Ryan Keller und Marc-André Bergeron die neuen Ausländer beim ZSC

Nun scheinen die Ausländer für die Saison 2013/14 beim ZSC offenbar gefunden zu sein. Ryan Keller und Marc-André Bergeron werden die beiden Neuen sein, neben Ryan Shannon und Steve McCarthy.

Ryan Keller:

Ryan Keller

Ryan Keller Q: wiki.com

Der Zweiweg-Flügel spielte zuletzt im Team von Chris McSorley, wo er in der letzten Saison in 52 Spielen zu 12 Toren und 16 Assists kam. Zuvor spielte der 180 Zentimeter grosse und 85 Kilogramm schwere Stürmer in Finnland, der AHL und durfte auch während sechs Partien in der NHL Bei Ottawa auflaufen. Der Durchbruch in der besten Liga der Welt schaffe Keller aber nie.

Spielerprofil Ryan Keller auf eliteprospects.com

 

 

 

 

Marc-André Bergeron:

Marc-Andre Bergeron

Marc-Andre Bergeron Q: wiki.com

Schon gestern geisterte das Gerücht um die Verpflichtung von Bergeron auf twitter herum und der Spieler selber bestätigte diese Meldung.
Der Verteidiger, welcher zuletzt bei den Carolina Hurricanes spielte, absolvierte in der NHL total 547 Spiele. Bergeron war in Übersee bereits bei diversen Clubs angestellt, darunter unter anderem Tampa Bay, Montreal und auch bei den Edmonton Oilers.
Mit seinen 32 Jahren bringt Bergeron noch einiges an Erfahrung mit und dürfte sicher für weitere Stabilitäten sorgen in der Defensive.

Spielerprofil Marc-André Bergeron auf eliteprospects.com 

Saisonplanung 2013/14 – Wer bleibt, wer geht?

Mit dem verkündeten Abgang von Thibaut Monnet, der Vertragsverlängerung von Severin Blindenbacher und dem Rätselraten um Andres Ambühl hat die Planung der Saison 2013/14 auch in der Öffentlichkeit begonnen. Insbesondere die frühzeitig verkündeten Transfers sind hier in der Schweiz ein Ärgernis, welches einen faden Nachgeschmack hinterlässt. Die Abgänge und Verpflichtungen sollen nach Abschluss der Saison publik gemacht werden um so den Spielbetrieb im Fokus zu halten.

Da hier aber vorderhand keine Änderung zu erwarten ist, werfen auch wir einen Blick auf die auslaufenden Verträge und den Chancen für eine Vertragsverlängerung:

1. Andres Ambühl:
Natürlich liegt das öffentliche Hauptaugenmerk auf Andres Ambühl, welcher sich nach eigener Aussage noch vor Weihnachten entscheiden möchte, ob der hier bleibt oder zurück nach Davos geht. 144 Spiele absolvierte Ambühl in den letzten drei Saison für den ZSC und gehörte oftmals zu den auffälligsten Akteure auf dem Eisfeld. Sein Speed und sein Kampfgeist sind zwei wichtige Mosaiksteine im Zürcher Kader.

Eine Prognose über Ambühls Entscheidung ist eher schwierig. Es werden persönliche Faktoren den Ausschlag geben. Am Geld wird es am Ende weder beim ZSC noch beim HC Davos scheitern.

2. Daniel Schnyder:
Das „Urgestein“ der Zürcher. 2012/13 ist Daniel Schnyders neunte Saison beim ZSC – anderswo hat der Verteidiger noch nie gespielt. In dieser Zeit sammelten sich 334 NLA Partien zusammen. Zudem ist Schnyder mit 27 Jahren eigentlich im besten Hockeyalter. Der Verteidiger ist zwar wahrlich keine auffällige Persönlichkeit, doch seine solide defensive Arbeit enorm wichtig für einen erfolgreichen Club.

Der ZSC müsste an einer Vertragsverlängerung von Schnyder interessiert sein. Schnyder dagegen wird sich überlegen, ob er noch etwas anderes sehen möchte als Zürich, oder ob er sich voll und ganz dem ZSC verschreiben möchte.

3. Matt Lashoff:
Im letzten Sommer als Ersatz für Steve McCarthy gekommen, konnte aber bisher noch nicht überzeugen. Dass der Amerikaner aber Potenzial hat, zeigt alleine die Tatsache, dass er im Jahre 2005 als Nummer 22 in die NHL gedraftet wurde. Macht aber aktuell zu viele individuelle Fehler und vermag sein Potenzial nicht auf das Eis zu bringen.

Ein grosser sportlicher Verlust wäre Lashoff nicht, dennoch ist die Frage: Was kommt danach? Zudem wurde die gleiche Diskussion über McCarthy im letzten Jahr auch geführt und als er den Meistertreffer erzielte, da hätten ihm viele trotzdem noch einen Vertrag angeboten. Insgesamt ist aber die Chance relativ gross, dass der Verteidiger nächstes Jahr nicht mehr im Zürcher Dress aufläuft.

4. Andri Stoffel:
Wie Daniel Schnyder ist auch Andri Stoffel ein ZSC Akteur durch und durch. Aktuell steckt die Nummer 11 der Zürcher in seiner zehnten NLA Saison und lief dabei bereits 386 Mal für den ZSC auf. Auch er gehört nicht zu den auffälligen und überragenden Technikern auf dem Eisfeld, doch auch seine Arbeit ist solid und gewissenhaft.

Grundsätzlich ist von einer Verlängerung mit Stoffel auszugehen. Es gibt aber schon Argumente, welche für eine Trennung sprechen würde. So könnte zum Beispiel in der Defensive ein Umbruch erfolgen. Mit Phil Baltisberger und Cédric Hächler warten zwei ambitionierte Jungtalente auf ihre Chancen.

5. Cyrill Bühler:
Fällt aktuell zwischen Tisch und Bank. Der ehemalige Klotener kommt nur noch teilweise zum Einsatz und war nur gerade 20 Mal im Aufgebot. Blieb aber ohne Skorerpunkte und ist quasi abgemeldet. Weder Hartley noch Crawford schenken dem 29-jährigen das nötige Vertrauen.

Eine Vertragsverlängerung von Bühler ist kaum realistisch. Gut möglich, dass die fünfte Eiszeit bei den Zürchern auch seine letzte in der NLA sein wird. Schade eigentlich, war Bühler doch immer ein Kämpfer und Chrampfer.

6. Phil Baltisberger:
Der jüngere Bruder von Chris ist mit Jahrgang 1995 der jüngste Spieler im erweiterten Zürcher Kader. Hatte bisher in der laufenden Saison aber noch keine Einsätze in der ersten Mannschaft und macht seine Erfahrungen aktuell in der NLB. Dort war er bei 29 von bisher 30 gespielten Partien dabei.

Eine Vertragsverlängerung mit dem jüngeren Baltsiberger ist eigentlich Pflicht. Ihm muss allerdings eine sinnvolle Perspektive – mit Einsatzchancen in der NLA – präsentiert werden, damit der junge Verteidiger nicht zu einem anderen NLA Club abwandert.

Erste Schritte in die Zukunft

Keine Woche ist seit dem Out im Playoffviertelfinal gegen Kloten vergangen und noch haben die Halbfinalserien in den diesjährigen Playoffs nicht begonnen, doch bereits jetzt steht beim ZSC fast kein Stein mehr auf dem Anderen. Reaktionen waren durch die Fans gefordert worden und solche folgten auch. Bereits in zwei grossen Punkten – im Bereich des Trainings und in der Verteidigung wurden entscheidende Veränderungen herbeigeführt:

Durch die frühzeitige Bekanntgabe eines gemeinsamen Sommertrainings, wurde auf den Vorwurf einer unzureichenden Physis der Mannschaft reagiert. In diese Vorbereitung wurden auch die beiden neuen GCK-Trainer, Matti Alatalo und Richi Novak, integriert. Sie werden die Gesamtleitung des Sommertrainings unter sich haben und dies sowohl für die erste, wie auch für die zweite Mannschaft.  Ebenfalls wird der ZSC, mit grösster Wahrscheinlichkeit, nicht an der European Trophy als Vorbereitungsturnier im August teilnehmen. Mit diesen ersten Massnahmen sollte die Grundbasis für eine lange Saison gelegt sein.

Nach diesem Sommertraining wird Bob Hartley seinen Dienst übernehmen und die Mannschaft in den Winter führen. Mit seiner Verpflichtung dürften wieder mehr Emotionen und weniger Lethargie an der Bande zu sehen sein. Der Kanadier ist nicht bekannt für komplizierte und vorsichtige Erklärungen, sondern eher für seine direkte und laute Art und Weise. Sein Zuzug soll sowohl die Einzelspieler mehr unter Druck setzen und gleichzeitig der in der Öffentlichkeit erweckte „Kuschelkurs“ deutlich abdämpfen.

Zum Schluss wurde auch bereits die Verteidigung mit Severin Blindenbacher verstärkt. Zwar leidet der 28-jährige noch immer etwas unter den Folgen seiner Hirnerschütterung, doch dürfte er im Vollbesitz seiner Kräfte, eine wichtige Ergänzung in der Mannschaft darstellen.

Die bisherigen Veränderungen sind zwar keine Garantie für Erfolg. Auch sind sie alle keine Wundermittel, welche die harte Arbeit für den Erfolg ersetzen. Aber zumindest sind es erste Anzeichen für Einsicht in den oberen Etagen beim ZSC, dass die letzten drei Jahre nicht ohne Konsequenzen bleiben dürfen.

Lukas Grauwiler zu den Lakers

Der Meisterschütze des Victorias Cup verlässt den ZSC in Richtung Rapperswil. Sein Vertrag bei den „Seebuben“ läuft nur über ein Jahr. Der Stürmer spielte schon beim ZSC unter Christian Weber. Er erzielte in 55 Partien für den ZSC 3 Tore und 5 Assists.

Wir wünschen Lukas Grauwiler viel Glück bei seiner neuen Herausforderung.

Quelle: www.sf.tv