Wenn die neue Saison beginnt…

Zugegeben, das Spiel gegen GCK brachte in der Vergangenheit oftmals nicht die grosse Eishockeyklasse nach Zürich Oerlikon, aber es ist schon fast traditionellerweise die Eröffnung der Eishockey-Vorbereitung der Zürcher. Auch morgen dürfte nicht das Spiel, sondern viel mehr das Ambiente – zurück auf dem Eis – für Freude sorgen. Daneben verspricht das Spiel morgen Abend aber ein gutes zu werden, die Wurst und das Bier kann vor dem Spiel noch genüsslich bei strahlendem Sonnenschein genossen werden und im Anschluss gibt es dann das erste Spiel dieser Saison des ZSC zu sehen. Klingt nach einem fast perfekten Donnerstag.

Für mehr Spannung dürfte dann die restliche Vorbereitung sorgen. Einen Tag später, wieder in der Kebo, gegen den Aufsteiger aus Langnau. Ein erstes Wiedersehen mit dem alten „Bekannten“. Herzlich Wilkommen zurück an dieser Stelle nach Langnau. Bevor es dann gegen GAP und Berlin zu den CHL-Duellen kommt, folgt anlässlich des Trainingslager noch ein Spiel gegen den Dornbriner EC in Scuol. Die Auswärtsreisen nach GAP und Berlin dürften das absolute Highlight werden aus Fansicht in dieser Vorbereitung. GAP weil man dies kaum kennt und Berlin, weil es halt Berlin ist, mehr braucht es auch gar nicht.

Was gibt es neues auf dem zscblog.ch?
Auch für den zscblog.ch geht mit dem morgigen Spiel die neue Saison los. Wir haben auf diese Saison hin nicht nur das Layout geändert, sondern haben den gesamten zscblog.ch überdacht. Einerseits aus den Veränderungen unserer Leserschaft, anderseits auch aus persönlichen Gründen. Wir alle fiebern dem ZSC weiterhin mit vollem Einsatz bei, aber wir haben berufliche und private Verpflichtungen, die mittlerweile mehr Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb haben wir uns entschieden, uns mehr auf Videos, Fotos und Infos von und für die Kurve zu publizieren. Konkret heisst dies, dass es nicht nach jedem Spiel von uns einen ausführlichen Bericht geben wird, viel mehr werden wir Kurzzusammenfassungen im Facebook posten. Das Tippspiel soll weiterhin bleiben und auch Kolumnen und andere Hintergrundberichte werden wir Euch weiterhin aufbereiten.

Allgemein haben wir versucht, den zscblog.ch wieder schlanker zu gestalten, mehr Infos von und für Fans aufzubereiten. Fast am wichtigsten ist uns die Unabhängigkeit und die Freiheit, zu entscheiden was und wie wir es schreiben – ohne Auflagen und Regeln. Eine ausführliche Übersicht über den Blog in der Saison 15/16 werden wir im Laufe der Vorbereitung verfassen.

Jetzt aber geht es zuerst einmal morgen Abend los! Endlich startet sie wieder, die schönste Zeit des Jahres…

Erster Derbysieg der Saison

ZSC – EHC Kloten 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

Kloten macht das Spiel, der ZSC das Tor

Lange Zeit tat sich beim ersten Zürcher Derby der neuen Saison und Neuauflage des letzten Playoff-Finals wenig bis gar nichts. Das Spiel war geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Die Zürcher verursachten in den ersten 8 Minuten nicht weniger als 4 Offsids. In der Folge kamen die Klotener besser ins Spiel und erspielten sich einige aussichtsreiche Chancen, welche aber alle von temporär Ersatzmann Urban Leimbacher zunichte gemacht wurden. Der ZSC agierte vor dem gegnerischen Tor um einiges effizienter als der Gast aus Kloten, denn die Zürcher nützen ihre erste richtig gute Gelegenheit in der 14 Minuten und gingen durch Künzle eher überraschend mit 1:0 in Führung. Auch in der Folge blieb die Fehlerratte auf beiden Seiten hoch und schöne Kombinationen blieben Mangelware. So blieb es wenig verwunderlich beim 1:0 für den ZSC bis zu ersten Pause.

Strafen auf beiden Seiten

Auch nach der Pause ging es im selben Stile weiter. Jedoch kassierten nun beide Mannschaften vermehrt Strafen, so dass das Powerplay auf beiden Seiten getestet werden konnte. Zürcher konnten sogar über längere Zeit in Doppelter Überzahl agieren, brachten aber wenig bis gar nichts zustande. Auffällig waren weiterhin die vielen Offsids der Stadtzürcher, welche mit der kleineren Mittelzone so ihre liebe Mühe hatten. Nach 32 Minuten funktionierte beim ZSC endlich ein Powerplay wie am Schnürchen: Smith legte auf für Patrick Geering und dessen Slapshot von der Blauenlinie lenkte Reto Schäppi ins Tor ab. Mit dem 2:0 im Rücken hatte der ZSC nun Oberwasser und kontrollierte die Partie. Jedoch nicht für allzu lange, denn kurz darauf musste Luca Cunti für 2 Minuten auf die Strafbank. Und nun funktioniert auch bei Kloten das Powerplay. Auch hier führte der Schuss von der Blauenlinie zum Erflog. Urban Leimbacher konnte den verdeckt abgegebene Schuss nicht blockieren und Michael Liniger musst nur noch den Abpraller im Tor unterbringen – nur noch 2:1. In den folgenden Minuten geschah nun nichts mehr aufregendes, so dass es mit diesem Resultat in die Pause ging.

Der ZSC kontrolliert die Partie

Dass es sich mit einer Führung im Rücken leichter spielt, zeigte das 3. Drittel. Die Zürcher kontrollierten die Klotener und kamen nun vermehrt zu Chancen. Der ZSC konnte diese Chancen aber nicht in Tore ummünzen, wie zum Beispiel Roman Wick, der alleine vor Müller scheiterte. Und beinahe wären die Zürcher kurz darauf bestraft worden, als sich Mathias Seger im Powerplay vor dem eigenen Tor einen kapitalen Aussetzer leistete. Urban Leimbacher konnte jedoch das „Buebetrickli“ von Peter Guggisberg in letzter Sekunde verhindern und so blieb es weiterhin bei der knappen Führung. Die Klotener versuchten in den letzten Minuten nochmals alles, jedoch liess sich der ZSC diesen Sieg nicht mehr nehmen und gewann so nachdem letzt jährigen Playoff-Final auch das erste Derby der Saison. Morgen steht bereits der nächste Test im Final des Team-Cups gegen HC Davos an.

Der CHL-Start steht vor der Tür

Noch dauert es über 20 Tage bis zum offiziellen Saisonstart des ZSC, dennoch dürfte mit dem Start der CHL die Intensität und Härte der Spiele wieder ordentlich ansteigen. Schlussendlich haben Marc Crawford und sein Team angedeutet, dass sie den Nachfolgerwettbewerb aus dem Jahre 2008/09 ernst nehmen möchten.  Beginnen tut dieser Wettbewerbe für den Zürcher SC mit dem Spiel gegen das Team aus Oslo, Vålerenga aus der Hauptstadt Oslo scheiterte letztes Jahr erst im Finale gegen die Stravanger Oilers. Trotzdem bleibt Vålerenga mit 26 Titel der Rekordmeister in Norwegen. Zwei Tage später geht es dann zum ersten Mal in dieser Spielzeit ins Hallenstadion, denn die erste Partie der CHL trägt der Schweizermeister noch in Dübendorf aus.

Vålerenga; der beste Mann im Tor
Beim Vizemeister von Norwegen, deren Liga sicher deutlich schwächer als jene aus den benachbarten Ländern Finnland und Schweden ist, ist der heimische Torhüter Steffen Søberg der wichtige Rückhalt im Team. Auch International zeichnete sich der Nationaltorhüter diese Saison aus, nämlich an den Olympischen Spielen. Fast 95% aller Schüsse parierte der erst 21-jährige und in der vierten Runde von den Washington Capitals gedraftete Torhüter.

In der Offensive musste das Team aus Oslo einige Verluste in Kauf nehmen. Mit Sondre Olden, Éric Chouinard und Mathias Trygg verlor das Team nicht weniger als 156 Skorerpunkte (61 Tore) über die Sommerpause. Kompensiert wird dieser Verlust einzig mit einem aus Nordamerika zurückkehrenden Spieler (Jørgen Karterud), Niklas Bröms – dem Topskorer der dritthöchsten Schwedischen Liga – und Andreas Stene aus der Norwegischen Liga.

Mit einer vernünftigen Leistung und wenn die Beine aus dem Trainingslager in Mannheim nicht noch zu schwer sind, ist ein Auftaktssieg gegen Oslo eigentlich Pflicht.

(Fast) fertig Sommer – das Eishockey ruft!

Auch wenn die Temperaturen und das Wetter mehr auf Hochsommer deuten, so beginnt ab morgen doch langsam aber sicher die Vorbereitung auf die neue Eishockeysaison, welche offiziell am 12. September 2013 gegen Fribourg startet. Das Eis in der Kunsteisbahn in Oerlikon ist bereits auf Hochglanz poliert und die Junioren haben ihre ersten Trainingseinheiten absolviert. Morgen folgt nun auch die erste Mannschaft mit ihrem ersten gemeinsamen Training auf Eis.

Die European Trophy im Fokus der Vorbereitungsspiele
Auch dieses Jahr steht die Vorbereitung des ZSC voll im Zeichen der European Trophy. Nach dem ersten Test diesen Mittwoch – dem schon zum dritten Mal offiziell durchgeführten Testspiel – gegen GCK, folgt am Freitag bereits das erste Spiel an der European Trophy. Es wartet der EV Zug, die mit Rob Schremp einen interessanten Zuzug tätigen konnten.

In der zweiten Vorbereitungswoche (12. bis 19.08.2013) warten zwei spannende Partien auf die Fans. Zuerst am Dienstag das Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt und am Freitag in Weinfelden die Partie gegen die Adler aus Mannheim. Am letzten Tag der zweiten Woche geht es in Richtung Norden, genauer gesagt nach Finnland und dort nach Helsinki.

Es kommt zum mit Vorfreude erwarteten Roadtrip nach Finnland, welcher das absolute Highlight dieser Vorbereitung werden soll. Die Spiele gegen HIFK und Jokerit Helsinki – dem Jugendteam von Ari Sulander – finden dann am Freitagabend, beziehungsweise am Samstagmittag statt.

In der Woche vier (26.08. bis 01.09.2013) werden dann die Schweden in der Schweiz zu Gast zu sein. Färjestad und Frölunda begegnen dem Z am Freitag und Samstag in der Eishalle in Dübendorf. Die letzte komplette Woche der Vorbereitung wird dann mit dem Teamcup in Küsnacht geschmückt. Am Freitagabend wartet erneut der EV Zug und am Samstag – je nach Ausgang der Partien am Freitag – entweder Kloten oder Rapperswil.

So werden also die kommenden fünf Wochen von morgen bis zum ersten Meisterschaftsspiel für die Spieler des ZSC ausgefüllt sein. Freuen wir uns auf das zurückkehrende Eishockey, einige interessante Testspiele und Euse ZSC!

Den Spielplan und die Spielberichte findet ihr hier.

Und hier noch zwei kleine Videos zur „Akklimatisierung“… Schaut es euch an und taucht langsam wieder ein…

Rückblick und Ausblick – zwischen Vorbereitung und Saisonstart

Bekanntlich sagen Vorbereitungsspiele nur wenig über den effektiven Formstand einer Mannschaft aus, da zu viele Faktoren ineinander fliessen. Da ist auf der einen Seite das Konditions- und Vorbereitungsprogramm der Mannschaft, welches definitiv Vorrang hat. Zum zweiten stehen da die unterschiedlichen Phasen der einzelnen Mannschaften im Weg. Beispiel: Die DEL nimmt ihren Spielbetrieb bereits am 3. September wieder auf. Eine einzige Woche Unterschied in einer Vorbereitungsphase kann unter Umständen einen wichtigen Faktor spielen. Denoch zeigten sich die Zürcher in diesen Wochen nicht umbedingt von ihrer besten Seite. Acht Punkte aus gleich vielen Spielen ist eindeutig zu wenig.

Es muss jedoch auch der positive Aspekt in diesen Spielen und Ergebnissen gesehen werden. Die Zürcher konnten ihren Formstand prüfen und sind wohl zumindest intern zu einem klaren Fazit gekommen. Es ist aber müssig Spekulation über Einflüsse und Formstände der diversen Spieler und des gesamten Kaders zu erstellen, da dies von aussen kaum machbar ist. Aber die zumeist intensiv geführten Spiele, besonders physisch, waren eine interessante Abwechslung zu anderen Testspielen in der Vorbereitung.

Nun aber ist diese European Trophy vorbei, die nächstjährige Durchführung noch nicht gesichert und das erstaunt kaum jemanden. Bereits die Champions Hockey League ist gescheiteret, beim Versuch ein kleiner Bruder der Fussball Champions League zu werden. Das dürfte uns kurzfristig aber kaum interesseren, da nun in den nächsten Tagen der Saisonstart auf dem Programm steht. Noch gut 12 Tage dauert die Vorbereitungsphase bis zum ersten Anpfiff der diesjährigen Meisterschaft. Der ZSC hat sein spielerisches Gesicht deutlich verändert und ist mit Westcott, der übrigens 8 Assists in 7 Spielen verbuchen konnte, Murphy, Paterlini und Ryser härter und defensiv (hoffentlich) stabiler geworden. Durch Ambühl wurde zumindest offensiv ein genialer Spieler verpflichtet. Dieser Schluss darf aus den ersten acht Begegnungen defintiv gezogen werden.

Wir dürfen mit Vorfreude und einer guten Portion Hoffnung auf die aktuelle Saison blicken, welche am 10. September in Lugano für uns eröffnet wird. Es wird langsam wieder Zeit für Hockey – ZSC suscht gar nüt!