Die erste Heimniederlage nach 60 Minuten kassiert

ZSC – HC Lugano 2:3 (0:1, 1:0, 1:2)

Beim ZSC fehlte heute so einiges an Stammpersonal für den letzten Qualifikationsmatch der Saison. Blindenbacher, Seger, Shannon, Bergeron, Bastl, Fritsche  und Neuenschwander waren überzählig oder verletzt. Dabei waren dafür Karrer, Schmuckli, Bachofner und Siegenthaler – und damit einiges an jugendlicher Leichtsinnigkeit. Ob es damit noch reicht gegen den HC Lugano musste abgewartet werden.

Erst im Mitteldrittel ein gutes Spiel
20150221211835-0e0e9eb5-me[1]Eigentlich hatte es ja kaum mehr Bedeutung dieses Spiel, der Qualisieg steht fest und auch der Viertelfinalgegner. Bei Lugano ging es noch um etwas mehr, doch dies merkte man dem ersten Drittel nicht an. Es war ein richtig schlechtes Drittel, dennoch aber war es Lugano, die den Führungstreffer erzielten. Es war ein defensiver Fehler, der zu diesem Treffer führte. Daneben gab es noch einige Powerplay- und Unterzahlsituation zu absolvieren. Insbesondere die jungen Spieler kassierten Strafen. Zum Glück aber blieb weiterer Schaden aus.

Erst im Mitteldrittel nahm das Spiel dann etwas an Fahrt auf. So fand dann auch der Z besser ins Spiel und kombinierte einige sehr schöne Chancen heraus – prompt kam das 1:1 in der 27. Minute. Es war gerade eine Strafe gegen Zürich ausgelaufen, da hatte Nilsson eine grosse Chance, scheiterte und am Schluss konnte Bärtschi erben. Ein schönes Tor, dass dem ZSC noch etwas mehr Schwung brachte. Doch gerade als der ZSC besser und besser wurde, da musste Wick auf die Strafbanke für Nichts. Die Strafe aber brachte nix ein und nach der Rückkehr konnte Wick alleine auf Manzato losziehen, wurde gelegt und erhielt einen Penalty zugesprochen. Doch er vergeigte diesen und so blieb es beim 1:1 nach 40. Minuten.

Eine doppelte Überzahl entscheidet das Spiel
20150221211834-02cb051c-me[1]Im letzen Drittel dann wollte der ZSC dann den Sieg mehr, die Umstände allerdings nicht. Nachdem Cunti den ZSC sehenswert in Führung brachte in der 53. Spielminute wendete sich das Momentum gegen das Team von Crawford. Zuerst glich der HCL in der 58. Minute aus und als ob dies nicht schon reichte, erhielt er auch noch zwei, zumindest fragwürdige Strafen gegen sich ausgesprochen. Lugano nutzte die Gunst der Stunde und sicherte sich den Sieg, es war übrigens die erste Niederlage nach 60. Minuten im Hallenstadion, in dieser Saison. Eine bittere Pille, hoffentlich immerhin eine, die dem ZSC noch einmal aufzeigt, dass es in den Playoffs nichts gratis gibt…

Im Penaltyschiessen unterlegen

Lugano – ZSC 3:2 (1:2;1:0; 0:0; 1:0) n.P.

Teil zwei des Tessinerwochenendes stand heute auf dem Programm – oder anders gesagt, eine kurze Reise nach Lugano. Kleiner Schock auf der Hinfahrt, in der Gegenrichtung stauten sich die Autos auf acht Kilometer Länge. Da passte es gerade, dass bis zur Rückfahrt noch einiges Zeit verging. Es wartete der HC Lugano mit Damien Bruner, der noch nicht eingeschlagen hatte – hoffentlich nicht ausgerechnet heute. Ein Sieg gegen das Team von Fischer hätte den perfekten Jahresstart bedeutet. Von der Verletztenfront gab es keine Neuerung, also ging es mit derselben Ausgangslage in der Resega zur Sache. Roger Karrer, ein 17-jähriger Verteidiger von GCK, kam heute zu seinem ersten NLA Einsatz.

Hohes Tempo zu Beginn
Im Tor stand heute nicht Boltshauser, sondern Schlegl. Der vor sich einen extrem schnellen und attraktiven Match sah. Zürich war gut, ja das Spiel vermochte wohl auch Crawford sehr zu gefallen. Dennoch dauerte es mit dem ersten Treffer bis zur 13. Minute. Wie sollte es im neuen Jahr auch anders sein, fiel es im Powerplay. Bärtschi lief in die Zone, legte zurück zu Keller und der haute die Scheibe trocken ins Tor. Ja es wurde Sekunden später noch besser, diesmal durfte sich Künzle feiern lassen. Er stocherte im richtigen Moment nach und drückte die Scheibe über die Linie. Nun musste man sich kurzfristig etwas Sorgen machen um den HCL. Er wurde gerade etwas überfahren vom Z. Doch das Blatt wendete sich noch vor der Pause, da war es Pettersson – wer auch sonst -, der für den Anschlusstreffer besorgt war. In den letzten zwei Minuten hatte der Z dann etwas Glück, dass er noch den Ausgleich hinnehmen musste.

Der Ausgleich im Mitteldrittel
Ein junger feierte heute auch noch still und heimlich sein NLA Debut. Dominik Diem, 17 Jahre alt und Center – ebenfalls mit Gitter unterwegs. Der zweite Spielabschnitt selber brachte etwas weniger Spektakel als der erste. Lugano nun aktiver und für die Führung des ZSC wurde die Luft zunehmend dünner. Nach 28. Minuten war sie dann endgültig Geschichte. Kparghai war es, der den Ausgleich vollbrachte und dem Z eine neue Aufgabe stellte. Doch der Z konnte nicht reagieren, weder im Schlussteil des zweiten Drittels, noch im dritten Teil dieser Partie. Es war sogar so, dass dee HC Lugano mit jeder Minute besser wurde. Mehrmals fehlten den Luganesi nur wenige Zentimeter zum Führungstreffer. Doch sie scheiterten jedesmal an Schlegl und selbst im Powerplay, als die Paradelinie durchspielte, gelang Lugano kein Treffer.

Nullnummer in der Verlängerung
Also musste die Verlängerung eine Entscheidung bringen, oder doch nicht? Auch hier scheiterten alle Abschlüssversuche an den jeweiligen Torhütern. So musste es dann ins Penaltyschiessen gehen, dort aber war der Z unfähig ein Tor zu erzielen, ja gar auf das Tor zu schiessen. Weder Shannon, Trachsler noch Nilsson brachten ihre Versuche auf das Tor. Eine eher bescheidene Ausbeute und als Pettersson dann traf, war die Partie durch. Ein Punkt aus Lugano mitgenommen – naja. Der HCL ist stark, aber er fokussiert sich auch in dieser Saison zu fest auf eine Linie. Wenn es dieser nicht läuft, dann geht nichts, heute lief es ihr und Lugano gewann. So geht das!

Ambri und Lugano zum Beginn des neuen Jahres

Kurz vor dem Jahreswechsel verpflichtete der ZSC noch den ehemaligen NHL Verteidiger Henrik Tallinder. Der Schwede absolvierte in der NHL 717 Spiele, trug dabei während einer Saison sogar das „A“ bei Buffalo. Ihm wird ein gutes physisches Spiel, insbesondere vor dem eigenen Tor und in den Ecken, attestiert. Seine Schwächen dürften im Offensivspiel liegen, aber trotz seiner 35 Jahre wird er als ungemein ehrgeizig und motiviert beschrieben. Dies war dann auch, in den ersten Trainings zu sehen, oft war Tallinder – gemeinsam mit den jungen Spielern – am längsten auf der Eisfläche und lies sich von den beiden Trainer sein neues Spielsystem eintrichtern. Man darf also gespannt sein, wie sich der Schwede in seinen ersten Auftritten beim ZSC gibt.

Zwei Tessiner Gegner zum Auftakt
Wie fast schon zur Tradition geworden, findet auch morgen das Spiel am 2. Januar um 15:45 statt. Dort wartete Ambri-Piotta, die aktuell mit dem 10. Rang auf dem Weg in Richtung Play-Outs sind. Acht Punkte trennen die Leventiner vom rettenden achten Platz, es muss also etwas geschehen, sollte sich das Team von Serge Pelletier noch ernsthaft Hoffnungen für die Playoffs machen wollen. Insbesondere die Schweizer Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen. Bisher waren es nämlich hauptsächlich Giroux, Hall und Aucoin, welche die Offensive der Leventiner geprägt hatten. Nur gerade Steiner von den Schweizern konnte da mithalten. Diese vier Akteure haben 45 der 81 Tore erzielt und sind damit quasi unersetzbar. Wenn es ihnen nicht läuft, dann verliert Ambri.

Beim HC Lugano gab es zuletzt nur noch das Thema Brunner. Alle Augen waren auf dem ehemaligen NHL-Hoffnungsträger von Detroit gerichtet gewesen, doch Brunner konnte in seinen ersten zwei Partien noch nicht reüssieren. Wenn würde es aber wundern, wenn er ausgerechnet gegen den ZSC seinen ersten Treffer erzielen würde? Zusammen mit Pettersson, Klasen und Fippula könnte er ein enorm wichtiges Puzzleteil im Kader des HCL sein. Auf dieses Lugano ist nicht erst seit Brunners Verpflichtung Acht zu geben, auch wenn der fünfte Rang wohl noch nicht zufriedenstellend sein dürfte. Die grösste Gefahr liegt bei Lugano darin, dass den Starspielern zu viel Verantwortung übergeben wird.

Verletzungen und Absenzen prägen den Start des 2015
Auch zu Beginn des 2015 wird beim ZSC einiges an Spielermaterial fehlen. Neben den Dauerverletzten werden auch Malgin und Siegenthaler weiterhin fehlen, welche noch bis Ende der nächsten Woche an der U20-WM in Toronto verweilen. Mit Tallinder wird die Situation dadurch, zumindest in der Defensive, etwas entschärft. Klar ist aber auch, dass Namen wie Schmuckli, Blattner, Bachofner weiterhin eine Chance erhalten, sich zu präsentieren und für Werbung in eigner Sache zu machen. In dieser Phase der Saison vielleicht eine ganz gute Situation und für die jungen zusätzliche Motivation…

Zum Ende ein souveräner Sieg gegen Lugano

ZSC – HC Lugano 6:2 (0:0, 2:0, 4:2)

Es geht also wieder los mit der Meisterschaft, die Nationalmannschaftspause, in der Künzle, Baltisberger und co. von Zürich im Einsatz stand, endete damit an diesem Samstagabend. Der ZSC konnte vor der Länderspielpause nicht immer vollends überzeugen und in fast allen Spielen brachten sie das vorhandene Potenzial nicht auf das Eisfeld. Da bot die Pause quasi die Chance sich neu zu skalieren und wieder bereit den Durchblick zu erhalten. Mit dem HC Lugano und dem HC Davos warteten gleich zwei der wohl stärksten Teams der Liga. Beim HCL steht mit Fredrik Pettersson der absolut beste Skorer der Liga. Seine 18 Tore und 13 Assists nach 20 Partien sind eine beeindruckend Zahl. Auf ihn musste die gesamte Mannschaft des ZSC also besonders acht geben.

Kein NLA würdiges Startdrittel
Lukas Flüeler hatte die Pause anscheinend nicht gut bekommen, denn er war krank und an seiner Stelle kam Luca Boltshauser zur Premiere beim ZSC. Es änderte wenig daran, dass dieses Drittel nicht gerade in die Geschichtsbücher der beiden Mannschaften einging. Wenig spielerische Höhepunkte und noch viel weniger zusammenhängende Aktionen. Lugano leicht im Vorteil in diesem ersten Drittel, dies aber nicht weil die Ausländer der Tessiner das Spiel machten, sondern viel mehr, da beide Mannschaften noch nicht auf Betriebstemperaturen waren. Die logische Folge ein torloses Drittel zu Beginn heute Abend.

Besser, ja deutlich besser
In den ersten zehn Minuten musste man sich fast darum fürchten, dass dieses Niveau so durchgezogen wurde. Aber ehrlicherweise musste ja mal irgendwann eine Steigerung her, es war der ZSC der zuerst etwas aufdrehen konnte und dann in der 32. Minute auch zum Führungstreffer kam. Doch das erste Tor war symbolisch für den Beginn dieser Partie, irgendwie stocherte Künzle die Scheibe über die Linie. Nun machte Lugano die Flügel auf und in der 34. Minute resultierte daraus eine zwei gegen eins Situation. Baltisberger und Seger zogen davon, Balti täuschte den Schuss an und schoss dann dennoch allein – haargenau. Perfekt in den Engel und so war das 2:0 dann Tatsache.

Zum Schluss eine klare Sache
Das letzte Drittel sollte dann das beste dieser Partie werden, es brachte Speed, Chancen und vor allem Tore. Der Torreigen startete in der 45. Minute mit dem Treffer von Bärtschi, der den Abpraller von Shannon verwertete. Shannon selber legte in der 46. Minute dann nach dem Assist gleich noch einen Treffer nach. Im Powerplay zog er ab und stellte den Spielstand auf 4:0. Lugano eigentlich durch, doch Pettersson und Co. bäumte sich noch einmal auf. Dies nach dem der ZSC den Ligatopskorer jederzeit im Griff hatte. Doch in der 51. Minute erlaubte er sich eine Unachtsamkeit und eben dieser Pettersson markierte den Treffer. Eine Minute später stand es schon 4:2. Sekunden später wurde die Aufholjagd aber abrupt gebremst. Keller hämmerte die Scheibe in die Maschen und beendete damit die Hoffnungen auf eine Wende. Schlusspunkt in dieser Partie setzte noch einmal Shannon, der das leere Tor in Unterzahl erzielte. Zum Ende war es dann noch eine klare Angelegenheit für den ZSC, der damit morgen die Tabellenführung übernehmen könnte.

Ein Sieg für die mitgereisten Fans

HC Lugano – ZSC 3:4 (2:0, 1:0, 0:4)

Knapp 20 Zürcher Fans verirrten sich an diesem Dienstagabend in die Resega ins Tessin. Eine erste Überraschung gab es bereits nach dem Gotthatd, den dort lag eine dicke Schicht an Schnee, nicht so wie in Zürich, wo es fast schon frühlingshaft warm war.

Zu viele Strafen kassiert
Auch im Spiel selber gab es schnell eine Überraschung, denn nach nur fünf Minuten sass ein Zürcher bereits auf der Bank. Lugano nutzte diese offerierte Chance kaltblütig aus und so stand es in der 5. Minute bereits 1:0. Danach gestalteten die Zürcher die Partie ausgeglichen und in der 13. Minute, Lugano verbüsste gerade eine Strafe, zog Nilsson alleine auf Manzato zu. Doch der geniale Techniker scheiterte und Sekunden danach machte es Bastl nicht besser. Ein Tessiner Stock verhinderte den sicheren Treffer vor dem leeren Tor. Weitere zwei Strafen gegen denZ folgten und 22,2 Sekunden vor Ende des ersten Abschnittes machte Lugano auch noch den zweiten Treffer. Lugano in diesen ersten Minuten kaltblütiger und durchaus verdient in Front.

Was für ein scheiss Drittel
Ein 2:0 in der Resega aufzuholen, ist keine einfache Sache, aber die Zürcher Fans waren guten Mutes. Leider waren die Zürcher Spieler nicht mit demselben Glauben in das zweite Drittel gestartet. Kaum ein Spielaufbau kam zu Stande, kaum ein Pass fand den gewünschten Empfänger, kaum ein Check wurde gefahren und kaum ein Schuss wurde abgefeuert. Dafür gab es genügend Strafen gegen den Z, in der 26. Minute hatte Lugano sogar die Chance sich in doppelter Überzahl zu versuchen. Nach nur sieben Sekunden waren sie bereits erfolgreich und lagen nun mit drei Längen in Front. Man wünschte sich als Z Fan die Abfahrt des Cars verpasst zu haben, denn solch ein mieses Drittel lieferte der Z lange nicht mehr ab. Wollte er noch etwas verändern in diesem Spiel, dann musste da schnell etwas passieren in diesem Schlussabschnitt.

Was für ein geiles Ding da unten!
Ganz ehrlich, ich glaubte nicht mehr an die Wende vor diesem Drittel. Zu schlechte agierte der ZSC in den ersten zwei Dritteln und zu abgeklärt wirkte das Heimteam. Etwas Hoffnung brachte ein Powerplaytreffer in der 45. Minute bei dem Seger als Torschütze gefeiert wurde, bedient wurde er von Nilsson, welcher nun plötzlich das Powerplay leitete und dirigierte. Es war ein Tor aus dem Nichts, aber es schlug beim Team von Crawford ein wie eine Bombe. Nur zwei Minuten später, es lief erneut ein Powerplay, passte der Schuss von Bergeron genau, diesmal wurde der Treffer durch Shannon vorbereitet. Drahtzieher dieses Überzahlspiels war aber erneut Nilsson. Was dieser Junge an der Scheibe zeigt, dass gehört zum besten, was es in der Schweiz wohl je zu sehen gab. Nilsson ist darüber aus aber auch ein Teamplayer, der es versteht seinen Mitspielern nicht nur Anweisungen, sondern auch Motivation auf den Weg zu geben.

Zurück zum Spiel: Lugano konnte sich doch nun einige Minuten schadlos halten, die Zürcher hatten ihr Pulver offensichtlich etwas früh verschossen, oder doch nicht? Fünf Minuten vor Ende legte Schäppi von hinter dem Tor auf Senteler zurück, dieser stocherte die Scheibe hinter Manzanto zum 3:3. Ein Jubeln ging durch den Gästesektor und durch die Zürcher Spieler, der Z hatte diese Partie nun wirklich gewendet. Allgemein spielte in diesem letzten Drittel nur noch ein Team, es war der ZSC – egal was, aber es gelang ihm. Selbst als man sich gut eine Minute vor Ende schon mit der Verlängerung abfand, da traf er noch einmal Diesmal war es Bärtschi mit einem Schuss, der nicht ganz unhaltbar aussah, welcher den nächsten und entscheidenden Treffer verbuchte. Mehr brauchte es gar nicht, beziehungsweise es war genug, denn so eine Wende erlebst Du nicht jeden Abend.

Das Spiel der Zürcher war heute zwei Drittel unzureichend, aber offensichtlich hat diese Mannschaft die Klasse, solche Partien auch innerhalb eines Drittels in die richtigen Bahnen zu lenken. Wer heute nicht da war, der verpasste tatsächlich etwas! Was für ein geiles Spiel….