SC Bern: viele Wechsel nach dem Desaster

Saison 2013/14:
Es war die negative Überraschung der letzten Spielzeit in der NLA. Ein Jahr zuvor hatte Anti Törmänen die Berner noch zum Meistertitel gecoacht und dann dies, der Mitkandidat auf den Titel seuchte die gesamte Saison um den Strich und fand sich am Ende tastächlich in der Abstiegsrunde wieder. Da diese modifiziert wurde und einen Teil der Punkte aus der Qualifikation mitgenommen werden konnte, musste man sich aber beim SC Bern nie Sorgen machen. Dennoch war die Saison wohl für alle Beteiligten ein harter Dämpfer und ein Grund einiges umzustellen.

Wichtigste Transfers:
Abgänge:
Travis Roche
Glen Metropolit
Jöel Vermin
Ivo Rüthemann

Zuzüge:
Simon Moser
Marc-André Gragnani
Chuck Kobasew
Eric Blum
Bud Holloway

Leistungsträger:
Mit Bud Holloway, Simon Moser und Chuck Kobasew hat der SC Bern einiges an offensivem Potenzial verpflichtet. Ebenfalls teilweise eine Verstärkung für die Offensive dürfte Gragnani sein, der Verteidiger, welche seine Qualitäten im Passspiel hat, dürfte besonders im Powerplay eine wichtige Rolle spielen. Dazu gesellt sich Eric Blum, vom Vizemeister Kloten, er ist ebenfalls ein offensiver Verteidiger, der für den einen oder anderen Assist gut ist.

Mit 34 Jahren biegt auch Marco Bührer in die Zielgerade seiner langen Karriere ein. Auch er konnte letztes Jahr nicht vollends überzeugen und eine Leistungssteigerung ist auch von ihm geforderet. Zuletzt sind da aber auch noch die jungen Spieler – Kreis, Bertschy, Müller und Hirschier, Schmutz – sie alle sind zwischen 19 und 20 Jahre alt und nun ebenfalls gefordert, da das Team von Guy Boucher dennoch acht Teamstützen mit einem Alter von 32 und grösser hat.

grösstes Potenzial
Sämi Kreis, der 20-jährige Verteidiger, gehört sich zu einer der spannendsten Akten der Berner. In der letzten Saison absolvierte Kreis 42 Spiele und erzielte dabei drei Tore und acht Assists. Daneben ist auch Bertschy, der ebenfalls 20 Jahre alt ist und dennoch bereits in seine dritte NLA Saison geht, bereit für einen weiteren Schritt in Richtung Teamleader.

Erwartungen an die Spielzeit 2014/15:
Bern dürfte dieses Jahr nichts mehr mit der Abstiegsrunde zu tun haben. Nicht nur aufgrund der getätigen Zuzüge, sondern auch durch die Tatsache, dass man aus der letzten Saison die richtigen Lehren gezogen hatte. Mit Guy Boucher steht ausserdem wieder ein Trainer an der Bande, der die nötige Autorität besitzt und eine positive Trendwende einleiten kann.

Sollte sich das Team in den ersten 50 Runden gut finden, dann liegt in den Playoffs durchaus wieder ein Platz im Final im Bereich des Machbaren.

Einschätzung: Platz 1-4

HC Ambri-Piotta: Viele neue Gesichter sollen es richten

Saison 2013/14:
Mit Platz 7 und dem Erreichen des Viertelfinals der Playoffs übertraffen die Leventiner ihre Saisonvorgaben. Im Viertelfinal aber dann, unterlagen sie Fribourg-Gotteron klar und deutlich mit 4:0 Niederlagen.

Wichtigste Transfers:
Abgänge:
Jason Williams
Maxim Noreau
Richard Park

Zuzüge:
Adam Hall
Ryan O’Byrne
Keith Aucoin

Leistungsträger:
Das Ausländerquartett wurde bei Ambri fast vollends ersetzt. Einzig Giorux, der letztjährige Topscorer der Tessiner, verblieb. Entscheidend wird sein, wie sich die neuen, routinierten – teilweise alten – ex-NHL-Akteure in der Schweiz einfinden. Adam Hall (33) und Keith Aucoin (35) haben sicherlich die Routine und die Erfahrung eine Leaderfigur bei Ambri zu übernehmen. Sind sie noch einmal bereit einen Effort zu leisten? Oder sehen sie Ambri mehr als die Endstation ihrer langen Eishockeykarriere?

Daneben wird auch der weitere Karriereverlauf von Inti Pestoni wichtig sein für die Leventiner. Macht der mittlerweile 22-jährige noch einmal einen Schritt nach vorne und reift endgültig zum Schweizer Teamleader bei Ambri?

grösstes Potenzial
Einen spannenden Transfer wurde mit Jason Fuchs getätigt, der Sohn des bekannten Regis Fuchs, stiess aus kanadischen Juniorenliga QjMHL dazu. Fuchs ist Center und wird im September erst 19 Jahre jung. Gut möglich, dass er zu einer positiven Überraschung dieser Saison wird.

Erwartungen an die Spielzeit 2014/15:
Mit den getätigen Zuzügen während der Sommerpause ist eine erneute Qualifikation für die Playoffs durchaus machbar. Sportlich hat Ambri sicherlich weiter an Qualität dazu gewonnen, ein grosses Fragezeichen bleibt dagegen die finanzielle Situation und wie der ansonsten schon angeschlagene Geldhaushalt diese Transfers überstanden hat…

Einschätzung: Platz 7-10

Die Saison 2013/14 vor Augen

Am Donnerstag startet endlich, endlich wieder die neue Hockeysaison. Dann wartet sogleich der HC Fribourg-Gotteron, ja genau dieses Gotteron, welches uns im Halbfinal mit 4:1 zu schlagen vermochte. Natürlich ist da bei Spielern und Fans noch eine Rechnung offen, die ab Donnerstag nicht ganz, aber zumindest teilweise beglichen werden kann.

Was darf man von der Saison 2013/14 erwarten?
Wie immer ist das wirtschaftliche Ziel der Zürcher die Rangierung unter den besten vier in der Qualifikation und der Einzug in den Halbfinal. Sportlich wird die Formulierung aber immer etwas ehrgeiziger formuliert. Das heisst: Finalteilnahme und wer im Final ist, der möchte selbstverständlich gewinnen. Ob das Zürcher Kader allerdings bereits dieses Jahr so weit ist, dass er sich Hoffnungen auf den Titel machen kann, muss sich noch zeigen. Denn Spieler wie Schäppi, Baltisberger und auch Cunti haben jetzt die Möglichkeit noch einmal einen Schritt nach Vorne zu tun und noch mehr Verantwortung zu erhalten.

In der Verteidigung dürfte vieles an Mathias Seger und Patrick Geering hängen. Der Captain und sein prädestinierter Nachfolger sind zur fixen Verteidigungslinie Nummer 1 geworden. Sie werden das Grundfundament für die defensive Stabilität sein. Weitere Routine wurde mit Marc-André Bergeron an Land gezogen.

Offensiv stecken die grössten Erwartungen in den Namen Shannon, Wick und Nilsson. Sie müssen unter anderem auch die Abgänge von Monnet und Ambühl kompensieren. Ein grosses Fragezeichen besteht noch darin, wer in der neuen Saison zum „Knipser“ wird. Denn mit den Abgängen von Monnet und Ambühl gehen insgesamt 37 Tore aus der letzten Saison verloren. Ob Nilsson und Keller diese Lücke schliessen können, muss die Zukunft zuerst noch zeigen.

Alles in allem aber dürfen wir uns auf eine hungrige und leidenschaftliche Mannschaft freuen. Und wenn es so wird wie im Playoff-Halbfinal gegen Fribourg, wo die Mannschaft so fightete und kämpfte, wie selten zuvor, dann kann auch die eine oder andere Niederlage verkraftet werden!

Um euch auf die ersten Spiele der Qualifikation einzustimmen, hier noch ein Videorückblick auf die besten Szenen der letzten Saison… De Z isch wieder zrugg!

Saisonvorschau: Genf Servette

Zum zweiten Mal innert drei Jahren erreichten die Genfer den Final und scheiterten dort jeweils im sechsten, respektive im siebten Spiel der Serie. Bitter für den erfolgsverwöhnten McSorley, der nun den Meistertitel dieses Jahr erneut mit allen Mitteln anstrebt.

Resultat Qualifikation Saison 09/10:
2. Platz (101 Punkte)
Resultat Playoffs Saison 09/10:
Niederlage in der Finalserie gegen den SCB mit 4:3
Zuzüge auf die Saison 10/11:
1. Brian Pothier (von Caroline) 2. Laurent Meunier (von Timra) 3. Richard Park (von NYI)
Wichtigste Spieler für die Saison 10/11:
1. Brian Pothier 2. Tobias Stephan 3. Goran Bezina
Spiele gegen den ZSC Saison 10/11:
Sa, 25.September (Zürich) / Sa, 23.Oktober (Genf) / Fr, 3.Dezember (Genf) / Fr, 18.Februar (Zürich)

Prognose:
Wieder wird es das Team aus Genf nicht schaffen den lang ersehnten Titel zu ergattern. Die Zuzüge sind mit z.B. Park von den New York Islanders zwar vom Namen her gross, aber am Schluss fehlt die Qualität, um die Halbfinals zu überstehen. In der Qualifikation wird es für einen Mittelfeldplatz reichen – ob mit oder ohne Heimrecht, sei nun mal noch offen gelassen.

Saisonvorschau: Rapperswil Jona

Mit Ruhm bekleckerten sich die Rapperswiler letzte Saison nicht, der 10. Platz war eine herbe Enttäuschung. Den Playoutfinal konnten die „Seebuben“ erst im siebten Spiel der Playoutserie gegen Langnau verhindern.

Resultat Qualifikation Saison 09/10:
10. Platz (54 Punkte)
Resultat Playouts Saison 09/10:
Sieg in den Playoutshalbfinal mit 4:3 gegen Langnau
Zuzüge auf die Saison 10/11:
1. Brandon Reid (von Düsseldorf) 2. Marco Truttmann (von Biel) 3. Lukas Grauwiler (vom Z)
Wichtigste Spieler für die Saison 10/11:
1. Daniel Manzato 2. Stacy Roest 3. Loic Burkhalter
Spiele gegen den ZSC Saison 10/11:
Sa, 16.Oktober (Rapperswil) / Di, 19.Oktober (Zürich) / Di, 26.Oktober (Zürich) / So, 12.Dezember (Zürich) / Di, 4. Januar (Rapperswil) / Sa, 5. Februar (Rapperswil)

Prognose:
Eigentlich hätte man nach der miserablen Saison eine komplette Umstrukturierung der Mannschaft erwartet, doch der Kern der Mannschaft bleibt und die Zuzüge nicht gerade von grossartigem Format. Solide Schweizer Spieler, welche normalerweise in der dritten oder vierten Linie zum Zug kommt. Nicht wirklich grosse Hoffnungen für dieses Jahr. Sollten die Playoffs überhaupt erreicht werden, dann wäre spätestens nach dem Viertelfinal Lichterlöschen in Rappi.