Das Aus mit der Herrlichkeit in Oerlikon

Frühlingshafte Temperaturen und sonniges Wetter hauchte heute Zürich richtig Leben ein. Weniger erfreulich dürfte die Gemütslage von Edgar Salis und Bengt-Ake Gustafsson sein. Ihnen entschwinden die letzten Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison langsam aber sicher. Mehr und mehr steht Salis in der Kritik bezüglich diversen getätigten Transfers vor Saisonstart. Aber auch der schwedische Trainer erreicht die Mannschaft kaum und die Frage sei erlaubt, ob er der Richtige ist mit seiner ruhigen und unauffälligen Art? Sein Fachwissen im Bereich Hockey ist unbestritten, aber reicht dies aus bei einer Mannschaft, die anscheinend eine gewissene Eigendynamik entwickelt hat?

Die gestrige Schmach von Rapperswil war nur das Zusammenprallen von allen ungenügenden Eigenschaften, welche diese Mannschaft in der laufenden Saison hat. Vom fehlenden Teamplay (siehe Wechselfehler beim 4:1) über die mangelnde Kaltblütigkeit bis hin zum nicht ersichtlichen Stolz beim ZSC zu spielen und sich gegen sieben Gegentreffer aufzulehnen.

Noch etwas mehr Angst als diese fehlenden Eigenschaften, macht aber die traurige Realität, dass die Mannschaft rat- und hilflos auf Fragen über die aktuelle Situation reagiert. Ein Krisenmanagement scheint nicht vorhanden und auch Massnahmen zur Verbesserung nicht ersichtlich.

Es dürften unangenehme Tage in Oerlikon werden. Der ZSC hat nun noch einmal eine zehn Tage dauernde Denkpause erhalten – es ist aber die Letzte vor den langen Ferien!!

Was noch möglich ist oder eben nicht!

Nach 45 Spielen Kampf und Leiden war es nun gestern soweit. Der ZSC qualifizierte sich dank einem 5:2-Erfolg in Biel für die . Eigentlich hätte eine Qualifikation aber nie zu derart freudigen Momenten führen dürfen, denn das Ziel war Platz vier und eine schnelle Sicherung des Top-8 Platzes. Nun aber sieht die Realität etwas anders aus: Der Z war in vielen Spielen völlig überfordert und oft in der eigenen Zone eingeschnürt. Die Auftritte wirkten vielmals matt, lustlos und demotiviert. Pfeiffkonzerte gegen die eigene Mannschaft waren an der Tagesordnung, brachten aber auch nicht die erhoffte Reaktion auf dem Eis.

Dies aber war gestern für kurze Zeit vergessen, denn noch vor 15 Tagen und der Niederlage in Ambri, musste um die Playoffs gebangt und gehofft werden. Gestern nun fiel allen Beteiligten ein Stein vom Herzen und der Sieg in Biel war der dritte Vollerfolg aus den vergangenen vier Partien für den Z.

Welcher Gegner aber würde dem ZSC am besten entsprechen?

Klar ist, wer eine solche Saison spielt und am Schluss froh sein muss wenn er Platz acht belegt, der ist grundsätzlich in jeder Viertelfinalserie der Aussenseiter. Ob nun der Gegner Kloten oder Bern heisst, mit den gezeigten Leistungen können wir froh sein, wenn es ein drittes Heimspiel gibt. Am wenigsten aber liegt dem ZSC wohl der HC Davos, auch wenn die Statistik der laufenden Saison ausgeglichen ist. Mit dem temporeichen Spiel der Bündner mühte sich der ZSC des Öfteren erfolglos ab und so wurde er in den letzten beiden Begegnungen mit 4:1 respektive sogar 7:1 vom Platz gefegt.

Ein Derby wäre wohl am lukrativsten, sowohl für die Fans und Spieler, als auch für die Einnahmen und Zuschauerzahlen in der Halle. Bedingung ist aber einen “Absturz” auf Platz acht und damit verbunden müssen noch einige Niederlagen in den letzten Spielen her. Kloten kann also kein Wunschgegner sein, denn die kommenden Spiele sind wichtiger als es der Umstand um die gesicherte Quali aussagt. Mehr dazu später.

Stehen also noch Zug und Bern zur Auswahl. Der Reiz an einer Revanchemöglichkeit gegen die Innerschweizer ist gross. Das letztjährige Viertelfinalout war bitter und noch nicht ganz aus den Köpfen verdrängt. Aus vier Duellen gegen den EV Zug steht für den ZSC aber nur ein Sieg zu Buche. Auch gegen Bern haben die Zürcher bisher nur Niederlagen kassiert. Sie dürfen aber am abschliessenden Spieltag ihr Glück zuhause noch einmal versuchen. Vielleicht ein gutes Omen?

Schlussendlich muss es Bern oder Zug sein. Damit würden die Zürcher Platz sechs oder sogar fünf belegen zum Ende der Quali. Diese Platzierung würde auch die kleine Möglichkeit für eine grosse Sensation offen lassen.

Was meint ihr dazu? Stimmt für euren bevorzugten Gegner in den Playoffs ab!

Was geht überhaupt noch mit dieser Mannschaft?

Noch fünf Spiele hat der ZSC vor sich. Fünf Spiele, die von keinerlei Bedeutung sind? Sicher nicht! Denn die kommenden Spiele werden vielleicht die wichtigsten in dieser Qualifikation werden. Vom sportlichen Aspekt her geht es um nicht mehr viel - das für die Teilnahme an der Entscheidung ist gesichert. Aber es geht um die letzte Möglichkeit, die Form zu finden für eine erfolgreiche Playoffkampagne.

Nichts ist mit Zurücklehnen und Abwarten bis dann der 26. Februar kommt, bis es endlich endgültig los geht. Mit einer solchen Einstellung wäre ein schnelles Saisonende absehbar. Aber der ZSC ist jetzt in der luxuriösen Situation noch einmal eine kleine, knackige Saisonvorbereitung bestreiten zu können. Teams, welche sich bereits ans Siegen gewöhnt haben, nie unter Druck standen und seit bald einem Monat für die Playoffs qualifiziert sind, haben nun die Aufgabe ihre Form und den Fokus zu konservieren.

Der ZSC muss diese erst noch finden und der Grundstein dafür kann in den nächsten Wochen gelegt werden. Mit einer seriösen, harten und konzentrierten Vorbereitung, die mit einigen Siegen in den letzten Spieltagen kombiniert werden sollte. Aber auch dann wird der Zürcher SC am 26. Februar als Aussenseiter in seine Serie starten und entweder mit vollem Willen und Einsatz zusammenstehen oder frühzeitig die Ferien buchen…

… Fortsetzung folgt bestimmt – Euer ZSCblog.ch

Playoffs gesichert! EHC Biel – ZSC 2:5 (1:1, 0:2, 1:2)

Heute bot sich für den ZSC die Chance, definitiv die zu erreichen. Der Gegner war wie vor einer Woche der . Die Zürcher konnten die ersten drei Begegnungen für sich entscheiden – war das ein Vorteil?

Die Bieler gingen von der ersten Sekunde mit vollem Engagement zur Sache, dies war aus ihrer Sicht auch die letzte Möglichkeit. Sie konnten in den ersten Minuten einige Chancen verzeichnen, doch der ZSC hatte noch Lukas Flüeler, welcher eine solide Partie zeigte. Die Bieler waren im ersten Drittel die spielbestimmende Mannschaft, machten aber aus ihren Chancen zu wenig. Zum Schluss des ersten Abschnittes kamen auch die Gäste etwas besser in Fahrt. Das Score wurde aber in der 15. Minute durch einen Ex-Zürcher, in Bieler Diensten, Kevin Gloor eröffnet. Die Seeländer konnten sich aber nicht lange über diesen Führungstreffer freuen, denn nur wenige Sekunden nach dem Tor profitierte Paterlini von einem Abpraller und glich aus. Bei dieser Aktion sah Reto Berra nicht gut aus.

Das Mitteldrittel war zu Beginn von Fehlpässen und Unachtsamkeiten geprägt. Zur Spielhälfte kippte die Partie dann aber auf Seiten des ZSC. Ziegler lenkte einen Schuss von Müller unhaltbar für Berra ab und so wurde die Playoffqualifikation eingeleitet. Von diesem Augenblick an, wirkten die Bieler etwas gehemt und mussten sich noch ein zweites Mal in diesem Drittel geschlagen geben. Der Torschütze zum 3:1 war Cyrill Bühler, der seinen Backhandschuss am Bieler Torhüter vorbeibrachte.

Eine komfortable Führung für den ZSC, doch ans Ausruhen durfte nicht gedacht werden. Reto Schäppi mit seinem zweiten Saisontor und dies zum zweiten Mal gegen Biel, brachte die Vorentscheidung aufs Eis. Dabei wurde der Newcomer herrlich von Owen Nolan bedient und brauchte nur noch einzuschieben. Krutov machte 15 Minuten vor Schluss mit dem 5. persönlichen Treffer alles klar. Es war kein überragender Auftritt des ZSC, aber ein wichtiger Schritt um sich doch noch eine optimale Chance in den Playoffs zu wahren. Zum Schluss gab es noch etwas für die Statistiker, der EHC Biel bezwang Flüeler noch ein zweites Mal und stellte das Resultat noch auf 5:2.

Etwas Negatives muss zwar dennoch berichtet werden. Die Pfefferspray-Attacke eines zivilen Polizisten war mehr als unnötig! Mehrere unschuldige Fans mussten gepflegt werden.

Die nächste kleine Pause steht aber bereits wieder an. Es geht am nächsten Samstag auswärts gegen Rapperswil weiter.

Am Dienstag bietet sich für alle die Chance, Jan Alson zu verabschieden! Mehr dazu findet Ihr hier.

Showdown in der KEK

Am Freitag 28. Januar um 20 Uhr kommt es in der Kunsteisbahn Küsnacht zum wohl wichtigsten Spiel dieser Saison für das Farmteam des Zürcher SC. Weshalb?

steht, ebenso wie der ZSC, nur wenige Punkte über dem Playoff-Strich und kämpft immer noch um einen Platz in den Top-8. Der Vorsprung gegenüber Sierre ist mit zwei Punkte noch geringer als beim ZSC. Am Freitag heisst der Gast Sierre, also der direkte Konkurrent um den letzten Platz in den B-. Bevor am Samstag der Z Auswärts in Biel um wichtige Punkte kämpft, braucht der GCK am Freitag ebenso wichtige Zähler. Am Dienstag steht anschliessnd Lausanne auf dem Programm, das Abschlussspiel für Alston, wird für GCK zum Schicksalsspiel.

Nach zwei Jahren ohne Playoffs, könnten die jungen Zürcher es heuer wieder schaffen.

Eine Playoffqualifikation würde einer kleinen Sensation gleich kommen. Aber für die Weiterentwicklung der jungen Zürcher, sind solche Erfahrungen natürlich von immenser Wichtigkeit.  Ein wenig Unterstützung könnten die zukünftigen ZSC-Stars also durchaus gebrauchen.

Deshalb heisst es am Freitag für einmal nicht Hopp ZSC, sondern Hopp GCK!

EV Zug – ZSC 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)

Es war ein gelungener Start in die Mission Playoff - für Fans und Spieler der Zürcher. Der ZSC konnte in Zug sein erstes Viertelfinalspiel mit 2:1 gewinnen und sich somit einen Vorteil erarbeiten.

Der Abend begann zumindest für die Fans denkbar schlecht. Dies nachdem Wartezeiten am Einlass von bis zu 45 Minuten entstanden. Am anderen Eingang ca. 20 Meter weitere rechts dagegen wurden kaum Kontrollen durchgeführt. Irgendwie nicht ganz konsequent.

Egal - die Zürcher starteten konzentriert in die heutige Begegnung und fanden den Tritt etwas schneller als der EV Zug. Nach einigen guten Chancen in den Startminuten folgte allerdings eine starke Phase der Gastgeber, die beinahe zu einem Treffer geführt hätte. Dank Sulander und Markkanen blieb die Partie bis zur ersten Drittelspause beim torlosen Unentschieden. In der 24. Minute konnte Pittis das Score eröffnen. Dies auf Vorarbeit von Alston und Claudio Micheli!!! Die benötigte Reaktion der Zuger folgte postwendend. Die Zürcher Abwehr war nun teilweise überlastet und in der 35. Minute mit dem Schuss von Brunner sogar überfordert. Der Ausgleich: die irgendwie logische Folge davon.

Der Z konnte sein Spielsystem in der Folge wieder finden und durfte nach 46 Minuten durch Down wieder in Führung gehen. Der erneute Führungstreffer für die Gäste war zu diesem Zeitpunkt verdient. Etwa zwei Minuten vor Schluss musste das Eis gereinigt werden und die Zuger erhielten damit ein “Gratis”-Time Out. Keine Minute später folge dann noch ihr offizielles Time Out. Fast schien es als würden die letzten beiden Minuten länger als das gesamte restliche Spiel dauern. Aber alles brachte nichts mehr für die Zuger. Die Zürcher konnten auswärts ihren ersten Match gewinnen und führen nun in der Serie mit 1:0!

Interview mit Fan Patrick

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