Chancen und Gefahren des HC Lausanne

Auf dem Papier, gewertet durch den achten Rang des HC Lausanne, hat der ZSC das vermeintlich einfachste Los gezogen, aber Achtung, der Aufsteiger ist nicht ohne Grund in den Playoffs. Die ab morgen beginnende Serie birgt nicht nur Vorteile, sondern hat auch seine Risiken.

Defensiv stark und mit einem „heissen“ Publikum
Der Aufsteiger mochte vor allem durch seine Defensive Leistung zu überzeugen, er steht mit den 115 erhaltenen Gegentoren an dritter Stelle der Liga. Davor befindet sich nur noch der Z und der HC Lugano. Sucht man Gründe für die äusserst erfolgreiche Defensivarbeit der Lausanner, dann muss man als erstes Christobal Huet erwähnen. Der ehemalige NHL-Torhüter parierte 92.86% aller auf ihn abgegebenen Schüsse und ist damit ziemlich genau gleich gut wie Lukas Flüeler. Vor Huet sind einige Verteidiger platziert, die zwar nie zur Spitze der NLA gehört haben, die aber doch einiges an Erfahrung in der obersten Spielklasse mitbrachten. Darunter befinden sich Namen wie Gobbi, Reist, Seydoux – die teilweise auch beim ZSC ihre Erfahrungen sammeln konnten.

Offensiv dagegen gibt es vom Team von John Fust und Heinz Ehlers weniger positives zu berichten. Mit den 2.08 erzielten Toren pro Partie liegen sie deutlich am Ende der Tabelle. Dabei liegt die Last vor allem auf den beiden ausländischen Stürmern Bang (Swe) und Hytönen (Fin), die 30 aller 104 Tore erzielt haben. Über diese beide Spieler wird der offensive Erfolg im Viertelfinal laufen, die beiden Ausländer werden entsprechend lange Eiszeiten erhalten.

Der Favoritenrolle gerecht werden
Marc Crawford und seine Truppe werden diese Ausgangslage nicht haben, dass sie unnötig früh ein oder zwei Blöcke forcieren müssen. Vier ausgeglichene Linie, starke Schweizer Führungsspieler und den vielleicht besten Torhüter der Liga sind ausreichend Argumente um den HC Lausanne schlagen zu können. Mehr denn je aber wird auch die Härte ausschlaggebend sein, die Zürcher waren in den letzten Runden der Meisterschaft selten bis gar nicht mehr gerfordert, da sie erstens qualifiziert und oftmfals auch zu dominant waren.

Was also braucht es, um den HC Lausanne mehr oder weniger souverän schlagen zu können?
Auf der einen Seite ist da sicher der Start morgen Dienstag, da müssen alle Spieler bereit sein und sich bewusst sein, dass alles was bisher erreicht wurde, nichts mehr zählt. Gleichzeitig braucht es aber auch das Wissen und die Ruhe, dass die Zürcher nichts ausergwöhnliches tun müssen um Lausanne zu schlagen. Es braucht eine solide Leistung, viel Laufarbeit ohne Scheibe und eine gute Portion Körpereinsatz und dann wird diese Serie zu Gunsten der Zürcher ausgehen…

Packen wir es, gemeinsam zum Sieg gegen Lausanne!