Zu knapp im Resultat gewonnen

Rapperswil-Jona – ZSC 4:6 (1:3, 2:2, 1:1)

Der Cupsieg am vergangenen Mittwoch mochte niemanden so richtig zu erstaunen, zu klar ist der Klassenunterschied zwischen den NLA und den unterklassigen Teams in der Schweiz. Die Auslosung der nächsten Runde hat ergeben, dass der ZSC und der EV Zug den Achtelfinal gegeneinander austragen. Es beginnt also bereits wieder mit den Duellen zwischen den NLA-Teams. Auch Rapperswil ist noch im Cup mitdabei, in der Liga allerdings sind sie bereits wieder unten angekommen, genauer gesagt auf dem 11. Platz. Bei den St. Gallern gibt es genau eine Linie, die auf gutem NLA-Niveau ist: Es ist jene um die Schweden Danielsson, Johansson und Persson – sie haben zusammengezählt bereits 13 Treffer erzielt.

Fast zu wenig Vorsprung herausgearbeitet
Gerade einmal zwei Minuten brauchten die Fans und Spieler zu warten, ehe sie zum ersten Mal jubeln durften. Im Powerplay wurde Shannon von Keller bedient und „Päng“ war Rapperswil bereits wieder hinten. Die St. Galler waren in allen Belangen unterlegen, es fehlte den Ostschweizer an allen Ecken und Ecken. Knapp nach Drittelshälfte war es dann schon wieder soweit, erneut im Powerplay, diesmal durch Bastl. Bergerons harter Slapshot war der Auslöser für diesen Treffer. Es gab aber auch Strafen gegen den Z, die zweite in diesem Drittel hatte dann Konsequenzen. Flüeler wurde zum ersten Mal bezwungen und es schien fast so, als würde dieser Treffer den ZSC um den Lohn im ersten Drittel bringen. Rapperswil kam nun vermehrt zu Möglichkeiten und doch setzte sich am Ende die Klasse durch – erneut zog Bergeron seinen harten Slapshot auf, erwischte diesmal die Schaufel von Trachsler. Es war wichtig dieses Tor 30 Sekunden vor der ersten Pause.

Es wurde so richtig emotional
Durcg war diese Partie aber noch lange nicht, zu viele Nachlässigkeiten gönnte sich der Z in Teilen des Spiels. Dazu aber später mehr. Vorerst gab es noch ein Arbeitstor des ZSC zu bejubeln, nach einem Durcheinander vor dem Tor von Rappi stocherte Bärtschi die Scheibe ins Tor. Nun aber hagelte es Strafen in rauen Mengen, besonders der ZSC musste tief unten durch beim vermeintlich Unparteischen. Höhepunkt war der Check gegen den Hinterkopf von Seger knapp nach Spielhälfte. Zuvorgegangen waren zwei Powerplaytore von Rapperswil, die die St. Galler bis zum 3:4 heranbrachten. Eines davon sogar in doppelter Unterzahl. Der Schiedsrichter avancierte zur Hassfigur der Zürcher Fans in dieser Phase. Erst nach dem fünften Treffer – auch diesmal war es ein Powerplaytor – der Zürcher. Diesmal war es Keller der den Stock zuletzt an der Scheibe hatte. Eine Erlösung für die Zürcher, so konnte man beruhigter die zweite Pause in Angriff nehmen.

Am Schluss nur noch wenig Gefahr
Im letzten Abschnitt war dann nur noch wenig Gefahr in Sicht. Zu gut der ZSC und zu bescheiden die Mittel von Rappi. Bereits nach 41. Minuten machte Künzle dann den Sack eigentlich zu. Er wurde wunderbar von Schäppi angsspielt, von hinter dem Tor. Den Schlusspunkt setzte dann Rapperswil in der 49. Minute und dem vierten Tor des Heimteams. Mehr ging eigentlich nicht mehr danach. Es hätte auch 1:6 ausgehen können, aber drei Punkte sind drei Punkte und so kann der ZSC entspannt den morgigen Match vorbereiten.

Am Schluss ein souveräner Sieg

ZSC – SC Rapperswil Jona 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

Der Puck schlittert wieder – oder anders gesagt, mit dem Puckeinwurf heute Abend im Hallenstadion ist die NLA-Saison offiziell eröffnet. Mit den Champions-Hockey League-Partien haben die Zürcher bereits einige Ernstkämpfe vor dem Beginn der Meisterschaft absolviert. Der Spielrhythmus dürfte also zumindest beim ZSC schon etwas vorhanden sein – dies galt noch nicht für den Rückkehrer im Tor beim ZSC. Lukas Flüeler. Er kehrte heute ins Team zurück – pünktlich zum Saisonauftakt. Blindenbacher, Keller und Stoffel aber fehlten Marc Crawford noch. Trotzdem hatte der Kader des ZSC mehr als ausreichend Qualität für einen Sieg heute Abend.

Spielerisch besser, aber nur ein Unentschieden
Mit 7200 verkauften Saisonkarte feierte der ZSC den besten Absatz an Dauerkarten in seiner Clubgeschichte. Vorerst steckte diese Euphorie die Mannschaft noch nicht wirklich an. Zwar wirkte der Z wacher, doch zwingend wurde das Team von Crawford zu Beginn nicht. Es wurde kurzfristig noch etwas schlimmer, als Berger im der vierten Minute den ersten NLA Treffer der neuen Saison feierte. Dieser Weckruf blieb aber dann nicht ohne Wirkung. Wenn auch langsam, aber der Z steigerte die Intensität schrittweise. Schnell war der Gast davon überfordert und nach 11. Minuten war dann auch die Zürcher Torpremiere perfekt. Von nun an war es klar, wer das Spielzepter vorgab. Noch aber war zu viel Passspiel und zu wenig konsequentes Spiel zu sehen. So blieb es bis zur ersten Pause bei diesem Spielstand.

Zwei Tore, aber nur eines zählt
Die Feldüberlegenheit hatte auch im zweiten Drittel Bestand. Nilsson, Cunti und Co. prägten das Spiel, doch weitere Tore blieben vorerst aus. Auffällig war Künzle, die Nummer 73 agierte extrem kämpferisch und zeigte eine starke Partie. Crawford lies seiner Vorschau, dass er den Jungen noch mehr Eiszeit geben wolle, Taten folgen. Siegenthaler spielte im ersten Drittel extrem viel und auch im zweiten noch einige Male. Trotzdem waren es die routinierten Akteure, welche die erstmalige Führung herstellten. Zuerst aber wurde das vermeintliche Tor von Bergeron in der 35. Minute aberkannt. Doch in der 37. Minute war es dann soweit, bei einem Gegenangriff bediente Cunti Wick und dieser war alleine im Slot. Nun hatte der Z die Partie im Griff, ein Ausbau der Führung konnte aber nicht realisiert werden.

Ohne Probleme zu Ende gespielt
Das dritte Drittel war dann eine Geschichte für den ZSC. Er beherrschte die Partie nun fast ohne Ausnahme und Rapperswil seinerseits kam zu keinen Chancen. Ja im Gegenteil, nach 55. Minuten war dann die Angelegenheit durch. Trachsler erzielte Backhand den dritten Treffer. Nicht den letzten, aber den entscheidenden. Zürich hatte im Endeffekt die grössere Klasse und dies machte sich dann auch bemerkbar. Den Schlusspunkt setzte dabei Baltisberger mit dem Treffer ins leere Tor. Mehr brauchte es und gab es auch nicht.

Damit ist der Z der erste Leader der diesjährigen NLA Saison. Wohl nicht mit der besten, aber einer durchaus passablen Leistung in diesem Auftaktsspiel. Weiter geht es bereits am Freitag in Fribourg – gegen den Angstgegner der Zürcher.