Gemeinsam für eine bessere Stimmung – der neue Fansektor

Bereits vor einigen Wochen kam die Diskussion um einen eigenen Fansektor auf, einige Medien berichteten aufgrund von Aussagen von Peter Zahner darüber. Dass sich die Situation im 3. Rang West nicht zufriedenstellend darstellt, ist kein neues Thema und auch keine Erfindung aus dem Jahr 2015. Was aber dagegen getan werden könnte, war lange nicht klar.

StadionplanGestern nun ist die Welle ins Rollen gekommen, durch das Eintreffen der Informations-Briefe des ZSC an die betroffenen Personen. Dabei wird in den Sektoren Q2 und S2 ein Stehplatzsektor entstehen. Nun ist es natürlich so, dass in diesen Bereichen bereits Saisonkarten vergeben sind und diese, sofern sie nicht in diesem Stimmungssektor stehen möchten, umziehen müssen. Alternativ wird Ihnen ein Platz in den anderen punktierten Sektoren (siehe Plan links, zur Vergrösserung anklicken) angeboten.

Für die Betroffenen stehen zum Beispiel die Sektoren V2 und T2 zur Verfügung. Diese sind zwar nicht mehr an demselben Ort, aber sie bieten grundsätzlich eine bessere Sicht. Für alle anderen Sektoren im gesamten Hallenstadion, bleibt die Situation unverändert. Alle Sektoren, ausgenommen Q2 und S2, bleiben nummeriert.

Dass diese Meldung nicht zwingend zu Freudensprüngen bei den Betroffenen führt, war zu erwarten. Die Zeit ist aber gekommen, nachdem sich in den letzten Jahren eine schleichende Abwärtsspirale der Stimmung abgezeichnet hatte, einen Schritt zu machen. Seit Jahren wurde im Hintergrund, gemeinsam mit Fans und Club nach Lösungen gesucht, die aber alle aus technischen oder finanziellen Gründen nicht realisiert werden konnten. Auch andere Ideen und Versuche, mit dem aktuellen Sektor T2, wurden geprüft und durchgeführt – leider scheiterten sie aber alle.

Jetzt gibt es ein konkretes Projekt, dass zwar nicht die Lösung aller Probleme ist, das aber sicherlich zur Verbesserung der Stimmung im Hallenstadion beiträgt und hoffentlich eine neue Eigendynamik entwickelt. Für alle Betroffenen ist es sicherlich keine erfreuliche Nachricht, aber es ist zu hoffen, dass sie im Sinne des gemeinsamen Zieles, der Erreichung einer besseren Stimmung im Hallenstadion, diesen Entscheid akzeptieren und mittragen. So, dass wir dann bereits in der Saison 2015/16 öfters wieder einmal Gänsehaut in der Halle erleben dürfen.

Ein katastrophaler Beginn in diese Playoffs

ZSC – EHC Biel 0:5 (0:3, 0:2, 0:0)

Vorhang auf für die grosse Eishockeybühne, fertig mit dem Qualifikationsmuffe – Auf gehts in die Playoffs. Musste der EHC Biel noch lange um die entsprechende Qualifikation kämpfen, stand der ZSC standesgemäss bereits früh als Teilnehmer für die Playoffs fest. Jedes Jahr wird die Diskussion wieder geführt, ob dies eher ein Vor- oder Nachteil ist und jedes Jahr ist es auch wieder anders. Deshalb ist der ZSC gut beraten, solche Diskussionen gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Im Stadion hatten die ZSC Fans auf der gesamten Westseite eine riesige Choreo vorbereitet und gewährten dem Playoffauftakt so eine mehr als würdige Kulisse.

Ohne Gegenwehr in die Niederlage
Das war es dann auch und weil wir unsere Spielberichte stets der Mannschaftsleistung anpassen, verzichten wir heute auf einen Bericht. Gratulation an den EHC Biel er hat es verstanden, den ZSC aus dem Spiel zu nehmen. Bis am Dienstag in Biel.

Bilder: www.faszination-zsc.ch/index.php?/category/29

Wieder ein 0:4 gewendet!

ZSC – EV Zug 6:4 (0:4, 4:0, 2:0)

Fünf Siege in Serie konnten die Zuger aneinanderreihen – der ZSC, welcher seinerseits drei Niederlagen in Serie hinnehmen musste, ist also mehr als gewarnt. Zwar verlor der ZSC zwei der drei Partien nach Verlängerung, beziehungsweise nach Penaltyschiessen, dennoch entspricht dies selbstverständlich nicht den Ansprüchen, die der ZSC an sich selber setzt. Ein grosser Anteil an dieser Erfolgsserie der Innerschweizer hat Tobias Stephan, der einen ungemein sicheren Rückhalt für Zug ist. Nichstdestotrotz wae das Ziel für das Team rund um das Geburtdtagskind Schäppi klar, ein Sieg sollte endlich wieder her, auch um die Ruhe und das Heimrecht zu festigen.

Vergesst es gleich!
Gut drei Minuten war der gute Vorsatz zu sehen, dann war es sogleich auch wieder vorbei. Dann fiel nämlich das 0:1 und es sollten noch drei weitere folgen. Nach drei Gegentoren wurde es Boltshauser zu bunt, er ging und Leimbacher nahm seinen Platz ein. Doch auch er konnte das vierte Tor nicht verhindern, der ZSC komplett von der Rolle. Viele Fehlpässe, kaum ein Abschluss und der EVZ führte deshalb durchaus verdient mit 0:4 zur Pause. Die Stimmung selbstverständlich im Keller und es musste einiges passieren, wollte der ZSC noch etwas bewirken.

…und es funktioniert
Von der ersten Sekunde an war der Wille zu sehen, eine Änderung ins Spiel zu bringen, zu sehen. Zuerst noch schüchtern und ängstlich, dann nach dem ersten Tor mehr und mehr konkreter. Es war Künzle der einen schönen Pass von Trachsler inn die Maschen dreschte. Eine Minute später, es lief die 24. Minute, war es ein glücklicher Zufall der den zweiten Treffer bescherte. Torschütze diesmal Schäppi – ein Geburtstagsgeschenk, welches wegweisenden Charakter hatte. Weitere zwei Minuten später, die Halle hatte nun wieder Fahrt aufgenommen, war es Baltisberger, welcher den Schuss von Shannon ins Tor lenkte. Es war übrigens ein Powerplaytreffer, der die Hoffnung endgültig zurück brachte. Ja und es kam dann noch besser: Bärtschi hämmerte die Hartgummischeibe gnadenlos in den Engel. Nun der ZSC entfesselt, er stürmte an, als wären sie nie 0:4 in Rückstand gewesen. Der ZSC war nun phasenweise sowas von überlegen und eigentlich hätte er bereits nach zwei Drittel vorne liegen müssen.

Sekunden vor Ende den Sieg gesichert
Im Schlussdrittel brauchte es dann Zeit bis der ZSC wieder im Spiel war, das Mitteldrittel brauchte sehr viel Kraft. Dies bestätigte auch Wick nach dem Spiel. Ja, es dauerte bis zur 59. Minute und einem grossen Chaos vor dem Tor von Stephan, ehe ein weiterer Treffer fiel. Wick schloss ab, die Scheibe blieb Zentimer davor stehen und Trachsler vollendete das Werk zum 5:4. Diesen Dämpfer dann konnte Zug dann gar nicht mehr kompensieren – mit sechs Feldspielern agierten sie kopflos und erhielten noch einen Treffer. Shannon eroberte die Scheibe hinter dem leeren Tor, passte zu Trachsler und der besieglte den Z Sieg mit seinem zweiten Tor.

Nach dem Spiel fehlten Roman Wick die Worte, er wisse auch nicht warum man im ersten Drittel so untergehen könne. Ebenfalls keine Erklärung dafür hatte Crawford, der heiser war nach dem Spiel – ob es an seiner Pausenansprache lag? Jedenfalls strich auch er heraus, welch wichtigen Stellenwert der Fans zu diesem Sieg hatte. Auch wurde er gefragt, warum er Cunti ab dem zweiten Drittel nicht mehr spielen lies. Selbstverständlich antwortere er auch darauf diplomatisch: „Luca war nicht der einzige der schlecht spielte, aber manchmal muss man ein Zeichen setzen und wir wissen, dass er mehr kann“.

Egal, Crawford hat es verstanden sein Team so zu führen, dass sie zum zweiten Mal ein 0:4 Rückstand drehten, beides Mal gegen Zug – notabene!

Die Champions Hockey League im Rückblick

Ja, es hätte keine Meisterleistung gebraucht am gestrigen Abend um die Wiener nach 60 Minuten zu bezwingen, aber etwas mehr Konzentration und Konsequenz dann eben schon. Drei Mal durfte der ZSC vorlegen, drei Mal verpasste es das Team von Crawford nachzulegen und die Führung auszubauen. Als Fraser dann die erstmalige Führung für Wien zu Stande brachte, war es in der 57. Minute bereits zu spät für eine Reaktion und so dürfen sich die Össtereicher – die fünf Siege aus sechs Spielen erreichten – als das Überraschungsteam dieser CHL-Qualifikation feiern. Sie waren am Ende das clevere und physisch auch präsentere Team an diesem Dienstagabend. Was die Zürcher in der Liga vorbildlich durchführen, die gegnerischen Spieler von Lukas Flüeler wegzuhalten und ihm den Weg freizuschaufelnd, klappte gestern so gar nicht. Seger und Co. verpassten es drei Mal, die Sicht für Flüeler freizuhalten und damit sind bereits drei Tore von gestern Abend zu begründen.

Welchen Stellenwert hat die neue Champions Hockey Legaue?
Gross angekündigt und auch ordentlich vermarktet; so zeigte sich die Champions Hockey League vor dieser ersten Austragung. Natürlich ist diese noch lange nicht vorbei, für den ZSC aber schon und damit auch die Gelgenheit ein erstes Fazit zu ziehen. Die Mehrheit der Zuschauer sind vom neuen Produkt noch kaum überzogen, dies zeigte sich dann auch in den Heimspielen der Zürcher. „Der Chreis“ in Dübendorf war noch gut gefüllt, doch für das Hallenstadion reicht das Interesse bei weitem nicht.

Es wird sicherlich zwei bis drei Jahre benötigen, ehe die CHL Fuss fassen dürfte und auch International zu einem angesehenen Wettbewerb avanciert. Unter diesen Umständen und mit der Tatsache, dass die KHL nicht mitmacht, werden viele Clubverantwortliche dieses Format als bessere Vorbereitung sehen. Um über diesen Stellenwert zu kommen, braucht es zudem noch einige organisatorischen Fortschritte. Lange Pausen, wie diese gegen Färjestad BK der Fall waren, dürfen nicht akzeptiert werden und müssen zum Spielabbruch führen. Für viele eher ein Detail am Rande, für die Fans aber ungemein ärgerlich und mühsam, sind die Powerbreaks die es gefühlte fünf Mal pro Drittel gibt. Ein Unding aus der NHL, welches man schnellstmöglich abschaffenn sollte.

Zusammengefasst aber kann durchaus ein positives Feedback gegeben werden. Lustige Reisen, gutes Niveau und viel Körperkontakt für diese Jahreszeit waren die positiven Nebeneffekte der neuen CHL.

Der ZSC ohne Ausreisser nach Oben
Peter Zahner hatte im Vorfeld des CHL-Wettbewerbs die Wichtigkeit dieses Formats für den ZSC unterstrichen. Er lief dann auch immer in Bestbesetzung auf und zumindest von der Aufstellung her, gab es nie Fragen über die Glaubwürdigkeit dieser Aussage. Dennoch konnten einige Spieler, die in der Liga ansonsten ganz anders auftretten, nicht verbergen, dass nicht alle dieser CHL denselben Stellenwert zuweisen. Insbesondere in den beiden Spielen gegen Färjestad BK wurde dies ersichtlich, beides Mal verloren die Zürcher in der Verlängerung und damit im Endeeffekt auch die Chance über Platz zwei weiterzukommen.

Die zwei Pflichtsiege gegen Oslo stellten keine Überraschung dar, aber im Auswärtsspiel wäre der ZSC beinahe um seine drei Punkte gebracht worden. Im Heimspiel gegen Wien hatte man es ebenfalls verpasst drei Punkte abzustauben, da brachte auch der Siegestreffer von Baltisberger wenig. Am Ende hatte man genügend Chancen – trotz der Niederlage von gestern – um weiterzukommen, man verpasste es aber stets die letzte Konsequenz hinter die Aktionen zu bringen und scheidet so wohl durchaus verdient aus dieser CHL-Kampagne 2014/15 aus.

Für einmal ein lockerer Sieg gegen Fribourg

ZSC – HC Fribourg-Gotteron 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)

Die positive Nachricht vor dem Spiel vorweg; Mike Künzle hat seinen Vertrag vorzeitig bis ins Jahre 2018 verlängert – ohne Austiegsklausel. 20-jährig ist der Flügel erst, aber in dieser Saison gehört er bereits zu den positiven Überraschungen der noch jungen Spielzeit. Bereits drei Tore und drei Assists konnte sich Küzle bis zum heutigen Tag gut schreiben – in bisher acht Partien. Seine Voraussetzungen mit 193 Zentimetern Körpergrösse und über 90 Kilogramm Kampfgewicht sind aber auch durchaus vielversprechend.

Weniger positiv stimmt der Gegner von heute Abend. Fribourg-Gotteron ist der absolute Angstgegner der Zürcher und man ist sich bewusst: es ist endgültig nur noch eine Kopfsache. Beim ersten Spiel, dazumal in Fribourg, war der Z über weite Strecken der Partie die deutlich bessere Mannschaft, verlor aber eben am Ende dennoch. Da hilft selbst die Tatsache, dass das Team von Kossmann selber im untern Mittelfeld der Tabelle „herumgurkt“ nur wenig. Denn egal in welcher Verfassung die beiden Teams gegeneinander antretten, irgendwie ist bei den Zürchern Spieler immer der falsche Gedanke im Hirn.

Bescheiden in allen Belangen
Für einen bei Fribourg war es eine durchaus spezielle Rückkehr, für Jeff Tambellini. Nach kurzer Zeit bereits hochgejubelt, von den Fans geliebt, verliess er in seiner zweiten Saison den ZSC Hand über Kopf. Auf eine Art und Weise, wie sie von den Fans und den Mitspielern wenig goutiert wurde. Vielleicht sollte man sich vor seinem Handeln etwas besser überlegen, welche Konsequenzen dies hat. Erfreulicher war da die Premiere von Denis Malgin, der wie Siegenthaler 17 Jahre jung ist und zu den grössten Talenten der Organisationen zählt. Ihm war es dann auch vergöhnt das erste Bully zu spielen. Er durfte mit Baltisberger und Wick zusammen in der ersten Linie agieren und zeigte sein Potenzial in den ersten beiden Einsätzen sogleich. Es war dann aber auch alles, was von diesem Drittel hangen blieb.

Irgendwann ging es dann doch noch
Wie im ersten Spielabschnitt ging es dann auch zu Beginn des zweiten weiter, wenig Kampf, wenig Eishockey und auch kaum Stimmung. Man hatte sich zu gedulden an diesem Montagabend bis in die 30. Minute, dann gab es aber auch gleich eine doppelte Premiere. Auf der einen Seite die Torpremiere an diesem Abend – verantwortlich dafür Wick -, auf der anderen Seite die Punktepremiere von Malgin. Artig salutierte er vor Wick für dessen Tor – so war es schon fast ein perfekter Start des Jünglings. Wenige Sekunden später hätte Malgin fast noch das erste Tor erzielt, doch der Vollerfolg blieb ihm verwehrt. Das Tor aber half dem Z und auch dem Spiel. Drei Minuten später jubelte Bastl, er profitierte von einer Ablage durch Bärtschi, welcher wiederum von einem Pass von Trachsler von hinter dem Tor erhielt. Aber Fribourg vermochte zu reagieren, während einem Powerplay erzielten die Gäste den Anschluss. Doch auch Zürich erhielt vor dem Drittelsende noch einmal die Chance im Powerplay zu spielen und die Truppe von Crawford nutzte dies. Den Slapshot von Bergeron vermochte Conz noch abzuwehren, aber Nilsson reagierte schnell und stocherte die Scheibe über die Linie.

Eine saubere Sache im Schlussabschnitt
Im letzten Drittel brauchte es dann keine Meisterleistung mehr, zu ungefährlich war Fribourg in diesem Drittel. Für den Schlusspunkt war Fritsche verantwortlich, der von einem haarsträubenden Fehler der Defensive freundlich unterstützt wurde. Erfreulich zu vermerken war der Auftritt von Malgin, der einen Auftakt nach Mass erwischte.

Die Wende der Wende!

ZSC – SC Bern 5:2 (1:0, 0:2, 4:0)

Es ist dann halt irgendwie jedes Jahr wieder dasselbe. Für den ZSC steht ab heute ein Mamutprogramm an; sechs Spiele innerhalb von neun Tagen, dass ist die Aufgabe bis morgen in einer Woche. Der Auslastungsplan des Hallenstadions, in Kombination mit den zusätzlichen Spielen des Schweizer-Cups machen dies nötig. Zurück im Kader war Robert Nilsson, der seine Verletzung überstanden hatte und so dem Team wieder zur Verfügung stand.

Bern nur zu Beginn besser
Zu Beginn der Partie war es eher der SC Bern, der diesem Spiel den Stempel aufdrückte. Er agierte clever und genoss doch vorerst ausreichend Freiheiten für die Spielzüge. Unterstützt wurde diese Tatsache durch eine Strafe gegen den ZSC, doch Bern konnte nicht davon profitieren. Gegen Mitte des ersten Drittels kam der Z dann besser ins Spiel, es wurde erkenntlich, dass der Z die grösseren spielerischen Möglichlichkeiten besass. Nach 12. Minuten dann münzte das Team von Crawford dies in ein Tor um. Trachsler zog mit viel Geschwindigkeit in die Zone, bediente dort Bärtschi und der machte schon wieder im Nachsetzen das Tor. Spätestens von da an war der Z besser und auch ideenreicher, aber er verpasste es einen weiteren Treffer nachzulegen.

Endlich Emotionen im Spiel

Alain Gerber im Zweikampf mit Mike Künzle

Alain Gerber im Zweikampf mit Mike Künzle

Es war bis dahin kein schlechtes, aber ein durchaus emotionsloses Spiel – der Meister aus den vergangenen Saisons. Bern bemühte sich, aber fand nur unzureichend ins Spiel. Bis zur 26. Minute und einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Siegenthaler. Diese Entscheidung wurde von den Zürcher Fans so gar nicht mit Verständnis aufgenommen. Die nächsten fünf Minuten waren geprägt von Pfiffe und negativen Emotionen. Leider aber auch vom Berner Ausgleich in der 27. Minute. Dass den Z selber dies aber auch wurmte, wurde spätestens an einer grossen Chance von Schäppi – in Unterzahl – klar. Mit nur einem Gegentreffer war der Z durchaus gut aus dieser Unterzahl gekommen. Darauf baute er sogleich auf und übernahm wieder die Spielkontrolle. Doch es kam noch ein Rückschlag in der 33. Minute und dem Führungstreffer von Bern.

Wieder eine Wende im letzten Drittel
Eine Reaktion war gefordert und in dieser Disziplin gehört der ZSC definitiv zur Spitze. Dies bewahrheitete sich auch im heutigen Spiel. In der 47. Minute nahm Nilsson mass im Powerplay und verwertete seinen Handgelenksschuss in den Maschen. Sechs Spielminuten später folgte dann die endgültige Wende: wieder ein Powerplay, Trachsler passte erneut haargenau und erwischte diesmal den Stock von Balti. Dieser brauchte nur noch sein Arbeitsgerät auf dem Boden zu platzieren und schon stand es 3:2. Es war die definitiv letzte Wendung in dieser Begegnug. Von nun an hatten die Mutzen kaum mehr eine Chance, der Z läuferisch zu stark. Für das Endresultat waren dann die beiden Tore von Bergeron und Künzle verantwortlich – beide in der 60. Minute. Es war der schöne Abschluss eines unterhaltsamen Abends.

Morgen geht es bereits weiter, dann in Genf…

Challenge acceept – challenge done!

ZSC – EV Zug 6:4 (0:4, 3:0, 3:0)

Für die grössten Schlagzeilen vor diesem vierten Meisterschaftsspiel für den ZSC sorgte Chris Baltisberger. Der 22-jährige Stürmer darf in dieser Woche im Prospect Game der Edomton Oilers unter Beweis stellen. Für eine Woche wird er damit dem ZSC fehlen – diese Saison aber wird Baltisberger sicherlich noch beim ZSC absolvieren. Vielleicht aber könnte die Zukunft des aufstrebenden Powerflügels in der NHL liegen. Zurück im Team waren diesmal wieder Blindenbacher und Stoffel, damit verfügte Crawford wieder über vier volle Defensivreihen. Vor allem würde es aber auf die Offensivkräfte ankommen, denn der EV Zug zeigte sich in den beiden Startpartien äusserts abgebrüht und hinterliess insbesondere in der eigenen Zone einen starken Eindruck.

ääh… was war dies?
Was wir da im ersten Drittel zu sehen bekamen, hatte sicherlich was mit Unterhaltung zu tun – mit Eishockey dagegen weniger. Kaum Bewegung und zwar bei der gesamten Mannschaft. Bereits nach 5. Minuten nutzte dies Zug aus und bereits stand es 0:1. Der zweite Treffer folgte drei Spielminuten später. Der zweite Treffer war dann gleichzeitig auch jener, bei welchem die Schuld beim Torhüter und nicht bei seinen Vorderleuten lag. Der Zuger umkurvte das Tor und lupfte die Scheibe über Flüelers Fanghand ins Tor. Der dritte Treffer für Zug (14.) war dann zwischenzeitlich die letzte Aktion der Nummer 30. Crawford setzte Leimbacher ins Tor und wollte damit ein Umdenken erzielen. Total fehlgeschlagen vorderhand: Sekunden später war auch Leimbacher geschlagen. Erneut schlief die Zürcher Verteidigung und wieder musste ein Torhüter hinter sich greifen.

Die Wende – dank Wick
Viele waren sich schon beim Bier in der Drittelspause einig, dieser Match sei durch – ich übrigens auch. Doch es kam anders, ein geniales Drittel stand uns bevor. Auslöser dafür war ein Lob – wohl eher als Befreiungsschlag angedacht von Geering aus der eigenen Zone -, der bei Wick landete und der zog auf Stephan zu uns lies das Netz zappeln. Ein kleiner Funke, der sechs Minuten zur Flamme entzündete. In der 30. Minute legte der Z ein Tempo vor, bei dem Zug von A bis Z überfordert war. Am Schluss war es Künzle der im Getümmel Bastl sah, dieser erwischte die Scheibe zwar nicht richtig, dennoch flog diese ins Tor. Nun war die Hütte wieder da und der Jubel war noch nicht durch, da hämmerte Bärtschi eine abgelegte Scheibe von Wick in die Maschen. Zug schockiert, Zürich euphorisiert. Bis zu einer Strafe Minuten später, da wurde der enorme Energieverbrauch dieser Aufholjadg bemerkbar. Lukas Flüeler, der auf das zweite Drittel hin wieder im Tor stand, musste in der Folge seinen Leuten mehrmals das Resultat retten. Ein erneuter Rückschlag wäre ungünstig und demoralisierend gewesen. Doch es blieb bis zur zweiten Pause bei diesem Spielstand.

Das Spiel gedreht
Mit dem 3:4 konnte man sich aber logischerweise nichts kaufen und so legte das Team von Crawford noch nach. In der 47. Minute fand Trachsler Künzle und dieser im Stile eines abgebrühten Champions traf zum Ausgleich. In diesem Drittel fand die Aufholjagd seine Fortsetzung nicht in einem Sturmlauf sondern viel eher in kontinuierlicher Arbeit. Es dauerte dann auch sechs Minuten bis zur erstmaligen Führung für den Z in diesem Spiel. Segers Slapshot konnte der Zuger Torhüter nur abwehren, nicht aber festhalten und davon profitierte Wick zum 5:4. Es war ihm zu gönnen, dass er es war, der diesen Führungstreffer erzielte und so seinen Effort krönte. Ich wage zu behaupten, ohne ihn wäre diese Aufholjagd nicht möglich gewesen. Den Schlusspunkt setzte Bärtschi, der mit dem 6:4 den Endstand bewerkstelligte.

Diese Wende zeugt von grossem Charakter und wirft natürlich die Frage auf, was dies ermöglichte? Künzle, Cunti und Wick waren sich einig, dass sie dieses 0:4 als Challenge akzeptierten und gemeinsam mit voller Kraft alles zur Wende beitrugen. Ja, da hat Marc Crawford offensichtlich die richtigen Worte gefunden… und er hatte einen Flüeler, ab dem zweiten Drittel, der seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt verleihte.