Im Mitteldrittel die Partie gewendet

ZSC – SC Bern 3:1 (0:1, 3:0, 0:0)

Die 6:1 Klatsche in Genf hat sicherlich einiges zu reden gegeben, nicht nur bei den Fans, sondern wohl auch bei der gesamten Mannschaft. Sich fünf Spieltage vor den Playoffs so abschlachten zu lassen, ist sicherlich kein gutes Zeichen, aber im Sport spricht man bei solch hohen Niederlagen oftmals von der Chance, dass diese eine heilende Wirkung haben. Für den ZSC ist dieser Denkzettel sicher nötig, wirkten seine Leistungen doch oftmals zu inkonstant – es fehlt noch einiges um in Meisterform zu kommen. Nun gegen den SC Bern, im Spiel der letzten Chancen auf den Qualifikationssieg, gab es aber bereits wieder die Chance zur Rehabilitierung.

Herzlich Wilkommen in den Playoffs
Es mag etwas kurios klingen, aber dem ZSC wurde in diesem ersten Drittel aufgezeigt, wo die Defizite bis zu den Playoffs noch zu suchen sind. Kurz gesagt sind es folgende Attribute, die dem ZSC aktuell abgehen: Härte, Konsequenz und Bissigkeit. Bern war im ersten Drittel die Mannschaft, die zwar weniger Spielanteile hatte, aber den physischen Bereich dominierte und so den ZSC vor viele Probleme stellte. Wenn ein Schuss auf Bührer kam, dann waren sie es, die den Abpraller hatten. Zugegeben, Bührer zeigte einige starke Paraden, aber er wurde auch gut abgeschirmt. Bestes Beispiel ein Zweikamp zwischen Keller und Rüfenacht. Der Berner attackierte Keller mehrmals, doch alle Angriffe wurden reaktionslos akzeptiert. Keiner, der einmal durchzog und ein Statement abgab. So konnte es nicht weitergehen, dass wusste auch Crawford nach 20. Minuten. Übrigens, das 0:1 für Bern war gar nicht das Problem, dies kann passieren, auch wenn es so früh im Spiel natürlicj gar etwas ärgetlich ist.

Besserung im Mitteldrittel
Im zweiten Drittel dann schlief die Partie zu Beginn fast gänzlich ein. Es war ein Verlegenheirsschusd von Tallinder, der nach 25. Minuten den Ausgleich versursachte. Für einmal herrschte viel Betrieb von Bührer und dies zahlte sich auch aus. Sekunden danach war es noch einmal Tallinder der fast schon wieder getroffen hätte. Doch immerhin löste dieser Treffer etwas positives in der Mannschaft aus. Angetrieben von Geering – der sich heute stark zurückmeldete -, Tallinder und Nilsson ging es nun fortan härter und härter in Richtung Tor der Berner. Im Powerplay lief es dann in der 30. Minute rund, die Scheibe lief und am Schluss zimmerte sie Nilsson in die Maschen. Das Schlimmste war überwunden und auch wenn Bern ebenfalls einige Chancen hatten, so blieb es dabei; der ZSC war nun besser! Bern versuchte es erneut mit körperlichen Einsatz. In diesem Drittel war es Blum, dem seine Finalniederlage von letztem Jahr noch einmal sauer aufstiess, der Künzle den Stock ins Gesicht schmetterte. Auf die Strafbank musste Künzle – warum auch immer. Dass das 2:1 kein Zufallstreffer, bewies der Z dann in der 39. Minute, es lief ein Konter über Nilsson, der den Schuss vortäuschte zu Shannon passte und dieser haute die Scheibe in die Maschen.

Keine Probleme mehr im Schlussabschnitt
Das letzte Drittel war dann eine eher gemütliche Saison. Das physische Defizit, aber blieb und doch war der ZSC nie bis selten in Gefahr, dieses Spiel zu verlieren. Ja, es vermochte gar zu überzeugen, was der ZSC in den letzten Sekunden vollbrachte, Bern wurde nie mehr wirklich gefährlich und so endete das Spiel am Ende mit 3:1. Bereits am Dienstag geht es weiter nach Ambri.

Jawooohl! De Sieg isch eus….

ZSC – HC Davos 3:0 (0:0, 0:0, 3:0)

Drei Niederlagen in Serie sind beim ZSC eindeutig zu viel. Nun auch noch gestern in Rapperswil und dies dürfte nun auch dem letzten Zürcher das Bewusstsein geschaffen haben, dass nur ein kleines Nachlassen nicht verkraftbar ist. Stützen wie Bärtschi, Trachsler und Co erbringen nicht die Leistungen, die von ihnen erwartet wird. Da half auch die Nationalmannschaftspause wenig. Nun, im Eishockey geht es Schlag auf Schlag und deshalb ist bereits heute, schon wieder gegen den Leader HCD, weiter und es ist schon wieder die Chance eine Trendwende einzuläuten. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass es ein Kritisieren auf hohem Niveau ist, was die Zürcher da aktuell tun.

Neutralisation zu Beginn
Der ZSC startete zügig, er hatte die ersten Minuten klar im Griff und wollte etwas gegen die Niederlagenserie tun – doch dem ZSC fehlte es vorerst an der Durchschlagskraft. Es war ein taktisch hochstehender Beginn. Es war zu sehen, dass beide Teams in dieser Liga zur Elite gehören. Auf beiden Seiten waren Chance mangelware und zwar nicht nur im ersten, sondern eben auch im zweiten Drittel. Allerdings war es nicht so, dass es eine langweillige Partie war, denn beide Mannschaften kompensierten die Flaute an Toren durch Emotionen. Für neutrale Zuschauer allerdings war es eine eher bescheidene Partie, denn es fehlte an den Goals und so waren diese ersten zwei Drittels wenig unterhaltsam.

Zum Ende dann noch noch drei Tore
Das dritte Drittel ging lange im gleichen Stil weiter. Vorerst hatten beide Defensivparteien alles im Griff. Bis zur 53. Minute da nutzte Künzle ein Durcheinander in der Verteidigung der Davoser aus. Am Schluss stand dem jungen Stürmer das Tor offen und er traf auch. Nun forcierte Davos das Tempo und Malgin bestrafte dies in der 58. Minute mit seinem ersten Treffer in der NLA. Er wurde gefeiert, nicht nur aufgrund seines ersten Treffers, sondern weil es eben auch ein sauwichtiger war. Nun war die Partie eigentlich durch und als Sekunden danach, in das leere Tor, auch noch der dritte Treffer durch Keller fiel, war die Partie durch.

Damit konnte der ZSC seine Negativserie von drei Niederlagen beenden. Ob dies längerfristig ist, sehen wir bereits am Dienstag gegen Zug.

Eine Niederlage mit Ankündigung

HC Davos – ZSC 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

Mit dem gestrigen Sieg gegen den HC Lugano und der Niederlage des HCD gegen Bern schloss der ZSC wieder bis auf zwei Punkte an den Leader auf. Der ZSC kann also heute ertsmals wieder die Tabellenführung übernehmen – auch wenn die Bündner noch eine Partie weniger absolviert haben. Auch beim HCD, ähnlich wie bei Lugano, gilt es auf die Ausländerfraktion aufzupassen. Paulsson, Lindgren und Axelsson sind dabei die Hauptakteure im Team von del Curto. Die Zürcher Verteidiger also gefordert, noch einmal eine solche Abwehrleistung wie gestern gegen den HC Lugano aufzuzeigen. Wo insbesondere Bergeron immer wieder auf den Schlittschuhen von Pettersson herumtrampelte und dieser spätestens gegen Spielende die Geduld und die Nerven verlor.

Hart, umkämpft und Davos in Führung
In Davos erfreute man sich ab dem heutigen Spitzenkampf, die Bündner waten heiss auf das heutige Spiel. Aber auch der ZSC war bereit und nach 40 Sekunden war bereits der erste Torschuss tatsache, doch Genoni hielt. Es blieb lange das einzige Highlight dieses Drittels. Beide Teams neutralisierten sich und so waren Chancen mangelware. Erst nach dem die ersten kleinen Strafen ausgesprochen wurden, ging langsam wieder etwas. Die beste Chance hatte Wick, der in der 12. Minute inner Sekundenfrist zwei Mal aus bester Position zum Abschluss kam. Doch zwei Minuten später war es dann eben der HCD, der den Führungstreffer – auf sehr glückliche Art und Weise – erzielte. Doch wenn die Scheibe hinter der Linie ist, dann zählt es eben. Zum Schluss des ersten Drittels war es dann nochmal Wick, der eigentlich einen Treffer hätte erzielen müssen.

Viele Chancen und zwei Tore
Im Mitteldrittel machten dann beide Mannschaften auf, sie gewährten der gegnerischen Mannschaft mehr Freiheiten, was automatisch zu mehr Torszenen führte. Vor allem aber war es der ZSC, der diese ersten Minuten des Mittelabschnittes kontrollierte – immer wieder im Zentrum Roman Wick. Der Topskorer war heute einer der Aktivposten, dies wurde dann in der 26. Minute auch belohnt. Wick erhielt die Scheibe im Dtittel der Davoser, lief quer, alle Davoser erwarteten den Schuss doch er verzögerte so lange bis er freie Schussbahn hatte und nutzte dies. Man jubelte im Zürcher Fansektor noch, da hätte es schon 2:1 für den Z stehen können. Nun überschlugen sich die Ereignisse, den im Gegenzug davon machte Ambühl schon wieder die Führung des Heimteams klar. Nach der Freude der Frust und es schaukelte weiter hin und her. Shannon vergab, nach wunderbarer Vorarbeit von Nilsson, aus bester Position. Nun beruhigte sich das Geschehen wieder etwas und beide Teams krebsten wieder etwas zurück. Eine riesen Chance hatten dann die Bündner noch, doch Boltshauser rettete in Extremnis den minimalen Rückstand.

Sie feierten den Sieg wie einen Titel
20 Minuten waren noch zu absolvieren und der ZSC wollte diesen Sieg noch erzwingen. Doch ihnen fehlte die Durchschlagskraft und der letzte Wille hinter fast allen Aktionen. So war es dann nach 60. Minuten der HCD, welcher jubeln durfte und die Spitze der Tabelle erfolgreich verteidigte. Spielerisch war dem ZSC vorzuwerfen, dass er in der eigenen Zone dem Gegner zu viel Freiräume lies und nur selten die Schüsse von der blauen Linie verhinderte. Weiter geht es bereits am Dienstag gegen den EHC Biel auswärts.