Eine sehr bescheidene Leistung reicht nicht aus

ZSC – HC Fribourg Gotteron 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.

Die Lage um den Finalist von vor zwei Jahren ist schlecht bestellt, auch der Trainerwechseln von Hans Kossmann zu Gerd Zenhäusern hat der Mannschaft nur wenig eingebracht. Gerade einmal fünf Punkte aus den letzten elf Partien konnte sich Gotteron gutschreiben. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie gab es aber am vergangenen Samstag wieder einmal einen Sieg, der EV Zug spielte Aufbaugegner für den zweitletzten der NLA. Beim ZSC war der Samstag ebenfalls erfolgreich, wenn auch mit 5:3 gegen Genf-Servette äusserst knapp und wenig überzeugend. Gegen Fribourg erwartete man wieder ein zielstrebigeres und strukturierteres Spiel der Zürcher.

Viele Fehler zu Beginn
Es ist Montag und man merkt es, so das Motto des heutigen Spiels, von Beginn weg. Trotzdem war es der ZSC, der den Anfang im Griff hatte. Schnell erarbeiteten sich Wick und Co. die ersten guten Chancen. Mit Hilfe von Nyffeler gab es dann nach 5. Minuten auch sogleich etwas zu bejubeln, der ehemalige ZSC Goalie lies den Schuss von Smith unglücklich zwischen den Beinen passieren. Darauf folgten weitere Chancen für den Z, aber weder Wick noch Seger packten ihre Chancen um die Partie früh in die richtigen Bahnen zu lenken. So blieb das Team von Zenhäusern dran, mehr noch in der 11. Minute folgte der Ausgleich. Fribourg agierte im Powerplay denkbar doof, zwei Mal verpassten sie das leere Tor, blieben jedoch dran und konnten dank Sprunger doch noch ausgleichen.

Fortan legte Gotteron zu, die Mannen von Crawford im Gegenzug bauten deutlich ab. Viel zu viele Fehler im Spielaufbau waren Grund dafür, warum die Gäste gefährlicher und gefährlicher wurden. In der 21. Minute gab es dann schon wieder einen Treffer von Gotteron. Crawford wuchsen wohl einige graue Haare mehr, denn er konnte wahrhaftig nicht zufrieden sein mit seinem Team. Je länger aber das zweite Drittel dauerte umso mehr öffnete der Z den Gashahn und wurde dann auch belohnt. Nach 37. Minuten passte Bärtschi perfekt aus der Ecke auf Schäppi und dieser hatte die Ruhe die Hartgummischeibe in die Maschen zu dreschen. Es war bitter für Fribourg, da stand ein Gegner auf dem Feld der offensichtlich bei weitem nicht an sein Limit kam und dennoch stand es nur 2:2 zur zweiten Pause.


Das vermeintlich letzte Drittel gab dann ein Hin und Her. Weder der ZSC noch Fribourg konnte sich in diesem Drittel zu einem Tor durchringen. Dennoch hatten beide ihre guten, ja sehr guten Chancen, nutzen konnten sie aber beide nicht. So musste die Verlängerung einen Sieger hervorbringen oder musste gar das ungeliebte Penaltyschiessen herhalten? Nein, es waren die Fribourger, die den Schlusspunkt setzten in dieser Verlängerung. Es war vorsichtig gesagt ein richtig schlechter Auftritt der Zürcher an diesem Abend. Der Gemütszustand war dann auch in der Garderobe auszumachen, wenig erinnerte an einen Leader und Ligadominator. Aber genau solche Phasen braucht es um diese Mannschaft zu testen.