Das Powerplay, Juraj Kolnik und die Fans

Auf einmal ein funktionierendes Powerplay
Wir schreiben die zehnte Minute im ersten Spiel zwischen dem HC Davos und dem ZSC. Leonardo Genoni hat soeben eine Strafe wegen Beinstellen erhalten und die Zürcher nehmen Anlauf um endlich wieder ein Powerplaytreffer zu erzielen! Sie taten dies mit Erfolg, denn nach nur 51 Sekunden Powerplay lag die Scheibe im Netz der Bündner – Domenico Pittis Schuss fand via Schlittschuh eines Davoers den Weg ins Tor. Auch in der Folge durfte der ZSC noch einige Minuten Powerplay spielen und er tat dies doch in einer Art und Weise wie es nicht zu erwarten gewesen war!

Juraj Kolnik – der schlaue Fuchs
Das Spiel neigte sich bereits dem Ende zu und die Zürcher waren bemüht nicht noch einen späten Gegentreffer zu kassieren. Denn eine knappe Niederlage in Davos wäre wohl das Schlimmste gewesen was den Zürcher hätte passieren können. Gut gespielt, aber am Schluss doch wieder leer ausgegangen. Doch gestern wollte sich die Mannschaft nicht mit dem zweiten Sieger begnügen, aber es fehlten irgendwie in den Schlussminuten die spielerischen Mittel. Also packte Juraj Kolnik seine Erfahrung aus und versuchte es von hinter dem Tor – und siehe da! Leonardo Genoni war 82 Sekunden vor der dritten Sirene geschlagen! Natürlich war bei diesem Abschluss eine ordentliche Portion Glück dabei! Dennoch gehört dieser frechen Aktion ein Kompliment, denn Juraj Kolnik hat offensichtlich die erste Sportweisheit begriffen: „Gib dem Gegner eine Chance einen Fehler zu begehen“.

Euphorie im Gästesektor
Ebenfalls ein Faktor auf dem Weg zum gestrigen Sieg waren die Fans, welche in einer ordentlichen Menge den langen Aufstieg nach Davos in Angriff nahmen. Mit einer wunderbaren Choreo vor Matchbeginn setzten sie das erste Ausrufezeichen im Duell zwischen dem Meister und dem Z! Während dem Spiel lebte die Kurve mit und spätestens beim dritten Zürcher Tor, da stand der komplette Sektor Kopf! Noch einmal zittern und noch einmal hoffen, dass den Davosern kein Tor mehr gelingt. 79 Sekunden später – als Bärtschis Schuss den Weg in das verlassene Gehäuse fand – war die Sache klar und ein erneuter Jubel brandete durch die Kurve. Denn nun war es klar: Der erste Punkt war im Trockenen!