Rapperswil gewinnt, der ZSC zu verspielt

ZSC – Rapperswil-Jona 2:3 (1:0, 1:0, 0:2, 0:0) n.P.

Mit einem Sieg am heutigen Abend hätte der ZSC den Qualifikationssieg sichern können. Schwung hat er dafür sicher genug: die Form stimmt wieder und bis auf das desolate 1:6 in Genf passt auch der Einsatz. Die Playoffs können also kommen, vorerst aber wartete mit Rapperswil der Tabellenletzte und dieser hat gestern mit dem Sieg über Kloten deren Playoffteilnahme klar gemacht. Mehr als Spielverderber zu spielen, liegt aber nicht drin.

Überragend, aber zu wenig effizient
Von Beginn an war zu sehen, wer hier der Chef auf dem Platz ist. Schon nach wenigen Sekunden hatte der ZSC die ersten grossen Chancen, man muss bewusst in der Mehrzahl sprechen, denn was Rappi da ablieferte war näher an der Arbeitsverweigerung. Der ZSC genoss die viele Freiheiten in den Räumen, kombinierte sich durch und kam zu guten Abschlüssen, aber sie scheiterten abermals und ganz chancenlos waren auch die Gäste nicht. Ein Lattenknaller weckte daa Publikum dann wieder auf, es war das Zeichen, dass zwar drückende Überlegenheit gut ist, aber keine Tore einbringt. So musste der ZSC dann auch wieder etwas die Angriffseuphorie stopen. In der 16. Minuten zahlte sich dann der Aufwand aus. Shannon passte zu Keller und der brauchte nur noch die Schaufel hinzuhalten. Tor für den Z, aber der Treffer war mehr als überfällig.

Die Entscheidung erst in der Verlängerung
Im Mitteldrittel ging es ähnlich weiter, Rapperswil total überfordert und der ZSC viel zu verspielt. Ja es grenzte phasenweise an einer Frechheit, wie der ZSC sich durkombinieren durfte. So erstaunte es wenig, dass nach 36. Minuten – übrigens viel zu spät – das 2:0 fiel. Bärtschi wurde von Bergeron angespielt und der brachte die Scheibe ins Tor. Die Schiedstichter schauten sich das Ganze noch auf dem Video an, sahen aber keine Kickbewegung. Etwas Glück: es waren wohl im Moment des Tores zu viele Spieler von Crawford auf dem Eis.

Auf Licht kommt Schatten; wie man es nicht macht, zeigt dann das letzte Drittel. Innerhalb von 4 Minuten gaben die Zürcher die drei Punkte her. In der 53. und 57. Minute kassierte der Z zwei Tore bis zum 2:2. Es blieb bei diesem Spielstand, der eine Verlängerung bedeutete. Eine Verlängerung die der ZSC dominierte, wie fast das gesamte Spiel. Aber selbst eine zwei gegen null Situation gegen Wolf reichte nicht aus. Alle Versuche scheiterten, also musste ein Penaltyschiessen zur Krönung her. Nach dem Bärtschi und Balti ihre Versuche katastrophal versaut hatten, nutzte Rappi ihre Chance eiskalt und am Ende gewann Rapperswil ein Spiel, dass es nie hätte gewinnen dürfen. Noch einmal am Dienstag gibt es die Chance zur Korrektur, dann beginnen die Playoffs. Immerhin sicher als Qualisieger.

Schäppis Hattrick führte zum Sieg

ZSC – Rapperswil-Jona 4:2 (1:1, 2:0, 1:1)

Ja, bei den Rapperswil-Jona Lakers hat die Vorbereitungszeit auf die Auf- und Abstiegsrunde unlängst begonnen. Nur 31 Punkte aus 41 Spielen ist schlicht unterirdisch und verdient es beinahe nicht, in dieser Liga zu spielen. Es sind harte Worte, aber bereits letzte Saison erspielte sich Rapperswil nur gerade 39 Punkten während der Qualifikation. Elf Punkte weniger als der Tabellennachbar der EHC Biel. Auch heuer sind es schon wieder 13 Punkte Rückstand auf den EHC Kloten – gut möglich, dass es am Ende noch etwas mehr sein werden. Ein Charaktertest für den ZSC würde es aber dennoch werden, denn das Team von Crawford ist bekannt dafür, dass die Mannschaft phasenweise in solchen Spielen zu passiv agiert. Beim ZSC heute Niklas Schlegl im Tor, der Boltshauser ersetzte. Dafür war Roger Karrer, der 17-jährige Verteidiger, wieder einmal mit an Board.

Der verhaltene Start von beiden Teams
Wenn man gegen Rapperswil spielt, dann muss man keinen hochstehenden Match erwarten, dies war von Beginn an klar und das heutige Spiel bestätigte dies von Beginn an. Der ZSC versuchte, die St. Galler versuchten alles um einen frühen Gegentreffer zu verhindern. Bis zur 11. Minute funktionierte dies auch, dann aber war es Schäppi der zum 1:0 traf – bedient wurde er dabei von Fritsche. Das Hallenstadion, welches logischerweise schlecht besucht war, stand zum ersten Mal halbwegs. Doch statt einen Treffer nachzulegen, machte Rapperswil den Ausgleichstreffer klar. Der Treffer kam zwar aus dem Nichts, abe er war nicht unverdient. So stand nach 17. Minuten das Drittelsendresultat fest – 1:1.

Die bessere Mannschaft im Mitteldrittel
Im Mittelabschnitt ging es dann schnell, nach nur einer Minute zwickte Wick die Scheibe in die hohe Ecke. Es war der verdiente Lohn für den ZSC. Und es ging gleich weiter auf das Tor von Wolf. Zwei Minuten später war es erneut Schäppi, der jubeln durfte. Ein wunderschöner Handgelenkschuss führte zum 3:1 und zu einem zumindest gemütlichen Vorsprung. Es hätten auch noch mehr Tore folgen können, aber es blieb nach 40. Minuten bei diesem 3:1 für den ZSC. Viel brauchte es nicht mehr im Schlussabschnitt, aber ein Nachlassen könnte dennoch bestraft werden.

Schäppis Hattrick zum Ende
Tauchen wir ein ins letzte Drittel und da wollte der Z gleich die Entscheidung herbeiführen. Doch alle guten Chancen vergab der Z sogleich, die beste davon hatte Baltisberger, doch er scheiterte wie einige andere Z Spieler an Wolf oder an der eigenen Unfähigkeit. So kam es, wie es kommen musste; in der 47. Minute war es Rapperswil, die den Anschlusstreffer erzielten. Nun neutralisierten sich die beiden Teams, bis zum Hattrick von Schäppi. Er erzielte seinen dritten Treffer ins leere Tor und sicherte dem ZSC damit den Sieg.

Bereits morgen geht es weiter in Davos. Auf jetzt, alle nach Daffos!

Am Schluss ein souveräner Sieg

ZSC – SC Rapperswil Jona 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

Der Puck schlittert wieder – oder anders gesagt, mit dem Puckeinwurf heute Abend im Hallenstadion ist die NLA-Saison offiziell eröffnet. Mit den Champions-Hockey League-Partien haben die Zürcher bereits einige Ernstkämpfe vor dem Beginn der Meisterschaft absolviert. Der Spielrhythmus dürfte also zumindest beim ZSC schon etwas vorhanden sein – dies galt noch nicht für den Rückkehrer im Tor beim ZSC. Lukas Flüeler. Er kehrte heute ins Team zurück – pünktlich zum Saisonauftakt. Blindenbacher, Keller und Stoffel aber fehlten Marc Crawford noch. Trotzdem hatte der Kader des ZSC mehr als ausreichend Qualität für einen Sieg heute Abend.

Spielerisch besser, aber nur ein Unentschieden
Mit 7200 verkauften Saisonkarte feierte der ZSC den besten Absatz an Dauerkarten in seiner Clubgeschichte. Vorerst steckte diese Euphorie die Mannschaft noch nicht wirklich an. Zwar wirkte der Z wacher, doch zwingend wurde das Team von Crawford zu Beginn nicht. Es wurde kurzfristig noch etwas schlimmer, als Berger im der vierten Minute den ersten NLA Treffer der neuen Saison feierte. Dieser Weckruf blieb aber dann nicht ohne Wirkung. Wenn auch langsam, aber der Z steigerte die Intensität schrittweise. Schnell war der Gast davon überfordert und nach 11. Minuten war dann auch die Zürcher Torpremiere perfekt. Von nun an war es klar, wer das Spielzepter vorgab. Noch aber war zu viel Passspiel und zu wenig konsequentes Spiel zu sehen. So blieb es bis zur ersten Pause bei diesem Spielstand.

Zwei Tore, aber nur eines zählt
Die Feldüberlegenheit hatte auch im zweiten Drittel Bestand. Nilsson, Cunti und Co. prägten das Spiel, doch weitere Tore blieben vorerst aus. Auffällig war Künzle, die Nummer 73 agierte extrem kämpferisch und zeigte eine starke Partie. Crawford lies seiner Vorschau, dass er den Jungen noch mehr Eiszeit geben wolle, Taten folgen. Siegenthaler spielte im ersten Drittel extrem viel und auch im zweiten noch einige Male. Trotzdem waren es die routinierten Akteure, welche die erstmalige Führung herstellten. Zuerst aber wurde das vermeintliche Tor von Bergeron in der 35. Minute aberkannt. Doch in der 37. Minute war es dann soweit, bei einem Gegenangriff bediente Cunti Wick und dieser war alleine im Slot. Nun hatte der Z die Partie im Griff, ein Ausbau der Führung konnte aber nicht realisiert werden.

Ohne Probleme zu Ende gespielt
Das dritte Drittel war dann eine Geschichte für den ZSC. Er beherrschte die Partie nun fast ohne Ausnahme und Rapperswil seinerseits kam zu keinen Chancen. Ja im Gegenteil, nach 55. Minuten war dann die Angelegenheit durch. Trachsler erzielte Backhand den dritten Treffer. Nicht den letzten, aber den entscheidenden. Zürich hatte im Endeffekt die grössere Klasse und dies machte sich dann auch bemerkbar. Den Schlusspunkt setzte dabei Baltisberger mit dem Treffer ins leere Tor. Mehr brauchte es und gab es auch nicht.

Damit ist der Z der erste Leader der diesjährigen NLA Saison. Wohl nicht mit der besten, aber einer durchaus passablen Leistung in diesem Auftaktsspiel. Weiter geht es bereits am Freitag in Fribourg – gegen den Angstgegner der Zürcher.

3, 2, 1… los geht’s!

Es ist also wieder soweit, die neue Saison steht nun wirklich unmittelbar bevor und als erster Gegner wartet Rapperswil-Jona. Ein Team, dass man vom Kader her kaum wiedererkennt aus der letzten Saison. Gegenüber neun Abgängen stehen elf Neuverpflichtungen – darunter die zwei ehemalige ZSC Spieler Tim Wolf (Torhüter) und Cedric Hächler (Verteidiger). Zwei Schweden sollen den St. Gallern sowohl in der Offensive, wie auch in der Defensive mehr Stabilität und Qualität verleihen. Den defensiven Part übernimmt dabei Johan Fransson – er ist der neuste Zuzug und wurde 2013 Weltmeister. In der Offensive soll Mikel Johansson mehr Power aus Schweden bringen. Damit ist die vierköpfige Schweden-Fraktion am unteren Ende des Zürichsees komplett.

Bei den St. Gallern hat zweifelsfrei eine verjüngung der Mannschaft stattgefunden. Nur noch vier Spieler haben einen Jahrgang 1983 und tiefer – als über 30 Jahre alt. Im letzten Jahr waren es noch deren 13 Stück! Wie schnell sich diese Umstrukturierung des Kaders ausbezahlen wird, ist noch nicht absehbar. Aber Rapperswil hat definitiv einen grossen Schritt nach Vorne gmeacht und könnte dieses Jahr endlich wieder einmal im Kampf um die Playoffs mittun.

Trotzdem sollte es im Bereich des Machbaren liegen, den morgigen Gegner zu bezwingen. Auf der einen Seite ist Zürich sicherlich bereits deutlich mehr im Spielrhythmus als der Gegner. Dies sieht man auch an den Vorbereitungsspielen von Rapperswil, die nur gerade dreimal siegen konnten – zweimal davon gegen einen NLB-Verein. Gegen die NLA Teams und einmal sogar gegen ein NLB-Team war man teilweise sogar chancenlos. Es scheint also, als brauche die neue Mannschaft in St. Gallen noch Zeit um sich zu entwickeln…

Am Schluss ohne Probleme zum Kantersieg

ZSC – SC Rapperswil-Jona 9:3 (1:1, 5:1, 3:1)

Für die Jungs von Anders Eldebrink geht es seit längerem nicht mehr um Punkte, sondern viel mehr um die Vorbereitung auf die bereits fix gebuchten Playouts. Theoretisch könnte Rapperswil noch auf Rang 11. vorstossen, aber ob dies am Ende noch den entscheidenden Unterschied ausmacht, ist zu bezweifeln. Beim Z dagegen schien die Sicherung des Qualifikationssieges nur noch eine Frage der Zeit. Aktuell liegen 14 Punkte zwischen ihnen und dem zweitplatzierten Fribourg. Noch 21 Punkte könnte das Team von Thibaut Monnet erreichen in den letzten sieben Partien. Oder anders gesagt, der ZSC könnte sich mit einem Vollerfolg, wenn Fribourg keine Punkte einfahren kann, quasi als Qualifikationssieger feiern lassen.

Aber alles nur Zahlenspielereien, alleine die Möglichkeit sich darüber zu unterhalten, zeigt auf, wie stark der Z aktuell ist und mit welchen „Problemchen“ er kämpft.

Ein Gurkenmatch zu Beginn
Bei dieser Ausgangslage konnte natürlich kein Topspiel erwartet werden und genau so war es dann auch. Rapperswil mit etwas mehr Biss, aber nicht mit der nötigen Klasse. Dagegen fehlte es beim Z mehr am letzten Willen. Vorerst aber konnte Tim Wolf alle Chancen der Ostschweizer vereiteln. Bis zur 14. Minute und einem Taucher von Schnyder, da lag die Scheibe hinter Wolf. Es kam noch besser für die Gäste, denn wenige Sekunden danach konnten sie in Überzahl agieren, aber es kam etwas anders als sich dies Eldebrink und Zeiter wünschten. Keller wurde im Unterzahlspiel lanciert und verwertete die Scheibe souverän. Man hatte das Gefühl, dass die Zürcher sobald es nötig wurde, zulegen konnte und Rapperswil an die Wand drückte. Mehr war in diesem Drittel nicht mehr nötig und so stand es 1:1 nach 20 Minuten.

Der Durchstart im Mitteldrittel
Das Mitteldrittwl dagegen brauchte nur wenig Anlaufzeit, bereits nach drei Minuten führten die St. Galler wieder. Wolf erneut geschlagen, doch der Z erneut nit der postwendenden Antwort. Bastl verwertete einen Abpraller, den Shannon durch seinen Schuss provozierte bei Aebischer. Nun drehte der Z auf und Rapperswil konnte man nur bemitleiden. Eine Minute nach dem Ausgleich war es Fritsche der durch die gegnerische Zone kurvte und zur Führung abschloss. Jetzt hatte der Z Chancen im Sekundentakt, doch bis zur 35. Minute verhinderte Aebischer und dessen Torumrandung weitere Gegentreffer. Dann aber war es Cunti, der mit Nilsson und Wick einen Angriff fuhr, was bei Rapperswil zur totalen Panik führte, und dessen Passversuch im Tor landete. Panik auch wieder durch dieselbe Linie in der 37. Minute, hier war es Nilsson, der sich feiern lassen durfte. Er verwertete volley, nach den Schüssen von Wick und Seger, die beide nur unzureichend abgewehrt wurden. Rapperswil nun quasi inexistent und Blindenbacher nach 40. Minuten mit dem sechsten Treffer für den Z.

Fast noch ein „Stängeli“ zum Schluss
In den ersten zehn Minuten im letzten Drittel gab es wenig spannendes zu berichichten. Was folgten, waren die Minuten von Baltisberger, zuerst traf er in der 51. Minuten nach einem Gestocher vor dem Tor von Rapperswil zum 7:2. Zwei Minuten später legte Cunti nach, nach einer wunderbaren Vorlage von Wick. Der Topskorer setzte sich auf der Seite durch und brachte den perfekten Pass an. In der 54. Minute machte Rapperswil noch den dritten Treffer, doch dieser hatte keinen Einfluss mehr, im Gegenteil, der Z dadurch wieder etwas angespornt. Baltisberger kam in der 59. Minute von der Strafbank, wurde lanciert, vernaschte den letzten Verteider und den Torhüter. Woooow, das neunte Z Tor war zugleich das sehenswerteste an diesem entspannenden Abend. Die Fans lehnten sich soweit aus dem Fenster, dass sie Wolf aus dem Tor forderten um das „Stängeli“ zu vervollständigen. Doch Crawford verzichtete darauf und so blieb die totale Demütigung den St. Gallern erspart.

Aber der Z war heute, sofern es nötig wurde, die viel bessere Mannschaft und feierte einen mehr als verdienten Sieg!…