruck.

ääh… was war dies?
Was wir da im ersten Drittel zu sehen bekamen, hatte sicherlich was mit Unterhaltung zu tun – mit Eishockey dagegen weniger. Kaum Bewegung und zwar bei der gesamten Mannschaft. Bereits nach 5. Minuten nutzte dies Zug aus und bereits stand es 0:1. Der zweite Treffer folgte drei Spielminuten später. Der zweite Treffer war dann gleichzeitig auch jener, bei welchem die Schuld beim Torhüter und nicht bei seinen Vorderleuten lag. Der Zuger umkurvte das Tor und lupfte die Scheibe über Flüelers Fanghand ins Tor. Der dritte Treffer für Zug (14.) war dann zwischenzeitlich die letzte Aktion der Nummer 30. Crawford setzte Leimbacher ins Tor und wollte damit ein Umdenken erzielen. Total fehlgeschlagen vorderhand: Sekunden später war auch Leimbacher geschlagen. Erneut schlief die Zürcher Verteidigung und wieder musste ein Torhüter hinter sich greifen.

Die Wende – dank Wick
Viele waren sich schon beim Bier in der Drittelspause einig, dieser Match sei durch – ich übrigens auch. Doch es kam anders, ein geniales Drittel stand uns bevor. Auslöser dafür war ein Lob – wohl eher als Befreiungsschlag angedacht von Geering aus der eigenen Zone -, der bei Wick landete und der zog auf Stephan zu uns lies das Netz zappeln. Ein kleiner Funke, der sechs Minuten zur Flamme entzündete. In der 30. Minute legte der Z ein Tempo vor, bei dem Zug von A bis Z überfordert war. Am Schluss war es Künzle der im Getümmel Bastl sah, dieser erwischte die Scheibe zwar nicht richtig, dennoch flog diese ins Tor. Nun war die Hütte wieder da und der Jubel war noch nicht durch, da hämmerte Bärtschi eine abgelegte Scheibe von Wick in die Maschen. Zug schockiert, Zürich euphorisiert. Bis zu einer Strafe Minuten später, da wurde der enorme Energieverbrauch dieser Aufholjadg bemerkbar. Lukas Flüeler, der auf das zweite Drittel hin wieder im Tor stand, musste in der Folge seinen Leuten mehrmals das Resultat retten. Ein erneuter Rückschlag wäre ungünstig und demoralisierend gewesen. Doch es blieb bis zur zweiten Pause bei diesem Spielstand.

Das Spiel gedreht
Mit dem 3:4 konnte man sich aber logischerweise nichts kaufen und so legte das Team von Crawford noch nach. In der 47. Minute fand Trachsler Künzle und dieser im Stile eines abgebrühten Champions traf zum Ausgleich. In diesem Drittel fand die Aufholjagd seine Fortsetzung nicht in einem Sturmlauf sondern viel eher in kontinuierlicher Arbeit. Es dauerte dann auch sechs Minuten bis zur erstmaligen Führung für den Z in diesem Spiel. Segers Slapshot konnte der Zuger Torhüter nur abwehren, nicht aber festhalten und davon profitierte Wick zum 5:4. Es war ihm zu gönnen, dass er es war, der diesen Führungstreffer erzielte und so seinen Effort krönte. Ich wage zu behaupten, ohne ihn wäre diese Aufholjagd nicht möglich gewesen. Den Schlusspunkt setzte Bärtschi, der mit dem 6:4 den Endstand bewerkstelligte.

Diese Wende zeugt von grossem Charakter und wirft natürlich die Frage auf, was dies ermöglichte? Künzle, Cunti und Wick waren sich einig, dass sie dieses 0:4 als Challenge akzeptierten und gemeinsam mit voller Kraft alles zur Wende beitrugen. Ja, da hat Marc Crawford offensichtlich die richtigen Worte gefunden… und er hatte einen Flüeler, ab dem zweiten Drittel, der seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt verleihte.

Minimalismus, aber dennoch drei Punkte erspielt

ZSC – EV Zug 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)

Mit dem EV Zug wartete der letzte Gegner vor der Olympiapause, bei den Innerschweizern geht es noch um etwas, was beim Z nicht behauptet werden konnte. Dies war auch auf dem Matchblatt auszumachen, der Z nur mit drei Verteidungspaaren am Start.

Viele Strafen und ein Tor
Der EVZ kam wie die Wilden aus der Kabine, sie checkten und stocherten im Minutentakt. Strafen um Strafen waren die Folge davon, kaum einmal spielten die beiden Teams in Vollbestand. So erstaunte es nicht, dass das erste Tor bei vier gegen vier Feldspieler fiel, es war Schnyder, der in der 19. Minute wunderbar von Kenins bedient wurde. Es blieb der einzige Treffer, in einem vielleicht fast torlosen, aber keinenfalls emotionslosen Drittel. Zug wollte natürlich unbedingt die Punkte einfahren um sich die letzten Chancen auf die Playoffs nicht zu verspielen.

Gurkendrittel
Im zweiten Drittel wurde es dann etwas weniger dramatisch mit den Strafen. Allgemein flachte das Spiel nun deutlich ab, was nichts daran änderte, dass das Schiedsrichtergespann doch eher bescheidene Arbeit leistete. Der ZSC wurde am heutigen Abend zwar dadurch leicht bevorteilt, aber wirklich dem Niveau der NLA war dies nicht entsprechend. Alles in allem hatte der Z die Partie dennoch im Griff, trotz der Tatsache, dass der EV Zug diese Punkte dringend benötigt hätte.

Wick mit einem Schuss ins leere Tor
Im Schlussabschnitt war das Niveau der Partie dann endgültig am Boden. Kaum mehr Emotionen und auch nur noch wenige Torchanchancen auf beiden Seiten. Zug versuchte und versuchte, aber die Innerschweizer schafften es nie in dieser Begegnung, denn Z an die Wand zu spielen. Gut 50 Sekubden vor Ende schwanden dann die Hoffnung der Zuger defintiv. Wick haute die Scheibe ins leere Tor und besiegelte den Sieg der Zürcher. Nun geht es in die Olympiapause und der Z kann diese ganz entspannt angehen, er ist mit Abstand die beste Mannschaft der Liga…

Fotos: ZSC – EV Zug

Bilder der Partie ZSC gegen den EV Zug am 01. Februar 2014 im Hallenstadion, Zürich.