Muller entlassen – Bengt-Ake Gustafsson übernimmt den ZSC

Nun ging es Schlag auf Schlag. Nach der gestrigen Niederlage im Spiel gegen Rapperswil wurden heute morgen kurzerhand die Konsequenzen aus dem schlechten Saisonstart gezogen. Muller und Leslie sind per sofort nicht mehr im Dienst der Zürcher. Dies nach 16 Runden und nur gerade 20 Punkten. Zu wenig für den Zürcher Vorstand und so darf der Schwede Bengt-Ake Gustafsson das schwierige Erbe von Muller übernehmen. Die Tore wird nämlich auch der neue Trainer nicht schiessen können, aber hoffentlich mehr Konzept auf das Eis bringen. Colin Muller wurde in den letzten Tagen, besonders auf den Rängen, teilweise stark kritisiert.

Der neue Trainer Gustafsson bringt in seinem Repertoire unter anderem einen Olympia- und Weltmeistertitel mit seinem Heimatland mit. Er assistierte während fünf Jahren Ralph Krüger bei der Schweizer Nationalmannschaft und war zwischen 1999 und 2001 Headcoach bei Langnau.

Wir wünschen dem Trainer einen guten Start und möchten es dennoch nicht belassen uns bei Colin Muller, besonders für die Erfolge als Assistent neben Simpson, zu bedanken.

Eine fast perfekte Woche – der ZSC aus der Krise in die Siegesserie

Vor genau einer Woche wackelte der Stuhl von Colin Muller gewaltig. Dies nach der 4:1 Niederlage gegen Bern und die Entlassung war beinahe nur eine Frage der Zeit. So zumindest sahen es viele Fans und noch mehr die Medienschaffenden – sie alle werden eine Woche später Lügen gestraft. Drei Spiele und neun Punkte später spricht kaum jemand mehr von einer Krise, die Siege gegen Langnau, Davos und Kloten haben zumindest kurzfristig die grosse Wende eingeläutet. Ein Sprung von Tabellenrang elf auf sieben ist die Folge und das eindeutige Zeichen – der ZSC kann gegen jeden Gegner dieser obersten Spielklasse bestehen. Dies auch wenn er wie gestern gehörig unter Druck stand und das beinahe über die volle Distanz. Aber im Tor steht zurzeit ein Lukas Flüeler, welcher gestern eine grossartige Leistung auf die Klotener Eisfläche brachte.

Aber auch die übrigen Spieler haben sich fast von A-Z gesteigert. Ambühl konnte seit dem Spiel gegen Langnau seinen Speed und seine Qualitäten auf dem Flügel endlich auch in Punkte umwandeln. Bühlers Einsatz ist sehr mannschaftsdienlich und gehört, auch wenn er selten Tore schiesst, gelobt. Down konnte wieder an seine Leistungen vom Saisonbeginn anknüpfen. Monnet erzielte am gestrigen Abend das entscheidende Tor. Sogar Cory Murphy fällt nun grösstenteils positiv auf dem Eisfeld auf und erzielte am Freitag seinen ersten Treffer beim ZSC! Domenico Pittis war gestern nicht nur für den herrlichen Pass auf Monnet verantwortlich, sondern brachte auch Emotionen ins Derby, welche wohl auch zum Sieg beigetragen haben.

Nun wartet dreimal Rapperswil in den nächsten vier Spielen. Gegen Rappi und am 23.10 in Genf müssen sich die Zürcher erneut beweisen. Spielen sie aber derart solid wie gegen Davos und Kloten, dürften die Zürcher den einen oder anderen Punkt aus diesen Partien mitnehmen und so ihre Position im Mittelfeld festigen – womit dann die Krise endgültig beendet wäre und die meisten Kritiker grösstenteils verstummen würden!

Euer ZSCblog.ch

Der HC Davos als Prüfstein für Muller und sein Team

Ein Sieg, auch wenn er gegen Langnau ist, tut nach einer solchen Durststrecke immer gut. Sowohl der Moral wie auch dem Selbstvertrauen der gesamten Mannschaft. Aber er bringt in diesem Falle Colin Muller vermutlich wenig, wenn der Z am heutigen Nachmittag gegen Davos verlieren sollte. Der HCD präsentierte sich zuletzt in ordentlicher Form und bodigte zum Start des Wochenendes den EV Zug.

Also die beste Ausgangslage, um den Beweis anzutreten, dass die Zürcher immer noch mit den besten Teams mithalten können. Ebenfalls ist ein Schritt in der Tabelle zu erwarten, der Sprung von 8. auf 7. könnte zwar nur kurz anhalten, da Lugano ein Spiel weniger gespielt hat, aber es wäre das erste Mal, seit der Startrunde, dass die Zürcher wieder einen Playoffplatz inne haben.

Alles ab in die Halle! ZSC suscht gar nüt!

ZSC – EHC Biel 3:2 (0:0, 2:0, 0:2, 1:0) n.V.

Das heutige Spiel war durchaus von Bedeutung, denn die Zürcher mussten ihren Sieg gegen Ambri Piotta bestätigen. Ziel war es, die Punkteausbeute am heutigen Abend zu verdoppeln, was bei nur drei Punkten aus vier Begegnungen, nicht ganz einfach war. Im Startdrittel waren zwei fast ebenbürtige Mannschaften auf dem Eis. Allerdings hatte das Heimteam leichte spielerische Vorteile zu verzeichnen, scheiterte jedoch mehrmals aus guter Position an Reto Berra.

Erst in der 29. Minute was es Bühler, welcher das erste Tor in diesem Spiel schoss. Der Z führte somit 1:0. Natürlich beflügelte dieses Tor den Z und Berra, der Schlussmann von Biel, hatte so einges zu tun. Kurz vor Ende des Mitteldrittels hatten die Zürcher noch einen schönen Angriff und dieser verwertete Bühler nach einem schönen Pass durch die gegnerische Zone zum 2:0 Führungstreffer. Eigentlich war dieser Vorsprung im Hinblick auf das letzte Drittel beruhigend.

Doch Biel drückte ein letztes Mal aufs Tempo und kamen zu einigen grossen Chancen vor Flüeler, welcher diese allerdings alle vereitelten. In der 53. Minute fasste Monnet die zweite kleine Strafe aus Zürcher Sicht, ansonsten verhielten sich diese äusserst diszipliniert. Aber es war eine entscheidende Strafe, denn Fata konnte diese ausnützen und traf zum 2:1 nach nur sieben Sekunden Überzahl. Nun steigerte Biel den Druck erneut und der Z konnte kaum mehr befreien. Pfiffe waren in der Halle zu hören und als ein katastrophaler Abwehrfehler in der Schlussminute zum 2:2 Ausgleich führte, war die Wut auf den Rängen kaum mehr zu beschreiben. Der junge Lötscher verwertete den Fehler der Zürcher souverän und wurde somit zum Held der Bieler am heutigen Abend.

Eine Verlängerung musste die Entscheidung bringen. In dieser kam der ZSC zu einer Powerplaysituation, welche Pittis ausnützte. Oder doch nicht? Gefühlte Stunden betrachtete der Head Schiedsrichter diese Szene und entschied anschliessend auf TOR für den Z! Also doch – zumindest auf dem Papier war es für die Zürcher ein Sieg. Dieser hätte allerdings nie derart knapp ausfallen dürfen. Dies bemerkte auch Colin Muller nach dem Spiel. Der Trainer war zwar mit den ersten 50 Minuten zufrieden, den Schluss allerdings mochte er schnellstmöglich vergessen.

Auch aus der Verletzungsfront gibt es für die Zürcher Anhänger nicht unbedingt positive News: Wichser scheint angeschlagen zu sein, was zumindest eine Begründung für dessen schlechte Leistungen sein mag und Paterlini erlitt eine Schnittwunde unterhalb des Knies.

Nach dem Spiel konnten wir mit Sven Ryser über die eigene Leistung und jene der Mannschaft am heutigen Abend sprechen.

Der Saisonauftakt war keine Zürcher Erfolgsgeschichte

Der Z hat seine ersten beiden Begegnungen in der neuen Saison verloren und ist Schlusslicht in der aktuellen Tabelle. Von dieser Situation sollte man sich aber nicht  zu unnötig früher Kritik verleiten lassen, denn das Zürcher Team hat eindeutig das Potenzial ganz oben dabei zu sein. Es waren die Kleinigkeiten, welche als Gesamtes zu einer grossen Unruhe und Unsicherheit im Team geführt hatten. Am Freitag war bei der Niederlage gegen den HC Lugano in den Schlussminuten auch eine gehörige Portion Pech an den Zürchern Schlittschuhen gehaftet.

Am Samstag war Davos zu Gast und die Bündner zeigten den Zürchern im Startdrittel ziemlich klar ihre Limiten auf. Das Team von Colin Muller konnte allerdings reagieren und war im MItteldrittel auf bestem Wege das Spiel in den Griff zu kriegen, als Flüeler durch einen Puck am Gesicht getroffen wurde und in die Garderobe zur Pflege musste. Dem jungen Tim Wolf ist zwar in der Folge kein Vorwurf zu machen, dennoch waren die beiden Treffer, welche er kassierte die Entscheidenden. Das Spiel ging am Ende mit 4:1 deutlich verloren und war für alle Beteiligten eine Enttäuschung. Zumindest über Lukas Flüelers Gesundheitszustand scheint es eine positive Meldung zu geben. Der Torhüter hat sich keine längerfristigen Verletzungen zugezogen.

Eine Woche Training steht nun für das Team auf dem Programm – eine Woche Training mit viel Arbeit für Spieler und Trainer. Es gilt die Details zu korrigieren und dass die Mannschaft zu einer Einheit findet. Nun ja, der Saisonstart sagt zum Glück meistens nur wenig über den tatsächlichen Verlauf der Meisterschaft aus! ZSC – suscht gar nüt!