HC Davos – ZSC 1:2 (0:0, 0:2, 1:0)

Das dritte Spiel in der Serie fand, es erstaunte mich überhaupt nicht, mit Reto von Arx statt. Zwar war die Hand einbandagiert, doch beim Spielen war vom Handicap nichts zu sehen. Damit waren die Hoffnungen natürlich wieder gestiegen beim Anhang des HCD.

Bereits aber zu Spielbeginn wurde klar, dass der Z sowohl auf, wie auch neben dem Eis der Chef war. Auch wenn die Davoser eine hohe Intensität auf das Feld legten, so wirkte der ZSC nie überfordert. Jeder Einsatz wurde mit vollem Engagement angefangen und bis zum letzten Meter auf dem Eis so abgeschlossen. Kombinationen und Angriffsauslösungen klappten wie noch nie in dieser Saison und falls doch einmal etwas nicht optimal lief, so war da immer noch Lukas Flüeler im Tor.

Davos zu Beginn des Mittelabschnittes klar besser, jedoch ohne Erfolg. Es war eine dieser entscheidenden Phasen in einer Partie. Wenn der Gegner am Drücker ist, macht ein Tor besonders Freude und von dieser gab es in der 26. Minute genügend in der Halle – zumindest im Gästesektor. Wooow!!! Biere flogen und die Zuversicht stieg drastisch an. Del Curto und sein Team verloren nun etwas den Tritt und der Z mit dem Tor im Rücken startete seinerseits zu einer Druckphase. In der 34. Minute folgte der Auftritt von Jeff Tambellini – er der nach der Pause zum Zürcher Anhang fuhr und diese zum akkustischen Support aufforderte – traf mit einem Slapshot zum zweiten Treffer. Nun war es um die Gelassenheit im Sektor geschehen, Davos auch neben dem Eis provoziert und angeschlagen. In der Ostkurve wurde ein Transparent hochgehalten, in welchem Peter Zahner als Spielverderber des Spengler Cups betittelt wurde. Nun ja, ein eher misslungenes Statement in einer solchen Situation.

Damit wir hier aber nicht in Überheblichkeit abdriften, sei erwähnt, dass der Z heute auch von einigem Glück profitierte. Lattentreffer und Pfostenschüsse waren nur bei Davos zu finden. Ansonsten aber muss dem Z ein riesen Kompliment gemacht werden, die Leistung war erneut mehr als würdig und rechtfertigte den Sieg über das gesamte Spiel betrachtet. Auch wenn das Spiel beinahe noch gekippt wäre, so feierte der ZSC einen unglaublich wichtigen Sieg. Und im Nachhinein konnte der Z sogar über den irregulären Treffer von Davos lachen, hatte doch Flüeler die Scheibe unter der Fanghand begraben.

Was solls! Wir liegen mit 3:0 gegen den Meister in Front und am Donnerstag besteht bereits die Chance auf die Halbfinalquali!!!

HC Davos gegen den ZSC in der Vaillant Arena Davos. Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

HC Davos gegen den ZSC in der Vaillant Arena Davos. Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Zu Gast in Rapperswil

Platz 8 ist Tatsache geworden – dies nach der gestrigen Niederlage in Fribourg. Zwar mit 12 Punkten Vorsprung auf die Playouts, aber keinesfalls in Sicherheit. Besonders die Leistungen im Start- und Schlussdrittel im Freiburgerland waren nicht wirklich motivierend für die Fans. Der Z liess sich dort mehr oder weniger ohne Gegenwehr einschnüren und dominieren.

Was aber gestern war, muss morgen nicht zwingend noch einmal sein. Sowieso wenn der Gegner Rapperswil heisst und nur gerade auf dem elften Platz liegt. Aber eben genau jetzt ist die letzte Möglichkeit für dieses Team, um noch eine minime Chance auf die Playoffplätze zu wahren.

Dass die Seebuben in den letzten sieben Spielen nur gerade vier Punkte geholt haben, macht die Ausgangslage auch nicht besser. Aufgrund der doch eher schwachen Defensive könnte der Topskorer der Liga, Stacey Roest, mit der einen oder anderen Einzelaktion das Spiel durchaus mitentscheiden.

Morgen wird wohl Owen Nolan sein Comeback geben. Für wen ist noch unklar. Möglich, dass Pittis Platz machen muss, denn dieser wirkte gestern noch sehr müde vom Spengler Cup.

Fazit: Trotz dem zweitletzten Platz von Rapperswil wird es morgen keine einfache Aufgabe auf der anderen Seite des Zürichsees.

Die Derby-Woche vor Weihnachten als Jahresabschluss

Weihnachten rückt mit grossen Schritten näher und in fünf Tagen ist es bereits so weit. Trotzdem sollte es der ZSC diese Woche, zumindest bis am Donnerstag Abend, das grosszügige Geschenke verteilen bleiben lassen. Mit den Klotener wartet der aktuelle Leader, welcher in einer beneidenswerten Form ist und in dieser Woche selber wohl kaum sechs Punkte verschenken möchte.

Mit zwei Siegen würden die Zürcher zum einen den Vosprung nach unten vergrössern und zum anderen vermutlich Langnau überholen und somit Platz fünf über Weihnachten erhalten. Ein Ziel, das mit Rücksicht auf den Gegner sehr optimistisch scheint, aber mit allen Mitteln anzustreben ist, um einen versöhnlichen Abschluss des Jahres 2010 zu sichern.

In der Nationalmannschaftspause zeigte besonders Thibaut Monnet ansprechende Leistungen. Der Romand brachte es in drei Spielen unter Sean Simpson auf zwei Assists und zwei Tore (eines davon aber ins Leere). Aus der spielerischen Abteilung gibt es ebenfalls einen Wechsel auf der Torhüterposition zu vermelden: Lukas Flüelers Verletzung, welche eine Reise mit der Nationalmannschaft verhinderte, scheint gravierender zu sein als zuerst angenommen. Somit wird Ari Sulander zu zwei weiteren Saisoneinsätzen am Dienstag in Kloten und am Donnerstag zuhause gegen Kloten kommen.

Ebenfalls wurde bakannt, dass sämtliche Kanadier in Diensten des ZSC zum Spengler Cup nach Davos aufgeboten worden sind. Das heisst für Westcott, Murphy, Pittis und Down, und damit verbunden auch für den Z, eine zusätzliche Belastung an Spielen in dieser ansonsten schon schwierigen Saison. Damit stehen diese Spieler logischerweise auch zwischen Weihnachten und Neujahr für allfällige Mannschaftstraining nicht zur Verfügung.

Der HK Metallurg Magnitogorsk

Wir stellen euch kurz den Gegner im Champions Hockey League Finale des ZSC vor.

Der dreifache russische Meister (1999, 2001, 2007) wurde im Jahre 1950 gegründet. Der Club ist in Magnitogorsk zu Hause und trägt seine Spiele in der Arena Metallurg aus. Das Stadion fasst 7500 Zuschauer.

Größere Kartenansicht

Die Vereinsfarben sind blau, rot und weiss.

Metallurg gewann im Jahre 2005 den Final des Spengler Cup gegen das Team Canada.
In der Champions Hockey League ist Jan Marek im russischen Team mit 3 Toren und 6 Assists der Topscorer.