Lukas Flüeler verlängert seinen Vertrag bis 2020

Soeben hatte Lukas Flüeler seinen Vertrag verlängert, bis 2017. Im Sommer kam es nun zu Spekulationen rund um einen möglichen Wechsel in die NHL. Minnesota und auch andere Teams zeigten Interesse am 26-jährigen Torhüter. Nun haben sich die Spekulationen um die Personalie Flüeler aber ziemlich schnell wieder zerschlagen. Gemeinsam wurde die erneute Vertragsverlängerung, diesmal bis 2020, bekanntgegeben.

Spätestens mit diesem beidseitigen Vertrauensbeweis dürften alle Spekulationen um einen Wechsel nach Übersee der Vergangenheit angehören.

Marc Crawford bleibt

Marc Crawford – seines Zeichen Tanztalent in der Meisternacht – wird beim ZSC bleiben. Die Deadline für die Ausstiegsklausel in die NHL sei per heute abgelaufen, wie die offizielle Facebookseite des ZSC soeben bestätigte. Der Trainer selber bestätige dies anscheinend mündlich am Telefon.

Damit kehrt in der Frage um den Trainer Ruhe ins Team, Crawford dürfte damit auch der erste Trainer sein, der nach einem Meistertitel mit dem ZSC – seit der Jahrtausendwende – beim ZSC bleibt.

Ebenfalls nächste Saison beim ZSC bleibt Jan Tabacek:
http://www.zscblog.ch/2014/06/20/jan-tabacek-verlaengert-um-ein-jahr/

Kenins erhält Vertrag in der NHL – bleibt 2013/14 aber beim ZSC

Nachdem der 22-jährige Stürmer Ronalds Kenins bereits ins Rookie-Camp der Vancouver Canucks eingeladen wurde, soll er nun bei den Kanadiern einen Vertrag unterzeichnet haben.

In dieser Saison wird Kenins noch an die Zürcher „ausgeliehen“ und kann so für den ZSC auflaufen. Ab der Saison 2014/15 will er sich dann aber in der besten Liga der Welt versuchen.

Der Lockout ist vorbei: Wer hat welche Abgänge zu verkraften?

Aus aktuellem Anlass widmen wir uns dem heute nacht beendeten NHL-Lockout, den Spielern, welche in der Schweiz tätig waren und was die Teams nach ihren Abgängen zu erwarten haben. Die Abreise der NHL Spieler bringt etwas mehr als 10 Spiele vor Schluss eine neue Ausgangslage. Wie dies immer ist, gibt es dabei Gewinner und auch Verlierer. Auch wenn eine Prognose sehr schwer ist, werden wir uns vorsichtig daran wagen.

1. HC Fribourg-Gotteron:
Nur gerade David Desharnais steht bei Gotteron unter Vertrag. Auch wenn der 26-jährige Kanadier in 16 Spielen vier Mal das Tor getroffen hat und 12 Vorlagen gegeben hat, so wird sein Abgang für Hans Kossmann und Co. verkraftbar sein.
–> kleiner Verlust

2. SC Bern:
Tavares, Streit und Josi waren die drei prominenten NHL-Vertreter in der Hauptstadt. Insbesondere John Tavares punktete zuletzt ganz gross auf. Mit diesen drei Abgangen geht dem SCB einiges an Offensivkraft und defensiver Stabilität verloren. Der SCB verfügt aber über ein grosses Kader, welches einen Teil dieser Abgänge wieder ausgleichen kann.
–> mittlerer Verlust

3. HC Genf-Servette:
Alexander Picard und Yannick Weber sind die zwei noch verbleibenden Lockoutakteure unter Chris McSorley. Logan Couture hat die Genfer schon seit einiger Zeit verlassen. Mit seinem Abgang ging einiges an offensiver Unberechenbarkeit verloren bei Genf. Mit Weber geht nun zusätzlich noch defensive Stabilität. Den Verlust von Picard wird das Team ohne grössere Probleme kompensieren können.
–> mittlerer Verlust

4. EV Zug:
Hoch gepokert und viel gewonnen! Doch nun mit dem Ende des NHL Lockouts und den Abgängen von Brunner, Zetterberg und Diaz fehlt dem Team das Gesicht. Nur noch Linus Omark bleibt von den Stars und andere Spieler, welche der Club vorher verärgerte, sollen jetzt diese Lücke schliessen? Kaum vorstellbar.
–> sehr grosser Verlust

5. ZSC:
Nur gerade Dustin Brown fungiert im Kader der Zürcher aus der NHL. Machte einen soliden Job, aber war keinesfalls eine überragende Verstärkung in dieser Zeit. Dafür stellte er sich gut in den Dienst des Teams und zeigte wenig Starallüren.
–> kleiner Verlust

6. Kloten Flyers:
Aktuell befindet sich kein Lockout-Spieler im Kader der Klotener. Laich war bis Anfangs Dezember unter Vertrag und reiste dann wieder zurück in seine Heimat. Kloten könnte einer der Gewinner sein, welcher aus dem NHL Lockout entsteht.
–> kein Verlust

7. HC Davos:
Joe Thornton, Rick Nash und Loui Eriksson waren die drei tätigen NHL-Spieler für den HCD. Nash fiel schon seit Anfang Dezember aus und stand Arno del Curto deshalb nicht zur Verfügung. Loui Eriksson übernahm seinen Platz. Thortons Verlust dürfte den HCD tief schmerzen, war er doch in den letzten Partien die überragende Figur. Loui Eriksson absolvierte nur gerade sieben Partien und war somit noch nicht definitiv in Davos angekommen.
–> mittlerer bis grosser Verlust

8. HC Lugano:
Zum Schluss stand nur noch Luca Sbisa in den Reihen der Tessiner, nach dem Bergeron vor einigen Tagen die Heimreise in Angriff nahm. Sbisa war Defensiv solide, aber keinesfalls unersetzbar. Da dürfte der Abgang von Bergeron deutlich mehr schmerzen.
–> mittlerer Verlust

9. EHC Biel:
Tyler Seguin und Patrick Kane waren die beiden jungen, klingenden Namen in den Reihen der Bieler. Trotz Rang 9 waren sie dafür verantwortlich, dass die Bieler nicht noch weiter unten sind. Mit den beiden Abgängen ist ein Erreichen der Playoffs nur noch schwer vorstellbar.
–> grosser Verlust

10. Rapperswil-Jona:
Jason Spezza und Michael del Zotto waren die beiden NHL-Verpflichtungen von Harry Roggenmoser. Mit del Zotto haben die St. Galler einen Reinfall erlebt. Der Kanadier zog nach nur 9 Partien bereits weiter, offiziell aufgrund einer Verletzung, aber die Spekulationen tendieren hier eher auf Unzufriedenheit. Spezza dagegen spielte eine starke Rolle, konnte den Abstieg auf Rang 10 aber nicht verhindern.
–> mittlerer Verlust


 

Der ZSC verpflichtet Dustin Brown

Nun hat also auch der ZSC seinen Lockout Spieler verpflichtet. Es ist Dustin Brown, der aktuelle Captain der Los Angeles Kings und somit auch amtierender Stanley Cup Sieger.

Immer bei den LA Kings

Erstmals in Erscheinung trat Brown in der Saison 2001/02, als er in der OHL (Ontario Hockey League) mit 73 Punkten aus 63 Spielen drittbester Scorer wurde. Mit dieser Saison, sowie der darauffolgenden – wo er sogar am meisten Punkte sammelte in der OHL -, legte er sich den Grundstein für seinen Draft in die NHL. Dort wurde er von Los Angeles in der ersten Runde, an Stelle Nummer 13, gezogen.

Dustin Brown

Dustin Brown

In der Saison 03/04 machte er dann seine ersten Erfahrungen in der NHL, welche aber noch nicht von durchschlagendem Erfolg gekrönt waren. Nur gerade 31 Spiele durfte der damals 19-jährige Brown absolvieren. Erst nach dem NHL Lockout und einer Ehrenrunde in der AHL, welche er bei den Manchester Monarchs bestritt, konnte sich der Flügelspieler in der NHL etablieren. Während dieser Zeit machte sich Brown zum harten und gefürchteten Spieler. In der Lockout Saison schaffte er es neben dem zweiten Platz in der Torschützenliste auch noch auf Platz 9 der Strafenliste.

Diesem Ruf wurde er auch eine Saison später, seiner ersten Saison als Stammspieler in der NHL, gerecht. Mit 80 Strafminuten und 175 ausgeteilten Checks gehörte er zu den Top-15 in der NHL, in dieser Kategorie. Fortan war Brown immer Stammspieler bei den Kings und zeigte mehr und mehr auch seine Qualitäten vor dem Tor. In der Saison 07/08 erreichte er statistisch seine beste NHL Saison. In 78 Partien wurden ihm 33 Tore und 27 Assists gut geschrieben.

Die Beförderung zum Captain
Zwei Saisons später wurde Brown dann zum Captain der LA Kings auserwählt. Er übernahm damals von der NHL Legende Rob Blake die Verantwortung als Captain bei den Kings. Seither trägt der 1.83 Meter grosse und 95 Kilogramm schwere Brown das C auf der Brust und feierte damit in der vergangenen Saison den Titel in der NHL. Gleichzeitig wurde er als bester Torschütze und Scorer ausgezeichnet.

Mit Brown hat der ZSC einen starken Flügelspieler verpflichtet, welcher insbesondere in den entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen kann und nötigenfalls auch durch Härte seine Mannschaft zurück ins Spiel bringt. Hier noch einige Videoausschnitte der Neuverpflichtung:
Koptiar auf Brown und Tor!
Hattrick von Brown gegen Vancouver
Dustin Brown vs. Marc Staal

Der NHL-Lockout und seine Gefahren

Spezza, Nash, Thornton und wie sie alle heissen. Sie sind Leistungsträger in der bekanntesten und besten Eishockeyliga der Welt. Aufgrund von Differenzen zwischen Spielergewerkschaften und den Teams wird die Saison 2012/13 verspätet, oder gar nicht durchgeführt. Entsprechend suchen die Spieler aus der NHL einen Ort zum Verbleib bis zum Saisonstart oder sogar bis zur nächsten Spielzeit. Die Stars aus Übersee bringen der Liga und den Clubs zwar Ruhm und zeitlich begrenzt auch etwas mehr Zuschauer, aber sie bringen auch Gefahren mit sich.

Nur dann eine Verstärkung, wenn richtig eingesetzt
Wer es in der NHL zum Star geschafft hat, wie zum Beispiel Mark Streit, der hat neben einem gewissen Grundtalent Hockey zu spielen, auch einen grossen Durchhaltewillen. Beide Eigenschaften machen den Lockout Spieler auch in der Schweiz zu einem Kandidaten für eine Führungsrolle. Nicht jeder NHL Spieler ist aber dort eine Führungspersönlichkeit und somit auch in der Schweiz nicht zwingen dafür geeignet.

Jener Trainer welcher also im Lockout-Spieler die Lösung für seine Krise sucht, der wird sich meistens irren. Beste Beispiel hierfür sind der HC Ambri-Piotta und der HC Davos. Beide Teams verstärkten sich nach Bekanntgabe des Lockouts mit einem, bzw. zwei NHL Spielern. Beide kamen auch im Anschluss nicht in Form und belegen die Ränge 12 (Ambri-Piotta) und 10 (Davos). Ein weiteres Beispiel aus dieser Zunft ist der EV Zug. Mit Damien Brunner und Raphael Diaz haben die Innerschweizer zwei starke Schweizer Hockeypsieler verpflichtet. Die beiden liegen in der internen Skorerliste auf Rang 1 und 3 – der Erfolg aber bleibt mit Rang 9 dennoch aus.

Es gibt aber auch die positiven Beispiele, wie zum Beispiel bei Genf-Servette. Dort wird Yannick Weber, ähnlich wie in der NHL, in der Verteidigung eingesetzt und absolut nicht übermässig forciert. Natürlich ist Weber auch kein NHL Star und dennoch hat ihn Genf-Servette wohl genau am richtigen Ort eingesetzt. So das er zu einer Verstärkung wurde.

Alles auf die NHL Stars ausgerichtet
Zurück zum EV Zug, bei welchem noch ein weiteres Problem dazu kommt. Der Fokus und die Verantwortung liegen auf viel zu wenig Schultern. Erhalten die NHL Spieler zu viel Eiszeit und Verantwortung, dann schalten die übrigen Spieler ab und lassen mit ihren Leistungen nach. Unter Umständen kann dies währen der Anwesenheit der Lockout-Spieler noch kompensiert werden, doch spätestens, wenn die NHL Saison wieder beginnt, dann haben diese Teams ein Problem.

In dieser Kategorie steht der EV Zug und die Rapperswil-Jona Lakers auf den obersten Tabellenrängen. Jason Spezza und die vorher erwähnten Brunner und Diaz haben das Potenzial grosse Lücken in ihren Vereinen zu hinterlassen und so möglicherweise auch nachhaltigen Schaden an der Leistungskultur des jeweiligen Vereins zu betreiben.

Fribourg-Gotteron und der ZSC ohne Verstärkungen
Auf dem Schweizer Markt haben bisher nur Gotteron und die Zürcher auf einen Zuzug aus der NHL verzichtet. Sie liegen auf Rang 2 und 4 und füllen damit, gemeinsam mit dem positiven Beispiel Genf-Servette – und Rapperswil-Jona, die ersten vier Ränge auf. Klar, diese Situation ist nur eine Momentaufnahme und sollten einige NHL Spieler sich noch besser integrieren und ihre Klasse ausspielen können, dann werden die entsprechenden Teams auch noch einen Schritt nach vorne machen.

Fakt ist aber auch, dass die NHL Spieler weder Heilsbringer noch Übermenschen sind. Sie sind, wenn sie am richtigen Ort eingesetzt werden und nicht übermässig forciert werden, Verstärkungen und können ein Team weiter bringen. Aber sie bringen auch relativ grosse Gefahren mit sich und sollte der Lockout vor Ende Saison beendet sein, dann dürfen wir gespannt sein, wie sich die Leistungen der jeweiligen Teams entwickeln.

Was meint ihr, braucht der ZSC noch einen NHL Star? Macht mit bei unserer Umfrage.

Verpflichtung von Gilbert Brulé

Kurz nach der Rückkehr aus Ingolstadt gab der ZSC die Verpflichtung eines dritten Ausländers bekannt. Es ist Gilbert Brulé, welcher zuletzt bei den Phoenix Coyotes unter Vertrag stand. Der 25-jährige Stürmer unterschrieb bei den Zürchern einen 1-Jahres Vertrag.

Brulé absolvierte bisher 308 NHL Spiele und verbuchte dabei 45 Tore und 53 Assists. Begonnen hat er seine Karriere in der NHL bei Columbus. Insgesamt absolvierte der 1. Runden Pick (Nr. 6) von Columbus bereits 6 Saison in der NHL.

Gilbert Brulé war auch bereits in einige NHL-Fights verwickelt und sammelte so schon einige Strafminuten in Übersee.

Brulé im Kampf gegen Jannik Hannsen

Auch bezüglich Checks steckt Brulé selten zurück. Hier gegen Kris Letang

Entsprechend musste er auch schon einiges einstecken