Lukas Flüeler verlängert seinen Vertrag bis 2020

Soeben hatte Lukas Flüeler seinen Vertrag verlängert, bis 2017. Im Sommer kam es nun zu Spekulationen rund um einen möglichen Wechsel in die NHL. Minnesota und auch andere Teams zeigten Interesse am 26-jährigen Torhüter. Nun haben sich die Spekulationen um die Personalie Flüeler aber ziemlich schnell wieder zerschlagen. Gemeinsam wurde die erneute Vertragsverlängerung, diesmal bis 2020, bekanntgegeben.

Spätestens mit diesem beidseitigen Vertrauensbeweis dürften alle Spekulationen um einen Wechsel nach Übersee der Vergangenheit angehören.

Spielerbeurteilungen Teil 8: Flüeler, Nyffeler und Wolf

Am heutigen 1. Januar 2014 machen wir den Abschluss unserer Serie der Spielerbeurteilungen, diesmal sind die Torhüter an der Reihe.

#1 Tim Wolf
Statistik:
Saison 13/14: 3 Spiele, 86.36% Fangquote, 2.0 Gegentore pro Spiel

Bewertung: genügend

Begründung:
Der 21-jährige Ersatztorhüter musste sich dieses Jahr mit Melvin Nyffeler zusätzlicher Konkurrenz aussetzen. Sowieso hatte Wolf hinter der klaren Nummer 1 Lukas Flüeler einen schweren Stand, dieser wurde aber nun mit dem jungen, 18-jährigen Nyffeler noch etwas verschärft. Die Gerüchte um den Abgang Nyffelers nach Genf verbessern die Karten für Wolf wieder etwas, aber eigentlich wäre es für Wolf an der Zeit sich in einem anderen Club als Nummer 1 zu versuchen, beim Z wird er diese Chance kaum bekommen in den nächsten Jahren.

#30 Lukas Flüeler
Statistik:
Saison 13/14: 25 Spiele, 93% Fangquote, 2.2 Gegentore pro Spiel

Bewertung: gut-sehr gut

Begründung:
Die klare Nummer 1 im Zürcher Tor zeigte auch dieses Jahr ganz starke Leistungen, der 25-jährige Keeper hat seine Bewegungen noch etwas verbessert und verschiebt nun innerhalb des Tores noch einmal schneller. Seine ausgezeichnete Fangquote von 93% sagt eigentlich alles – Lukas Flüeler ist wohl in dieser Form aktuell der beste Torhüter der Schweizer Liga.

#60 Melvin Nyffeler
Statistik:
Saison 13/14: 11 Spiele, 96.01% Fangquote, 1.09 Gegentore pro Spiel

Bewertung: sehr gut

Begründung:
Er kam, sah und siegte, besser kann der diesjährige Auftritt von Melvin Nyffeler kaum bezeichnet werden. Elf Spiele durfte Nyffeler aufgrund der Verletzung von Flüeler bestreiten und er liess nur 1.09 Gegentore pro Spiel zu. Ein Traumwert, der eigentlich gar nicht übertroffen werden kann. Natürlich aber profitiert Nyffeler auch gerade von diesem mentalen Hype den er hat. Trotzdem ist er ein grosses Versprechen für die Zukunft, ob diese allerdings in Zürich ist, muss zuerst noch abgewartet werden.

 

 

Lukas Flüeler und die Sicherheit in Person

Es ist ziemlich beeindruckend, was der 24-jährige Schlussmann der Zürcher in den bisherigen vier Spielen auf das Eisfeld brachte. In 10 von 12 Dritteln (Verlängerungen ausgeschlossen) blieb Flüeler ohne Gegentor, er wehrte 120 von und 124 Schüssen ab und hält damit fast 97% aller auf ihn abgegebenen Schüssen – Spitzenwert der Liga, versteht sich! Dass diese Form kaum eine ganze Saison konserviert werden kann, ist wohl allen bewusst, aber die Nummer 30 im Zürcher Tor machte auf diese Saison hin erneut einen wichtigen Schritt nach Vorne. Er könnte in dieser Saison der Schlüssel zum Erfolg sein und die Basis für mögliche Erfolge legen.

Aus Übersee zum ZSC und hinter Sulander angestanden
Blicken wir zurück auf die Geschichte rund um Lukas Flüeler. Nach der Spielzeit 06/07 wanderten Reto Berra und Leonardo Genoni, die beiden Nachwuchshoffnungen im Zürcher Tor, nach Davos ab. Noch heute gibt es Stimmen, die diese beide Abgänge als Fehler der damaligen sportlichen Führung sehen. Als Alternative dazu wurde Lukas Flüeler, der sich eine Saison zuvor bei Ottawas 67 in der Ontario Hockey League versuchte, verpflichtet.

20130922_Lukas_Flüeler_Saison_08_09

Er musste sich aber zuerst einmal in den übermässig gross wirkenden Schatten von Ari Sulander stellen. Der Finne erlebte dazumal noch einmal einen Frühling und nach dem Gewinn der Meisterschaft im 2008, der Champions Hockeyleague und dem Victorias Cup wurde der Schatten für Flüeler nicht kleiner. Doch er kämpfte sich durch und erhielt in der Saison 08/09 die Chance sich während der Hälfte der Qualifikation zu zeigen. Eine Wachablösung war eingeleitet, aber bis diese erfolgen sollte, brauchte es noch Zeit. Erst in der Spielzeit 2010/2011 wurde Ari Sulander mehrheitlich auf der Bank belassen und Flüeler forciert. In den Playoffs gab es aber dann die Ernüchterung, denn nach nur vier Spielen war Schluss und der Torhüter mit unter 90% Fangquote nicht jener Rückhalt, welche er sein muss in so einer Phase.

Die Frage wurde in die Runde geworfen, ob denn Flüeler überhaupt das Talent und die Möglichkeit habe ein Meistergoalie zu werden. Eine Antwort gab es gleich ein Jahr darauf, als der ZSC zum siebten Mal Meister wurde und Lukas Flüeler wohl das entscheidende Teil in dieser Meistermannschaft war. Er hatte all seinen Kritikern gezeigt, dass er über das Potenzial verfügt die Lücke von Sulander nicht nur halbwegs zu schliessen.

Defensive Sicherheit auf der ganzen Linie
Zurück zum aktuellen Geschehen und damit der diesjährigen Saison, wo Lukas Flüeler erneut eine Antwort zu geben scheint. Auch die letzte Saison war nicht jene der Nummer 30 beim ZSC. Er hielt zwar solide, aber war in den entscheidenden Momenten nicht mehr dieser verlässliche Wert wie von vor einem Jahr. Und nun ist wieder, auch wenn diese Betrachtung erst vier Spiele alt ist, eine überragende Form auszumachen, die natürlich einem Torhüter Selbstvertrauen gibt.
Illka Heikkinen vor Lukas Flüeler

Und dies wiederum wirkt sich auf die Defensive aus, denn auch die Verteidigung machte in dieser Saison einen sehr starken Job. Die beiden guten Leistungen beeinflussen sich gegenseitig und dadurch kommt dieser defensiv extrem starke Saisonstart zu Stande. Drei Gegentore aus vier Spielen ist auch ein grosser Verdienst der Verteidiger. Wir konnten nach dem gestrigen Spiel noch kurz mit Lukas Flüeler über seine aktuelle Form sprechen:

Spielerbeurteilungen Teil 5: Flüeler und Brown

Schlag auf Schlag geht es weiter mit den nächsten Spielern. Heute stehen Lukas Flüeler und Dustin Brown im Programm zur Beurteilung.

Bisherige Beurteilungen:
25.12.2012 Blindenbacher und Geering
26.12.2012 Monnet und Cunti
27.12.2012 Seger und Shannon
28.12.2012 Schäppi und Wick

#30 Lukas Flüeler
Statistik:
Saison 12/13: 31 Spiele, 2.66 Gegentore pro Spiel, 91.3% Fangquote

Bewertung: gut – sehr gut

Begründung:
Die Saison 2012/13 ist die erste Saison, in welcher Lukas Flüeler die alleinige Nummer 1 im Zürcher Tor ist. Der grosse Schatten „Ari Sulander“ gehört der Vergangenheit an. Trotz, oder gerade aufgrund dieses etwas verringerten Druckes auf Flüeler, zeigt dieser eine gute Saison. Grosse Patzer sind beim 24-jährigen Torhüter kaum mehr welche auszumachen. In einigen Spielen war es dieses Jahr sogar Lukas Flüeler alleine zu verdanken, dass die Zürcher nicht verloren. Bestes Beispiel dafür das letzte Derby, in welchem er 37 der 38 Schüsse abwehrte und damit den 2:1 Derbysieg überhaupt ermöglichte.

#32 Dustin Brown
Statistik:
Saison 12/13: 13 Spiele, 6 Tore, 4 Assists, 24 Strafminuten, +0 Bilanz

Bewertung: gut

Begründung:
Lange lies sich Edgar Salis Zeit mit dem Entscheid einen NHL-Spieler zu verpflichten. Mit Dustin Brown kam dann kein Techniker, sondern eigentlich eher einer für die physischen Geschichten. Brown wurde ziemlich schnell für sein physisches Spiel zurückgepfiffen. Viel Zeit der ersten beiden Spiele verbrachte der Amerikaner in der Kühlbox. Mehr und mehr aber gewöhnte er sich Brown an das Spiel in der Schweiz. Damit verbunden aber passte er sich auch dem Niveau an. Seine Klasse deutet der Captain der LA Kings immer wieder an, doch mit so 100% scheint der Lockout-Spieler doch nicht bei der Sache zu sein. Gerade einmal – im siegreichen Spiel gegen den HC Lugano – war Brown überragend und sammelte insgesamt 4 Punkte.

Vertragsverlägerung Lukas Flüeler

Wie der ZSC heute Morgen informierte, wurde der bestehende Vertrag – laufend bis Sommer 2014 – um weitere drei Jahre verlängert. Damit wurde auf der Torhüterposition auf Konstanz gesetzt. Insgesamt absolvierte der 24-jährige 179 Spiele beim Z.

Mit seinen extrem starken Leistungen in den letzten Playoffs und den guten Auftritten un dieser Saison hat sich Flüeler diese Vertragsverlängerung verdient.

Lukas Flüeler mit erstem Saison-Shutout führt ZSC zum Sieg

Rapperswil – ZSC 0:4 (0:2, 0:1, 0:1)
Nach der unnötigen Niederlage im zweiten Saisonspiel gegen Rapperswil wollte sich der ZSC heute revanchieren. Dies gelang dem Meister und überholte den Konkurrenten in der Tabelle.

Effizienz bringt den ZSC auf die Siegerstrasse
Die Gastgeber starteten etwas besser in die Partie, doch auch die Zürcher kamen bald zu Ihren Chancen. Nach schöner Vorarbeit von Kenins trifft Luca Cunti zur Gästeführung. Die Zürcher sind nach diesem Treffer die bessere Mannschaft und kommen immer wieder mit sehenswerten Angriffen vors Tor. Auch in Überzahl läuft die Scheibe beim Meister gut, was Bastl zum 2:0 ausnutzt.
Rapperswil spielt sich auch nach den Gegentoren gute Chancen heraus, bleibt aber meist harmlos. Sonst ist immer noch unser Meistergoalie zur Stelle, welcher sämtliche Abschlüsse aufs Tor souverän abwehrt.

Entscheidung im Mitteldrittel
Die Mannschaft schien die Marschrichtung des neuen Trainers langsam verstanden zu haben. Die Spielzüge waren oft überlegt und stets gefährlich, was schliesslich Matt Lashoff mit seinem ersten Tor für den ZSC ausnutzte. Doch bis zur Vorentscheidung mussten sich die mitgereisten Fans etwas gedulden. Der Treffer fiel erst in der 39. Minute. Die Stimmung im Zürcher Lager war zu diesem Zeitpunkt gut. Auch nach dem Match feierte man den ZSC auf dem Weg zum Bahnhof. Der Höhepunkt war ein brennender Rappi-Schal.
Die Verstärkung von Rapperswil, Jason Spezza, konnte beim Heimteam noch keine grossen Impulse setzen. Seine Klasse zeigte er vereinzelt, doch man hatte ihn sehr gut im Griff.

Solide Defensive bis zum Schluss
Einen grossen Beitrag zum Sieg leistete wie bereits erwähnt Flüeler mit seinen guten Paraden. Doch auch die Verteidigung war heute bereit und räumte vor dem Tor konsequent auf. Auffallend ist in letzter Zeit vorallem Patrik Geering mit seiner starken Leistung. Nicht nur offensiv mit den Toren in Zug, sondern auch die kluge Spielweise im eigenen Drittel zeichnet ihn derzeit aus. Auch in der Offensive versuchte man das Resultat etwas auszubauen. Dies gelang schliesslich Patrik Bärtschi (ebenfalls mit seinem ersten Saisontor) nach guter Vorarbeit von Brulé zum 4:0.

Das wichtigste Spiel dieser Woche steht aber morgen Nachmittag auf dem Programm: Ari Sulander spielt nochmals im Hallenstadion und wird mit einem Abschiedsspiel für seine Dienste geehrt.
Anschliessend um 19:45 Uhr geht es um die nächsten Punkte. Zu Gast im Hallenstadion ist Ambri-Piotta.