Mathias Seger zur Stimmung im Hallenstadion

Kurz nach Mittag konnten wir heute mit , unserem Captain, welcher in der Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in der Slowakei steckt, sprechen.

Hallo Mathias: Zum zweiten Mal kommt die Idee eines Standortwechsels der Fankurve auf. Bereits 2009 wurde dieser Wunsch ein erstes Mal geäussert und es fand anschliessend ein Testlauf statt. Erinnerst Du dich noch und wie war die Stimmung dort?
Ja, das war das Spiel gegen Genf 2009 oder? Die Stimmung dort war sicher klar besser, dies lag wohl zum grössten Teil an der kleineren Distanz zwischen Euch und uns. Auch in den Playoffs hat man euch kaum gehört und nur wenn alle, d.h. auch der erste und zweite Rang mitgingen, entstand eine gute Atmosphäre auf dem Feld.

Wo steht das Hallenstadion bezüglich Stimmung in der Schweiz? Und welches sind die positiven Beispiele diesbezüglich?
Klar an letzter Stelle. Du hörst sogar meistens die gegnerischen Spieler auf der Bank miteinander sprechen. Anders sieht es zum Beispiel in Zug oder in Fribourg aus, dort herrscht zumeist eine gute und laute Stimmung. Aber das Hauptproblem ist eigentlich die Halle selber. Im alten Hallenstadion, als die Sitze und Bänke noch aus Holz waren, war die Akkustik bei Konzerten schlecht, dafür jene bei den Eishockeyspielen besser. Heute ist das genau umgekehrt, das Hallenstadion ist die perfekte Konzerthalle, defintiv aber kein Eishockeystadion mehr. Schau Dir nur die ganzen Sitze mit Polster an, sie absorbieren die grösste Stimmung bereits im Keim.

Du würdest also ein Wegzug aus dem dritten Rang, näher zum Spielfeld, in die begrüssen?
Grundsätzlich ja. Zwar bleiben die Grundprobleme bestehen, doch zumindest der Faktor Distanz würde mit diesem Umzug deutlich entschärft werden. Und das wäre natürlich auch für uns Spieler ein positives Signal. Aber wahrscheinlich wird es ein zu grosser Aufwand seitens Hallenstadion und Club geben oder?

Das Anliegen umzusetzen wird sicherlich nicht einfach, aber erste Gespräche fanden ja bereits vor zwei Jahren statt. Die Idee ist nicht ganz neu und wird nun mit einer Fanumfrage untermauert. Es besteht also durchaus Hoffnung.
Zum Schluss noch: Was machst Du zurzeit? Bist Du bereits in den Ferien?
Nein. Ich trainiere noch immer und bereite mich so auf die Weltmeisterschaft in gut einem Monat vor.

Besten Dank für das kurze Gespräch und viel Glück an der WM.

Rückblick auf das Jubiläum des ZSC

Der gestrige Abend verlief voll nach dem Geschmack der Heim-Mannschaft. Nur wenig Gegenwehr brachte der HC Lugano gestern auf dem Eis zu Stande und das Ambiente war perfekt für eine Jubiläumsfeier. Bereits um sechs Uhr bei Türöffnung strömten hunderte Leute in die Wandelhalle des Hallenstadions, um diesen Abend zu geniessen.

Dieser einmalige Abend möchten wir euch mit einem kleinen noch einmal in Erinnerung rufen. Wir haben uns neben dem Eis auf Stimmensuche bei und gemacht, von welchem wir einige Infos über die vergangenen Jahre erfahren wollten. Auch einige herrliche Impressionen der Choreo und des Einlaufens des Teams haben wir im aufgezeichnet.

Schaut es euch an! ZSC suscht gar nüt!

ZSC – EV Zug 2:4 (0:0, 1:3, 1:1)

Der Z verliert nach einer skandalösen Schiedsrichterleistung das vierte Spiel im Zürcher Hallenstadion mit 4:2. Nach 22. Minute erzielte Monnet das 1:0 für das Heimteam. Der Z kassierte das 1:1 nach einer Strafe, welche nicht gerechtfertigt war. Anschliessend traf Geering zum vermeintlichen 2:1, doch wieder entschieden die “Unparteiischen” gegen den Z. In dieser Phase bestand keine Chance für den ZSC dieses Spiel zu gewinnen, zu deutlich war das Quartett in schwarz gegen das Heimteam. Im ersten Drittel wurde eine Attacke gegen Sulander nicht geandet. Es war zum Verzweifeln. Selbst die Liste der Liebhaber von Paris Hilton ist kürzer als jene der Fehlentscheidungen von Eichmann am heutigen Abend. Auch als Zürich nach dem 3:1 für Zug wieder den Anschluss schaffte, brachte es Eichmann hin, die Partie gegen den Z zu verpfeiffen. Eine himmeltraurige Vorstellung der Männer in schwarz-weiss, die es heute dem ZSC verunmöglichte die Serie zu wenden. Klar sind wir Fans nicht unparteiisch, aber eine solche Leistung darf in der höchsten Schweizer Eishockeyspielklasse nicht geduldet werden.

Trotzdem werden wir am Donnerstag nach Zug reisen. Die Leistung heute lässt hoffen…

mit Patrick Geering:

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Deine Frage an einen ZSC Spieler!

Schon länger hat sich der ZSCblog die Aufgabe gegeben, die Spieler etwas kritischer zu befragen. Dies ohne die jeweiligen Sportler zu beledigen. Es ist einfach wichtig, dass wir auch in schwierigen Situationen eine ehrliche Antwort erhalten.

Nach den Olympischen Spielen folgen bald die Playoffs und diese sollen zu einem grossen Fest für Zürich werden. In dieser Entscheidung möchten wir auch euch zu Wort kommen lassen. Dies bedeutet, dass Ihr uns Fragen(info@zscblog.ch) senden könnt, versehen mit eurem Namen und demjenigen des Spielers, welchem wir eure Frage stellen sollen. Erlaubt ist fast alles was euch wichtig erscheint. Die Frage darf nicht beleidigend oder rassistisch sein. Ebenfalls behält sich das zscblog.ch Team vor, Fragen nicht oder in modifizierter Version zu stellen.

Die besten Fragen stellen wir dann während den Playoffs an die entsprechenden Spieler. Wir hoffen auf ein grosses Feedback und einige interessante Anregungen von eurer Seite. Herzlichen Dank!

ZSC – HC Davos 3:5 (2:2, 0:1, 1:2)

Das Spiel begann gut für das Heimteam. Die Zürcher starteten druckvoll und mit viel Emotionen in die heutige Partie. Resultatmässig zeigte sich dies nach 2 Minuten und dem 1:0 durch Grauwiler.  Auch in den folgenden Phasen waren die Zürcher überlegen, doch fast aus dem Nichts schoss Reto von Arx das 1:1 in der 9. Minute. Dieser Ausgleich wurde umgehend von Monnet auf Vorarbeit von Pittis gekontert und zu einer erneuten Führung umgewandelt. Aber noch einmal waren es die Bündner, die durch Back zum 2:2 Pausenresultat einschiessen konnten. Ein durchaus gelungenes erstes Drittel, das einen deutlich verstärkten ZSC gesehen hatte.

Das Spiel verlor im Mittelabschnitt an Qualität. Dies lag vor allem am schwächer auftretenden ZSC. Diese Nachlässigkeiten wurden durch Widing in der 25. Minute gnadenlos ausgenutzt, denn dem Tor war ein Fehler von Lorenz Kienzle vorausgegangen. Mit dem Spielstand von 3:2 für die Davoser gingen die beiden Mannschaften in die zweite Pause.

Das Bild änderte sich leider auch im Schlussabschnitt nicht mehr. Die Bündner kontrollierten das Spielgeschehen mehr oder weniger gut und kamen ihrerseits zu einigen sehr guten Chancen. Es war dem ehemaligen Zürcher Verteidiger Forster überlassen in der 41. Minute das vorentscheidende 4:2 zu erzielen. Erst sechs Minuten vor Schluss konnte Sejna den Anschlusstreffer für die Gastgeber erzielen. Bereits in der 58. Minute verliess Sulander sein Gehäuse und dies trotz Unterzahl für die Zürcher. Es spielten fünf gegen fünf auf dem Eis, die Zürcher ohne Torhüter, und die logische Folge war das 5:3 durch Bürgler ins leere Tor.

Der ZSC verpasste heute eine grosse Chance gegen einen nicht unbezwingbaren HC Davos, der allerdings cleverer als die Zürcher agierte. Nach dem Spiel konnten wir mit über das Match und seine Verletzung sprechen.

Neu: mit Adrian Wichser in Ton!

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ZSC – Rapperswil 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)

Der ZSC spielte heute erneut mit Lukas Flüeler im Tor und Blain Down im Sturm, dafür waren Trudel und Ari Sulander heute überzählige Ausländer. Das Gesprächsthema vor dem Match war allerdings dann doch das neue Stadion, welches morgen Montag an einer Pressekonferenz vorgestellt wird. Wichtige Informationen wurden weder durch Salis noch Zahner bekannt gegeben, deshalb bleibt nichts anders als auf Montag zu warten.

Das Spiel begann und es startete ein eher fades und wenig spekakuläres Drittel. Erst in der 12. Minute musste Furrer aufgrund einer Behinderung auf die Strafbank. Die folgende Überzahl wurde nicht genutzt. Einzig Flüeler konnte sich durch einige Paraden in den Mittelpunkt stellen, der restliche Teil der Mannschaft blieb zurückhaltend. Dies änderte sich erst im zweiten Drittel, als Blain Down einen schönen Pass von Patrick Bärtschi im Powerplay verwerten konnte und so die Zürcher in Front schoss. Genau der gleiche Spieler hatte zwei Minuten später, also in der 33. Minute, die Ehre den zweiten Treffer der Zürcher zu erzielen, diesmal auf Assist von Monnet. Damit endete ein zweites Drittel, das ebenfalls nicht restlos zu überzeugen vermochte. Nach der Sirene attackierte Berglund allerdings Seger und es kam zu einer vermeintlich harmlosen Massenkeilerei. Die Folge war eine Strafe gegen den Rapperswiler und eine Powerplaysituation im letzten Drittel für das Heimteam.

Der Schlussabschnitt begann mit dem dritten Treffer der Zürcher, der im Powerplay durch Sejna erzielt wurde. Dieser Treffer brachte die vorzeitige Entscheidung zu Gunsten der Zürcher. Beim Check von Berglund wurde allerdings Seger verletzt und muss mindestens morgen mit einer Gehirnerschütterung pausieren. Damit wird morgen wohl der stark kritisierte Gardner die Rolle des Captains übernehmen.

Neu: mit Lukas Flüeler in Ton!

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ZSC – HC Lugano 5:2 (2:2, 0:0, 3:0)

Einen grossartigen Start in das neue Jahr erwischten die Zürcher, dies durch den Treffer von Wichser in der 2. Minute nach einem Schuss von Bärtschi. Danach konnten die Tessiner aber sofort zurückschlagen und vermochten durch Kamber auszugleichen. Das Spiel beruhigte sich etwas und das dritte Tor fiel erst in der 15. Minute. Diesmal wieder für den ZSC durch eine schöne Aktion und wiederum von Bärtschi und dem erfolgreichen Abschluss von Bastl. Kurz vor der Pause konnte noch einmal Kamber ausgleichen. Der ehemalige ZSC Spieler erwischte Sulander unglücklich zwischen den Beinen.

Das zweite Drittel brachte keine weiteren Tore. Dies obwohl die Zürcher teilweise drückend überlegen waren und Lugano phasenweise an die Wand gespielt wurde. Im letzten Drittel war es Bärtschi persönlich, der sich um die Treffer drei und vier der Zürcher kümmerte. Damit führte das Heimteam nach 54. Minuten mit 4:2 und war auf optimalem Weg zum dritten Erfolg in Serie. Doch Lugano konnte noch einmal zur “Schlussoffensive” starten und ersetzte für diese Aebischer durch einen sechsten Feldspieler. Allerdings war diese Massnahme kontraproduktiv und das erste Tor ohne Beteiligung von Bärtschi fiel in der 59. Minute durch Trudel. Die Partie war nun definitiv entschieden und der eindeutige Matchwinner am heutigen Abend heisst Bärtschi.

Morgen folgt nun das interessante Duell gegen den HC Davos. Die Zürcher können dort ihren Aufwärtstrend bestätigen.

Nach dem Spiel konnte der ZSC Blog mit Andri Stoffel sprechen.

Andri Stoffel, ein 5:2 Sieg gegen Lugano, ein optimaler Start ins 2010?
Ja, kann man eigentlich so sagen. Wir haben uns die drei Punkte geholt und sind zufrieden, denn nach einer Pause ist es nicht immer so einfach, wieder ins Spiel zu finden. Wir hatten zu Beginn noch etwas Mühe, doch je länger das Spiel dauerte, konnten wir unsere Stärken zeigen.

Was war nach dem 1:0 und dem 2:1 los? Die Konzentration war nicht richtig vorhanden.
Das kann ich nicht genau sagen. Dies gibt es einfach in solchen Spielen, dass man kurz nach einem Tor auch eines kassiert. Beide Teams starteten sehr offensiv und so kam es auch zu vier Toren in den ersten 20 Minuten. Danach konnten wir diese Fehler abstellen und mit einer soliden Defensive spielen.

Cyrill Bühler kam nach einer Verletzung zurück und hatte nach ca. 15 Minuten eine Auseinandersetzung mit einem Luganesi. Werden solche Szenen in der Pause besprochen?
Nein, dies ist eigentlich kein Thema.

Wie hat Andri Stoffel Weihnachten und Neujahr verbracht?
Ich habe die Festtage mit der Familie verbracht. Viel Zeit hatten wir nicht, da das Training auch wieder wartete. Ich konnte mich erholen und habe gut gegessen.

Sean Simpson war in Davos über die Festtage und konnte nicht mit euch trainieren. Ist das Training bei Colin Muller anderst, oder konnte er schon ein bisschen für nächste Saison üben?
Ja es war kein grosser Nachteil für uns. Letztes Jahr war Sean auch nicht bei uns und es hat gut geklappt. Das Training ist nicht sehr anders. Klar hat jeder Trainer seine Eigenheiten aber wir konnten gut trainierten unter Simpson wie auch mit Colin Muller.

Der Entscheid mit Colin Muller als Coach für nächste Saison fiel nach Weihnachten. Wie erfährt das Team diesen Entscheid?
Wir erfuhren dies am selben Tag wie die Medien, vielleicht einfach zwei bis drei Stunden vorher. Wir erhielten ein SMS am Morgen vor dem Training. Am Nachmittag war die Mitteilung dann bei den Medien.

Vor Weihnachten hattet ihr eine Krise, aber das Selbstvertrauen ist langsam wieder da?
Es war wichtig, dass wir vor Weihnachten noch zwei Spiele gewinnen konnten, obwohl sie nicht einfach waren. Dann konnten wir gut trainieren und starteten demzufolge gut ins 2010.

Zum Schluss noch ein Wort zu Lorenz Kienzle. Er stand sehr viel auf dem Eis, wie beurteilst du seine Leistung?
Im Moment erhält er sehr viel Verantwortung und nimmt diese sehr gut wahr und zeigt gute Spiele.

Danke Andri Stoffel für das und morgen viel Glück in Davos.

ZSC – SCB 5:4 (2:3, 1:1, 1:0) n.V

Es stand nach der Nationalmannschaftspause keine einfache Partie gegen den SCB auf dem Programm. Ein Sieg war allerdings Pflicht, um nicht noch tiefer in den Sumpf zu geraten. Diese Botschaft schienen die Spieler allerdings nicht verstanden zu haben und so war es Berger, der nach nur vier Minuten zum Führungstreffer für Bern traf. Da musste doch eine Reaktion folgen! Nein – im Gegenteil, die Berner erhöhen das Score nur wenige Minuten danach durch das  2:0 durch Gamache. Damit hatte Simpson genug gesehen. Der Kanadier zog bereits nach nur wenigen Minuten sein Time Out ein und ermahnte seine Spieler gehörig. Die kurze Pause verfehlte seinen Zweck nicht und die Zürcher spielten besser. Spätestens nach dem Solo von Monnet in der 16. Minute waren die Zürcher zurück im Geschäft und dementsprechend stieg auch der Lernpegel in der Arena an. Die Folge davon war das verdiente 2:1 durch Krutov nach einer missglückten Abwehraktion von Gigon. Offensiv waren die Zürcher nun in bester Spiellaune, doch dabei vergassen sie kurzfristig die Defensive und Rüthemann bedankte sich dafür noch vor der ersten Pause mit dem 3:1 Führungstreffer. Noch vor der Drittelspause konnte Wichser nach einer herrlichen Kombination von Bärtschi und Suchy zum 2:3 aus Zürcher Sicht einschieben.

Das Spiel flachte zu Beginn des zweiten Drittels etwas ab und wurde erst wieder geweckt als Gerber für den SCB zum 4:2 traf. Dieses Tor war allerdings der definitive Wendepunkt und die Zürcher konnten mit dem ersten Treffer von Trudel wieder auf ein Tor anschliessen. Die zweite Pause kam und die beiden Mannschaften konnten noch einmal alle Kräfte sammeln, um im letzten Drittel den Erfolg für sich zu gewinnen.

Der Schlussabschnitt gehörte zuerst den Bernern, die beinahe wieder ein Tor erzielte, doch der SCB scheiterte an Sulander mit dem Versuch eines “Buebetricklis”. Die Reihe war wieder an den Zürchern und dem Ausgleichstreffer durch Trudel auf Pass von Müller. Dieses Ergebnis wurde durch beide Mannschaften bis zur dritten Sirene gehalten und so musste die Verlängerung für die Entscheidung sorgen. Nach nicht einmal zwei Minuten konnte Monnet auf Pass von Trudel die Verlängerung für sich entscheiden.

Damit konnten die Zürcher eine lange Negativserie beenden und dürfen damit eine ruhige Nacht bis morgen verbringen. Dann steht der letzte Match dieses Jahres gegen die Langnauer auf dem Programm.

Nach dem Spiel konnten wir mit dem verletzten Cyrill Bühler sprechen.

Cyrill Bühler, du beobachtest die letzten Spiele verletztungsbedingt nur von der Tribüne aus. Wie beurteilst du die aktuelle Krise der Mannschaft?

Es ist sehr hart das Spiel nur von der Tribüne aus zu verfolgen. Besonders wenn die Mannschaft immer verliert. Dann willst du unbedingt aufs Eis und der Mannschaft behilflich sein. Es ist schlimmer, wenn du die Niederlagen nur von der Tribüne aus beobachtest. Deshalb bin ich heute umso glücklicher über den Sieg.

Du sprichst es an. Du bist verletzt. Wie lange noch? Du hast jetzt einige Tage frei. Wann dürfen dich die Fans wieder auf dem Eis erwarten, bereits im Januar?

Ich gehe schwer davon aus, dass ich im Januar wieder dabei bin. Die Verletzung ist etwas mühsam, teilweise geht es mir sehr gut und manchmal habe ich noch immer schmerzen. Eine Pause über die Festtage habe ich leider nicht gross, denn ich muss extrem viel aufholen. Jetzt trainiere ich quasi täglich, da ich beinahe zwei Monate aufarbeiten muss.

Wir müssen aber nicht davon ausgehen, das es wie zum Teil bei Adi Wichser langfristig ist und Rückfälle kaum vermeidbar sind?

Die Verletzung ist relativ kompliziert mit den Bandscheiben. Da sind auch Rückfälle nicht auszuschliessen, doch davon gehen wir nicht aus.

Wie sieht dein Aufbautraining aus? Bist du da mit der Mannschaft oder bestreitest du deine Einheiten völlig alleine in einem Kraftraum?

Ich habe nun viele Stunden auf dem Velo verbracht und intensiv Physiotherapie besucht. Ebenfalls war ich regelmässig beim Chiropraktiker. Seit dieser Woche bin ich wieder auf dem Eis, sobald das Training vorbei ist absolviere ich noch Sprints und Extratrainings und dann bin ich richtig am Ende (lacht).

Wie ich gehört habe gehst du zu GCK und absolviert dort einige Spiele. Stimmt das? Wann absolvierst du dort den ersten Ernsteinsatz?

Das weiss ich auch noch nicht genau. Da muss ich noch mit Sean Simpson sprechen, ob und wann überhaupt meine Einsätze bei GCK sein werden.

Noch kurz zurück zum Spiel. Welche Bedeutung misst du diesem Sieg gegen Bern zu, auch in Bezug auf die ganze Mannschaft?

Der Sieg war unglaublich wichtig, dies besonders nach dem doch schwachen Start. Danach aber stimmte die Teamleistung und jeder arbeitete für den anderen und so musst du am Schluss spielen, um erfolgreich zu sein. Irgendwann musst du wieder gewinnen und diese zwei Punkte waren unheimlich wichtig für die gesamte Mannschaft. Nun ist aber das Spiel morgen noch wichtiger, denn nach diesem Sieg wäre eine Niederlage morgen verherend. Damit würde die Mannschaft wieder am gleichen Ort stehen wie vor dem heutigen Spiel. Der erste Schritt ist getan und wenn wir morgen Langnau siegreich verlassen, bin ich mir sicher, kommt eine Siegesserie auf uns zu.

Noch eine Frage zum Schluss. Wie dürfen wir uns Cyrill Bühler während solch einem Match vorstellen? Ruhig, nervös und was war deine Reaktion auf den Siegestreffer heute?

Sehr, sehr nervös und heute beim 5:4 Treffer sprang ich aus meinem Sitz. Ich war derart froh für mich und die gesamte Mannschaft über diesen Erfolg, dass mich nicht mehr auf dem Stuhl hielt.

Danke Cyrill Bühler und wir hoffen, dich ab dem Janaur wieder auf dem Eis zu sehen.

ZSC – Kloten 1:2 (1:0, 0:0, 0:1) n.P.

Nach dem gestrigen Spiel in Ambri und der Niederlage trotz 400 Gästefans war heute das Derby auf dem Programm. Die Zürcher starteten stark in das heutige Spiel gegen Kloten und konnten bereits nach zwei Minuten durch Wichser in Führung gehen. Allerdings flachte das Spiel bereits gegen Ende des ersten Drittels ab. Besonders das Mitteldrittel stellte eines der schlechtesten in der aktuellen Saison dar. Zwar konnte Kloten aus dieser Schwächephase kein Profit ziehen, dies lag allerdings mehr an der Unfähigkeit Klotens, denn an der Stärke der Zürcher.

Im Schlussabschnitt eines emotionslosen Derbys konnte Stancescu in der 52. Minute das 1:1 erzielen. Die Reaktion der Zürcher fiel nur kurzzeitig aus. Danach war es wieder das normale, eher fade und wenig interessante Spiel, wie in den ersten beiden Dritteln. Es musste zur Verlängerung kommen, diese verging allerdings ohne Tore und so folgte das Penaltyschiessen im dritten Derby der aktuellen Saison.

Bereits mit dem ersten Versuch kamen die Emotionen in die Halle, denn der Schiedsrichter gab das klare Tor von Alston nicht. Die Folge war ein Spielfeldprotest der Zürcher, der gut geheissen wurde. Nach der zweiten Begutachtung der Wiederholung wurde der Treffer anerkannt. Dies freute den Klotener Torhüter Rüeger nicht besonders und er liess seine Emotionen freien Lauf und attackierte den Schiedsrichter. Ein Spielausschluss wäre die logische Folge gewesen. Doch der Unparteiische liess es bei einer doch eher fragwürdigen Ermahnung belassen. Die aufgestachelten Klotener konnten die Partie anschliessend mit dem Penalty von Jenni für sich entscheiden.

Die Partie brachte erst in der Entscheidung ware Emotionen zu Tage und konnte ihre Erwartungen nicht erfüllen. Das 151. Zürcher Derby wird nicht in die Geschichte eingehen – zumindest nicht aus sportlicher Sicht!

Der ZSC Blog konnte kurz nach dem Spiel mit dem Captain sprechen.

Mathias Seger, die letzten Situationen waren sehr umstritten, wie z.B. das erste Penaltytor von Alston. Man konnte es sogar auf der Leinwand erkennen.
Das wurde natürlich gefordert und man muss wissen, der Schiri hat nur die Hintertorkamera zur Verfügung und dort konnte er es nicht erkennen. Aber wir konnten es auch von der Bank auf der Videowand sehen, dass es klar ein Tor war! Auch die beiden Linesman sagten der Puck war im Tor aber trotzdem gab der Headschiri das Goal vorerst nicht.

Zur zweiten Situation, Ronnie Rüeger ging auf den Schiri los. Bei solchen Aktionen gegen einen Spieler gibt es sonst auch immer Strafen, weshalb bei dieser Situation nicht?
Ja es ist ganz klar, man darf den Unparteiischen nicht anfassen und Rüeger hat ihn attakiert und die zwei Linesman mussten ihn zurückhalten. Auch bei dieser Aktion hatte das Schiri-Duo wieder seine eigenen Regeln und meinten es sei nichts! Es ist traurig und natürlich auch sehr frustrierend.

Beim Gang in die Garderobe warst Du sehr sauer. Wie lange beschäftigt Dich normalerweise ein solches Spiel?
Es ist schon sehr emotional und bei solchen Situationen und blöden Niederlagen braucht es manchmal noch ein wenig Zeit, aber ich versuche so schnell wie möglich abzuschalten. Meistens kommt ja bald das nächste Spiel und so muss ich schnellstens wieder nach vorne schauen und kann das vergangene Spiel vergessen.

Noch kurz zum Spiel, nach ca. 15 Minuten flachte das Spiel ab und erst gegen Ende des Matches war wieder mehr los. Hattet ihr keine Lust mehr zu spielen?
Wir starteten sehr gut und gingen früh in Führung, wurden aber immer passiver und so war es auch für die Fans nicht mehr spannend. Wir standen dann auch zu weit weg vom Gegner und so hatte Kloten wieder mehr Zeit und Raum für ihr Spiel. Dies darf aber einfach nicht passieren und wir müssen lernen über 60 Minuten konzentriertes Eishockey zu spielen.

Wie beurteilst Du solche Aktionen wie die DRZ-Fahrt von gestern? Habt ihr trotz der Niederlage etwas mitbekommen?
Solche Aktionen von den Fans sind wirklich genial! Es ist grossartig wenn dies auf die Beine gestellt wird. Es war sehr schade, konnten wir auf dem Eis nicht mitmachen und zeigten eine schlechte Leistung! Ich glaube die Fans hätten es verdient gehabt, einen Zürcher Sieg zu sehen.

Besten Dank an unseren Captain Segi.

ZSC – SCL Tigers 4:2 (0:0, 0:2, 4:0)

Eishockey ist ein schneller Sport! Dies wurde heute wieder einmal unter Beweis gestellt. Die Zürcher kehrten einen 2:0 Rückstand innert wenigen Minuten zu einem 4:2 Sieg.

Das Spiel wurde von den Zürchern von der ersten Minute an dominiert. Daraus entstanden einige gute Torszenen, die jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führten. Dass es aber zum Schluss des ersten Drittels immer noch torlos stand war ein Verdienst von Benjamin Conz, dem neuen Langnauer Torhüter aus Genf.

Im Mittelabschnitt das gleiche Bild: Die Zürcher am Drücker, doch die Langnauer mit dem ersten Tor durch Fabian Sutter in der 21. Minute. Zwar folgte eine Reaktion der Zürcher, doch diese wollte auch nicht zum Ausgleichstreffer reichen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels war es Brooks, der die Langnauer 2:0 in Führung schoss. Damit waren die Zürcher auf dem Tiefpunkt und die Stimmung im Stadion am Nullpunkt angelangt. Nach dem gestrigen Kantersieg liess heute nur die spielerische Überlegenheit auf einen Sieg der Zürcher hoffen.

Es schien fast so als hätte Sean Simpson in der zweiten Pause die richtigen Worte gefunden. Zwar nicht stärker aber um einiges effizienter traten die Zürcher auf, das 2:1 in der 42. Minute war die erste Konsequenz davon. Nur wenige Sekunden später konnte Seger sogar ausgleichen und so die Stimmung im Stadion wieder deutlich wenden. Eine kurze Zwischenphase ohne Tor wurde durch Alstons Treffer in der 49. Minute beendet. Damit waren die Zürcher erstmals in dieser Partie in Front. Langnau war zwar noch einmal fähig eine Schlussoffensive zu erzwingen, doch zu mehr als einigen gefährlichen Aktionen reichte es am Schluss nicht mehr. Der Schlusspunkt vor 7209 Fans setzte Thibaut Monnet (60. Minute ins leere Tor).

Nach diesem Sieg dürfen sich die Zürcher bis am Freitag ausruhen, ehe das Spiel gegen das schwächelnde Davos ansteht.

mit Colin Muller nach dem Spiel:

Was habt ihr der Mannschaft in der zweiten Pause erzählt? Die Mannschaft kam um einiges effizienter und zielorientert aufs Eis zurück?
Wir haben gut begonnen, viel Druck auf das gegnerische Tor gemacht. Doch die Tore wollten nicht fallen und so hat sich bei uns einiger Frust aufgebaut. Wir haben gesagt, dass wir noch einmal alles geben müssen, denn mit dieser Niederlage würde das Wochenende zu einem schlechten Wochenende werden. Dann fällt ein Tor und das zweite und das dritte kommt damit. Die Jungs haben echt alles gegeben im Schlussabschnitt.

Brauchte es demfall nicht viele Worte in der zweiten Pause?
Nein nein, wir haben viel erzählt, die Zuschauer haben mehr verdient als dies. Nach den letzten zwei Heimniederlagen gegen Rapperswil und Bern waren wir nicht glücklich.

Was müsst ihr im Spiel gegen Davos noch ändern?
Gegen Davos müssen wir noch mehr mental und taktisch bereit sein. Gegen Langnau müssen wir mehr im Kopf bereit sein für harte Arbeit. Gegen Davos wird ein mentalers und taktischeres Spiel werden.

Deine persönliche Situation ist auch nicht ganz einfach. Sean Simpson verlässt den ZSC per Ende Saison. Was sind deine Ziele?
Momentan arbeite ich beim ZSC, denn ich mag die Mannschaft sehr und die Organisation. Aktuell sind noch keine Angebote da. Ich bin froh, dass ich hier arbeiten darf. Aber was in Zukunft kommt weiss ich noch nicht, ich nehme Tag für Tag.

Zum Schluss: Was war heute los mit Ari Sulander. Warum genau hat er nicht gespielt?
Er ist nach dem Warm-Up zu uns gekommen und hat uns über eine Muskelzerrung informiert. Da wir kein Risiko eingehen wollten, stellten wir Lukas Flüeler anstelle von ihm auf. An dieser Stelle ein grosses Kompliment an ihn.

Damit steht Sulo am Freitag wieder zur Verfügung?
Das können wir aktuell noch nicht beantworten, wir wissen erst morgen mehr über seinen Zustand.

Danke Colin Muller und ein schönes Wochenende.