Gemeinsam für eine bessere Stimmung – der neue Fansektor

Bereits vor einigen Wochen kam die Diskussion um einen eigenen Fansektor auf, einige Medien berichteten aufgrund von Aussagen von Peter Zahner darüber. Dass sich die Situation im 3. Rang West nicht zufriedenstellend darstellt, ist kein neues Thema und auch keine Erfindung aus dem Jahr 2015. Was aber dagegen getan werden könnte, war lange nicht klar.

StadionplanGestern nun ist die Welle ins Rollen gekommen, durch das Eintreffen der Informations-Briefe des ZSC an die betroffenen Personen. Dabei wird in den Sektoren Q2 und S2 ein Stehplatzsektor entstehen. Nun ist es natürlich so, dass in diesen Bereichen bereits Saisonkarten vergeben sind und diese, sofern sie nicht in diesem Stimmungssektor stehen möchten, umziehen müssen. Alternativ wird Ihnen ein Platz in den anderen punktierten Sektoren (siehe Plan links, zur Vergrösserung anklicken) angeboten.

Für die Betroffenen stehen zum Beispiel die Sektoren V2 und T2 zur Verfügung. Diese sind zwar nicht mehr an demselben Ort, aber sie bieten grundsätzlich eine bessere Sicht. Für alle anderen Sektoren im gesamten Hallenstadion, bleibt die Situation unverändert. Alle Sektoren, ausgenommen Q2 und S2, bleiben nummeriert.

Dass diese Meldung nicht zwingend zu Freudensprüngen bei den Betroffenen führt, war zu erwarten. Die Zeit ist aber gekommen, nachdem sich in den letzten Jahren eine schleichende Abwärtsspirale der Stimmung abgezeichnet hatte, einen Schritt zu machen. Seit Jahren wurde im Hintergrund, gemeinsam mit Fans und Club nach Lösungen gesucht, die aber alle aus technischen oder finanziellen Gründen nicht realisiert werden konnten. Auch andere Ideen und Versuche, mit dem aktuellen Sektor T2, wurden geprüft und durchgeführt – leider scheiterten sie aber alle.

Jetzt gibt es ein konkretes Projekt, dass zwar nicht die Lösung aller Probleme ist, das aber sicherlich zur Verbesserung der Stimmung im Hallenstadion beiträgt und hoffentlich eine neue Eigendynamik entwickelt. Für alle Betroffenen ist es sicherlich keine erfreuliche Nachricht, aber es ist zu hoffen, dass sie im Sinne des gemeinsamen Zieles, der Erreichung einer besseren Stimmung im Hallenstadion, diesen Entscheid akzeptieren und mittragen. So, dass wir dann bereits in der Saison 2015/16 öfters wieder einmal Gänsehaut in der Halle erleben dürfen.

Ein katastrophaler Beginn in diese Playoffs

ZSC – EHC Biel 0:5 (0:3, 0:2, 0:0)

Vorhang auf für die grosse Eishockeybühne, fertig mit dem Qualifikationsmuffe – Auf gehts in die Playoffs. Musste der EHC Biel noch lange um die entsprechende Qualifikation kämpfen, stand der ZSC standesgemäss bereits früh als Teilnehmer für die Playoffs fest. Jedes Jahr wird die Diskussion wieder geführt, ob dies eher ein Vor- oder Nachteil ist und jedes Jahr ist es auch wieder anders. Deshalb ist der ZSC gut beraten, solche Diskussionen gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Im Stadion hatten die ZSC Fans auf der gesamten Westseite eine riesige Choreo vorbereitet und gewährten dem Playoffauftakt so eine mehr als würdige Kulisse.

Ohne Gegenwehr in die Niederlage
Das war es dann auch und weil wir unsere Spielberichte stets der Mannschaftsleistung anpassen, verzichten wir heute auf einen Bericht. Gratulation an den EHC Biel er hat es verstanden, den ZSC aus dem Spiel zu nehmen. Bis am Dienstag in Biel.

Bilder: www.faszination-zsc.ch/index.php?/category/29

Wieder ein 0:4 gewendet!

ZSC – EV Zug 6:4 (0:4, 4:0, 2:0)

Fünf Siege in Serie konnten die Zuger aneinanderreihen – der ZSC, welcher seinerseits drei Niederlagen in Serie hinnehmen musste, ist also mehr als gewarnt. Zwar verlor der ZSC zwei der drei Partien nach Verlängerung, beziehungsweise nach Penaltyschiessen, dennoch entspricht dies selbstverständlich nicht den Ansprüchen, die der ZSC an sich selber setzt. Ein grosser Anteil an dieser Erfolgsserie der Innerschweizer hat Tobias Stephan, der einen ungemein sicheren Rückhalt für Zug ist. Nichstdestotrotz wae das Ziel für das Team rund um das Geburtdtagskind Schäppi klar, ein Sieg sollte endlich wieder her, auch um die Ruhe und das Heimrecht zu festigen.

Vergesst es gleich!
Gut drei Minuten war der gute Vorsatz zu sehen, dann war es sogleich auch wieder vorbei. Dann fiel nämlich das 0:1 und es sollten noch drei weitere folgen. Nach drei Gegentoren wurde es Boltshauser zu bunt, er ging und Leimbacher nahm seinen Platz ein. Doch auch er konnte das vierte Tor nicht verhindern, der ZSC komplett von der Rolle. Viele Fehlpässe, kaum ein Abschluss und der EVZ führte deshalb durchaus verdient mit 0:4 zur Pause. Die Stimmung selbstverständlich im Keller und es musste einiges passieren, wollte der ZSC noch etwas bewirken.

…und es funktioniert
Von der ersten Sekunde an war der Wille zu sehen, eine Änderung ins Spiel zu bringen, zu sehen. Zuerst noch schüchtern und ängstlich, dann nach dem ersten Tor mehr und mehr konkreter. Es war Künzle der einen schönen Pass von Trachsler inn die Maschen dreschte. Eine Minute später, es lief die 24. Minute, war es ein glücklicher Zufall der den zweiten Treffer bescherte. Torschütze diesmal Schäppi – ein Geburtstagsgeschenk, welches wegweisenden Charakter hatte. Weitere zwei Minuten später, die Halle hatte nun wieder Fahrt aufgenommen, war es Baltisberger, welcher den Schuss von Shannon ins Tor lenkte. Es war übrigens ein Powerplaytreffer, der die Hoffnung endgültig zurück brachte. Ja und es kam dann noch besser: Bärtschi hämmerte die Hartgummischeibe gnadenlos in den Engel. Nun der ZSC entfesselt, er stürmte an, als wären sie nie 0:4 in Rückstand gewesen. Der ZSC war nun phasenweise sowas von überlegen und eigentlich hätte er bereits nach zwei Drittel vorne liegen müssen.

Sekunden vor Ende den Sieg gesichert
Im Schlussdrittel brauchte es dann Zeit bis der ZSC wieder im Spiel war, das Mitteldrittel brauchte sehr viel Kraft. Dies bestätigte auch Wick nach dem Spiel. Ja, es dauerte bis zur 59. Minute und einem grossen Chaos vor dem Tor von Stephan, ehe ein weiterer Treffer fiel. Wick schloss ab, die Scheibe blieb Zentimer davor stehen und Trachsler vollendete das Werk zum 5:4. Diesen Dämpfer dann konnte Zug dann gar nicht mehr kompensieren – mit sechs Feldspielern agierten sie kopflos und erhielten noch einen Treffer. Shannon eroberte die Scheibe hinter dem leeren Tor, passte zu Trachsler und der besieglte den Z Sieg mit seinem zweiten Tor.

Nach dem Spiel fehlten Roman Wick die Worte, er wisse auch nicht warum man im ersten Drittel so untergehen könne. Ebenfalls keine Erklärung dafür hatte Crawford, der heiser war nach dem Spiel – ob es an seiner Pausenansprache lag? Jedenfalls strich auch er heraus, welch wichtigen Stellenwert der Fans zu diesem Sieg hatte. Auch wurde er gefragt, warum er Cunti ab dem zweiten Drittel nicht mehr spielen lies. Selbstverständlich antwortere er auch darauf diplomatisch: „Luca war nicht der einzige der schlecht spielte, aber manchmal muss man ein Zeichen setzen und wir wissen, dass er mehr kann“.

Egal, Crawford hat es verstanden sein Team so zu führen, dass sie zum zweiten Mal ein 0:4 Rückstand drehten, beides Mal gegen Zug – notabene!

Die Champions Hockey League im Rückblick

Ja, es hätte keine Meisterleistung gebraucht am gestrigen Abend um die Wiener nach 60 Minuten zu bezwingen, aber etwas mehr Konzentration und Konsequenz dann eben schon. Drei Mal durfte der ZSC vorlegen, drei Mal verpasste es das Team von Crawford nachzulegen und die Führung auszubauen. Als Fraser dann die erstmalige Führung für Wien zu Stande brachte, war es in der 57. Minute bereits zu spät für eine Reaktion und so dürfen sich die Össtereicher – die fünf Siege aus sechs Spielen erreichten – als das Überraschungsteam dieser CHL-Qualifikation feiern. Sie waren am Ende das clevere und physisch auch präsentere Team an diesem Dienstagabend. Was die Zürcher in der Liga vorbildlich durchführen, die gegnerischen Spieler von Lukas Flüeler wegzuhalten und ihm den Weg freizuschaufelnd, klappte gestern so gar nicht. Seger und Co. verpassten es drei Mal, die Sicht für Flüeler freizuhalten und damit sind bereits drei Tore von gestern Abend zu begründen.

Welchen Stellenwert hat die neue Champions Hockey Legaue?
Gross angekündigt und auch ordentlich vermarktet; so zeigte sich die Champions Hockey League vor dieser ersten Austragung. Natürlich ist diese noch lange nicht vorbei, für den ZSC aber schon und damit auch die Gelgenheit ein erstes Fazit zu ziehen. Die Mehrheit der Zuschauer sind vom neuen Produkt noch kaum überzogen, dies zeigte sich dann auch in den Heimspielen der Zürcher. „Der Chreis“ in Dübendorf war noch gut gefüllt, doch für das Hallenstadion reicht das Interesse bei weitem nicht.

Es wird sicherlich zwei bis drei Jahre benötigen, ehe die CHL Fuss fassen dürfte und auch International zu einem angesehenen Wettbewerb avanciert. Unter diesen Umständen und mit der Tatsache, dass die KHL nicht mitmacht, werden viele Clubverantwortliche dieses Format als bessere Vorbereitung sehen. Um über diesen Stellenwert zu kommen, braucht es zudem noch einige organisatorischen Fortschritte. Lange Pausen, wie diese gegen Färjestad BK der Fall waren, dürfen nicht akzeptiert werden und müssen zum Spielabbruch führen. Für viele eher ein Detail am Rande, für die Fans aber ungemein ärgerlich und mühsam, sind die Powerbreaks die es gefühlte fünf Mal pro Drittel gibt. Ein Unding aus der NHL, welches man schnellstmöglich abschaffenn sollte.

Zusammengefasst aber kann durchaus ein positives Feedback gegeben werden. Lustige Reisen, gutes Niveau und viel Körperkontakt für diese Jahreszeit waren die positiven Nebeneffekte der neuen CHL.

Der ZSC ohne Ausreisser nach Oben
Peter Zahner hatte im Vorfeld des CHL-Wettbewerbs die Wichtigkeit dieses Formats für den ZSC unterstrichen. Er lief dann auch immer in Bestbesetzung auf und zumindest von der Aufstellung her, gab es nie Fragen über die Glaubwürdigkeit dieser Aussage. Dennoch konnten einige Spieler, die in der Liga ansonsten ganz anders auftretten, nicht verbergen, dass nicht alle dieser CHL denselben Stellenwert zuweisen. Insbesondere in den beiden Spielen gegen Färjestad BK wurde dies ersichtlich, beides Mal verloren die Zürcher in der Verlängerung und damit im Endeeffekt auch die Chance über Platz zwei weiterzukommen.

Die zwei Pflichtsiege gegen Oslo stellten keine Überraschung dar, aber im Auswärtsspiel wäre der ZSC beinahe um seine drei Punkte gebracht worden. Im Heimspiel gegen Wien hatte man es ebenfalls verpasst drei Punkte abzustauben, da brachte auch der Siegestreffer von Baltisberger wenig. Am Ende hatte man genügend Chancen – trotz der Niederlage von gestern – um weiterzukommen, man verpasste es aber stets die letzte Konsequenz hinter die Aktionen zu bringen und scheidet so wohl durchaus verdient aus dieser CHL-Kampagne 2014/15 aus.

Für einmal ein lockerer Sieg gegen Fribourg

ZSC – HC Fribourg-Gotteron 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)

Die positive Nachricht vor dem Spiel vorweg; Mike Künzle hat seinen Vertrag vorzeitig bis ins Jahre 2018 verlängert – ohne Austiegsklausel. 20-jährig ist der Flügel erst, aber in dieser Saison gehört er bereits zu den positiven Überraschungen der noch jungen Spielzeit. Bereits drei Tore und drei Assists konnte sich Küzle bis zum heutigen Tag gut schreiben – in bisher acht Partien. Seine Voraussetzungen mit 193 Zentimetern Körpergrösse und über 90 Kilogramm Kampfgewicht sind aber auch durchaus vielversprechend.

Weniger positiv stimmt der Gegner von heute Abend. Fribourg-Gotteron ist der absolute Angstgegner der Zürcher und man ist sich bewusst: es ist endgültig nur noch eine Kopfsache. Beim ersten Spiel, dazumal in Fribourg, war der Z über weite Strecken der Partie die deutlich bessere Mannschaft, verlor aber eben am Ende dennoch. Da hilft selbst die Tatsache, dass das Team von Kossmann selber im untern Mittelfeld der Tabelle „herumgurkt“ nur wenig. Denn egal in welcher Verfassung die beiden Teams gegeneinander antretten, irgendwie ist bei den Zürchern Spieler immer der falsche Gedanke im Hirn.

Bescheiden in allen Belangen
Für einen bei Fribourg war es eine durchaus spezielle Rückkehr, für Jeff Tambellini. Nach kurzer Zeit bereits hochgejubelt, von den Fans geliebt, verliess er in seiner zweiten Saison den ZSC Hand über Kopf. Auf eine Art und Weise, wie sie von den Fans und den Mitspielern wenig goutiert wurde. Vielleicht sollte man sich vor seinem Handeln etwas besser überlegen, welche Konsequenzen dies hat. Erfreulicher war da die Premiere von Denis Malgin, der wie Siegenthaler 17 Jahre jung ist und zu den grössten Talenten der Organisationen zählt. Ihm war es dann auch vergöhnt das erste Bully zu spielen. Er durfte mit Baltisberger und Wick zusammen in der ersten Linie agieren und zeigte sein Potenzial in den ersten beiden Einsätzen sogleich. Es war dann aber auch alles, was von diesem Drittel hangen blieb.

Irgendwann ging es dann doch noch
Wie im ersten Spielabschnitt ging es dann auch zu Beginn des zweiten weiter, wenig Kampf, wenig Eishockey und auch kaum Stimmung. Man hatte sich zu gedulden an diesem Montagabend bis in die 30. Minute, dann gab es aber auch gleich eine doppelte Premiere. Auf der einen Seite die Torpremiere an diesem Abend – verantwortlich dafür Wick -, auf der anderen Seite die Punktepremiere von Malgin. Artig salutierte er vor Wick für dessen Tor – so war es schon fast ein perfekter Start des Jünglings. Wenige Sekunden später hätte Malgin fast noch das erste Tor erzielt, doch der Vollerfolg blieb ihm verwehrt. Das Tor aber half dem Z und auch dem Spiel. Drei Minuten später jubelte Bastl, er profitierte von einer Ablage durch Bärtschi, welcher wiederum von einem Pass von Trachsler von hinter dem Tor erhielt. Aber Fribourg vermochte zu reagieren, während einem Powerplay erzielten die Gäste den Anschluss. Doch auch Zürich erhielt vor dem Drittelsende noch einmal die Chance im Powerplay zu spielen und die Truppe von Crawford nutzte dies. Den Slapshot von Bergeron vermochte Conz noch abzuwehren, aber Nilsson reagierte schnell und stocherte die Scheibe über die Linie.

Eine saubere Sache im Schlussabschnitt
Im letzten Drittel brauchte es dann keine Meisterleistung mehr, zu ungefährlich war Fribourg in diesem Drittel. Für den Schlusspunkt war Fritsche verantwortlich, der von einem haarsträubenden Fehler der Defensive freundlich unterstützt wurde. Erfreulich zu vermerken war der Auftritt von Malgin, der einen Auftakt nach Mass erwischte.