ZSC – Kloten 1:2 (1:0, 0:0, 0:2)

Der Bann ist gebrochen, das Auswärtsteam hat zum ersten Mal in dieser Serie gewonnen – leider das Falsche. Und dabei begann der Abend für den ZSC erneut günstig, dank einer frühen Strafe und einem schönen, aber untypischen Powerplaytreffer durch Monnet führten sie bereits nach 4. Minute. Ein Start, welcher dem ZSC doch nun, in Kombination mit dem ausverkauften Hallenstadion, den letzten Kick geben sollte um einen grossartigen und kämpferischen Abend abzuliefern. Es kam leider anders, da die Zürcher zwei Powerplaysituationen verspielten, wo sie ohne wirkliche nennenswerte Aktionen in der gegnerischen Zone blieben. Dann liess sich das Team von Seger auch noch das Spieldiktat abnehmen.

Die Folge davon war im Mitteldrittel eine fast anhaltende Druckphase von . Und die Zürcher liessen sich das scheinbar emotionslos gefallen, denn da kurvten wieder lustlose und physisch inexistente Spieler auf dem Feld herum. Es war doch so klar: Bringen die Zürcher Emotionen ins Spiel, können sie schlagen. Lässt der ZSC seinen Gegner gewähren und ihr Spiel aufziehen, dann haben sie eigentlich keine Chance. Und genau das taten die Spieler von Gustafsson und der Chef selber machte auch nicht wirklich den Eindruck, als wolle er ein kämpferischeres Team auf dem Eis sehen. Oder wie sollen wir sonst die Entscheidung verstehen, in einer gegnerischen Druckphase kein Time-Out zu nehmen und die neue Marschroute bekannt zu geben?

Erstaunlicherweise stand es nach zwei Dritteln noch immer 1:0 für den ZSC und dies nur aufgrund einer Person – Lukas Flüeler. Der Junge scheint, zumindest in seiner persönlichen Entwicklung, den Durchbruch geschafft zu haben. Und trotzdem war auch er irgendwann auf verlorenem Posten. Dies zeichnete sich im Mittelabschnitt ab und wurde in der 41. Minute Realität. Reaktion? Nein, mitnichten – den Klotener wurden weiterhin Räume zugestanden. Drei Minuten später nutzte Bodenmann erneut diese Freiheiten und brachte den Siegestreffer unter. Auf eine Reaktion wurde vergebens gewartet. Hier muss aber auch der Umstand erwähnt werden, dass sich das Schiedsrichtigerduo alle Mühe gab den ZSC in den letzten fünf Minuten fast andauernd in Unterzahl spielen zu lassen. Es soll aber keine Entschuldiung sein, die Zürcher haben es selber verpasst im Mittelabschnitt mehr Emotionen und Leidenschaft ins Spiel zu bringen. Das bittere Fazit muss nach gestern so gezogen werden: Der Z wird wohl zum dritten Mal hintereinander im PO Viertelfinal ausscheiden und dies wohl nicht ganz unverdient…

Foto: Dominik Hew/zscblog.ch


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Interview mit Patrick Geering und Lukas Flüeler

EHC Kloten – ZSC 4:3 (0:1, 2:1, 1:1) n.V.

Und wieder gewinnt das Heimteam sein Spiel. So oder ähnlich muss der Übertitel für das gestrige Spiel lauten. Wieder einmal wurde deutlich, wie nahe Erfolg und Niederlage im Eishockey liegen. Wie schnell aus einer scheinbar souveränen und hocherfreulichen Führung, eine der bittersten Niederlagen werden kann.

Die Klotener nahmen das Spieldiktat von Beginn an in die Hand und spielten fast ausschliesslich in der Zone der Zürcher. Doch die Defensive von Flüeler hatte fast alles unter Kontrolle und so besassen die Flieger, im Verhältnis zu den Spielanteilen, nur wenig gefährliche Chancen. Noch besser wurde es sogar, als Ambühl (16.) und Monnet (25.) zu zwei Powerplaytreffern kamen. Diese Führung verhalf dem ZSC nun zu einem besseren und vor allem offensiveren Spiel.

Aber es sind genau jene Situationen, in denen eine gewisse Konzentration verloren geht und dadurch der Gegner zu seinen Chancen kommt. So war es auch gestern. Der EHC verwertete in der 34. Minute ein Powerplay zum 2:1, wobei dem Treffer eine fragwürdige Strafe gegen Schäppi voran ging. Es half alles nichts und die Klotener fanden nun ihrerseits wieder besser ins Spiel und sollten in der 38. Minute gar zum Ausgleichstreffer kommen.

Im Schlussabschnitt neutralisierten sich die beiden Teams fast komplett. Es brauchte schon einen Verlegenheitsschuss von Nolan, welchen Ziegler in der 48. Minute zum erneuten Führungstreffer ablenkte. Damit sollte nun aber der Weg zum Sieg geebnet sein… Eine gefühlte Ewigkeit sah es auch danach aus, doch bereits in der 54. Minute hatte Dupont eine Antwort darauf und glich erneut aus. Diesmal verbüsste Pittis eine Strafe und damit fiel der dritte Treffer von zum dritten Mal in Überzahl.

Es musste zur Verlängerung kommen und diese dauert in den immer 20 Minuten und nicht wie in der Qualifikation nur fünf. Dafür gibt es auch eine reguläre Pause zwischen dem dritten Drittel und der Verlängerung. Doch diese war für einmal eigentlich völlig unnötig, denn nach nur gerade 18 Sekunden fiel der Siegestreffer mitten ins Herz der Zürcher Fans. Ein unglaublich wichtiges Spiel ging damit auf eine extrem ärgerliche Art und Weise verloren. Nun ist Charakter gefragt!

Choreo Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

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Derbyserie Teil 2: Die Revanche im Hallenstadion

Es fehlte nur wenig am Samstag im Klotener Schluefweg und die Zürcher wären, anstelle des Heimteams, als Sieger vom Eis gefahren. Doch es sollte eben doch anders kommen und dies lag hauptsächlich an der mangelnden Chancenauswertung. Die besten Beispiele dazu lieferten namentlich Wichser und Bühler und zudem lag es auch an der fehlenden Kreativität in der Angriffsauslösung. Zu wenig Zug und Druck waren bei den ersten Pässen aus dem eigenen Drittel auf dem Stock und so war die gut organisierte Defensive von meistens bereits wieder zur Stelle.

Mehr zu gefallen vermochte dagegen der Kampf der Mannschaft. Sie fightete fast um jede Scheibe. Besonders Seger hatte seine Vorreiterrolle diesbezüglich inne und die Mannschaft folgte seinem Beispiel. Auch der Routinier Nolan hatte mehr als eine gute Aktion am Samstag Abend, doch ihm fehlte auch etwas das Glück, denn in der fünften Minute traf er nur die Querumrandung.

Diese Attribute werden auch im zweiten Derbyknüller den Ausschlag geben für eine der beiden Mannschaften. Zudem führt für den ZSC der Sieg über einen erfolgreichen Start und natürlich über ein möglichst frühes Tor. Rückstände sind für die angeschlagene Moral der Zürcher wohl immer noch eine zu schwere Belastung, dagegen könnte ein Umschwung des Momentums sofort das Gleiche auf die andere Seite bewirken. Zusätzlich wird für den Ausgleich in der Serie eine erneut starke Leistung von Flüeler nötig sein. Die Nomination für den Dienstag hat sich der junge Torhüter mit seiner Leistung am Samstag definitiv verdient.

Zwar mit einem 1:0-Rückstand im Gepäck, aber mit dem Wissen den Gegner schlagen zu können, wird die Mannschaft des Zürcher SC am Dienstag antreten und hoffentlich dürfen wir dann am Schluss den ersten Playoffsieg in dieser Saison feiern…

Runter mit den Fliegern!

Holen wir die Flieger vom Himmel! Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Kloten – ZSC 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

Herrlich, es ist wieder Playoffzeit und damit die schönste Phase der gesamten Eishockeysaison. Dies waren sich auch die mitgereisten Zürcher Fans bewusst. Diese schmückten sich mit blau, weiss und roten Plastikshirts.

Von dieser Stimmung inspiriert, zeigte sich die Mannschaft in den ersten Minuten von ihrer besten Seite. Keinem Gegner wurde das freie Eis zugestanden und sämtliche Spieler mit dem falschen Trikot wurden fast ausnahmslos an die Bande befördert. Nach fünf Minuten besass Nolan die erste grosse Chance, doch sein Slapshot fand zwar den Weg an Rüeger vorbei, nicht jedoch jenen ins Tor. Nach einigen Startschwierigkeiten kamen nun auch die Klotener zu ihren Chancen und im Gegensatz zu den Zürchern, brauchten sie deutlich weniger Möglichkeiten. In der 11. Minute und einem Schuss von Stancescu stand es 1:0.

Aber die Mannschaft war bereit und sie liess sich auch durch diverse himmeltraurige Entscheidungen von Brent Reiber nicht beeindrucken. Was der Headschiedsrichter sich heute wieder erlaubte war mehr als nur bedenklich. Doch wie gesagt, der ZSC war bereit, besonders Seger in der 35. Minute, denn er versenkte einen satten Slapshot hinter Rüeger ins Netz. Bei diesem Treffer waren beide Teams nur mit vier Spielern auf dem Eis. Im Anschluss leisteten sich die Klotener einige Undiszipliniertheiten und mussten während fast einer Minute in doppelter Unterzahl agieren. Doch dem ZSC fehlte es sowohl an Kaltblütigkeit, wie auch am dringend nötigen Glück für den zweiten Treffer.

Im letzten Drittel flachte das Spielgeschehen dann etwas ab. Die ersten beiden Drittel hatten ihre Spuren hinterlassen. Der ZSC zeigte sich nun meistens in der Defensive und nur noch mit wenigen vernünftigen Angriffen, die zu wirklicher Torgefahr führten. Aber auch das Heimteam war nun nicht mehr mit derselben Konsequenz im Spiel. Und trotzdem hatten sie zum Schluss das bessere Ende auf ihrer Seite. Auf das 2:1 von Bell hatte der ZSC keine Antwort mehr. Entweder lag es an der Angriffsauslösung bereits im eigenen Drittel oder ein möglicher Schuss blieb an der gegnerischen Ausrüstung hängen.

Es war aber trotzdem eine ansprechende Leistung am heutigen Abend und die Zürcher haben dem Kantonsrivalen hiermit klar gemacht, dass es keine einfache Serie geben wird. Am Dienstag gibts den ersten Sieg – sicher! Zürcher SC!!!

Cyrill Bühler trifft fast zum 1:2 Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Cyrill Bühler trifft fast zum 1:2 Foto: Dominik Hew/zscblog.ch


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Interview mit Daniel Schnyder

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Jetzt gehts wirklich los… Spiel 1 im Derby

Nur noch einmal schlafen und dann gehts endlich los. Die der Saison 2010/11 starten morgen Samstag um 19:45. Ab diesem Zeitpunkt gibt es keine Spekulationen, keine Vermutungen und schon gar keine Favoriten mehr. Es zählen keine Qualifikationssiege und schon gar keine Punkte mehr, sondern nur noch Einsatz für Einsatz und das bis zum bitteren Ende. Wir zeigen euch auf, welche Faktoren diese Serie wohl entscheiden werden:

1. Emotionen:
Ab dem ersten Puckeinwurf muss der ZSC physisch und mental bereit sein, die Checks krachen lassen und dem Gegner keinen Platz zugestehen. Starthilfe werden die Spieler durch unseren Sektor erhalten, dieser sollte komplett ausverkauft sein und wird in den ersten Minuten für mächtig Stimmung sorgen. Wenn das Team gut in die Partie startet, dann wird die Stimmung auch nicht sofort wieder abflachen und der ominöse Funke könnte springen.

2. Der Torhüter:
Ganz egal ob Flüeler oder Sulander am Samstag in im Tor stehen wird. Der Torhüter wird einer der entscheidenden Faktoren sein, denn nur mit Ruhe und Sicherheit in der Defensive können die Zürcher ihre Torausbeute verbessern und das ist dringend nötig.

3. Die Führung der Teamleader:
In der wichtigsten Phase einer Saison sind die erfahreneren Spieler immer in einer speziellen Vorbildfunktion. Sie demonstrieren mit Einsatz, Willen und Mut den Jungen, was in den Playoffs den Unterschied ausmacht. Leider konnten Leistungsträger wie Seger, Wichser oder auch Nolan noch nicht in diese Rolle schlüpfen. Besonders aber Owen Nolan steht in der Pflicht und der NHL-Oldie könnte in den heissen Situation zum grossen Joker werden, welcher der ZSC noch besitzt.

4. Der Teamspirit
Wird aus den überschätzten Einzelspieler, welche fast alle unter ihrem effektiven Können gespielt haben, noch ein funktionsfähiges Team? Eine Mannschaft, die mit jeder Faser ihrer einzelnen Körper, den absoluten Willen zum Sieg und damit zur Überraschung hervorbringt? Schwer vorzustellen nach der Qualifikation, aber Wunder gib es bekanntlich immer wieder….

Nun aber fertig. Es soll endlich los gehen!!!!!!!!!! Ab id Playoffzit…

Tickets Playoffs 2011

Seit gestern Abend ist der erste Gegner in den diesjährigen bekannt. Der ZSC trifft im Viertelfinale auf den Kantonsrivalen aus .

Wir empfehlen Euch die für die ersten vier Spiele bereits zu jetzt sichern. Hauptsächlich für die Auswärtspartien ist der Ticketvorverkauf eine gute Wahl.
Eintritte für die Spiele 1 und 3 in Kloten sind beim Ticketcorner erhältlich.
Für die Heimspiele der Zürcher (1. und 5. März) können die Eintrittskarten beim Ticketing des ZSC bezogen werden.

Weitere Details über die erste Playoffserie folgen in einem separaten Bericht.

Zuletzt noch der SC Bern… – … und dann die Playoffs

Noch ein Spiel, noch 60 Minuten, noch drei Drittel und dann sind die endlich da! Jene Phase der Meisterschaft also, welche seit 131 geschossenen Toren der Zürcher sehnsüchtigst erwartet wird. Vorbei ist die Schonfrist für sämtliche Teams und Spieler – es zählt nur noch der harte und schmerzhafte Kampf um den Sieg. Keine Spielereien und schon gar keine unnötigen Fehler sind erlaubt.

Aber halt! Ein Spiel gibt es ja immer noch und dieses darf als letzten Prüfstein vor den Playoffs verstanden werden. Mit drei Siegen in Folge zeigt die Formkurve der Mutzen deutlich nach oben und der Lohn für diese Mini-Serie ist der dritte Rang. Eine Platzierung mit welchem die Berner mit Sicherheit einen heissen Tanz im Viertelfinal erleben werden, sei es nun mit den Langnauern oder mit den Genfern.

Beim ZSC steht Rang sieben ebenfalls fest und es winkt ein allfälliges in den Viertelfinals. Direkt kann das Team von Gustafsson zwar nicht mehr in die Entscheidung, welche zwischen und Davos fällt, eingreifen. Mit einer physisch und psychisch starken Leistung im morgigen Spiel aber durchaus seine Ambitionen anmelden. Die beiden Partien gegen Langnau und haben gezeigt, dass wenn Emotionen und Härte im Spiel sind, dass der ZSC durchaus fähig für einen Exploit ist. Auf jedenfall aber ist der ZSC, gegen sämtliche Gegner, in den Viertelfinals der Aussenseiter.

Was macht eigentlich das Lazarett bei den Zürchern? Vor den Playoffs geht die Geheimniskrämerei um die Verletzungen wieder los, deshalb wurden auch zu Segers Ausfall keine Aussagen gemacht. Der Betroffene selber dementiert zwar eine gröbere Verletzung – mehr ist aber nicht bekannt. Eine Rückkehr von Down in die Mannschaft, in der aktuellen Saison, wird auch immer unrealistischer und Thierry Paterlini fällt bekannterweise nun auch bis Ende Saison aus. Dies sind keine wünschenswerten News wenige Tage vor dem Start der Entscheidung.

Es wird spannend zu sehen sein, wer morgen spielt und wer eventuell sogar geschohnt wird? Unter Umständen gibt es sogar kleine Spielereien vor den Playoffs? Der ZSC hat eigentlich nicht DIE Saison gespielt und aktuell auch nicht DIE Form, um sich solche Dinge zu erlauben. Aber die Normalität gibt es beim ZSC nur in den seltesten Fällen…

Die Hoffnung auf ein Wunder

Eindrücklicher als am letzten Samstag im Lido in Rapperswil konnten die aktuelle Probleme der Zürcher nicht aufgezeigt werden. Es war der Höhepunkt eines katastrophalen Jahresstarts 2011. Am 8. Januar das Schaulaufen des EV Zugs in ihrer neuen Halle und die Abfertigung einer inexistenten Mannschaft mit 3:0, wobei die drei Gegentreffer optisch noch schmeichelhaft wirken. Keine Woche später, am 14. des ersten Monats ein weiterer Faustschlag ins Gesicht von sämtlichen Zürchern: Die 5:0-Heimniederlage war die Bestätigung der noch zu knapp ausgefallenen Niederlage in der Innerschweiz.

Besserung war versprochen - Rückschritt war die Realität. Am nächsten Tag in Ambri, an einem denkwürdigen Samstag, eine 3:2 Niederlage! Auch hier war das Resultat eher schmeichelhaft und nur dank einer Aufholjagd im Schlussabschnitt verfiel der Z nicht endgültig in die Kategorie Lächerlichkeit. Würde nun eine Wende folgen? Mitnichten! Nach der erfolgreichen Playoffqualifikation folgte sogleich die nächste Begegnung mit der harten und unliebsamen Realität. Obwohl das 7:1 in Davos nicht die Wellen schlug, so ist es im Rückblick eben doch eine bedenkliche Leistung. Und was am letzten Samstag passiert ist muss nicht noch einmal erwähnt werden…

… Nun aber ist das alles vorbei, nicht vergessen, aber geschehen. Will heissen die Vergangenheit kann nicht mehr verändert werden, die Zukunft aber sehr wohl noch in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Dazu haben die Zürcher aber nur noch eine Chance und zwar dieses Wochenende. In den zwei trainingsfreien Tagen von Morgen und Samstag geht es um mehr als um Erholung. Es geht um die abschliessende Beantwortung der Grundsatzfrage: Kann dieses Team Erfolg haben oder nicht? Und für dies muss jeder einzelne Spieler sein Ego zur Seite stellen und Charakter beweisen. Charakter für sich selber und Charakter innerhalb der Mannschaft.

Denn ein Viertelfinalout würde dem Z den negativen Hattrick bescheren – jener dreimal in Serie die Halbfinals der zu verpassen. Sicher kein Rekord der anzustreben ist und einer der wohl noch so einige Wellen schlagen würde. Viele fragen sich verständlicherweise wie will das Team in dieser Konstelation eine Kehrtwende schaffen? In beinahe 50 Spielen waren mehr oder weniger sämtliche taktischen Veränderungen, Trainerwechsel oder auch Linienrotationen wirkungslos geblieben. Und nun soll es doch noch funktionieren?

Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich nicht in der Situation von Trainer und Sportchef stecke. Einen Weg aus diesem Schlamassel zu finden, in solch kurzer Zeit, ist weder einfach noch planbar… Es bleibt wohl nichts anders übrig als die Hoffnung auf ein Wunder…

Das Aus mit der Herrlichkeit in Oerlikon

Frühlingshafte Temperaturen und sonniges Wetter hauchte heute Zürich richtig Leben ein. Weniger erfreulich dürfte die Gemütslage von Edgar Salis und Bengt-Ake Gustafsson sein. Ihnen entschwinden die letzten Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison langsam aber sicher. Mehr und mehr steht Salis in der Kritik bezüglich diversen getätigten Transfers vor Saisonstart. Aber auch der schwedische Trainer erreicht die Mannschaft kaum und die Frage sei erlaubt, ob er der Richtige ist mit seiner ruhigen und unauffälligen Art? Sein Fachwissen im Bereich Hockey ist unbestritten, aber reicht dies aus bei einer Mannschaft, die anscheinend eine gewissene Eigendynamik entwickelt hat?

Die gestrige Schmach von Rapperswil war nur das Zusammenprallen von allen ungenügenden Eigenschaften, welche diese Mannschaft in der laufenden Saison hat. Vom fehlenden Teamplay (siehe Wechselfehler beim 4:1) über die mangelnde Kaltblütigkeit bis hin zum nicht ersichtlichen Stolz beim ZSC zu spielen und sich gegen sieben Gegentreffer aufzulehnen.

Noch etwas mehr Angst als diese fehlenden Eigenschaften, macht aber die traurige Realität, dass die Mannschaft rat- und hilflos auf Fragen über die aktuelle Situation reagiert. Ein Krisenmanagement scheint nicht vorhanden und auch Massnahmen zur Verbesserung nicht ersichtlich.

Es dürften unangenehme Tage in Oerlikon werden. Der ZSC hat nun noch einmal eine zehn Tage dauernde Denkpause erhalten – es ist aber die Letzte vor den langen Ferien!!