Am Ende das perfekte Sonntagsspiel

ZSC – SC Bern 6:0 (2:0, 2:0, 2:0)

Im heutigen Retrospiel, in welchem die Zürcher die Dresses aus der Saison 1989 anzogen, da wollte der ZSC, dem schwächelnde SC Bern, ein Bein stellen und selber auf die Niederlage gegen Lugano reagieren. Rang sieben und nur gerade zwei Siege aus den letzten sieben Spielen, dass ist bestimmt für die Berner Verhältnisse nicht ausreichend. Beim ZSC kehrte heute Trachsler zurück in die Mannschaft und verdrängte damit Sandro Zangger aus dem Team.

Zuerst lahm, dann top
Es war einmal ein lauwarmes Hockeyspiel an einem Sonntagnachmittag, so wie wir es halt von diesen Sonntagsspielen kennen. Es plätscherte fast stimmungslos dahin, bis zur neunten Minute und einem Powerplay der Zürcher, dort fand Bärtschi irgendwie die Möglichkeit, die Scheibe hinter Bührer zu versenken. Es war ein Weckruf für die Fans und Spieler, welcher ankam. In der Folge gab es kurzfristig Einbahnhockey auf das Tor von Bührer, was sich erst durch eine Strafe gegen Schäppi änderte, oder doch nicht? Der Rückkehrer, Moris Trachsler, jedenfalls hatte wenig Lust auf Verteidigungsarbeit und fuhr einen Konter. Ein Berner war noch da, diesen machte er nass und am Schluss reichte die Kraft noch aus um die Scheibe am Torhüter vorbeizuschlenzen. Ein herrlicher Treffer, der nun endgültig die Überlegenheit der Zürcher endgültig besiegelte. Es war nun klar, wer das Tempo auf dem Feld diktierte. Aber sie gaben nun auch etwas ab, fast musste man befürchten, dass sich die Truppe von Crawford etwas zu fest auf diesen Vorsprung ausruhte.

Die totale Dominanz im Mitteldrittel
Der Aufwärtstrend der Berner setzte sich noch während den ersten zwei, drei Minuten im Mittelabschnitt fort. Allerdings nicht lange, es folgte die Show des Robert Nilssons in der Folge. Teil 1 fand in der 31. Minuten statt, als er dem Verteidiger davon lief und Bührer backhand in den Engel düpierte. Die Stimmung in der Halle natürlich auf einem sehr hohen Level und es ging ähnlich weiter, fünf Minuten später lief eine ähnliche Situation und wieder vernaschte Nilsson Bührer im Mann gegen Mann Duell. Weltklasse, das Publikum total ausser sich. Es gab nun nur noch ein Tor auf welches gespielt wurde…. Unglaublich, solche Sonntagsspiele gibt es nur selten.

Zum Schluss nur noch ein Schaulaufen
Wer nun dachte, dass die Berner noch einmal etwas versuchten, der wurde getäuscht. Zu souverän der ZSC und zu wenig aggressiv die Berner, das Wackeln des Trainerstuhles von Törmänen war jefenfalls bis in den dritten Rang zu hören. Sowieso beendete Bergeron in der 43. Minute auch noch die allerletzten Zweifel über den heutigen Sieger. Mit einem knallharten Slapshat stellte er auf 5:0 – dabei hatte Bührer sogar freie Sicht, aber der Schuss zu gut. Wenn es dann eben läuft, dann läuft es, so gsehen in der 46. Minute. Kenins läuft alleine aufs Tor, schiesst aber nicht, sondern passt zurück zu Bärtschi und dieser hatte das fast leere Tore vor sich und traf. Herrlich, alles stand und jubelte nun in der Halle.

Danach beendeten die Zürcher den Sturmlauf und gewährten dem Berner Trainersessel etwas Luft. Für einmal ein gutes Spiel am Sonntagnachmittag und kein langweilliges Gegurke am Sonntag.