Drei Punkte aus Lugano mitgenommen

HC Lugano – ZSC 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)

Für einmal kam der Zürcher Anhang deutlich zu früh im Tessin an. Ohne Kontrolle und Stau erreichten sie das Ziel in Lugano. Erstaunlich für die aktuelle Situation, aber die Tessiner Polizei hatten die Zürcher wohl verpasst.

Beim ZSC kehrte heute Lukas Flüeler ins Tor zurück, damit ist die Zeit von Melvin Nyfeller kurzfristig zu Ende, der junge Torhüter hatte mit seinen letzten Leistungen eine deutliche Visitenkarte hinterlassen. Dies dürfte ihm in Zukunft noch einiges an Vorteilen bringen.

Der Z mit einem schnellen Auftakt
Der Z erwischte einen Auftakt nach Mass, drei Minuten waren gespielt, da landete ein Slapshot von Seger in den Maschen. Schäppi hatte den Puck gut verteidigt und ihn zurückgelegt, wo der Captain der Zürcher bereit für den Abschluss stand. In der Folge aber dominierte der HC Lugano das Spiel, er erarbeitete sich mehr Chancen. Aber trotz zwei Powerplays für das Heimteam musste sich Flüeler vorerst nicht geschlagen geben. Er fügte sich heute, nach Rückkehr aus seiner Verletzung, nahtlos wieder ins Team ein. Es ist aktuell wohl die beste Defensive der NLA, die Crawford da coachen darf. Daran ändert auch der sofortige Abgang von Mauerers nach Lugano nicht. Unmittelbar vor Spielbeginn wurde der Tausch mit Fritsche bekannt gegeben.

0:1 auch im zweiten Drittel
Zu Beginn des zweiten Drittels wagten sich der Z wieder etwas mehr in die Offensive. Er kam vermehrt zu Chancen, aber blieb vorderhand erfolglos. Es brauchte eine doppelte Überzahl der Zürcher, ehe es wieder zu einem Treffer kam. Roman Wick erhielt den Puck alleine vor dem Tor und verwertete diese Scheibe souverän. Mit diesem Treffer sank auch die Hoffnung der Gastgeber schlagartig. Nicht das der ZSC nun die Partie dominierte, aber Lugano machte kurzfristig nicht den Anschein, als könnten sie hier noch das Ruder herumreissen. Was trotzdem noch diesen Anschein machte, wurde entweder verteidigt oder hielt Flüeler.

Eine Schlussoffensive und ein Shotout bei der Rückkehr
Das letzte Drittel brachte dann nur noch wenige Highlights hervor, die Zürcher wirkte abgeklärt, die Luganesi eher überfordert. Allgemein war es kein Spiel mit grossem Spektakel, aber es war eines in dem es drei Punkte für die richtige Mannschaft gab. Lukas Flüeler war immer Herr der Lage bei seiner Rückkehr, ausser gut fünf Minuten vor Ende, als er den freundlichen Support der Torumrandung in Anspruch nehmen musste. Melvin Nyffeler durfte heute einmal Flüeler zu dessen Leistung gratulieren. Er dürfte wohl auch erleichtert über den Einstand nach Mass gewesen sein und zeigt eindrücklich, dass er sich wohl aktuell kaum als Nummer 1 ablösen lassen wird…

Die bessere Mannschaft zu sein, gibt nicht immer Punkte

ZSC – HC Lugano 3:6 (1:2, 0:0, 2:4)

Robert Nilsson gab heute quasi sein zweites Comeback, denn das letzte dauerte ja nur ein Drittel oder einige wenige Einsatzminuten. Ansonsten gab es keine Veränderungen im Zürcher Kader und Crawford setzte weiter auf den Jungblock mit Senteler, Künzle und Baltisberger.

Zürich mit mehr Chancen, Lugano mit mehr Toren
Bereits nach zwei Minuten hätten beide Teams führen müssen, beide vergaben eine hochkarätige Chance. Auf Seite der Zürcher war es Wick, der diese nicht verwertete. Danach konnte sich der Z leichte Vorteile in diesem Drittel erarbeiten. Aber nach neun Minuten führte der HC Lugano mit 1:0. Es war ein Torhüterfehler, diesen einfachen Puck hätte Flüeler halten müssen. Es war einer der wenigen Fehler, die sich Flüeler diese Saison leistete. Doch die Vorderleute bügelten diesen Fehler zwei Minuten später wieder aus. Wick traf nach einem Abpraller von Cuntis Schuss, es ist augenfällig wie präsent die Zürcher auf die freien Scheiben gehen diese Saison. Ein weiterer positiver Aspekt war, dass Nilsson seinen ersten Assist verbuchen konnte. Der Schwede fand sich auch sonst besser und besser ins Spiel der Zürcher ein. Nach dem Ausgleich war der Z deutlich am Drücker, verpasste aber in der Folge die Führung. Und so machte Lugano dies, was der Z schon länger hätte machen müssen, das zweite Tor. Metropolit erhielt irgendwie die Scheibe und versenkte diese in das leerstehende Tor.

Im Schlussdrittel änderte sich am Bild der Partie nur wenig. Lugano mit weniger Möglichkeiten, aber irgendwie immer etwas gefährlicher. Der Z verpasste es den Ausgleich zu erzielen und verlor mehr und mehr die Zielstrebigkeit auf das Tor der Tessiner. So endete das zweite Drittel ohne Tore und mit psychlogischen Vorteil für den Z.

Ein Hin und Her mit einem Lugano Sieg
Im Schlussabschnitt dauerte es gerade einmal drei Minuten, ehe Bärtschi zum Ausgleich traf. Es war ein Treffer, den Bärtschi von auf der Torlinie erzielte, da sah der Luganotorhüter nicht gut aus. Der Z nun mit der Chance auf die Wende, wäre da Sekunden später nicht der erneute Führungstreffer von Lugano gewesen. Da schlief die Zürcher Hintermannschaft und war geistig wohl noch beim Jubeln. Es war der Anfang vom Ende der Zürcher. In der 47. Minute folgte das vierte Tor von Lugano, während einer Powerplaysituation der Luganesi. Aber noch einmal reagierte Zürich und kam durch Nilsson zum 3:4. Es war der erste Treffer von Nilsson und die Krönung einer guten Partie des Schweden.

Dennoch brachte es nur wenig, den das 3:5 und 3:6 waren die Schlusspunkte dieses Spiels. Drei unnötig verlorene Punkte waren das Resultat. Schade, schade, aber es hätte auch anders ausgehen können…

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Zweites Heimspiel der Woche, es wartet Lugano

Enttäuschung und Glücksgefühle wechselten sich beim ZSC aktuell in regelmässigen Abständen ab. Zuerst die Vorfreude auf das Debut von Nilsson, dann die schnelle Ernüchterung, da der Schwede bereits zum zweiten Drittel nicht mehr auf dem Eis auftauchte und dann wieder die Freude über den Derbysieg in der regulären Spielzeit. Auch zu den positiven Elementen im Zürcher Spiel zählten die jungen, starken Akteure, wie Senteler, Zangger und Künzle, im Zürcher Team.

Der HC Lugano zuletzt in aufstrebender FormRang 11 – der aktuelle Tabellenplatz des HC Lugano – entspricht ganz sicher nicht deren Ansprüche. Trotzdem zeigten die Luganesi in den letzten drei Partien eine aufsteigende Tendenz, sie konnten zuerst in Biel einen Punkt ergattern und anschliessend sogar zwei Sieg aneinanderreihen. Rapperswil und Bern waren die beiden „Opfer“ der Tessiner, wobei beide Teams selber in einer mehr oder weniger grossen Krise stecken.

Fast die einzige positive Meldung aus den Reihen um Glen Metropolit ist der neue, junge Torhüter. Elvis Merzlikins stammt aus Lettland, ist gerade einmal 19-jährig und vermag mit einer Fangquote von fast 92% zu überraschen. Bei den letzten beiden Erfolgen aber sass das Torhütertalent auf der Bank.

An die erste Direktbegegnung anschliessenFür den ZSC müsste das Spiel morgen Abend eigentlich mit mindestens zwei Punkten enden. Erstens hat er den Erfolg aus der ersten Begegnung gegen Lugano im Rücken (3:0 am 24. September 2013) und zweitens ist er individuell sicherlich stärker besetzt. Trotz des erneuten Ausfalles von Robert Nilsson, dessen Einsatz morgen wohl eher auf der Kippe steht. Gut möglich, dass die Nummer 9 des ZSC schon morgen wieder nicht mehr auf dem Matchblatt erscheint. Und wenn die übrige Mannschaft so engagiert spielt, wie grösstenteils im Derby, dann dürfte der Sieg auch morgen absolut im Bereich des Möglichen liegen…

Zwei Tore und ein phantastischer Flüeler helfen zum Sieg

ZSC – HC Lugano 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)

Neun Tage nach dem ersten Heimspiel, das der ZSC gegen Fribourg gewann, wartete heute für das Team von Marc Crawford die zweite Aufgabe im Zürcher Hallenstadion. Zu Gast war diesmal der HC Lugano und dieser brachte eine ordentliche Liste an verletzten Spielern mit. Murray, Walsky, Conne und Kparghai waren auf dieser aufgeführt. Auch der ZSC konnte in diesem Bereich mithalten, denn McCarthy und Nilsson fehlten dem Zürcher Team auch am heutigen Abend.

Lukas Flüeler und die Defensive
Lugano schien die Absenzen vorerst besser zu verkraften, denn schon nach wenigen Sekunden musste Flüeler eine erste gefährliche Situation verhindern. Auch in der Folge waren es eher die Gäste, welche diesem Spiel den Stempel aufdrückten. Doch Flüeler und seine Verteidigung mochte alle Angriffe der Luganesi abzuwehren. Gelegemtlich kombinierten sie sich selbst zum gegnerischen Tor, aber gefährliche Abschlüsse blieben die Seltenheit. Erst kurz vor Ende des ersten Drittels gab es eine Strafe gegen Lugano und damit eine Chance für den Z.

Zwei Tore für den ZSC
Diese Chamce nutzten die Zürcher sogleich aus. Das Powerplay stamd und ein Rückpass von Shannon landete bei Wick auf der Schaufel – TOR! Mit einer der ersten richtigen gefährlichen Möglichkeiten gab es sogleich den Führungstreffer. Durch diesen Treffer wurde das Spiel der Zürcher ordentlich angetrieben, fortan gab es mehr und mehr Chancen für das Heimteam. Und jene Abschlüsse, die Lugano zu verzeichnen hatte, vereitelte allesamt Lukas Flüeler. Der Junge scheint echt in Form zu sein. Durch diesen starken Rückhalt wagten sich auch seine Vorderleute etwas mehr. Nachdem in der 39. Minute eine Strafe gegen Zürich abgelaufen war, passte Wick traumhaft auf Keller. Dieser stand alleine vor Manzato und verwertete souverän. Ein gutes Drittel der Zürcher und ein schöner Vorsprung für den Z.

Zum dritten Mal ohne Gegentor diese Saison
Im letzten Drittel versuchte es dann Lugano noch einmal, aber irgendwie wirkte der ZSC nun überlegen. Der Z wirkte so etwas von kompakt und alles andere hielt Flüeler. 16 Sekunden vor Ende fand dann diese Souveränität noch ihren Höhepunkt. Mark Bastl schoss ins leere Tor. Damit vollendete Lukas Flülüeler seinen dritten Shootout im vierten Spiel. Eine unglaubliche Serie, die durchaus so weiter gehen kann…