Warum der Genf-Deal kaum Realität wird

Grosse Schlagzeilen, viel Polemik und wenig Wahrheiten – so präsentieren sich die meisten Publikationen der Tageszeitung Blick. Warum zum Beispiel sollte McSorley bereit sein, seinen Captain und Leitwolf – Goran Bezina – gegen einen halbherzigen Ersatz einzutauschen? Oder welchen Fortschritt würde Tobias Stephan im Team von Gustafsson bewirken? Dass die Torhüter eigentlich immer die Besten waren im Team, beweist, dass dort am wenigsten Handlungsbedarf besteht.

Zudem, wer würde dem Genfer Trainer als valablen Ersatz für seinen Topskorer, Park, dienen? Der noch bis Ende Saison verletzte Bärtschi, welcher ebenfalls im gleichen Artikel erwähnt wurde, wohl kaum. Kurz vor den Playoffs einen verletzten Spieler ins Kader traden? Ziemlich eine seltsame und unlogische Vorgehensweise.

Ein weiterer Grund gegen dieses Transfergerücht ist auch die Bedingung, dass jeder Spieler sein Einverständnis für den Wechsel abgeben muss. Warum aber sollten dies alle Beteiligten tun, besonders so kurz vor den Playoffs? Zürich und Genf liegen auch nicht gerade in nächster Nähe.

Warum aber dann überhaupt diese Aussagen von Chris McSorley? Will er eventuell seinen Spielern vor der anstehenden Entscheidung noch einmal Druck aufsetzen? Verzweiflung? Am Ende doch nur eine erfundene Geschichte, der phantasievollen Redaktoren beim Blick?

Alles nur Spekulationen und so wird es wohl auch bei den genannten Gerüchten bleiben. Es gibt eigentlich nicht einen vernünftigen Grund für diesen Deal. Fortsetzung folgt…

Drei Spieler verletzt

Nach dem Spiel gegen den EHC Kloten gibt es negative Meldungen aus der medizinischen Abteilung:

Patrik Bärtschi
Kreuz-und Innenbandverletzung
Vorzeitiges Saisonende

Daniel Schnyder
Hirnerschütterung nach einem Check
Anfangs 2011 wieder dabei

Andri Stoffel
Schulter ausgerenkt
Dauer des Ausfalles noch unklar

Lukas Flüeler trainiert zurzeit wieder. Sollte anfangs 2011 wieder zur Verfügung stehen.

Hier geht es zum Medical Report Übersicht (zsclions.ch)

ZSC – EV Zug 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)

Der ZSC konnte heute seine Position als Tabellenführer festigen. Die Zuger ihrerseits konnten mit einem Sieg an die Spitze klettern und den ZSC auf den zweiten Platz verweisen. Bereits nach wenigen Minuten stürmten die Zuger alleine auf den Zürcher Torhüter Sulander zu – dies nach einem groben Patzer von Seger. Ein paar Minuten und einige Zuger Angriffe später fassten sich die Zürcher allerdings ein Herz und konnten nach einem Verteidigungsfehler das 1:0 durch Gardner erzielen. Bereits kurz vor dem Tor wurde das Kräfteverhältnis auf dem Eis auf die Zürcher Seite gezogen. Dies wurde mit dem 2:0 durch Alston bestätigt. Er profitierte allerdings von einem unglaublichen Patzer vom finnischen Torhüter Markkanen im Zuger Tor. Eine fast unglaubliche Strafe erhielt Camichel am Ende des ersten Drittels 2+2+2+10 Minuten war das Verdikt nach einer Schlägerei mit Pittis, ausgelöst durch eine Grosschance der Zürcher.

Es folgte eine starke Phase der Zuger im Mittelabschnitt, die den Gästen zu einigen guten Torchancen verhalfen. Das Resultat davon war der Anschlusstreffer in der 29. Minute durch Schnyder im Powerplay auf herrliche Vorarbeit von Brunner. Als die Zuger ein erneutes schwaches Powerplay der Zürcher beinahe schadlos überstanden hatten, war es ein erneuter „Bock“ in der Verteidigung, der Bärtschi wuchtig zum 3:1 einschiessen liess. Damit war nun der grösste Widerstand auf Zuger Seite erledigt. Die Druckphasen fanden nun hauptsächlich im Drittel der Zuger statt – allerdings im Mittelabschnitt ohne Konsequenzen.

Der Höhepunkt des Abends war das Tor von Bärtschi, der sich den Puck in der neutralen Zone schnappte, geschickt einen Zuger stehen liess und bei der daraus folgenden 2 gegen 1 Situation herrlich in den Torwinkel traf. Dabei war es sein zweiter persönlicher Treffer am heutigen Abend. Dieses Tor war zugleich auch der Schlusspunkt in einer  besonders im ersten Drittel unterhaltsamen Partie. Damit wurde auch die Spitzenposition gefestigt und Zug distanziert. Die nächste Begegnung findet gegen Rapperswil auswärts statt.

Interview mit Patrick Bärtschi kurz nach dem Spiel:

Hallo Patrick Bärtschi: Du hast heute zwei Tore erzielt, eines nach einem groben Zuger Fehler und das zweite nach einem schönen Konter. Wie siehst du Deine persönliche Leistung?
Ist sicher immer schön, wenn man mit Toren der Mannschaft helfen kann, aber Fehler gehören zum Spiel. Der Unterschied lag heute bei der Ausnützung der gegnerischen Fehler.

Ihr habt Bern, Zug, Davos, etc. geschlagen und seid an der Spitze. Um was geht es euch im Moment? Die Form für die Playoffs finden oder eine gute Ausgangslage zu schaffen?
Die Playoffs sind noch weit weg und dazu kommt kurz davor noch die Olympiapause aber für uns ist wichtig, dass wir zeigen können, dass die guten Gegner zu schlagen sind und dies gelingt uns im Moment.

Wo siehst Du im Moment eure Schwächen? Offensiv eigentlich top und defensiv?
Wir müssen uns sicher überall verbessern und die Stärken, welche wir im Moment haben beibehalten und weiter sehr hart an uns arbeiten. Es muss jeder einzelne an sich arbeiten und als Team Schritt für Schritt nehmen und weiter zusammenwachsen.

Dario Kostovic ist neu im Team und hat in einem Interview gesagt, er habe sich sehr gut eingelebt. Kann man dies auf den Teamgeist und den Teamwillen zurückführen?
Ich bin ja auch neu gekommen auf diese Saison und die Jungs im Team machen es einem sehr einfach. Es ist ein gut funktionierendes Team und jeder hilft dem anderen. Schlussendlich zahlt sich dies auch auf dem Eis aus.

Was meinst Du zum nächsten Gegner Rapperswil?
Wir wissen, dass sie im Moment eine kleine Krise haben, aber sehr heimstark sind. Wir müssen von Anfang an bereit sein und uns gut erholen.

Danke Patrick für das Interview und wir hoffen weiterhin solche Leistungen von Dir zu sehen.