De ZSC isch Schwizermeischter!

50 Qualifikationsspiele, 7 Viertelfinalspiele, 7 Halbfinalspiele und 4 Finalspiele mussten sich Fans, Mannschaft, Umfeld und alle Beteiligten gedulden, ehe es endlich soweit war; Mark Bastl durfte als erster den Pokal für den besten Schweizer Eishockeyclub in die Höhe stemmen. Ein Gefühl voller Freude, Entspannung und Überwältigung; wie gross musste der Druck sein, als die Zürcher nach 50 Qualifikationsspielen klarer Sieger der Vorrunde wurden und für Medien und Journalisten der Meister eigentlich schon fest stand. Es kam die Serie gegen Lausanne, die Zürcher waren in Spiel zwei unmittelbar davor, mit 2:0 in Rückstand zu geraten. Doch Nilsson machte den Treffer zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit – der entscheidende Moment in dieser Serie und sicherlich auch für die gesamte Playoffkampagne.

Nun legte der ZSC mit 3:1 in der Serie vor, liess den HC Lausanne aber noch einmal auf 3:3 herankommen, ehe Marc-Andre Bergeron – der sonst nur für seine defensiven Patzer kritisiert wurde – die Zürcher Halbfinalpläne endgültig fixierte.

Auch gegen Genf in die Belle
Als Anhänger des ZSC durfte man hoffen, dass die Halbfinalserie etwas entspannter und lockerer von der Hand gehen würde. Doch weit gefehlt, auch hier bestätigte sich einmal mehr, dass es eben Playoffs sind und die Qualifikations nicht mal mehr als Randnotiz stand halten mag! Es war ein ständiges Auf- und Ab, diese Halbfinalserie gegen McSorley und sein Team; auf einen desolaten Heimauftritt zu Beginn folgte die Reaktion in Genf und als die Zürcher im sechsten Spiel, erneut in Genf, zum Finalpuck ansetzten, folgte wieder eine schlechte, ja fast unterirdische Leistung. Genf glich abermals aus und für den ZSC bedeutete diese Niederlage, dass sie erneut über sieben Spiele zu gehen hatten.

Aber so schnell wie sich das Ganze nach unten drehen kann, geht es eben auch wieder nach oben, so gesehen in Spiel 7 der Halbfinalserie. Gerade mit 4:0 fegte das Team von Crawford die Jungs McSorley vom Eis – nach diesem Sieg waren keine Fragen mehr vorhanden, wer sich den Playofffinal von diesen beiden Teams mehr verdient hatte.

Der erste Derbyfinal seit Playoffbeginn
Lohn für den starken Auftritt in Spiel sieben war der Derbyfinal, denn sich wohl viele Zürcher seit Jahren herbeigewünscht hatten und der nun wahrlich eintraf. Auch hier durfte man eine harte, umkämpfte Serie erwarten und die ersten beiden Spiele gaben diesen Stimmen Recht. Doch der ZSC erzwang in beiden Partien das Glück auf seine Seite, im ersten Spiel war es Bärtschi, der den entscheidenden Schuss ansetzte und drei Tage später durfte sich Keller als Matchwinner feiern lassen. Mit 1:0 und 2:1 waren die Resultate derart knapp, dass selbst nach diesem 2:0 in der Serie noch niemand von einer Vorentscheidung spracht.

Doch es kam anders, vielleicht gerade aufgrund der zwei knappen Resultate mochte sich Kloten nicht genügend steigern und verlor das zweite Spiel im Hallenstadion klar und deutlich mit 5:2. Es war ein Genickbruch, gepaart mit den vielen verletzten und angeschlagenen Spielern bei Kloten, von dem sich die Flieger nicht mehr erholten. Der heutige Sieg im Schluefweg bestätigte nur noch, was sich in den drei Spielen zuvor entweder klar oder knapp zeigte, der ZSC ist und war die über alle Bereiche gesehen deutlich stärkere Mannschaft.

Steigen wir als ein in die Meisternacht, veranstalten wir eine riesen Feier! Als gäbs keis Morn! Uf gahts Züri…

Public Viewing im Zürcher Hallenstadion

Die ZSC Lions veranstalten am Samstag, 19. April im Hallenstadion anlässlich des vierten Finalspiels ein Public Viewing.

Tickets fürs Public Viewing können am Freitag, 18. April ab 11 Uhr via die folgenden Kanäle gekauft werden: Online unter www.zsclions.ch und an allen grösseren SBB-Bahnhöfen als Ticketcorner-Vorverkaufsstelle.

Da Karfreitag ist, werden alle restlichen Ticketcorner-Vorverkaufsstellen geschlossen sein. Anders am Samstag, dort sind Public-Viewing-Billette auch via Post, Manor, Coop City etc. erhältlich.

Preis pro Ticket:
CHF 10.- (keine Reduktionen / Saisonkarte NICHT gültig)
Türöffnung:
18:30 Uhr
Abendkasse:
ab 18:00 Uhr geöffnet

Es gilt freie Platzwahl.
Wir empfehlen Ihnen, die Tickets frühzeitig zu kaufen!

(Quelle: Medienmitteilung zsc)

 

Achtung: Euer morgiges Matchticket von Kloten ist nach dem Spiel gleichzeitig ein Eintritt ins Hallenstadion. Werft Euer Ticket von Kloten also nicht weg!

Swiss Ice Hockey Cup

Swiss Ice Hockey hat heute morgen Medienverteter zu einer Medienkonferenz in Zürich Oerlikon ins Swiss Hotel eingeladen. Anlässlich dieser Medienkonferenz wurde über den neuen Swiss Ice Hockey Cup informiert. Die Erstaustragung soll in der Saison 2014/2015 stattfinden. Die Teilnehmeranzahl beträgt 32 Mannschaften aus NLA, NLB und Regioleague.

Modus

Der Modus ist simpel, ähnlich wie im Fussball und beinhaltet ein K.O.-System. Die Teilnehmer werden für die erste Runde (1/16 Final) in vier regionale Gruppen eingeteilt.

Nord: ZSC, Kloten, Rapperswil
Süd/Ost: Davos, Lugano, Ambri
Zentral: Zug, Biel, Bern
West: Genf, Fribourg, Lausanne

In jede Gruppe kommt der beste regionale Club aus der NLB hinzu. Diese 16 Mannschaften sind gesetzt und können somit in der ersten Runde nicht aufeinander treffen. Wer diese vier Mannschaften aus der NLB sind und wie diese ermittelt werden, muss noch entschieden werden. Die restlichen Teams aus der NLB und der Regio League werden in die regionalen Gruppen nach Region aufgeteilt. Die erste Runde des Cups findet also nur mit regionalen Partien statt. Ab den Achtelfinals wird überregional gelost.

Über den ganzen Cup hat das unterklassige Team Heimrecht. Wo der Final stattfindet und ob es ein neutraler Austragungsort hierfür gibt, ist noch nicht definiert.

Preisgelder und Vermarktung

InfrontRingier Sports & Entertainment sowie Swiss Ice Hockey gaben keine genauen Angaben über das Preisgeld bekannt. Verbandspräsident Marc Furrer von Swiss Ice Hockey teilte mit, dass die Clubs mit den Bedingungen, sowie den Entschädigungen einstimmig und in überwältigender Mehrheit einverstanden sind.

InfrontRingier Sports & Entertainment gab bekannt, dass es einen Hauptsponsor geben wird. Dazu gibt es noch sechs weitere Partner und einen Time Keeper. Bei jedem Spiel sollen die Sponsoren und Partner einheitlich das Eis und die Banden bedecken, ähnlich der früeheren Champions Hockey League. Die Durchführung für die Saisons 2014/15 bis 2016/17 ist vertraglich bereits fix, somit droht dem Cup nicht ein Aus nach einem Jahr wie für die Champions Hockey League.

Nutzen

Die Schweiz ist in Europa das Land mit den wenigsten Qualifikationsrunden in der Meisterschaft. Zu den 50 Qualifikationsrunden kommen somit nun über fünf Monate nochmals maximal fünf Spiele für die Finalteilnehmer hinzu. Für die Clubs bietet der Cup zusätzliche Einnahmen und für die Sponsoren mehr Aufmerksamkeit. Für die Fans gibt es eine Abwechslung zum Qualifikationsalltag und bereits im Januar / Februar einen Titel.

Die Akzeptanz bei den Clubs für den Swiss Ice Hockey Cup in der NLA, NLB sowie Regio League ist hoch. Auch Davos ist trotz Spengler Cup dabei.

Was haltet Ihr vom neuen Cup in der Saison 2014/2015 (Start im September) und wie findet ihr den Modus?