Kein Happy-End…

SC Bern – ZSC 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)

Mit dem Extrazug reisten heute rund 400 Zürcher Fans nach Bern, kurz vor dem Jahreswechsel stand also der legendäre Extrazug auf dem Programm. An dieser Stelle den Organisatoren ein herzliches Dankeschön, es braucht viel Einsatz um ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Trotz Marschverbot in Bern, gab es die Möglichkeit eine kurze Strecke zu Fuss zurückzulegen, bis zum Stadion. Eine farbenfrohe Sache und ein würdiger Rahmen für diese Extrafahrt. Lukas Flüeler fiel heute aus und wurde durch Boltshauser, der heimliche Penaltyheld von gestern, ersetzt. Sicherlich aber kein Grund für den ZSC, dieses Spiel nicht mit dem Sieg als Ziel zu beginnen.

Reicht ein solches Spiel?
Ich muss gestehen, ich hatte kein gutes Gefühl zu Beginn. Zu viele Absenzen, zu viel hat der Z in diesem Jahr erreicht. Schafften es die Zürcher noch einmal sich zu motivieren? Irgendwie noch nicht zu Beginn, der Z war fehleranfällig und im Spielaufbau fast immer ungenau. Doch auch Bern brauchte seine Zeit um in diese Partie zu kommen. Es war aber offensichtlich, dass die Berner stabiler und auch organisierter waren. Es dauerte trotzdem bis zur 16. Minute, ehe es dem SCB gelang, einen ersten Treffer glückte. Das Tor fiel in seiner Entsehung absolut glücklich, war aber mehr als verdient zu diesem Zeitpunkt. Die mitgereisten ZSC Fans versuchten vieles, schafften es aber auch nie, den Funken aufs Eis zu übertragen.


Würde das Mittel eine Trendwende einläuten? Jein, denn weiterhin waren es eher die Berner, welche die besseren Chancen hatten. In diesem Drittel auch darum, weil sich der Z zu viele Strafen leistete. So war das 2:0, erzielt in der 25. Spielminute, noch ein harmloses Ergebnis, mit dem Crawford durchaus zufrieden sein konnte. Ja, es hätte nach einer doppelten Überzahl durchaus auch höher Enden können, dieses zweite Drittel. Aber der Glücksgott war dann doch noch auf Zürcher Seite. Wenige Tausendstelelsekunden vor Ende machte Fritsche noch irgendwie den Anschluss klar. Keine Ahnung wie, keine Ahnung warum, aber der Schiedsrichter gab den Treffer und löste ein Schwall der Euphorie aus im Z Sektor.

Keine Wende und eine Niederlage zum Ende
Zum Schluss dieses Jahres machte der Z noch einmal Druck, stemmte sich gegen die drohende Niederlage, war aber am Ende dennoch das Verliererteam. Spätestens als der Z weniger als zwei Minuten vor Ende noch eine Strafe erhielt und als Boltshauser das Tor verliess, passierte was zu erwarten war. Bern machte mit dem dritten Treffer alles klar und sendete den Z mit einer Niederlage in die Festtage. Dahin gehen wir jetzt auch…

Schöne Weihnachten und en guete Rutsch! Bis gliii.
Eue zscblog.ch

Am Ende fehlte die Konsequenz

SC Bern – ZSC 0:0 (2:0, 1:2, 1:0)

Geht an diesem Wochenende das Katz und Maus Spiel um den ersten Platz in der NLA weiter? Zuletzt gaben sich Davos und der ZSC jeweils die Ehre des Klassenbesten ab – aktuell leichte Vorteile für die Davoser. Diese haben nicht nur einen Punkt mehr, sondern auch ein Spiel weniger. Dazu steht ihnen mit Rapperswil ein vermeintlich einfacher Gegner gegenüber. Leicht anders sieht dies beim ZSC aus, bei welchem heute zuerst Bern und dann Genf wartet. Aber auch an diesem Wochenende gilt, wenn der ZSC sein Leistungspotenzial abrufen kann, dann müssen mindestens vier Punkte angestrebt werden. Für einmal war Siegenthaler nicht dabei, dafür war Malgin erneut im Aufgebot von Crawford.

Im Powerplay legt der SCB vor
Schnell war ersichtlich, dass auch heute der ZSC die bessere Mannschaft sein würde. Bereits zu Beginn spielten sie direkt und zielstrebig auf das Tor von Bührer zu. Doch mit Glück und Unvermögen des ZSC blieb es beim ausgeglichenen Spielstand. Nilsson und Shannon scheiterten beide aus bester Position. Selbst ein Powerplay der Zürcher blieb ohne Erfolg, eine der wenigen Schwächen des Z Spiels wurde dabei ersichtlich. Deutlich besser stellte sich da der SC Bern an. In der 12. Minute nutzte er das erste Powerlay sogleich aus. Ja, es wurde gar noch bitterer, auch in der 18. Minute lief ein Powerplay und erneut traf Bern. Diesmal war es ein satter Slapshot von der blauen Linie, die Gastgeber hatten nicht viele Chancen, nutzten diese aber, im Gegensatz zum ZSC, kaltblütig aus.

Nur dann aufgedreht, wenn nötig
Der SCB spielte dies clever, er verteidigte was er zu tun hatte, aber lies in der Defensive nur wenig zu. Dennoch kippte das Spiel mehr und mehr wieder zu Gunsten der Zürcher und nach 27. Minuten brachte Wick den Z zum ersten Mal zum Jubeln an diesem Abend. Es war quasi ein langes Buebetrickli, welches er da vollführte und von dem sich Bührer erwischen lies. Nun war das Momentum wieder auf der Seite des ZSC, aber er machte sich das Leben selber schwer, stellvertretend dafür das 3:1. Flüeler hatte die Scheibe fast unter Kontrolle als Cunti vor ihm diese Scheibe übernehmen wollte. Eine doofe Idee, die die Berner wieder in die bessere Ausgangslage brachte. Doch es war noch nicht ganz zu Ende dieses Drittel. Ein Powerplay brachte diesmal den Erfolg. Nach einer Traumkombination verwertete Baltisberger ins verlassene Gehäuse. 20 Sekunden vor Ende war der Z also wieder voll im Geschäft dabei.

Zum Ende zu viele Strafen
Am Ende waren es zu viele Strafen, die der ZSC da kassierte. Drei kleine Strafen musste das Team von Crawford kompensieren in den letzten drei Minuten – dies war eindeutig zu viel. Vielleicht war es auch gar etwas kleinlich gepfiffen, darüber diskutierte wohl auch Seger nach dem Schlusspfiff mit den Schiedsrichtern. Allerdings war dies kaum der Ausschlag für die Niederlage, eher war es die phasenweise nicht konzentrierte Leistung. Morgen geht es bereits weiter gegen Genf im Hallenstadion.

Die Wende der Wende!

ZSC – SC Bern 5:2 (1:0, 0:2, 4:0)

Es ist dann halt irgendwie jedes Jahr wieder dasselbe. Für den ZSC steht ab heute ein Mamutprogramm an; sechs Spiele innerhalb von neun Tagen, dass ist die Aufgabe bis morgen in einer Woche. Der Auslastungsplan des Hallenstadions, in Kombination mit den zusätzlichen Spielen des Schweizer-Cups machen dies nötig. Zurück im Kader war Robert Nilsson, der seine Verletzung überstanden hatte und so dem Team wieder zur Verfügung stand.

Bern nur zu Beginn besser
Zu Beginn der Partie war es eher der SC Bern, der diesem Spiel den Stempel aufdrückte. Er agierte clever und genoss doch vorerst ausreichend Freiheiten für die Spielzüge. Unterstützt wurde diese Tatsache durch eine Strafe gegen den ZSC, doch Bern konnte nicht davon profitieren. Gegen Mitte des ersten Drittels kam der Z dann besser ins Spiel, es wurde erkenntlich, dass der Z die grösseren spielerischen Möglichlichkeiten besass. Nach 12. Minuten dann münzte das Team von Crawford dies in ein Tor um. Trachsler zog mit viel Geschwindigkeit in die Zone, bediente dort Bärtschi und der machte schon wieder im Nachsetzen das Tor. Spätestens von da an war der Z besser und auch ideenreicher, aber er verpasste es einen weiteren Treffer nachzulegen.

Endlich Emotionen im Spiel

Alain Gerber im Zweikampf mit Mike Künzle

Alain Gerber im Zweikampf mit Mike Künzle

Es war bis dahin kein schlechtes, aber ein durchaus emotionsloses Spiel – der Meister aus den vergangenen Saisons. Bern bemühte sich, aber fand nur unzureichend ins Spiel. Bis zur 26. Minute und einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Siegenthaler. Diese Entscheidung wurde von den Zürcher Fans so gar nicht mit Verständnis aufgenommen. Die nächsten fünf Minuten waren geprägt von Pfiffe und negativen Emotionen. Leider aber auch vom Berner Ausgleich in der 27. Minute. Dass den Z selber dies aber auch wurmte, wurde spätestens an einer grossen Chance von Schäppi – in Unterzahl – klar. Mit nur einem Gegentreffer war der Z durchaus gut aus dieser Unterzahl gekommen. Darauf baute er sogleich auf und übernahm wieder die Spielkontrolle. Doch es kam noch ein Rückschlag in der 33. Minute und dem Führungstreffer von Bern.

Wieder eine Wende im letzten Drittel
Eine Reaktion war gefordert und in dieser Disziplin gehört der ZSC definitiv zur Spitze. Dies bewahrheitete sich auch im heutigen Spiel. In der 47. Minute nahm Nilsson mass im Powerplay und verwertete seinen Handgelenksschuss in den Maschen. Sechs Spielminuten später folgte dann die endgültige Wende: wieder ein Powerplay, Trachsler passte erneut haargenau und erwischte diesmal den Stock von Balti. Dieser brauchte nur noch sein Arbeitsgerät auf dem Boden zu platzieren und schon stand es 3:2. Es war die definitiv letzte Wendung in dieser Begegnug. Von nun an hatten die Mutzen kaum mehr eine Chance, der Z läuferisch zu stark. Für das Endresultat waren dann die beiden Tore von Bergeron und Künzle verantwortlich – beide in der 60. Minute. Es war der schöne Abschluss eines unterhaltsamen Abends.

Morgen geht es bereits weiter, dann in Genf…

Fotos: ZSC – SC Bern

Meisterschaftsspiel zwischen dem ZSC und dem SC Bern am 26.09.2014 im Hallenstadion, Zürich.

Der Fansektor und das kommende Wochenende

ZSC-Wien 2Bevor wir auf das kommende Wochenende vorausblicken, erst noch ein kurzer Schwenk retour. Lange wurde viel diskutiert um eine mögliche Stehplatzkurve im Zürcher Hallenstadion, lange tat sich wenig, aber nun gab es ein Lichtblick, beziehungsweise zwei. In den beiden, im Hallenstadion ausgetragenen, Heimspielen in der Champions Hockey League – gegen Färjestad und Wien – konnten die Zürcher Fans einen eigenen Sektor in den Sektoren X/Y geniessen.

Im Rückblick darf dieser Versuch als positiv gewertet werden. Natürlich braucht es immer Erfahrungswerte bei einem solchen Pilotprojekt, aber diese sind erkannt worden und würden bei einem nächsten Versuch sicherlich realisiert werden. Klar ist auch, durch einen Wechsel des Sektors werden einige Fans, die in entsprechendem Sektor langjährige Saisonkartenbesitzer sind, enttäuscht. Hier ist aber sicherlich die Kommunikation und die Kooperation wichtig, denn im Sinne für unseren ZSC ist ein solcher Fansektor längst überfällig.

Was macht eigentlich Bern?
Es sollte alles besser werden auf diese Saison hin beim SC Bern. Die verpassten Playoffs schmerzten und allen in der Hauptstadt war klar, so darf es nicht weitergehen. Nach fünf gespielten Partien können die Berner einen gelungenen Start vermelden. Sie haben bereits zehn Punkte auf ihrem Konto und liegen nach Verlustpunkten auf dem dritten Rang – hinter Genf und Davos. Dass aber noch lange nicht alles so ist, wie es sein soll, zeigt zumindest der Umstand, dass alle Siege bisher nur mit einem Tor unterschied zu Stande kamen.

Die erste lange Fahrt in dieser Meisterschaft
In den letzten Playoff gab es für die Zürcher Fans einige Reisemeilen zu gewinnen, zuerst Lausanne und dann Genf waren die Playoffgegner bis in den Final. Nun gibt es also die erste Reise in die Ferne in dieser neuen NLA-Saison. Das Team von Chris McSorley ist gut in der neuen Saison angekommen und insbesondere Daniel Rubin besticht durch seine Frühform. Er sammelte bereits neun Punkte (4 Tore / 5 Assists) in den ersten Spielen. Eine klare Schwäche gibt es aber bei Genf – die Torhüterfrage. Nach dem man Nyffeler von Zürich abgekauft hatte, nun aber schon wieder an Fribourg abgeben hat und sich die Stammkraft Mayer verletzte, steht nun Christophe Bays im Mittelpunkt. Seine Fangquote liegt mit einem Wert knapp unter 90% aber noch lange nicht auf NLA-Spitzenniveau. Gut möglich, dass dies am Wochenende den Unterschied ausmachen könnte…