Die Schlacht in Lausanne gewonnen

HC Lausanne – ZSC 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1) n.P.

Nach dem überraschenden Sieg des HC Lausanne, musste der Z heute im Welschland reagieren. Auch wenn es nur ein Spiel war, so wäre eine zweite Niederlage doch eher heikel geworden und der Z damit bereits gehörig unter Druck. Doch soweit war es natürlich nicht, mindestens 60 Minuten standen dem Team von Marc Crawford zur Verfügung um die sofortige Berichtigung zu bewerkstelligen.

Die Eingangskontrollen waren dann, dank den Bemühungen des Z, einigermassen normal. Normal aber weiterhin nur auf die Lausanner-„Unverhältnismässigkeit“ bezogen. Etwas vom Spiel zu sehen war dennoch kaum möglich und das Catering – trotz Versprechen der Vereinsleitung vom HCL – weiterhin unter jeder Sau.

Erneuter Fehlstart vom Z
Auf Zürcher Seite hoffte und zitterte man, dass diese Partie besser starten würde – genau 44 Sekunden lang. Dann jubelten wieder die Lausanner, schon wieder ein Rückstand. Abermals musste der Z einem Rückstand nachlaufen. Die Halle nun natürlich der siebte Mann auf dem Eis. Nach zwei, drei Minuten war der Z dann wieder bei der Sache, er fasste wieder Halt und dominierte die folgenden Minuten sogar. Man bemerkte die Bemühungen, dass das Team von Crawford mehr auf den Körper spielen wollte. Leider aber resultierten kaum Chancen aus dem Spiel der Zürcher, die Lausanner natürlich aufgepusht und beim Z war eine Spur Verunsicherung nicht zu verleugnen. Jedenfalls endete das erste Drittel ohne weiter Tore.

Besser, aber nicht gut
Im zweiten Drittel begannen die Zürcher etwas engagierter, liesen aber die vorhanden Chancen – selbst im Powerplay – ungenutzt verstreichen. Der Trend zeigte aber klar nach oben und in der 26. Minute war der Ausgleich. Seger tankte sich mit vorbildlichem Einsatz durch und erlöste mit dem Backhandtreffer nicht nur die mitgereisten Fans. Auch die Spieler nahmen dieses Zeichen des Captains positiv auf. Doch die Mannschaft nutzte den ihnen gewährten Freiraum nicht. Sie wirkten teilweise auch nicht bereit, die von Lausanne vorgegebene Playoffhärte mitzugehen. Aus der vorhandenen Feldüberlegenheit reüssierte schlicht zu wenig.

Last Minute Ausgleich durch Nilsson
Auch im dritten Abschnitt sah dies nicht anders aus. Der ZSC alles in allem die bessere Mannschaft, aber leider ohne Treffer. Es wäre der optimale Moment gewesen um nicht nur dieses Spiel, sondern auch die Serie zu wenden. Lausanne aber machte dies auch ungemein clever, sie spielten es defensiv solid und waren in der Offensive, sofern sie einmal dort auftauchten, extrem gefährlich. Was sicherlich auch daran lag, dass Lukas Flüeler auch heute nicht seinen besten Tag einzog. Aber insgesamt wirkte der Z heute doch wieder deutlich gefasster, im Vergleich zum Auftaktsspiel.

Aber es kamen noch ganz bittere Sekunden. Nach 56. Minuten knallten die Lausanner den vermeintlichen Führungstreffer in die Maschen. Hier sah Lukas Flüeler nicht gut aus und es schien, als würde er zur tragischen Figur dieses Abends, ja vielleicht sogar dieser Serie zu werden. Insbesondere darum, weil auch sein Vorderleute fast gar nichts mehr auf die Reihen bekamen in den nächsten Minuten. Dieser Flüeler hatte das Tor bereits verlassen, die Lausanner schon fast durch, als das Heimteam einen Feldspieler zu viel aufs Eis beorderte – was in den letzten zwei Minuten einem Penalty gleichkommt. Plötzlich keimte wieder Hoffnung auf, Nilsson lief an…

…und er versenkte eiskalt! Über die Fanghand von Huet haute er den Puck in die Maschen. Unfassbar, Hammer, Extase, alles was nur geht. Die mitgereisten Fans total ausser sicht.

Zitternede Beine und nervöse Gesichter, so lief die Verlängerun gab. Denn der ZSC spielte während den letzten zehn Minuten dieser Extrazeit fast ausschliesslich in Unterzahl. Man möchte nicht jammern, aber zumindest eine diese Strafen war definitiv ein Fehlentscheid. Dem Team von Crawford war nun mehr und mehr der Kräfteverschleiss anzumerken und das Siegestor der Lausanner fast nur noch eine Frage der Zeit. Mit letzter Kraft erreichten die Zürcher das Penaltyschiessen.

Dort eröffnete Bergeron das Feuer und verwertete sogleich den ersten Penalty. Aber auch hier gab es keine einfache Angelegenheit; die Lausanner kehrten auch hier wieder zurück und hatten ihrerseits einen „Matchpuck“. Doch sie scheiterten und am Schluss war es Nilsson, der die Zürcher Fans endgültig in den siebten Himmel schoss. Alle dem Ende nahe, feierten sie gemeinsam diesen unglaublich wichtigen Sieg nach Penaltyschiessen. Wenige Minuten zuvor glaubte man sich noch im falschen Film zu befinden, da ein nahes Ende der Playoffs drohte.

So isch es halt i de Playoffs! Mir sind wieder da!

2 Gedanken zu „Die Schlacht in Lausanne gewonnen

    • Absolut !! Ansonsten spielt er die letzten Spiele fast ein bisschen überheblich (oder es scheint so). Flüeler muss sich klar steigern – ansonsten sehe ich schwarz!! Ich würde (langfristig) gerne Wolf sehen… (Dieser Zug ist aber leider abgefahren).

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