ZSC – Rapperswil 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)

Nach den zwei Niederlagen gegen Rapperswil sollten heute eigentlich 3 Punkte eingefahren werden. Bei einer Niederlage wäre man in der Tabelle sogar hinter den heutigen Gegner zurückgefallen. In der Aufstellung des Heimteams gab es auch einige Umstellungen, da letzten Samstag gegen Genf Patrik Bärtschi noch ausfiel. Für den neu verpflichteten Owen Nolan, welcher heute das Debüt gab, musste Blain Down weichen und siegte mit GCK gegen den Tabellenführer Ajoje mit 5:2 (1T, 1A).

Der ZSC startete nicht schlecht in die Partie und konnte das Spiel gleich zu Beginn in die Hand nehmen. Als in der 5. Minute sich die Chance im Powerplay bot, nutzte diese Thibaut Monnet nach nur 11 Sekunden aus. Doch auch die Gäste aus Rapperswil konnten im ersten Drittel in Überzahl agieren. In Unterzahl kassierte der ZSC dann auch das erste Gegentor des Spiels – gespielt waren knapp 16 Minuten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitt bediente der neue Nolan Topscorer Pittis, welcher vor Manzato versenken konnte. Doch diese Führung konnte wie meistens diese Saison nicht sehr lange gehalten werden. Nur vier Minuten später glich Rapperswil das Spielgeschehen wieder aus und hielten das Spiel offen. Ligatopscorer Roest brach dann kurz vor Drittelsende die Gäste nach Verwirrung im ZSC Drittel das erste Mal in Führung.

Der letzte Abschnitt hatte es in sich. Zuerst Monnet mit seinem zweiten Tor (44′) glich die Partie wieder aus und nur 50 Sekunden später traf auch Pittis zum zweiten Mal. Wenig später konnte der ZSC fünf Minuten Powerplay spielen. Während der Strafe bot sich sogar noch die Gelegenheit  während 2 Minuten mit zwei Mann mehr zu spielen, da Kurmann eine weitere Strafe aussprach. Doch die Zürcher kläglich im Abschluss, sofern sie überhaupt einen hatten. Den Rapperswilern ging es aber auch nicht besser, da Flüeler sein Kasten anschliessend dicht halten konnte.

Interview mit Sven Ryser nach dem Spiel:

ZSC – EHC Biel 3:2 (0:0, 2:0, 0:2, 1:0) n.V.

Das heutige Spiel war durchaus von Bedeutung, denn die Zürcher mussten ihren Sieg gegen Ambri Piotta bestätigen. Ziel war es, die Punkteausbeute am heutigen Abend zu verdoppeln, was bei nur drei Punkten aus vier Begegnungen, nicht ganz einfach war. Im Startdrittel waren zwei fast ebenbürtige Mannschaften auf dem Eis. Allerdings hatte das Heimteam leichte spielerische Vorteile zu verzeichnen, scheiterte jedoch mehrmals aus guter Position an Reto Berra.

Erst in der 29. Minute was es Bühler, welcher das erste Tor in diesem Spiel schoss. Der Z führte somit 1:0. Natürlich beflügelte dieses Tor den Z und Berra, der Schlussmann von Biel, hatte so einges zu tun. Kurz vor Ende des Mitteldrittels hatten die Zürcher noch einen schönen Angriff und dieser verwertete Bühler nach einem schönen Pass durch die gegnerische Zone zum 2:0 Führungstreffer. Eigentlich war dieser Vorsprung im Hinblick auf das letzte Drittel beruhigend.

Doch Biel drückte ein letztes Mal aufs Tempo und kamen zu einigen grossen Chancen vor Flüeler, welcher diese allerdings alle vereitelten. In der 53. Minute fasste Monnet die zweite kleine Strafe aus Zürcher Sicht, ansonsten verhielten sich diese äusserst diszipliniert. Aber es war eine entscheidende Strafe, denn Fata konnte diese ausnützen und traf zum 2:1 nach nur sieben Sekunden Überzahl. Nun steigerte Biel den Druck erneut und der Z konnte kaum mehr befreien. Pfiffe waren in der Halle zu hören und als ein katastrophaler Abwehrfehler in der Schlussminute zum 2:2 Ausgleich führte, war die Wut auf den Rängen kaum mehr zu beschreiben. Der junge Lötscher verwertete den Fehler der Zürcher souverän und wurde somit zum Held der Bieler am heutigen Abend.

Eine Verlängerung musste die Entscheidung bringen. In dieser kam der ZSC zu einer Powerplaysituation, welche Pittis ausnützte. Oder doch nicht? Gefühlte Stunden betrachtete der Head Schiedsrichter diese Szene und entschied anschliessend auf TOR für den Z! Also doch – zumindest auf dem Papier war es für die Zürcher ein Sieg. Dieser hätte allerdings nie derart knapp ausfallen dürfen. Dies bemerkte auch Colin Muller nach dem Spiel. Der Trainer war zwar mit den ersten 50 Minuten zufrieden, den Schluss allerdings mochte er schnellstmöglich vergessen.

Auch aus der Verletzungsfront gibt es für die Zürcher Anhänger nicht unbedingt positive News: Wichser scheint angeschlagen zu sein, was zumindest eine Begründung für dessen schlechte Leistungen sein mag und Paterlini erlitt eine Schnittwunde unterhalb des Knies.

Nach dem Spiel konnten wir mit Sven Ryser über die eigene Leistung und jene der Mannschaft am heutigen Abend sprechen.