Neue Sportarena in Altstetten: ZSC Lions und Volero Zürich unter einem Dach

Heute haben der Stadtrat sowie die ZSC Lions und Volero Zürich das Wettbewerbsprogramm für die neue Eishockey- und Volleyball-Arena vorgestellt. Auf dem Areal “Untere Isleren” in entsteht eine moderne Eishockey-Arena für rund 12’000 ZuschauerInnen und eine Volleyball-Arena mit 3’000 Plätzen. Die beiden Clubs werden Bauherr und Besitzer der neuen Arena sein. Die Eröffnung ist in der Saison 2017/2018 geplant.

Die Pläne für die neue Eishockey- und Volleyball-Arena Zürich konkretisieren sich und ab 2017/2018 wird neben den ZSC Lions auch Volero Zürich seine Meisterschaftsspiele in Zürich Altstetten austragen. Nach einer Standortevaluation für eine Eishockeyarena hatte die Stadt Zürich dem Zürcher Eishockeyclub ZSC Lions das Grundstück “Untere Isleren” in Zürich Altstetten für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zugewiesen.

Mit Volero Zürich konnte ein zweiter Investor, Bauherr und Betreiber gefunden werden. Für den renommierten Zürcher Club ist die Arena eine optimale Lösung und Befreiung, nachdem der Club seit Jahren mit Raumproblemen zu kämpfen hatte und in der Champions League nur mit einer befristeten Ausnahmebewilligung seitens des Europäischen Volleyballverban- des zugelassen ist. Einerseits ist der momentan auf das ganze Stadtgebiet verstreute Trainingsbetrieb von Volero Zürich auf mehr Trainingszeiten an einem Standort angewiesen, andererseits gestaltet sich die Vermarktung für die Meisterschafts- und Champions League Spiele schwierig, da die Sporthalle Im Birch, wo die Spiele gegenwärtig stattfinden, eine Schulsporthalle ist. Die neue Eishockey- und Volleyball-Arena bietet dem Club somit optimale Voraussetzungen für einen professionellen Betrieb. Auch die Stadt Zürich zeigt sich ob der geplanten Arena erfreut: Die Eishockey- und Volleyball-Arena passe optimal in die Sportstät-tenstrategie der Stadt, betonte Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements. Die polysportive Halle für 5’000 ZuschauerInnen, welche die Stadt gemäss Sportstättenstrategie eingeplant hatte, wurde vom Stadtrat aus der Investitionsplanung gestrichen.

Den ZSC Lions wird eine Nutzfläche von 29’000m2 für ein Spielfeld sowie eine Trainingshalle zur Verfügung stehen. Geplant sind 9’000 Sitz- und 3’000 Stehplätze. Das wird jedoch so ausgelegt, dass auch Veranstaltungen mit 4’000 bis 7’000 Zuschauern durchgeführt werden können. Volero Zürich wird eine Nutzfläche von 8’400m2 zur Verfügung stehen, die Halle umfasst 3’000 Sitzplätze. Daneben wird ein Logenbereich mit 150 Sitzplätzen angeboten, sowie weitere Räume für bis zu 1’200 Gäste. Das Angebot wird durch das - Restaurant und ein Hockey-Pub ergänzt. Unter der Arena ist eine Tiefgarage mit 300 bis 400 Parkplätzen vorgesehen.

Eigenkapital von Clubs – Darlehen von der Stadt
Die Investitionskosten belaufen sich inklusive Reserven von 9 Mio. Franken auf im Moment geschätzte 193 Mio. Franken ohne MwSt. (diese Kosten lassen sich in etwa grob wie folgt aufteilen: Eishockeyarena 110 Mio., Trainingshalle 15 Mio., Volleyballarena 40 Mio., Autoeinstellhalle 14 Mio., Passarelle 5 Mio.). Die Clubs stellen das Eigenkapital von 44 Mio. Franken. Die Stadt gewährt ein Darlehen zu Selbstkosten in Höhe von max. 149 Mio. Franken, das verzinst und amortisiert werden muss. Die Vorleistungen in Form von Machbarkeitsstudien, Wettbewerbsverfahren und Planungskosten werden durch die Clubs getragen und auf eigenes Risiko hin erbracht.

Basierend auf der Kostenschätzung des Testprojekts und einer sehr vorsichtigen Betriebsrechnung resultiert zum heutigen Zeitpunkt ein angenommenes strukturelles Defizit von ca. 4 bis 4.4 Mio. Franken pro Jahr. Ziel ist es, dieses Defizit abzubauen. Wenn dies nicht gelingt, hat die Stadt den Clubs einen Betriebszuschuss von maximal 2.5 Mio. Franken zugesichert; dies auch unter dem Aspekt der Nachwuchsförderung.

Der selektive Wettbewerb
Der internationale Architekturwettbewerb wird vom Amt für Hochbauten der Stadt Zürich organisiert. In einem selektiven Verfahren werden sich 12 Teams an der Endausmarchung beteiligen. Das Siegerprojekt wird im Januar 2013 bekannt gegeben. Bis zum Baubeginn, der Ende 2015 geplant ist, gibt es jedoch noch einiges zu tun. Damit die planungsrechtliche Grundlage für die Erstellung der Eishockey- und Volleyball-Arena gegeben ist, muss das Siedlungsgebiet im kantonalen Richtplan erweitert werden. Ebenfalls angepasst werden der regionale Richtplan und der Zonenplan (voraussichtlich Zone für öffentliche Bauten). Als baurechtliche Grundlage für die Realisierung des Siegerprojektes aus dem Wettbewerb ist ein privater Gestaltungsplan im Anschluss an den Wettbewerb vorgesehen.

Verlagerung Familiengärten
Für dasjenige Drittel der Familiengärten an der Vulkanstrasse, welches vom Projekt betroffen ist, konnte eine Lösung gefunden werden. Als Ersatzstandort dient das Gebiet Dunkelhölzli in Altstetten. Für das Areal wurde im Jahr 2011 durch Grün Stadt Zürich ein Masterplan als Grundlage für die weitere Planung erarbeitet. Ziel des Masterplanes ist ein grosszügiger und offener Landschaftsraum für die Naherholung der Quartierbevölkerung, in den drei Garten- zonen eingebettet sind. Die beiden privaten Parzellen im Perimeter sind von der Realisierung einer ersten Etappe, die Ersatz für die von der Eishockey- und Volleyball-Arena verdrängten Gärten schaffen kann, nicht betroffen. Das übrige Land befindet sich in städtischem Eigentum.

Es ist vorgesehen, dass die neuen Gärten vor dem Baubeginn der Arena zur Verfügung stehen, so dass die FamiliengärtnerInnen zwar umziehen müssen, aber ohne Verzögerung am neuen Ort Wurzeln schlagen können.

Informationen zum neuen Stadion

Die Spieler geniessen heute und morgen ihre Ruhetage dieser Woche und werden ab Mittwoch wieder ins Training einsteigen. Abseits des Eisfeldes werden heute aber wegweisende Entscheidungen und Grundlagen bekannt gegeben. So wird am heutigen Nachmittag über das neue Eishockeystadion des ZSC durch die Stadt und den Club informiert. Längst ist durchgesickert, dass das neue in Altstetten in der Nähe des Sportplatz Juchhofs seinen Platz finden soll. Wir werden euch sobald als möglich definitive Informationen zu kommen lassen.

—–Update um 14:25—–

der Stadt Zürich (Schul-und Sportdepartement)

Die neue Heimat für die ZSC Lions könnte in sein. Zwischen Vulkan-und Bernerstrasse Süd liegt ein Grünstreifen, der sich für den Bau einer neuen Eis-und Sportarena für 10’000 bis 12’000 Plätze sehr gut eignet.

Der vorgesehene Standort für das neue Eis-und Sportstadion ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen. In der Nähe befinden sich der Bahnhof Altstetten, die Endstation der Tramlinien 4 und künftig 8 sowie der Bus 307. Es wird zwischen die Bahngleise und die Autobahn zu liegen kommen; Wohnungen sind nicht in unmittelbarer Nähe. Zudem gehört der Boden, auf dem heute Familiengärten sind, der Stadt Zürich. Aufgrund dieser Rahmenbedinungen haben die Stadt Zürich und die ZSC Lions den Standort nach intensiver Suche auf dem ganzen Stadtgebiet ausgewählt.

Altstetten ist klar die erste Wahl, sollte das Projekt aber entgegen den Erwartungen nicht realisiert werden können, wäre die offene Rennbahn in Oerlikon eine Option, denn die offene Rennbahn wird früher oder später einer anderen Nutzung weichen müssen. Das Gebiet ist allerdings mit dem , dem Hallenbad, der Messe Zürich und dem Stadthof 11 bereits stark genutzt.

Die Evaluation hat deutlich gemacht, dass es auf Stadtgebiet keine Flächen der gesuchten Grösse mehr gibt, die nicht andere Interessen tangieren. Das gilt auch für Altstetten, wo auf dem rund 7 ha grossen Kleingartenareal des Familiengartenvereins Altstetten/Albisrieden rund 2,4 ha betroffen sind. Die Stadt bietet dafür in Altstetten im Raum Dunkelhölzli Ersatz an. Während die Gärten heute privat genutzt werden, wird es neben der neuen Arena für die QuartierbewohnerInnen künftig öffentlich zugängliche Grünflächen geben.

Die Stadt will den für das Eisstadion benötigten Boden im Baurecht abgeben. Finanziert, gebaut und betrieben wird das neue Stadion von den ZSC Lions. Es wird sicher ein Restaurant und sportliche Zusatznutzungen geben. “Wir freuen uns, dass die Stadt ihrem erfolgreichen Traditionsclub, einen guten Standort anbieten kann und wir begrüssen auch die grosse Eigeninitiative der ZSC Lions, die bereit sind, ihr Stadion selber zu realisieren”, sagte Stadtrat Gerold Lauber. Zusammen mit den Trainingsplätzen und den Sporthallen im Juchhof wird das Gebiet zu einem Streifen mit Sportanlagen, der in der räumlichen Entwicklung Zürichs vorgedacht worden ist.

Für Peter Zahner, CEO der ZSC Lions, wäre der Umzug nach Altstetten ein Befreiungsschlag. Die Veranstaltungslandschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert und damit auch die Nutzung des Hallenstadions, wo nicht mehr alle Bedürfnisse unter einem Dach befriedigt werden können. Für Hans-Peter Schwald, Vizepräsident des Clubs, braucht es einen mutigen Befreiungsschlag; “Das ist eine grosse Herausforderung für den Club, aber wir sind überzeugt, dass sich diese Investition langfristig lohnt, für die ZSC Lions und für die Stadt Zürich”.

Nun wird der Standort auf Herz und Nieren geprüft. Der Standort muss noch in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umzoniert werden. Unter dem Vorbehalt allfälliger Rechtsmittelverfahren müsste es möglich sein, dass die ZSC Lions in der Saison 2015/16 erstmals in ihrer neuen Arena Tore schiessen.

Der ZSC bekommt eigenes Stadion

Heute morgen öffnete ich den Sportteil des Tagesanzeiger und sah diese Schlagzeile:

Der ZSC bekommt eigenes

Am Montag wird über den Standort informiert

Am Montagmittag werden die Pläne nun gelüftet: Die Geschäftsleitung und die Stadt Zürich laden zu einer ein zum Thema «Standort für ein neues Eis- und Sportstadion». Das Stadion sei in der Stadt Zürich und es wird nicht die Duplex-Arena sein.

Quelle: Tagesanzeiger Ausgabe vom 23. Januar 2010 Seite 61

Schubiger – Ein einsamer Kampf

Hier noch ein Beitrag aus dem Tagesanzeiger vom 14.1.2010.

Schubiger hörte der Reihe nach AC/DC,Linkin Park,Bon Jobi, Spin Doctors,Aerosmith,Lenny Kravitz und Blur. Auch wenn ihm die eingespielten Songfetzen eigentlich alle gefielen, Schubiger ärgerte sich darüber. Er war nicht für ein Rockkonzert ins gekommen, sondern für einen ZSC-Match gegen Zug.
Er prüfte die Aufdrucke auf seiner Saisonkarte, aber auch da stand nichts von einer Sportveranstaltung mit musikalischer Unterhaltung. Schubiger überlegte sich, ob das ein Fall für den Konsumentenschutz wäre, zweifelte aber daran dass man seinem Anliegen die Ernsthaftigkeit schenken würde, die es auch verdiente. Und er fragte sich, ob er nicht doch Facebook-Mitglied werden sollte um eine Gruppe Gleichgesinnter zu bilden. Unter dem Namen : ” Wir schneiden dem Hallenstadion-ZSC-DJ das Stromkabel durch “.
Schubiger hörte auch Offpsring, Bryan Adams, Krokus. Queen, Nickelback,Steppenwolf, GunsNRoses. Und er verpasste Bärtschis 2:1, weil er gerade darüber nachdachte, von wem nun das beim jüngsten Spielunterbruch eingespielte Stück war. Das steigerte seinen Unmut über diese Amerikanisierung des ZSC, die mit der Lionisierung begonnen hatte, die sich immer weiter ausbreitete und daran war, dem ZSC seine Seele noch ganz zu nehmen.
Natürlich erinnerte sich Schubiger in diesen Momenten an die alten, epischen Hallenstadion-Nächte getaucht in Rauch,Hitze und Schlachtrufe. Seine Wehmut aber mischte sich schnell mit der Angst, dass sich die anderen 7341 Zuschauer dieses Abends längstens hatten einlullen lassen von der Maxime der beliebigen Abendunterhaltung. Dass sie es sich bequem gemacht hatten in ihrer Rolle der Konsumenten. Dass sie sich nicht mehr wehren mochten gegen den DJ, diesen Feind des 3.Rang links, diesen Verhinderer aller Fan-Gesänge. Schubiger war bereit,sich dagegen aufzulehnen. Er schrie: “ZSC,ZSC,ZSC!”
Er fühlte sich zwar etwas alleine. Er fühlte sich aber auch voller Mut.

Quelle: Tagesanzeiger – 14.1.2010

Danke an Matthias Epprecht

Info: Stadion für den ZSC

Wie Radio 24 heute morgen um halb Sieben berichtete, darf der ZSC auf die Unterstützung des Stadtrats Zürich bezüglich neuem zählen. In den vergangenen Jahren war eher das Gegenteil der Fall. Die Stadt Zürich baut aber nicht ein für Zürich. Sie sieht ihr Entgegenkommen eher bei der Suche des geeigneten Standortes und evtuelle Rabatte beim Grundstückkauf. Zwei Treffen der Delegierten fanden schon statt. Zwei weitere folgen noch, das nächste Treffen ist für den Juni geplant. 

“Es ist schön, dass man nun mit Unterstützung rechnen kann.” so Peter Zahner CEO des ZSC gegenüber Radio 24.

Weitere Infos folgen demnach im Juni.

Neuigkeiten zum Thema DuplexArena

Aus dem Pro Newsletter:

„Pro Duplex-Arena“

GC und FCZ haben kein Fusballstadion, der Eishockeyclub ZSC Lions ist heimatlos. Mit einer Duplex-Arena können diese Probleme auf überzeugende Art gelöst werden. Die “Wirren” um die Champions Hockey League Spiele lassen keinen Zürcher Eishockey – Fan unberührt.

Wo stehen wir heute?

  • Namhafte Sponsoren und Investoren haben Ihre Teilnahme am Projekt Duplex-Arena zugesichert.
  • Die Fussballclubs werden langsam ungeduldig und fühlen sich nicht mehr an die Vereinbarungen mit der CS und der Stadt gebunden, wenn nicht ein verbindlicher Fertigstellungsermin ineert kürze garantiert werden kann.
  • Die CS und die Stadt will entgegen den tatsächlichen Bedürfnissen der Fussballclubs am 30000 Plätze umfassenden festhalten.
  • Eine Bewilligung resp. eine Baufreigabe für das alte Projekt kann noch Jahre dauern.
  • Mit der Champions-League hat sich einmal mehr auf dramatische Weise die unmögliche Situation für die ZSC Lions im manifestiert.

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