Vertragsverlängerung Bärtschi, Schäppi und Stoffel

Reto Schäppi

Reto Schäppi

Wie der ZSC heute bekannt gab, haben Bärtschi, Schäppi und Stoffel ihre Verträge verlängert. Patrik Bärtschi und Reto Schäppi jeweils um zwei Jahre, also beide bis 2017. Der Verteidiger Andri Stoffel um ein weiteres Jahr bis 2015.

Patrik Bärtschi erzielte in dieser Saison in 32 Spielen 17 Tore und gab 6 Assists. Schäppi, der 22-jährige Stürmer aus dem eigenen Nachwuchs, absolvierte bisher 197 Partien und verbuchte dabei 51 Punket (25 Tore / 26 Assists).

Andri Stoffel wird mit seinem verlängerten Vertrag in seine 13 NLA Saison beim ZSC gehen, wo er bisher 511 Spiele absolvierte.

Spielerbeurteilung Teil 6: Bärtschi und Künzle

Am zweitletzten Tag vor dem neuen Jahr stehen nur zwei Spieler auf dem Programm, diesmal Mike Künzle und Patrik Bärtschi.

#71 Patrik Bärtschi
Statistik:
Saison 13/14: 30 Spiele, 16 Tore, 6 Assists, 10 Strafminuten, +10 Bilanz
Total NLA: 606 Spiele, 204 Tore, 193 Assists, 278 Strafminuten, +15 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Begann die Saison extrem stark, bis anfangs November hatte Pärtschi bereits 12 Tore und 5 Assists auf seinem Konto. Dann warf ihn eine Verletzung zurück und seither hat Bärtschi „nur“ noch fünf Tore und ein Assist verbuchen können. In den letzten sieben Spielen gab es sogar nur noch eine Vorlage für sein Punktekonto. Alles in allem aber eine gute Saison des 29-jährigen Flügels, der auch schon das „C“ für den Captain tragen durfte in der laufenden Saison.

#73 Mike Künzle
Statistik:
Saison 13/14: 36 Spiele, 4 Tore, 5 Assists, 10 Strafminuten, +7 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Frisch vom Farmteam GCK gekommen und bereits gut in der ersten Mannschaft eingelebt. Edgar Salis erhoffte sich bereits vor Saisonbeginn etwas vom neuen, jungen Stürmertalent in den Zürcher Reihen. Der Flügel enttäuschte ihn nicht, mit seiner frechen und unbekümmerten Art, unterstützt durch eine gute Menge an Härte, fiel er in de NLA von Beginn an nicht ab und zog Senteler und Baltisberger teilweise sogar mit. Künzle hat fast alles, was ein guter Spieler braucht – nicht nur aufgrund seiner Körpergrösse von 195 Zentimeter – um sich in der NLA längerfristig zu etablieren.

 

Spielerbeurteilungen Teil 8: Bärtschi, Kenins und Lashoff

Zum Abschluss unserer 8-teiligen Serie möchten wir Euch noch die Spieler Bärtschi, Kenins und Lashoff näher bringen. Morgen geht es ja dann bereits weiter mit den ersten Spielen in der Eishockeysaison 2012/13. Wir hoffen Euch hat die Serie mit den Spielerbeurteilungen etwas unterhalten.

Bisherige Beurteilungen:
25.12.2012 Blindenbacher und Geering
26.12.2012 Monnet und Cunti
27.12.2012 Seger und Shannon
28.12.2012 Schäppi und Wick
29.12.2012 Flüeler und Brown
30.12.2012 Bastl und Baltisberger
31.12.2012 Ambühl, Maurer und Trachsler

#29 Matt Lashoff
Statistik:
Saison 12/13: 33 Spiele, 1 Tore, 5 Assists, 6 Strafminuten, -5 Bilanz

Bewertung: ungenügend

Begründung:
Wie Brule und Shannon ist Lashoff von Übersee gekommen und sollte den Wegzug von McCarthy kompensieren. Aber Lashoff sorgt in diesen bisherigen 33 Partien mehr für Aktion in der Defensive, denn für Ruhe und Ordnung. Viele Abspielfehler, auch im Powerplay an der blauen Linie unsicher und vorne ebenfalls nicht in irgendeiner Art überragend. Lashoff ist aktuell seine Ausländerlizenz, welche er besetzt, schlicht nicht wert. Mit 188cm und 94kg könnte er ebenfalls durch ein physisches Spiel auftrumpfen, doch selbst da ist der Amerikaner nur Durchschnitt.

#71 Patrik Bärtschi
Statistik:
Saison 12/13: 34 Spiele, 6 Tore, 5 Assists, 4 Strafminuten, -5 Bilanz
Total NLA: 449 Spiele, 178 Tore, 180 Assists, 256 Strafminuten, -7 Bilanz

Bewertung: ungenügend – genügend

Begründung:
Bärtschi ist eigentlich der klassische Scorer, welcher durchaus in einer Saison 20 Tore und mehr erzielen kann. Gemessen daran, ist die Leistung des 28-jährigen nicht genügend. Mit 86 Torabschlüssen hätte Bärtschi eigentlich die Chancen, welche er für seine Tore benötigt, doch er ihm fehlt zurzeit die Kaltblütigkeit und Coolness vor dem gegnerischen Tor. Auch ansonsten kann Bärtschi mit der laufenden Saison kaum zufrieden sein, wird es wohl auch statistisch seine schlechteste Saison, in welcher er nicht von Verletzungen geplagt war.

#91 Ronalds Kenins
Statistik:
Saison 12/13: 29 Spiele, 2 Tore, 6 Assists, 2 Strafminuten, +1 Bilanz
Total NLA: 91 Spiele, 8 Tore, 22 Assists, 56 Strafminuten, +10 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Leidet aktuell unter wenig Einsatzzeit von Marc Craworfd. Eigentlich hätte der Lette genügend Talent um auch beim ZSC eine wichtige Rolle einzunehmen, setzte er sich doch in der letzten Saison – es war im übrigen seine erste komplette Saison in der NLA – gleich richtig durch. Nun aber wurde der Aufwärtstrend von Kenins deutlich gestoppt. Dennoch zeigt der Lettische Nationalmannschaftsspieler immer viel Herzblut und Leidenschaft. Er ist immer der erste, wenn es um die Verteidigung seiner Teamkameraden geht. Bestes Beispiel dafür war Blasers Check an Ambühl, welchen Kenins unmittelbar bestrafte. Trotz wenig Eiszeit und damit verbunden auch weniger offensiver Produktivität eigentlich eine gute Saison.

Patrik Bärtschi – Sinnbild für die Leistungssteigerung

Es war nicht die Qualifikation von Patrik Bärtschi. Der ehemalige Draft der Pittsburgh Penguins findet mehr schlecht als recht in die Saison. Dies mag durchaus auch mit seiner Verletzung, welche er sich in der Saison 2010/11 zuzog zusammenhängen. Trotzdem sind 10 Tore aus 48 Spielen nicht gut genug für die Anforderungen eines Patrik Bärtschis.

Im ersten Spiel das leere Tor getroffen

Patrick Bärtschi und Vladimir Krutov

Patrik Bärtschi und Vladimir Krutov

Es war nicht so, dass Patrik Bärtschi beim ersten Viertelfinal gegen den HC Davos aus dem Kollektiv herausstach, aber er war wieder deutlich aktiver und kam in der letzten Minute sogar noch zum ersten Playoff-Treffer seit dem 23.3.2010 – an diesem Tag besiegte der EV Zug den ZSC zum vierten Mal und qualifizierte sich damit für die Halbfinals. Auch wenn es schwerere Aufgaben gibt, als das leere Tor zu treffen, so zeigte es doch, dass Patrik Bärtschi gemeinsam mit der Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht hat.

Doppelpack im fast ausverkauften Hallenstadion
Noch besser wurde es für ihn in der zweiten Begegnung gegen den HC Davos. Im gut gefüllten Hallenstadion versenkte er die Scheibe gleich zwei Mal hinter Leonardo Genoni. Bei beiden Treffern stand der Torhüter auf dem Eis, wenn auch nicht immer im Tor. Besonders beim 5:1 – seinem ersten Treffer an diesem Abend – zeigte er die vermisste Kaltblütigkeit. Er deckte die Scheibe clever ab und lies so Genoni ins Leere stochern, ehe er die Scheibe dann über den Verteidiger ins Tor „lupfte“.

Im vierten Spiel das Siegestor im Spiel und der Serie
Höhepunkt der Steigerung von Bärtschi war die vierte Partie, als er mit dem 1:0 den einzigen und auch entscheidenden Treffer im Spiel erzielte. Mit alter Kaltblütigkeit verwertete er einen Pass von Cunti über die Schulter von Genoni und erlöste damit nicht nur sich, sondern auch das gesamte Stadion. Mit diesen vier Treffern in den Viertelfinals platzierte er sich in der internen Punkterangliste auf Platz 1 und auch über die gesamte Liga betrachtet liegt Bärtschi auf Rang 2 dieser Statistik. Nur Metropolit und Holden (je 5 Tore aus 5 Spielen) konnten öfters als erste zur Bank fahren und abklatschen.

Weitere Tore im Halbfinal gegen den EV Zug sind nötig
Falls der ZSC auch in der Halbfinalserie gegen den EV Zug bestehen möchte, dann sind weitere Tore von Bärtschi erwünscht, wenn nicht sogar nötig. Dass Patrik Bärtschi zweifellos über dieses Potenzial verfügt, hat er in einigen Saisons bereits unter Beweis gestellt. So erzielte er in der Saison 2009/10 nicht weniger als 25 Tore in 49 Spielen.