Vertragsverlägerung Lukas Flüeler

Wie der ZSC heute Morgen informierte, wurde der bestehende Vertrag – laufend bis Sommer 2014 – um weitere drei Jahre verlängert. Damit wurde auf der Torhüterposition auf Konstanz gesetzt. Insgesamt absolvierte der 24-jährige 179 Spiele beim Z.

Mit seinen extrem starken Leistungen in den letzten Playoffs und den guten Auftritten un dieser Saison hat sich Flüeler diese Vertragsverlängerung verdient.

Lukas Flüeler mit erstem Saison-Shutout führt ZSC zum Sieg

Rapperswil – ZSC 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)
Nach der unnötigen Niederlage im zweiten Saisonspiel gegen Rapperswil wollte sich der ZSC heute revanchieren. Dies gelang dem Meister und überholte den Konkurrenten in der Tabelle.

Effizienz bringt den ZSC auf die Siegerstrasse
Die Gastgeber starteten etwas besser in die Partie, doch auch die Zürcher kamen bald zu Ihren Chancen. Nach schöner Vorarbeit von Kenins trifft Luca Cunti zur Gästeführung. Die Zürcher sind nach diesem Treffer die bessere Mannschaft und kommen immer wieder mit sehenswerten Angriffen vors Tor. Auch in Überzahl läuft die Scheibe beim Meister gut, was Bastl zum 2:0 ausnutzt.
Rapperswil spielt sich auch nach den Gegentoren gute Chancen heraus, bleibt aber meist harmlos. Sonst ist immer noch unser Meistergoalie zur Stelle, welcher sämtliche Abschlüsse aufs Tor souverän abwehrt.

Entscheidung im Mitteldrittel
Die Mannschaft schien die Marschrichtung des neuen Trainers langsam verstanden zu haben. Die Spielzüge waren oft überlegt und stets gefährlich, was schliesslich Matt Lashoff mit seinem ersten Tor für den ZSC ausnutzte. Doch bis zur Vorentscheidung mussten sich die mitgereisten Fans etwas gedulden. Der Treffer fiel erst in der 39. Minute. Die Stimmung im Zürcher Lager war zu diesem Zeitpunkt gut. Auch nach dem Match feierte man den ZSC auf dem Weg zum Bahnhof. Der Höhepunkt war ein brennender Rappi-Schal.
Die Verstärkung von Rapperswil, Jason Spezza, konnte beim Heimteam noch keine grossen Impulse setzen. Seine Klasse zeigte er vereinzelt, doch man hatte ihn sehr gut im Griff.

Solide Defensive bis zum Schluss
Einen grossen Beitrag zum Sieg leistete wie bereits erwähnt Flüeler mit seinen guten Paraden. Doch auch die Verteidigung war heute bereit und räumte vor dem Tor konsequent auf. Auffallend ist in letzter Zeit vorallem Patrik Geering mit seiner starken Leistung. Nicht nur offensiv mit den Toren in Zug, sondern auch die kluge Spielweise im eigenen Drittel zeichnet ihn derzeit aus. Auch in der Offensive versuchte man das Resultat etwas auszubauen. Dies gelang schliesslich Patrik Bärtschi (ebenfalls mit seinem ersten Saisontor) nach guter Vorarbeit von Brulé zum 4:0.

Das wichtigste Spiel dieser Woche steht aber morgen Nachmittag auf dem Programm: Ari Sulander spielt nochmals im Hallenstadion und wird mit einem Abschiedsspiel für seine Dienste geehrt.
Anschliessend um 19:45 Uhr geht es um die nächsten Punkte. Zu Gast im Hallenstadion ist Ambri-Piotta.

Zuger Provokationen – Zürcher Ruhe

War Zug am Dienstag zumindest nicht bevorteilt durch die Leistung der Schiedsrichter, so dürfte in diesem Bereich nun wieder mindestens Gleichstand herrschen. Nur gerade drei kleine Bankstrafen mussten die Zuger hinnehmen und dies trotz diversen Provokationen und verdeckten Fouls.

Psychologische Spiele der Zuger
Vor dem Spiel packten die Zuger alle Möglichkeiten um das psychologische Momentum ein wenig in die Innerschweiz zu ziehen. Der Topscorer des EV Zug meinte sogar, dass Lukas Flüeler überschätzt werde und nur dank seinen Vorderleuten gross auftrumpfe. Auch die Zuger Fans schlugen in die gleiche Kerbe und versuchten Flüeler zu verunsichern. „De Luki isch nervös“, erklang es aus der Zuger Nordkurve – es klang schon fast gebetsartig. Dagegen gibt es eigentlich nur etwas, einen kurzen Blick auf die Statistik – 96.38% Fangquote sagt dabei eigentlich alles.

„De Brunner isch nervös, de Brunner isch nervös“
Im Spiel zeigte sich dann, dass Lukas Flüeler zwar keine Maschine ist, aber mittlerweile mit einem unglaublichen Selbstvertrauen ausgestattet ist. In den ersten 34. Minuten wehrte er und seine Hintermannschaft alle Angriffsversuche der Zuger erfolgreich ab und selbst als das erste Gegentor fiel, da war die Defensive der Zürcher sofort wieder auf dem Posten. Es folgte die 40. Spielminute und ein Stimmungswandel, wie sie die Hertihalle wohl schon lange nicht mehr erlebt hat. Verzweiflung, Wut und Ratlosigkeit wendeten sich innert Sekunden zu Schadenfreude, Überheblichkeit und Hochmut. Die Aktion, welche diesen Stimmungswandel hervorrief, war das Tor von Fischer. Erst da bemerkte man, wie nervös die Zuger eigentlich sind – Damien Brunner fuhr zu Seger und Flüeler und mischte sich in deren Konversation ein. Wohl um Lukas Flüeler mitzuteilen, dass er eben doch massiv überschätzt werde.

Grosse Reaktion von der gesamten Mannschaft
Aber der 23-jährige reagierte genau so, wie es sich für einen grossen Torhüter gehört. In der Folge liess er noch etwas weniger zu und brachte damit Brunner & Co. in das alte Fahrwasser zurück – viele Chancen, aber kaum Tore. Neben Flüeler wurden natürlich auch andere mit Provokationen eingedeckt, so musste Bärtschi innert weniger Sekunden gleich drei Mal den Handschuh eines gegnerischen Spielers aus seinem eigenen Gesicht entfernen. Doch alle blieben sie ruhig und gaben damit Zug und dem Publikum kaum Angriffsfläche. Was dann in der 64. Minute folgte wissen wir alle, es war wohl der schönste Moment in dieser Playoffkampagne – hoffentlich nicht der letzte schöne Moment!

Auf gehts Zürcher!

Den Meister gepackt!!!!

In vier Spielen den Meister eliminiert

Schöni Ferie! Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Schöni Ferie! Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Noch immer ist es kaum zu fassen, der ZSC besiegt den Meister mit 4:0 und verordnet ihm damit Zwangsurlaub. Obwohl alle Partien eng waren, geht der ZSC als verdienter Sieger aus diesem Viertelfinal. Erstaunlich waren vor allem die defensive Stabilität, Lukas Flüeler und der Zürcher Anhang, welcher es gestern sogar schaffte, das Hallenstadion mit einer guten Atmosphäre zu versehen.

Im entscheidenden Moment immer besser
Immer dann wenn die Begegnung in eine entscheidende Phase ging, steigerte sich der ZSC. Bestes Beispiel war hier die gestrige Partie. Gegen Ende des ersten Drittels wurde der HC Davos stärker und fand besser ins Spiel. Diesen Schwung konnte der Meister auch in den Mittelabschnitt mitnehmen, aber genau in dieser Phase machte der ZSC das Tor und fügte dem Gegner damit den Todesstoss zu. Anschliessend stand der Z defensiv – trotz der Abwesenheit von Mathias Seger – unfassbar kompakt und lies den Gegner so verzweifeln.

Faktor Lukas Flüeler
Nur schon die Fangquote zeigt eindrücklich, wie gross der Anteil von Lukas Flüeler an diesem Erfolg war. In den vier Spielen erarbeitete er sich eine Fangquote von 96.6% und ist damit einsame Ligaspitze. Sein Gegenüber, Lenoardo Genoni, brachte es dagegen „nur“ auf 91.1% gehaltener Schüsse während dieser Viertelfinalserie. Auch die Ruhe, die er immer wieder ausstrahlte, wirkte nicht nur positiv auf die Fans, sondern auch auf die eigenen Mitspieler. Als Dankeschön wurde Flüeler von seinen Mitspielern zum ersten Mal richtig beschützt und verteidigt.

Davoser Gejammer, Zürcher Kampf
Die Davoser waren in dieser Serie neben dem Feld deutlich erfolgreicher als auf dem Eisfeld. Druckten die Medien doch fast sämtliche „Märchen“, welche Arno del Curto und sein Team von sich gaben, ab. Viele Verletzte, eine strenge Saison, ausgelaugte Spieler und so weiter. Das Mathias Seger gestern durch eine Verletzung ausfiel, wurde in den Medien 20 Minuten, Blick und Tagesanzeiger gar nicht, oder mit maximal drei Worten erwähnt.
Damit sei an dieser Stelle hier einmal erwähnt: Nicht der HC Davos war schlecht und arm, sondern der ZSC zeigte die nötige Steigerung zur Qualifikation und hat sich damit die Halbfinalqualifikation mehr als verdient. Basta!

Schöni Ferie! Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Schöni Ferie! Foto: Dominik Hew/zscblog.ch