Mit Minimalismus zum 9. Sieg in Serie

ZSC  3:2 Rapperswil (1:1, 1:1, 1:0)

Der ZSC strebte heute mit dem wiedergenesenen Captain Mathias Seger den 9. Sieg in Serie an. Dieses Unterfangen sollte machbar sein, da der heutige Genger Rapperswil abgeschlagen Tabellenletzter ist und seit Saisonbeginn in einer Krise steckt.

Zürcher kalt erwischt

Doch dieses Unterfangen stellte sich schnell als schwieriger dar. Samuel Friedli mit gar vielen Freiheiten im Zürcher Drittel und schon stand es 0:1 für die Gäste. Die Zürcher wirkten heute nach den vielen Spielen in den vergangen Tagen nicht mehr sehr frisch und auch die Paradedisziplin Powerplay wollte vorderhand nicht funktionieren. Die St. Galler waren immer einen Schritt schneller, doch nach und nach fanden auch die Zürcher in dieses Spiel. In der 16 Minute konnte man das Geschehen auch auf der Anzeigetafel ausgleichen. Wieder einmal mal war es Robert Nilsson, der den Treffer mustergültig vorbereitete – Trachsler verwertete dessen Hereingabe gekonnt mit einem Ablenker. Und die Zürcher wollten sofort einen Treffer nachlegen. Doch konnten die St. Galler das Unentschieden in die Pause retten.

Wieder werden die Zürcher kalt erwischt

Das 2. Drittel begann wie das Erste: Die Zürcher mit dem Kopf noch in der Kabine – Die St. Galler mit dem 1:2 durch Derek Walser. Und auch in der Folge waren es die Gäste, welche das Spielgeschehen bestimmten. Die Zürcher nur mit dem Standgas unterwegs wie es schien. Doch dies reichte! Wieder aus dem Nichts fiel der Zürcher Ausgleichstreffer. Reto Schäppi tankte sich durch die Lakers Verteidigung und Dan Fritsche vollendete zum 2:2. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Beste Chance besass Duri Camichel, als er in Unterzahl nur die Latte traf. Die Zürcher konnten bis zu einem gewissen Punkt froh über das Unentschieden zur zweiten Pause sein, war doch Rapperswil über die ersten 40 Minuten gesehen die bessere und gefährlichere Mannschaft.

Wer schiesst das entscheidende Tor?

Wieder waren es die St. Galler, welche besser aus der Kabine kamen. Doch konnten sich die Zürcher auch heute wieder auf ihren Torhüter Lukas Flüeler verlassen, welcher alle Lakers Chancen zunichte machte. Um so länger das Drittel dauerte desto besser wurde der ZSC. Doch die grossen Chancen waren in diesem Drittel lange nicht zu bestaunen, bis sich Roman Wick in der 50 Minute den Puck schnappte und sich durch die Rapperswiler Verteidigung tankte. „Will der den Puck ins Tor tragen,“ fragten sich einige Zuschauer. Und ja wirklich das tat er und wie! Irgendwie gelang der Puck ins Tor! Der Jubel beim Zürcher Anhang über dieses Tor war dementsprechend gross. Weil der ZSC sämtliche Rapperswiler Möglichkeiten im Keim erstickte, blieb es beim 3:2. Der Zürcher Anhang konnte den 9. sieg in Serie feiern. Auch wenn dies heute nicht die beste Leistung war, so reichte es trotzdem zum Sieg. Am Samstag wartet mit Zug der nächste Gegner unter dem Strich.

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