Derbysieg!…

ZSC – EHC Kloten 4:1 (0:1, 1:0, 3:0)

Mit dem 5:1 Sieg über Ambri haben die Zürcher die geforderte Reaktion auf das Spiel gegen Zug gezeigt. Mit Kloten wartete zwei Tag ein Gegner, der langsam aber sicher wieder im Aufwärtstrend ist. Trotz der Niederlage gegen Lausanne am vergangenen Samstag haben die Klotener den verpatzten Saisonstart besser kompensiert als erwartet und haben zudem in Peter Mueller neue Hoffnung auf Besserung gefunden. Daneben ist es für Kloten aber eine erneute Chance sich für den verlorenen Playoff-Final zu revanchieren. Beim ZSC dagegen geht es primär darum, sich mit Davos um die Tabellenspitze duellieren. Davos überzeugt weiterhin durch seine Offensivqualitäten.

Siegenthaler, Malgin und Co.
Auch heute waren die zwei 17-jährigen Malgin und Siegenthaler wieder in der Stammformation und sollten auch heute regelmässig Eiszeit erhalten. Ein Zeichen, dass Marc Crawford den Konkurrenzkampf voll und ganz gewähren lässt. Eine Aktion, die unter der aktuellen Stärke der Zürcher durchaus wichtig und richtig ist – damit sich niemand seines Platzes zu sicher fühlt. Dass die Jungen sehr gut sind bestreitet niemand, aber sie sind auch noch nicht von einfachen Fehler geweiht. Sowohl Malgin wie auch Siegenthaler unterlief je ein katastrophaler Fehlpass in der eigenen Zone. Beides Mal profitierte ein Klotener, blieb aber jeweils an Lukas Flüeler hängen. In beiden Situationen reagierte Flüeler grossartig. In der dritten Minute, ja es lief einiges in der Startphase, nicht mehr, Muellers satter Handgelenkschuss führte zum 0:1. Die anfänglich gute Stimmung im Hallenstadion der Z Fans etwas getrübt. Doch Zürich drückte schnell wieder aufs Gaspedal. Doch der ZSC erhielt zwei Strafen zugesprochen, eigentlich ein Vorteil, aber im Falle des ZSC eben doch nicht. So blieb es halt nach dem ersten Drittel, trotz Zürcher Überlegenheit, beim Führungstor des Kantonsrivalen.

Nur ein Tor für den ZSC
Auch heute war zu sehen, dass der ZSC, wenn er wollte, beziehungsweise wenn er musste allen Gegnern kaum eine Chance lies. Im Mitteldrittel war dann Kloten das Opfer. Figes Team spielte fast nur noch auf Konter, durchaus gut und clever, aber irgendwann reichte es dann eben nicht mehr oder es fällt ein faules Tor rein. Das 1:1 war ein sogenannt „dreckiges“ Tor, denn Shannon lief einfach mit Geschwindigkeit in die Zone, passte zur Mitte und dort setzte Baltisberger den Klotener Verteidiger unter Druck. Nicht aber Baltisberger berührte die Scheibe zum letzten Mal, sondern der Verteidiger. Aber auch solch ein Tor zählt eben und so stand es ausgeglichen 1:1. Dieser Treffer verlieh dem ZSC weiteren Schwung, Angriff um Angriff rollte nun auf Gerber zu. Kloten total überfordert, aber der Z scheiterte Mal um Mal. Die beste Chance hatte Sekunden nach dem ersten Tor dieselbe Linie um Wick, Shani und Balti. Aber es blieb beim Zwischenstand von 1:1 zur Pause.

Nur kurz aufgedreht
Erstaunlich lange hielt Kloten im letzten Drittel mit, ja sie vermochten teilweise den ZSC sogar ins eigene Drittel zu drücken. Aber auch nur bis zur 52. Minute, dann zog Balti zum Passschuss ab und Wick hatte den Stock am richtigen Ort und beförderte die Scheibe in die Maschen. Von da an war die Sache fast durch, Bastl erhielt einen Pass von Trachsler und die Nummer 39 „wurschtelte“ die Scheibe rein. In der 56. Minute hätte es schon entschieden sein können, aber der Schiedsrichter aberkannte den Treffer zu Recht. Am Schluss gab es denn vierten dann doch noch, Baltisberger wischte die Scheibe rein – im Powerplay!!! Es war ein gelungener Abschluss und erneut sah man, dass der ZSC immer wieder einen Gang zulegen kann.

Fotos: EHC Kloten – ZSC

Bilder des ersten Derby’s zwischen dem EHC Kloten und dem ZSC im Schluefweg, Kloten am 19.09.2014.

Ein Derbysieg und ein Fest!!!

EHC Kloten – ZSC 0:2 (0:0, 0:2, 0:0)

Beim heutigen Derby war Ryan Keller wieder mitdabei. Es war für alle Beteiligten eine emotionale Sache, die Rückkehr an den Ort, an dem der ZSC in diesem Frühjahr Meister wurde. Entsprechend viele Z Fans nahmen den Weg zum Kantonsrivalen in Angriff. Vom Gedränge her, erinnerte es schon fast wieder an den Playofffinal. Die Ausgangslage war klar, es spielte der 12te gegen den 1ten und jenes Team, welches gerade ein 0:4 gegen Zug gewendet hatte. Also ein Team, dass aktuell sehr viel Selbstvertrauen aufweist.

Kloten defensiv kompakt
Das Ziel von Kloten war schnell auszumachen, durch defensive Stabilität in dieses Spiel finden. Aber die aktuell limitierten Möglichkeiten des Vizemeisters wurden schnell aufgedeckt. Die einzigen guten Chancen boten sich Kloten im Überzahlspiel, dieses wirkte durchaus überzeugend. Alles andere war doch eher bescheiden – Glück hatten sie dabei, dass der Z im ersten Drittel auch nicht auf Touren kam. Roman Wick, den zurzeit gefährlichsten Spieler der NLA, hatte das Team von Hollenstein gut im Griff – noch.

Drei Tore – nur die richtigen beiden zählten
Vorerst ging es im Mitteldrittel so weiter, langsam aber sicher bemerkte man die spielerische Überlegenheit der Zürcher. Aber es dauerte bis zur Spielhälfte und einer Strafe gegen Zürich. Zuvor hatte der Z in doppelter Überzahl beste Chancen ausgelassen. In Unterzahl zog Fritsche davon und erwischte Müller – den Klotener Ersatz – eiskalt im Eins gegen Eins. Doch noch lief die Überzahl und Kloten machte Sekunden später den Ausgleich – meinten viele. Aber der Schiedsrichter aberkannte den Treffer nach Videostudium. Ein Rückschlag den Kloten nicht so schnell verarbeitete und nach 33. Minuten war es dann Tatsache, das 0:2. Diesmal war Fritsche der Vorbereiter, er setzte die Scheibe milimetergenau auf den Stock von Wick und dieser musste nur noch einschieben. Zwei Tore innert zwei Minuten gaben dem Klotener erneut einiges an Denkarbeit mit in die zweite Pause.

Kurzes Spiel, lange Gesänge
Im letzten Drittel musste man als Z Fan nicht allzufest bangen. Der Z hatte alles im Griff und Kloten seinerseits kam nur zu wenigen Torchancen. Selbst eine ordentliche Anzahl von Strafen gegen Wick und Co. sorgte nicht für einen Umschwung. Es war zu klar, diese Angelegenheit und die Fans konnten sich schnell auf das Feiern einstellen. Eine Tätigkeit die sie dann noch weit über das Spielende taten. In den übrigen Sektoren waren die Reinigungskräfte beinahe schon fertig mit ihrer Arbeit, aber im Z Sektor klatschte, tanzte und feierte es weiter. Schon fast erhielt man das Gefühl, dass das da ewig dauern würde. Der Meistertitel wurde noch einmal zelebriert und wenn sie nicht gestorben sind, dann feiern sie noch immer 😉

Erster Derbysieg der Saison

ZSC – EHC Kloten 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

Kloten macht das Spiel, der ZSC das Tor

Lange Zeit tat sich beim ersten Zürcher Derby der neuen Saison und Neuauflage des letzten Playoff-Finals wenig bis gar nichts. Das Spiel war geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Die Zürcher verursachten in den ersten 8 Minuten nicht weniger als 4 Offsids. In der Folge kamen die Klotener besser ins Spiel und erspielten sich einige aussichtsreiche Chancen, welche aber alle von temporär Ersatzmann Urban Leimbacher zunichte gemacht wurden. Der ZSC agierte vor dem gegnerischen Tor um einiges effizienter als der Gast aus Kloten, denn die Zürcher nützen ihre erste richtig gute Gelegenheit in der 14 Minuten und gingen durch Künzle eher überraschend mit 1:0 in Führung. Auch in der Folge blieb die Fehlerratte auf beiden Seiten hoch und schöne Kombinationen blieben Mangelware. So blieb es wenig verwunderlich beim 1:0 für den ZSC bis zu ersten Pause.

Strafen auf beiden Seiten

Auch nach der Pause ging es im selben Stile weiter. Jedoch kassierten nun beide Mannschaften vermehrt Strafen, so dass das Powerplay auf beiden Seiten getestet werden konnte. Zürcher konnten sogar über längere Zeit in Doppelter Überzahl agieren, brachten aber wenig bis gar nichts zustande. Auffällig waren weiterhin die vielen Offsids der Stadtzürcher, welche mit der kleineren Mittelzone so ihre liebe Mühe hatten. Nach 32 Minuten funktionierte beim ZSC endlich ein Powerplay wie am Schnürchen: Smith legte auf für Patrick Geering und dessen Slapshot von der Blauenlinie lenkte Reto Schäppi ins Tor ab. Mit dem 2:0 im Rücken hatte der ZSC nun Oberwasser und kontrollierte die Partie. Jedoch nicht für allzu lange, denn kurz darauf musste Luca Cunti für 2 Minuten auf die Strafbank. Und nun funktioniert auch bei Kloten das Powerplay. Auch hier führte der Schuss von der Blauenlinie zum Erflog. Urban Leimbacher konnte den verdeckt abgegebene Schuss nicht blockieren und Michael Liniger musst nur noch den Abpraller im Tor unterbringen – nur noch 2:1. In den folgenden Minuten geschah nun nichts mehr aufregendes, so dass es mit diesem Resultat in die Pause ging.

Der ZSC kontrolliert die Partie

Dass es sich mit einer Führung im Rücken leichter spielt, zeigte das 3. Drittel. Die Zürcher kontrollierten die Klotener und kamen nun vermehrt zu Chancen. Der ZSC konnte diese Chancen aber nicht in Tore ummünzen, wie zum Beispiel Roman Wick, der alleine vor Müller scheiterte. Und beinahe wären die Zürcher kurz darauf bestraft worden, als sich Mathias Seger im Powerplay vor dem eigenen Tor einen kapitalen Aussetzer leistete. Urban Leimbacher konnte jedoch das „Buebetrickli“ von Peter Guggisberg in letzter Sekunde verhindern und so blieb es weiterhin bei der knappen Führung. Die Klotener versuchten in den letzten Minuten nochmals alles, jedoch liess sich der ZSC diesen Sieg nicht mehr nehmen und gewann so nachdem letzt jährigen Playoff-Final auch das erste Derby der Saison. Morgen steht bereits der nächste Test im Final des Team-Cups gegen HC Davos an.