EV Zug – ZSC 1:2 (0:0, 0:1, 1:0) n.P.

Mit dem wartete der Tabellenleader am heutigen Abend auf die Zürcher. Doch das änderte nichts daran, dass die Zürcher auf Reaktion aus waren auf die 4:0-Niederlage gegen Lugano. Beim ZSC war Juraj Kolnik zurück auf dem Eis und er sollte das lahme Zürcher Powerplay etwas in Schwung bringen. Die erste Chance für die Zürcher besass Domenico Pittis mit einem satten Schuss von der blauen Linie. Anschliessend mussten der Z gleich in doppelter Unterzahl agieren, dies weil Kenins und Gobbi je eine kleine Strafe kassierten. Es war aber Tambellini, welcher in dieser Unterzahl zum Konter ansetzten konnte, aber an Markkanen scheiterte. Sein Gegenüber – Lukas Flüeler – hatte in dieser Unterzahl auch seine zwei bis drei grossen Momente.

Noch vor Halbzeit des ersten Drittels konnten auch die Zürcher ihr Powerplay testen und da brachte Kolnik tatsächlich etwas Schwung in die Geschichte. Er selber war es, der in der achten Minute nur am Pfosten scheiterte – bei dieser Aktion wäre Markkanen geschlagen gewesen. Gegen Ende des ersten Spieldrittels übernahmen die Gäste noch einmal die Initiative und kamen zu weiteren gefährlichen Chancen. Doch der erlösende Torerfolg blieb in den ersten 20 Minuten aus.

Der Mann des Abends: Juraj Kolnik

Der Mann des Abends: Juraj Kolnik

Anfangs des Mitteldrittels gab es eine Vorführung für die anwesenden Zuschauer, wie schlecht das Powerplay der Zürcher zurzeit ist. Eine eher fragwürdige Strafe gegen Björn Christen zeigte auf, woran es im Zürcher Überzahlspiel hapert: Am letzten Pass, welcher eigentlich den Weg in die Zone öffnen sollte. In der 30. Minute profitierte Bastl von einem Scheibenverlust und viel freiem Eis Er zog zusammen mit Murphy los und verwertete gleich selber. Er erwischte Markkannen zwischen den Beinen. Damit war Zug gefordert und diese nahmen die Herausforderung an. Fortan war Lukas Flüeler ein beschäftigter Mann auf dem Eisfeld und zeigte einige sehr starke Paraden. Gegen Ende des Drittels glich sich das Kräfteverhältnis wieder etwas aus und so hatte die knappe Führung auch nach zwei Drittel bestand.

Der EV Zug bestimmte das Spiel in den ersten Minuten des nächsten Drittels. Doch ihnen fehlte vorderhand noch der letzte Wille den Ausgleichstreffer zu erzielen. Die Zürcher hätten ein zweites Tor dringend benötigt und so erstaunte es nicht, als Brunner in der 52. Minute doch noch zum Ausgleich kam. Er hatte nach einem Abpraller bei Flüeler das freie Tor vor sich und nutzte diese Chance aus. Im Gegenzug war Bärtschi dem erneuten Führungstreffer ganz nahe, doch die Torumrandung rettete ein zweites Mal für Markkanen. Trotz weiteren Chancen auf beiden Seiten – Bärtschi für den ZSC in der 55. und 58. Minute aus bester Position – blieb das Resultat ausgeglichen.

Die Verlängerung bot einen offenen Schlagabtausch mit einer Vielzahl an Chancen. Dabei besass der ZSC den grösseren Anteil davon und musste dennoch in die Kurzentscheidung. Dort hielt Flüeler bei sämtlichen Zuger Versuchen dicht. Dagegen scheiterte Pittis am Pfosten. Tambellini und Monnet an Markkanen, nur Kolnik schloss seinen Versuch erfolgreich ab. Dies ergibt unter dem Strich einen Sieg der Zürcher. Die schlechte Nachricht aus dem Zürcher Lager aber folge noch, denn Ronald Kenins fiel mit einer Verletzung aus und sah nach Spielende nicht gerade glücklich aus.

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Boykott der Z-Fans in Zug
Trotz eines angekündeten Fan-Boykotts waren am Schluss etwa 150 Personen anwesend. Sie wurden, entgegen den Ankündigungen im Vorfeld, nicht speziell kontrolliert. In der Kunsteisbahn Oerlikon verfolgten ungefähr 50 Personen die Partie auf den Flachbildschirmen.

P.S. Das Foto von der halbleeren Kurve, durften wir nur nach einer ungefähr fünf Minuten dauernden Diskussion mit dem zuständigen Funktionär machen.

Weitere Bilder in der Gallery: http://www.zscblog.ch/gallery/fotos-saison-1112/

Gästesektor in Zug (Bild: Dominik Hew / zscblog.ch)

ZSC – HC Lugano 0:4 (0:1, 0:1, 0:2)

Nach der letzten Pause vor Playoff-Beginn wartete der auf die Zürcher. Beide Mannschaften hatten in den ersten Minuten einige Anlaufschwierigkeiten. Insgesamt aber machte Lugano den besseren und spritzigeren Eindruck und so erstaunte es nicht, dass die Gäste nach 14 Minuten zum ersten Treffer kamen. Romy verwertete einen Abpraller bei Lukas Flüeler. Beide Mannschaften hatten Chancen für weitere Tore, jedoch blieben beide ohne zählbaren Erfolg.

Es folgte das Mitteldrittel: Doch die erwartete Reaktion des Z blieb gänzlich aus. Nach lauen Minuten war Lugano wieder am Zug und verwertete die nächste Chance. Erneut war Romy der Torschütze – absolviert waren 35 Minuten.

Gleiches Bild im letzten Teil der Partie. Gar beängstigend einfach, fertigte Lugano den Z ab. 51 Minuten waren gespielt als auch noch Sannitz zum persönlichen Erfolgserlebnis kam. Und nach Tor Nummer 4 wurde Flüeler aus dem Tor beordert. Obwohl er keine grosse Schuld an den Tore hatte, überzeugte auch er nicht.

Die beste Szene im Zürcher Spiel folgte acht Sekunden vor Schluss durch Bühler und Gobbi. Beide eröffneten aus Frust eine ordentliche Keilerei. So kurz vor Schluss blieb diese jedoch ohne Wirkung auf das Spiel. Und so brachte es Bob Hartley in der Garderobe auf den Punkt: “Für eine solche Leistung gibt es keine Entschuldigung.”

ZSC - Lugano im Hallenstadion, Zürich Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

ZSC - Lugano im Hallenstadion, Zürich Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

ZSC – Berkut Kiew [UKR] 3:2 (1:2, 1:0, 1:0)

Das letzte gegen Berkut Kiew konnte der ZSC mit 4:0 für sich entscheiden.

Das Team aus der Ukraine startete schwungvoll in die Partie. Der erste Treffer war die logische Folge. Der ZSC war noch nicht richtig wach. Durch Glück kam der Z zum 1:1. Ziegler war als letzter am Puck.
Kiew hatte das Heimteam über weite Strecken des 1. Drittels dominiert. So war das 1:2 kurz vor der ersten Pause verdient.

Zu Beginn des 2. Abschnittes kam Ari Sulander für den glücklosen Lukas Flüeler ins Tor. Die zweiten 20 Minuten waren beinahe vorbei, als Pittis eine der vielen Chancen endlich zum 2:2 verwerten konnte.

Auch im letzten Drittel stand Sulander im Tor - der ZSC war nun deutlich besser. Bärtschi traf dann auch verdient zum 3:2-Siegtreffer.

In der Schlussphase überstand der Z noch eine 3 gegen 5-Situation. Somit konnte Berkut Kiew auch im 2. Spiel bezwungen werden.

Das Testspiel hat eigentlich nichts Neues gezeigt: Die Mannschaft hat immer noch Mühe im Powerplay! Tambellini spielte für einmal in Blau.

HC Ambri-Piotta – ZSC 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)

Das Thermometer zeigte 12 Grad unter Null an, als die meisten ZSC Fans in der Leventina eintrafen. Es war bitterkalt und damit wurden die Gastgeber in den ersten Spielminuten besser fertig. Ambri hatte im ersten Teil des Startdrittels die besseren und gefährlicheren Chancen. Jedoch konnte sie diese Überlegenheit nicht in einen Treffer umwandeln. Im Gegenteil, nach 18. Minuten war es Tambellini, welcher im Powerplay zum ersten Mal an diesem Abend einen der beiden Torhüter bezwang. Nach einiger Verwirrung vor Thomas Bäumle reagierte er am schnellsten.

Mit diesem Resultat ging es in die Kabine und die Spieler waren wohl froh, kurz einen warmen Raum zu betreten. Zwar waren die Zürcher im Allgemeinen nicht besser, aber eben doch cleverer und so nutzte Seger die nächste Chance in der 24. Minute „eiskalt“ aus. Der Pass von Schommer, von hinter der Torlinie, wurde zur perfekten Vorlage. Nach diesem zweiten Tor von Zürich übernahm das Heimteam wieder den absoluten Lead. Zürich war zum Teil in der eigenen Zone gefangen und kurz vor Spielhälfte auch noch mit einem Spieler weniger auf dem Feld. Ambri drückte weiter auf den Anschlusstreffer und wurde dabei hinten etwas nachlässig – anders war die Kontergelegenheit für Tambellini nicht zu erklären. Und Jeff nutzte diese Möglichkeit zum vorentscheidenden dritten Treffer.

Auch in der Folge waren es eher die Leventiner, die auf den nächsten Torerfolg drückten. Sie scheiterten aber heute an einem magistralen Flüeler im Zürcher Tor. Er scheint seine Form wieder gefunden zu haben und ist sich wohl nun endgültig bewusst: Zurzeit bin ich die Nummer 1 in Zürich. So spielte er auch im letzten Abschnitt und sicherte sich damit den Shootout. Viel wichtiger aber waren die drei Punkte und obwohl Flüeler zum besten Spieler des Abends gewählt wurde, skandierten die Fans den Namen von „Ari Sulander“. Immer und immer wieder. Leider kam der Finne nicht zurück auf die Eisfläche und lies sich von den etwa 50 anwesenden Fans feiern. Aber dazu wird es schon noch kommen.

Die drei Punkte von heute sind erneut von grosser Bedeutung. Dank den übrigen Resultaten hat sich Hartley’s Team nun einen Vorsprung von acht Punkten auf den 9. Platz erarbeitet.

EHC Kloten – ZSC 2:3 (0:0, 1:2, 1:1)

Es gibt fast keine Worte um die Bedeutung der heutigen Partie zu erklären. Kloten musste gestern gegen Bern eine 5:0-Klatsche hinnehmen und war auf Wiedergutmachung aus. Entsprechend plätscherte die Partie im ersten Drittel dahin. Tore gab es im Startdrittel keine.

Das änderte sich erst in der 30. Minute und einem herrlichen Pass von Bastl, welcher Monnet zum Führungstreffer versenkte. Nun hatte der Z die Begegnung unter Kontrolle und kam zu weiteren Möglichkeiten. Eine davon versenkte Murphy nach 36 Spielminuten in die Maschen. Nach einem “Durcheinander” vor Rüeger traf er herrlich per Slapshot. Anschliessend folgte ein Timeout, jedoch nicht von Kloten, sondern von Hartley. Folge davon war ein Treffer für Kloten! Nicht gerade das erwünschte Resultat.

Allgemein drehte nun die Partie und Kloten wurde von Minute zu Minute besser. Diese Überlegenheit brachte dem Heimteam in der 52. Minute den Ausgleichstreffer ein. Eine 2:0-Führung war etwas gar leichtfertig verspielt! Doch ein Pass von Bärtschi in der 59. Minute landete vor dem Tor und dann irgendwie im Tor! Siieeeeeeg!!!

Drei Punkte aus Kloten waren gefordert und die Forderung wurde erfüllt!!!