Spielerbeurteilungen Teil 8: Flüeler, Nyffeler und Wolf

Am heutigen 1. Januar 2014 machen wir den Abschluss unserer Serie der Spielerbeurteilungen, diesmal sind die Torhüter an der Reihe.

#1 Tim Wolf
Statistik:
Saison 13/14: 3 Spiele, 86.36% Fangquote, 2.0 Gegentore pro Spiel

Bewertung: genügend

Begründung:
Der 21-jährige Ersatztorhüter musste sich dieses Jahr mit Melvin Nyffeler zusätzlicher Konkurrenz aussetzen. Sowieso hatte Wolf hinter der klaren Nummer 1 Lukas Flüeler einen schweren Stand, dieser wurde aber nun mit dem jungen, 18-jährigen Nyffeler noch etwas verschärft. Die Gerüchte um den Abgang Nyffelers nach Genf verbessern die Karten für Wolf wieder etwas, aber eigentlich wäre es für Wolf an der Zeit sich in einem anderen Club als Nummer 1 zu versuchen, beim Z wird er diese Chance kaum bekommen in den nächsten Jahren.

#30 Lukas Flüeler
Statistik:
Saison 13/14: 25 Spiele, 93% Fangquote, 2.2 Gegentore pro Spiel

Bewertung: gut-sehr gut

Begründung:
Die klare Nummer 1 im Zürcher Tor zeigte auch dieses Jahr ganz starke Leistungen, der 25-jährige Keeper hat seine Bewegungen noch etwas verbessert und verschiebt nun innerhalb des Tores noch einmal schneller. Seine ausgezeichnete Fangquote von 93% sagt eigentlich alles – Lukas Flüeler ist wohl in dieser Form aktuell der beste Torhüter der Schweizer Liga.

#60 Melvin Nyffeler
Statistik:
Saison 13/14: 11 Spiele, 96.01% Fangquote, 1.09 Gegentore pro Spiel

Bewertung: sehr gut

Begründung:
Er kam, sah und siegte, besser kann der diesjährige Auftritt von Melvin Nyffeler kaum bezeichnet werden. Elf Spiele durfte Nyffeler aufgrund der Verletzung von Flüeler bestreiten und er liess nur 1.09 Gegentore pro Spiel zu. Ein Traumwert, der eigentlich gar nicht übertroffen werden kann. Natürlich aber profitiert Nyffeler auch gerade von diesem mentalen Hype den er hat. Trotzdem ist er ein grosses Versprechen für die Zukunft, ob diese allerdings in Zürich ist, muss zuerst noch abgewartet werden.

 

 

Spielerbeurteilung Teil 6: Bärtschi und Künzle

Am zweitletzten Tag vor dem neuen Jahr stehen nur zwei Spieler auf dem Programm, diesmal Mike Künzle und Patrik Bärtschi.

#71 Patrik Bärtschi
Statistik:
Saison 13/14: 30 Spiele, 16 Tore, 6 Assists, 10 Strafminuten, +10 Bilanz
Total NLA: 606 Spiele, 204 Tore, 193 Assists, 278 Strafminuten, +15 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Begann die Saison extrem stark, bis anfangs November hatte Pärtschi bereits 12 Tore und 5 Assists auf seinem Konto. Dann warf ihn eine Verletzung zurück und seither hat Bärtschi „nur“ noch fünf Tore und ein Assist verbuchen können. In den letzten sieben Spielen gab es sogar nur noch eine Vorlage für sein Punktekonto. Alles in allem aber eine gute Saison des 29-jährigen Flügels, der auch schon das „C“ für den Captain tragen durfte in der laufenden Saison.

#73 Mike Künzle
Statistik:
Saison 13/14: 36 Spiele, 4 Tore, 5 Assists, 10 Strafminuten, +7 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Frisch vom Farmteam GCK gekommen und bereits gut in der ersten Mannschaft eingelebt. Edgar Salis erhoffte sich bereits vor Saisonbeginn etwas vom neuen, jungen Stürmertalent in den Zürcher Reihen. Der Flügel enttäuschte ihn nicht, mit seiner frechen und unbekümmerten Art, unterstützt durch eine gute Menge an Härte, fiel er in de NLA von Beginn an nicht ab und zog Senteler und Baltisberger teilweise sogar mit. Künzle hat fast alles, was ein guter Spieler braucht – nicht nur aufgrund seiner Körpergrösse von 195 Zentimeter – um sich in der NLA längerfristig zu etablieren.

 

Spielerbeurteilung Teil 4: Shannon, Schäppi und Wick

An diesem 28. Dezember geht es weiter mit folgenden Akteuren: Ryan Shannon, Reto Schäppi und Roman Wick.

#17 Ryan Shannon
Statistik:
Saison 13/14: 36 Spiele, 5 Tore, 18 Assists, 10 Strafminuten, +3 Bilanz
Total NLA: 90 Spiele, 19 Tore, 45 Assists, 38 Strafminuten, +15 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Der Amerikaner, welche heuer seine zweite Saison beim ZSC absolviert, ist noch nicht gross in Erscheinung getreten. In der letzten Saison war sein Arbeitseinsatz deutlich häufiger vor dem Tor, in dieser Spielzeit beschränkt er sich mehr auf die genauen Zuspiele. Bereits 18 Assists in den ersten 36 Spielen spricht eine klare Sprache. Er ist damit extrem wichtig für die Vorbereitung der Tore, auch wenn er nicht mehr so viele Tore selber schiesst.

#19 Reto Schäppi
Statistik:
Saison 13/14: 36 Spiele, 6 Tore, 9 Assists, 12 Strafminuten, +3 Bilanz
Total NLA: 194 Spiele, 24 Tore, 25 Assists, 54 Strafminuten, -3 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Schäppi machte in seiner vierten NLA Saison einen grossen Schritt nach Vorne. Der Stürmer entwickelte mehr Zug auf das Tor und verbesserte gleichzeitig seine Effizienz. Bereits 15 Punkte nach 35 Spielen ist gleichbedeutend mit der statistisch besten Saison von Schäppi seiner NLA-Karriere. Der 22-jährige könnte bei ähnlicher Entwicklung noch viel Freude bereiten.

#27 Roman Wick
Statistik:
Saison 13/14: 33 Spiele, 18 Tore, 19 Assists, 24 Strafminuten, +15 Bilanz
Total NLA: 372 Spiele, 126 Tore, 135 Assists, 214 Strafminuten, +42 Bilanz

Bewertung: sehr gut

Begründung:
Was Roman Wick aktuell auf dem Eis anpackt, dies wird zu Gold – oder meistens zu Toren. Der 27-jährige Flügel läuft aktuell in solch einer Phase, wie Luca Cunti zu Beginn der Saison. Wenn der Goldhelm die Scheibe am Stock hat, dann wird es für die Gegner schwer, bis fast unmöglich ihm diese wieder zu entreisen. Mehr gibt es zu  Wicks aktuellen Leistungen kaum zu sagen.

Spielerbeurteilungen Teil 3: Nilsson, Cunti und Baltisberger

Nach Weihnachten ist vor Neujahr, die Serie der Spielerbeurteilungen geht weiter, diesmal starten wir mit den Stürmern: Robert Nilsson, Luca Cunti und Chris Baltisberger

#9 Robert Nilsson
Statistik:
Saison 13/14: 19 Spiele, 7 Tore, 16 Assists, 10 Strafminuten, +6 Bilanz
Total NLA: 30 Spiele, 9 Tore, 19 Assists, 14 Strafminuten, +10 Bilanz

Bewertung: gut-sehr gut

Begründung:
Bereits in der Vorbereitung, anlässlich der European Trophy, wurde die geniale Stocktechnik von Robert Nilsson sichtbar. Leider erlitt der Flügel während eines Trainings eine Hirnerschütterung und musste lange pausieren, sehr lange. Ja, man musste schon fast befürchten, dass Nilsson ein Fehleinkauf war. Doch spätestens seit dem ersten Spiel, in dem er durchspielte, am 24. Oktober gegen den HC Lugano, haben sich all diese Meinungen verflüchtigt. Der gebürtige Schwede, welcher über eine Doppellizenz verfügt und so keine Ausländerlizenz belastet, gehört technisch zum besten, was die Zürcher Fans in den letzten Jahren im Hallenstadion je gesehen haben. Seine Pässse genial, seine Übersicht traumhaft und in Kombination mit Wick und Cunti wohl der absolut stärkste Sturm der Liga.

#12 Luca Cunti
Statistik:
Saison 13/14: 32 Spiele, 14 Tore, 21 Assists, 52 Strafminuten, +12 Bilanz
Total NLA: 150 Spiele, 39 Tore, 65 Assists, 104 Strafminuten, +41 Bilanz

Bewertung: gut-sehr gut

Begründung:
Luca Cunti, die Genialität in Person zu Beginn dieser Saison. Egal was der 24-jährige in die Hand nahm es klappte, egal wo und wie er die Scheibe auf dem Eis erhielt, er machte fast immer etwas sinnvolles daraus. Cuntis dritte Saison in der NLA dürfte mit Abstand seine erfolgreichste werden, rein statistisch hat er seine beste Saison – mit 30 Skorerpunkten – bereits übertroffen. Mit Nilsson und Wick harmoniert der Center derart gut, dass die gegnerischen Mannschaften reihenweise überfordert sind.

#14 Chris Baltisberger
Statistik:
Saison 13/14: 36 Spiele, 1 Tore, 7 Assists, 14 Strafminuten, +1 Bilanz
Total NLA: 120 Spiele, 3 Tore, 13 Assists, 42 Strafminuten, +4 Bilanz

Bewertung: genügend

Begründung:
Mit der neuen Nummer 14, die er bereits zu Juniorenzeiten trug und die aufgrund des Abgangs von Jeff Tambellini frei wurde, wollte Chris Baltisberger noch einmal einen Schritt nach Vorne tätigen. Doch der 22-jährige Flügel hat nicht ganz die gewünschten Fortschritte auf dem Eis gezeigt, obwohl er mit seinem Engagement und Einsatz in der vierten Linie sehr wichtig ist für die Mannschaft. Seine Linie um Sven Senteler und Mike Künzle vermochte zwar mehr als einmal zu erfreuen, aber von Baltisberger müsste noch etwas mehr kommen. Es fehlt etwas der Druck vor dem Tor und manchmal auch der Mut einfach den Schuss anzusetzen.

Spielerbeurteilungen Teil 2: Seger, Schnyder und Bergeron

Der zweite Weihnachtsfeiertag bringt uns die nächsten drei Verteidiger. Diesmal stehen mit Mathias Seger, Daniel Schnyder und Marc-Andre Bergeron die nächsten drei Verteidiger auf dem Programm.

#15 Mathias Seger
Statistik:
Saison 13/14: 31 Spiele, 2 Tore, 10 Assists, 56 Strafminuten, +11 Bilanz
Total NLA: 919 Spiele, 107 Tore, 299 Assists, 1296 Strafminuten, +24 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Der Captain, der Leitwolf, der Spieler der die Mannschaft auch in schlechten Momenten anführt. Trotz seinen 36 Jahren zeigt der in Uzwil geborene Verteidiger kaum Zeichen der Müdigkeit. Natürlich kann auch Seger seine 36 Jahre nicht immer verbergen, aber mit Einsatz, Willen und Leidenschaft kann er die entstehenden Defizite wohl noch lang kompensieren. So auch in dieser Saison, wo er als Vorbild voran geht, fast jeden Check auf sich nimmt und stets im Sinne der Mannschaft agiert. Vielleicht die grösste Leaderfigur in der NLA, die noch aktiv ist.

#18 Daniel Schnyder
Statistik:
Saison 13/14: 34 Spiele, 0 Tore, 2 Assists, 6 Strafminuten, +8 Bilanz
Total NLA: 424 Spiele, 7 Tore, 34 Assists, 112 Strafminuten, +25 Bilanz

Bewertung: genügend-gut

Begründung:
Es ist nicht ganz einfach, Daniel Schnyder zu beurteilen. Der mittlerweile 28-jährige Verteidiger agiert unauffällig, aber durchaus sehr effizient. Ausserdem ist er mit nur sechs Strafminuten sehr diszipliniert – ja fast etwas zahm – und damit auch in diesem Bereich ein absolut verlässliches Element im gesamten Puzzle der Zürcher. Nach vorne läuft bei Schnyder, wie fast immer nur wenig, auch wenn der Verteidiger durchaus sein Potenzial in der offensiven Zone hätte. Etwas mehr Checks und etwas mehr Mut nach Vorne wären wünschenswert.

#22 Marc-André Bergeron
Statistik:
Saison 13/14: 36 Spiele, 6 Tore, 20 Assists, 38 Strafminuten, +20 Bilanz

Bewertung: genügend-gut

Begründung:
Der Blueliner mit einem satten Slapshot aus der zweiten Reihe brauchte zuerst einiges an Zeit um sich in seiner neuen Heimat anzugewöhnen. Mittlerweile ist die Nummer 22 aber, zumindest im offensiven Bereich, eine sehr gute Verstärkung. Wenn er von der blauen Linie seinen Slapshot aufzieht, dann besteht fast immer Gefahr für den gegnerischen Torhüter und dessen Verteidigung. Bereits neun Mal haben seine Schüsse das Ziel nicht eingeschlagen In der Verteidigung ist der Kanadier aber weiterhin noch etwas anfällig auf Fehler und Puckverluste.