Im letzten Drittel Genf den Meister gezeigt!

ZSC – HC Genf-Servette 5:2 (0:1, 1:1, 4:0)

Es geht weiter, der ZSC mit einem Sieg über Biel in den Halbfinal eingezogen, hat der HC Genf-Servette sich gegen Lugano durchgesetzt und den Tessinern einen herben Rückschlag versetzt. Dieser Erfolg, als sechster in die Playoffs gestartet, dürfte dem Team von Chris McSorley sicherlich Aufschwung verleihen. Und auch in dieser Serie dürfte das Trainerduell eine medienwirksame Geschichte werden; McSorley jedenfalls nicht dafür bekannt, seine Emotionen allzu sehr für sich zu behalten. Ob Crawford ähnlich reagieren wird, wie noch gegen Kevin Schläpfer bleibt abzuwarten, aber der Trainer von Genf weiss, dass er dem ZSC spielerisch unterlegen ist.

Ausgeglichen und ein Fehlentscheid
Der Auftakt war dann nicht ganz überraschend etwas verhalten. Beide Teams testeten sich etwas aus, ohne dabei aber die Defensive zu vernachlässigen. Sogar Genf zog ihr physisches Spiel noch nicht auf, es waren wenige kernige Checks zu sehen im ganzen ersten Drittel und doch war es Genf, welches in Führung ging. Siegenthaler agierte etwas zu passiv und so kamen die Welschen nach 12. Minuten zur Führung. Sie war nicht zwingend verdient, aber so ist es eben, einmal nicht aufgepasst und schon kassiert man hinten ein Tor. Der ZSC dann in der Folge besser, doch ein Tor gelang dem ZSC nicht in diesem Drittel.

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr machte sich die Klasse der Zürcher bemerkbar. Immer wieder gelangen ihm gute Angriffsauslösungen und dies war bereits ein gutes Zeichen, gegen Biel klappte schon dies nicht. Nach 26. Mimuten dann belohnte Wick sich und das Team für den Effort. Das 1:1 war nicht nur verdient, es war auch eine gute Antwort auf den Treffer von Genf. Danach ging es weiter in die Richtung von Mayer, der Z wirkte wacher, spritziger und das 2:1 wäre nicht komplett falsch gewesen. Aber es war Genf Servette, die den zweiten Treffer erzielten. Wie das Tor zu Stande kam, dann eher auf den Schiedsrichter zurückzuführen. DAgostini lief einen Konter, scheiterte an Flüeler und bekam einen Penalty zugesprochen, der Z Spieler konnte den Genfer weder aufhalten, noch behindern und so durfte der Topskorer anlaufen. Wie er den Penalty machte, war dann souverän, dennoch, dieser Entscheid war falsch. So musste der ZSC, unter Unmut der Z Fans, mit einem 1:2 in die Pause.

Ein meisterliches Drittel
Der letzte Abschnitt war dann so klar, wie es sich wohl kaum einer in der Halle erträumen konnte. Aber alles von Anfang an, zuerst war es Bärtschi, der in der 44. Minute die Lawine zum Rollen brachte. Auf Pass von Cunti erzielte er den Ausgleich. Dieses Tor wirkte wie eine Lawine auf den ZSC, von nun an wollte beim Heimteam alles und bei den Gästen nichts mehr funktionieren. Wenige Sekunden Später lag die Scheibe bereits wieder im Tor, diesmal zog Nilsson links an allen vorbei und hängte die Hartgummischeibe in die Maschen, eine schöne Einzelleistung, aber auch ein Fehler von Mayer in dieser Situation. Der Schwede avancierte spätestens dann zum Matchwinner, als er in der 49. Minute zum 4:2 traf im Powerplay. Innert fünf Minuten hatte der Z diese Partie also gewendet. Genf total überfordert und nicht mehr fähig zu reagieren; hilflos dann nicht ganz, McSorley schickte seine Mannen auf die physische Tour. Doch auch dies brachte wenig, spätestens als Bastl in der 50. Minute zum 5:2 einschob war die Partie gelaufen. Alle emotionalen Ausbrüche brachten nichts mehr, der Z ging als Sieger vom Eis und feierte den wichtigen ersten Sieg in dieser Serie, bis am Donnerstag in Genf!

Wieder ein 0:4 gewendet!

ZSC – EV Zug 6:4 (0:4, 4:0, 2:0)

Fünf Siege in Serie konnten die Zuger aneinanderreihen – der ZSC, welcher seinerseits drei Niederlagen in Serie hinnehmen musste, ist also mehr als gewarnt. Zwar verlor der ZSC zwei der drei Partien nach Verlängerung, beziehungsweise nach Penaltyschiessen, dennoch entspricht dies selbstverständlich nicht den Ansprüchen, die der ZSC an sich selber setzt. Ein grosser Anteil an dieser Erfolgsserie der Innerschweizer hat Tobias Stephan, der einen ungemein sicheren Rückhalt für Zug ist. Nichstdestotrotz wae das Ziel für das Team rund um das Geburtdtagskind Schäppi klar, ein Sieg sollte endlich wieder her, auch um die Ruhe und das Heimrecht zu festigen.

Vergesst es gleich!
Gut drei Minuten war der gute Vorsatz zu sehen, dann war es sogleich auch wieder vorbei. Dann fiel nämlich das 0:1 und es sollten noch drei weitere folgen. Nach drei Gegentoren wurde es Boltshauser zu bunt, er ging und Leimbacher nahm seinen Platz ein. Doch auch er konnte das vierte Tor nicht verhindern, der ZSC komplett von der Rolle. Viele Fehlpässe, kaum ein Abschluss und der EVZ führte deshalb durchaus verdient mit 0:4 zur Pause. Die Stimmung selbstverständlich im Keller und es musste einiges passieren, wollte der ZSC noch etwas bewirken.

…und es funktioniert
Von der ersten Sekunde an war der Wille zu sehen, eine Änderung ins Spiel zu bringen, zu sehen. Zuerst noch schüchtern und ängstlich, dann nach dem ersten Tor mehr und mehr konkreter. Es war Künzle der einen schönen Pass von Trachsler inn die Maschen dreschte. Eine Minute später, es lief die 24. Minute, war es ein glücklicher Zufall der den zweiten Treffer bescherte. Torschütze diesmal Schäppi – ein Geburtstagsgeschenk, welches wegweisenden Charakter hatte. Weitere zwei Minuten später, die Halle hatte nun wieder Fahrt aufgenommen, war es Baltisberger, welcher den Schuss von Shannon ins Tor lenkte. Es war übrigens ein Powerplaytreffer, der die Hoffnung endgültig zurück brachte. Ja und es kam dann noch besser: Bärtschi hämmerte die Hartgummischeibe gnadenlos in den Engel. Nun der ZSC entfesselt, er stürmte an, als wären sie nie 0:4 in Rückstand gewesen. Der ZSC war nun phasenweise sowas von überlegen und eigentlich hätte er bereits nach zwei Drittel vorne liegen müssen.

Sekunden vor Ende den Sieg gesichert
Im Schlussdrittel brauchte es dann Zeit bis der ZSC wieder im Spiel war, das Mitteldrittel brauchte sehr viel Kraft. Dies bestätigte auch Wick nach dem Spiel. Ja, es dauerte bis zur 59. Minute und einem grossen Chaos vor dem Tor von Stephan, ehe ein weiterer Treffer fiel. Wick schloss ab, die Scheibe blieb Zentimer davor stehen und Trachsler vollendete das Werk zum 5:4. Diesen Dämpfer dann konnte Zug dann gar nicht mehr kompensieren – mit sechs Feldspielern agierten sie kopflos und erhielten noch einen Treffer. Shannon eroberte die Scheibe hinter dem leeren Tor, passte zu Trachsler und der besieglte den Z Sieg mit seinem zweiten Tor.

Nach dem Spiel fehlten Roman Wick die Worte, er wisse auch nicht warum man im ersten Drittel so untergehen könne. Ebenfalls keine Erklärung dafür hatte Crawford, der heiser war nach dem Spiel – ob es an seiner Pausenansprache lag? Jedenfalls strich auch er heraus, welch wichtigen Stellenwert der Fans zu diesem Sieg hatte. Auch wurde er gefragt, warum er Cunti ab dem zweiten Drittel nicht mehr spielen lies. Selbstverständlich antwortere er auch darauf diplomatisch: „Luca war nicht der einzige der schlecht spielte, aber manchmal muss man ein Zeichen setzen und wir wissen, dass er mehr kann“.

Egal, Crawford hat es verstanden sein Team so zu führen, dass sie zum zweiten Mal ein 0:4 Rückstand drehten, beides Mal gegen Zug – notabene!

Im Mitteldrittel die drei Punkte vergeben

EHC Biel – ZSC 3:2 (0:1, 2:0, 1:1)

War es schon der letzte Tanz der Zürcher im Eisstadion in Biel? Zumindest, wenn der ZSC und Biel nicht in den Playoffs aufeinander treffen, dann ist die altehrwürdige Eishalle von Biel damit Geschichte. Mehr und mehr nehmen neue Stadien einmarsch, mit einigen Vorteilen, aber sicherlich auch Nachteilen. Klar ist, der Charme geht vielerorts verloren und durch neue Spielstätten wird auch Tür und Tor für noch mehr Event und noch weniger Eishockey geöffnet. Geniessen wir also noch, was noch altehrwürdig ist. Zurück, nach überstandener Krankheit, ist Jonas Siegenthaler. Eine einfache Partie aber würde es kaum werden, denn der ZSC hatte zwei der bisherigen drei Spiele dieser Saison verloren. Er konnte also maximal auf Gleichstand stellen für diese Qualifikation.

Mit einer grossen Choreo gestartet
Dass erste was man vom Z zu sehen bekam, fand dann auf den Rängen statt. Die Zürcher zogen eine grosse Choreo hoch, es wurden präsentiert die Trophäen, die der ZSC bisher in der Vereinsgeschichte errungen hatte. Auf dem Eis sollte es ja diese Saison einen Titel mehr geben. Zumindest im heutigen Spiel war der Z noch weit von dieser Form entfernt – verständlicherweise auch. Nach 6. Minuten klimperte es dann trotzdem im Tor der Bieler; Cunti, Bärtschi und Cunti wieder zum Tor. Ein schöner Doppelpass vollendete Cunti zum Führungstreffer. Danach aber war es Biel, unterstützt von einigen Strafen gegen den ZSC, der den Takt angab. Doch Schlegl hielt was es zu halten gab und so blieb es bei der knappen Führung.

Im Mitteldrittel das Spiel verloren
Im zweiten Abschnitt war dann wenig erbaulich für den ZSC. Zwei Gegentore und nur wenige Chancen für den Z, denn die Defensive war mehrheitlich in Aktion. Die beste Geschichte des Mitteldrittels war dann, die Aktion „Bier für die Welt“. Mehr gab es fast nicht mehr zu berichten, es war ein Drittel zum vergessen.

Wollte der ZSC im Schlussdrittel noch etwas bewirken, dann musste schnell etwas passieren. Doch leider kam es anders, in der 46. Minute konnte Biel zum Konter ansetzen, Schlegl hätte die Chance zum befreien gehabt, doch der Puck landete am Ende im Tor. Schlegl musste anschliessend raus, Boltshauser rein. Dadurch, dass er danach kein Gegentreffer einstecken musste, ist die Frage, wer morgen spielt, auch wie geklärt. Der Anschlusstreffer in der 49. Minute hatte nur noch statistischen Wert. Zum Ende wurde der ZSC mit 3:2 auf die Reise nach Zürich geschickt. Morgen geht es dann weiter im Hallenstadion – gegen Lausanne.

Eine katastrophale Fehlentscheidung führt zum Siegtreffer von Bern

SC Bern – ZSC 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

Greifen wir ihn also an, den Cupfinal. Wenn man schon dabei ist und wenn man schon nach Bern reist an so einem Mittwoch, dann will man zumindest mit dem Sieg zurückkehren nach Zürich. Erste gute Nachricht, nach dem Cunti schon längere Zeit wieder im Training war, kehrt er nun auch wieder zurück in den Kader des Cupspiels. Auch heute war Schlegl im Tor, der den weiterhin verletzten Lukas Flüeler ersetzte.

Ein regelrechter Kaltstart für den ZSC
2.5 Sekunden vor Ende machte McCarthy vor Ende des Spiels die Meisterschaft klar. Heute dauerte es 9 Sekunden bis zum ersten Tor, leider für die falsche Mannschaft. Bern führte und der ZSC schockiert, auch danach war der SCB besser, fuhr ein oder zwei Mal sogar einen Konter. Doch Schlegl hielt diese Versuche und so kam der Z Schritt für Schritt in diese Partie. Eine grosse Chance hatte Bern noch und zwar im Powerplay, da drückte Bern wie verrückt auf den Treffer. Bis zur 17. Minute und dann spielte Keller hinter dem Tor Katz und Maus mit den Verteidiger, bis die Scheibe zu Shannon gelangte und der haute sie an Bührer vorbei in die Maschen. Grosses Kino, die 200-300 Zürcher Fans in Sektor lagen sich in den Armen. So muss es sein, nun war das Team von Crawford ready, blieb aber vorerst ohne weitere Torerfolge.

Tor Gardner, Assist Schiedsrichter!
Im zweiten Drittel dann war der ZSC doch leicht im Vorteil, zumindest zu Beginn. Allerdings wurde es auch ordentlich ruppiger: Berger und Cunti kamen sich ordentlich zu nahe, dass da Cunti den Kürzeren zog, erstaunte nur wenig. Trotzdem war das Mitteldrittel eine gute Sache, man bemerkte das es um den Cupfinal ging, es wurde emotionaler. Doch zum Schluss blieb es beim ausgeglichenem Spielstand bis zur Pause. Doch der SCB war zum Ende, dank einer doppelten Überzahlsituation, wieder am Drücker. Ein Fazit des Spiels aber gab es bereits zur zweiten Pause: die Pausenspiele des Cups sind genau so dämlich, wie jene in der Meisterschaft.

Soweit so gut, nun aber wurde es haarsträubend – besonders mit den „Unparteiischen“ – in dieser Partie. Den Schiedsrichter entglitt die Partie nun komplett – erstaunlich war, dass dies bis 22 Sekunden vor Ende der Partie keine Auswirkung auf den Spielstand hatte. Dann aber umso heftiger, eine skandalöse Strafe gegen Bergeron entschied diese Partie, beziehungsweise die Folge davon, nämlich ein Tor von Gardner. Die Partie zu Ende und die Zürcher Spieler, Anhänger und alle übrigen Zürcher sauer. Dass dann Seger für seinen Wutausbruch vor den Schiedsrichtern auch noch eine kleine Bankstrafe erhielt, passte zum Bild und änderte nichts mehr an dieser hundstraurigen Schiedsrichterleistung! Der SC Bern ist kein unverdienter Finalist, aber die Umstände sind derart hässlich, dass es mich auch einen Tag später noch sauer macht.

Quelle Titelbild: zsclions.ch

Mit einem Sieg erfolgreich das Jahr lanciert

ZSC – HC Ambri-Piotta 3:1 (0:0, 3:1, 0:0)

Herzlich Wilkommen im 2015; die Zürcher Ausgabe 2014 war durchaus erfolgreich und macht natürlich, Lust auf mehr. Was also bringt das neue Jahr für den ZSC? Zuerst einmal einen neuen Schwedischen Verteidiger, welchen wir euch bereits in der Vorschau auf dieses Wochenende etwas näher gebracht haben. Dann sicherlich auch die Fragen, wann welcher verletzte Akteur wieder ins Team zurückkehren wird. Insbesondere bei Geering, der weiterhin an den Folgen einer Hirnerschütterung leidet, sieht es zurzeit nicht gut aus. Wir hoffen, der junge Verteidiger kehrt bald ins Dress der Zürcher zurück! Gute Besserung wieder einmal an dieser Stelle.

Noch etwas Besinnlichkeit nötig?
Im ersten Drittel war dann noch mehr freundliche Weihnachsstimmung auszumachen. Der Z war zwar durchaus bemüht und auch spielerisch leicht bessrr, doch es fehlte auch den Zürchern am Schwung und am Durchsetzungswille. Durchaus positiv war das erste Drittel von Tallinder, der wenig Mühe mit dem neuen Eisfeld und dem Tempo bekundete. Klar, er gehört mit 35 Jahren nicht mehr zu den schnellsten, aber wird in der Zürcher Defensive für Ruhe sorgen. Der Schwede scheint durchaus motiviert für die neue Aufgabe in der NLA zu sein. Ein gutes Zeichen.

Hohe Effizienz im Mitteldrittel
Irgendwann musste es ja dann fallen, das erste Tor in diesem Jahr. Diese Ehre war an Roman Wick, der sich trotz Topskorer-Shirt in einer Formkrise befindet. Er lief in der 23. Minute am linken Flügel durch und machte mit seinem Handgelenkschuss die Führung klar. Danach schien es fasst so, als hätte es beim z „Klick“ gemacht. Innerhalb von drei Minuten erhöhte er, jeweils im Powerplay, auf 3:0. Zuerst war es Bergeron (29′) mit einem satten Slapshot der traf. Danach auch noch Blindenbacher (33′), ebenfalls mit einem äusserst präzisen Slapshot zum 3:0. Damit stand der Z zur zweiten Pause mit einer makellosen Powerplayquote da – wow! Auch nicht alltäglich, ein Vorsatz zum neuen Jahr? Wohl kaum, aber ein gutet Anfang. Dass es dann doch nicht einseitig wurde, hatte Ambri einer defensiven Unachtsamkeiten der Zürcher zu verdanken. So ging es mit einer einigermassem komfortablen Führung ins dritte Drittel.

Bereits im Schongang nach Lugano
Viel mehr als dieses Mitteldrittel brauchte es dann nicht mehr, auch wenn Ambri noch die eine oder andere Chance auf den Anschlusstreffer hatte, blieb es dennoch beim 3:1 bis zum Ende. Somit endete ein geglückter, wenn auch wenig spektakulärer Nachmittag zu Beginn des Jahres. Für ein erstes Fazit ist es natürlich zu früh, dennoch können solche Starts durchaus positiv für das Selbstbewusstsein sein. Man weiss nun, dass man mit Boltshauser eine gute Alternative zu Flüeler hat und auch, dass das Powerplay 2015 besser werden kann, als jenes ein Jahr davor.

Dann wollen wir mal schauen, was das Spiel gegen Lugano so bereit hält. Bis morgen dann, in Lugano.