Endlich ein Sieg auf einer Extrafahrt

Es war kurz nach 16:00, im Zürich Hauptbahnhof füllte sich das Perron des Gleis 16 langsam aber sicher. Rund 400 Zürcher Fans wollten den Weg nach Biel mit dem Extrazug, organisiert durch den DRZ, in Angriff nehmen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren dieser Fahrt, welche vorgängig viel freiwillige Arbeit und einen grossen Aufwand benötigt. Mit etwas Verspätung um 16:50 nahm dann der Extrazug Fahrt auf mit Kurs Richtung Biel Hauptbahnhof. Bereits im Zug herrschte gute Stimmung, es sollte endlich der erste Sieg anlässlich einer Extrafahrt werden.

20131207_biel-zsc__DSC2050Die Fahrt verlief extrem schnell und bereits um 18:30 traffen die Zürcher in Biel ein, von dort aus wurden sie mit Extrabussen weiterbefördert in Richtung Stadion. Wenige Hundertmeter vor dem Stadioneingang hielt dann der Konvoi an. Für die letzten Meter verliessen die Zürcher die Busse und bewältigten diese zu Fuss. Laut und farbenfroh war der Marsch, denn die mitgereisten Fans durchführten. Die Eingangskontrollen liefen dann schnell und speditiv ab, was allen Fans den pünktlichen Eintritt in das Stadion sicherstellte. Dagegen hatte das Catering der Bieler, die Vorwarnung über die grosse Anzahl Zürcher Fans, eher nicht aufgefasst und stellten nur das übliche Kontingent auf.

Das Bieler Schiff, welches in der Choreographie der Zürcher Fans, auf ein Zürcher Schiff zufuhr, wurde von dessen Kanonenkugeln in den Niedergang befördert. Dieses Bild wollten die Zürcher Fans dann auch auf dem Eisfeld sehen, was aber vorderhand nicht eintratt. Zuerst spielten die Bieler kurzfristig den Z an die Wand und führten nach wenigen Sekunden bereits mit 1:0. Im ersten Drittel war es ein stetiges Auf und Ab, die Freude über den sofortigen Ausgleich wurde nur Minuten später durch einen Doppelschlag der Bieler getrübt. Manche dachten wohl zu diesem Zeitpunkt bereits, dass dies mit ersten Sieg an einer Extrafahrt wieder nichts werden würde. Doch die Mannschaft bewies Moral und entschied das Spiel ausgerechnet in Unterzahl mit einem Doppelschlag. Beim Zürcher Anhang lösten diese Treffer Euphorie ohne Ende aus, für den EHC Biel war es ein Schlag ins Genick, von dem er sich nicht mehr zu erholen vermochte.

20131207_biel-zsc__DSC2013Trotz dieses genialen Sieges, konnten nicht alle Zürcher Anhänger diesen so richtig feiern. Kurz vor Ende gab es im Zürcher Sektor noch ein Handgemenge, dass so nicht nötig gewesen wäre. Entsprechend etwas geknickt war die Stimmung dann auf den letzten Metern der Heimfahrt. Doch kurze Zeit später waren dann alle wieder im Siegestrubel und die Heimfahrt verlief eben so schnell, wie jene auf der Hinfahrt. Kurz vor Mitternacht war die Truppe dann wieder in Zürich angekommen und sie meldeten sich im Hauptbahnhof lautstark mit einem „Allez Züri, allez“ an, was einige Schaulustige auf Platz rief.

Es ist zu hoffen, dass die Extrafahrt auch im nächsten Jahr durchgeführt werden kann und sich ein guter Termin finden lässt. Die Fahrten sind doch immer ein guter Anhaltspunkt, wie viele Leute dennoch für solche Fahrten zu motivieren sind. Es wäre schön, die einen oder anderen öfter an den Auswärtsspielen zu sehen.

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Auswärtsreisebericht: Zu Gast beim EHC Kloten

Mitten in der Nacht, okey es war schon kurz vor zwei Uhr am Nachmittag da traffen sich gut 100 Zürcher Anhänger am Bahnhof Oerlikon zum ersten Derby in diesem Jahr. Alle drei Derbies, die dieses Jahr in Kloten angesetzt sind, werden an einem Sonntag um 15:45 angepfiffen. Welch komischer Zufall! Umso besser also, dass der Fanmarsch, welcher ausnahmsweise über den Zürich Flughafen und Balsberg stattfand, total friedlich verlief.Die gut 100 mitgereisten Anhänger machten sich im Flughafengebäude lautstark bemerkbar, was einige Touristen so sehr entzückte, dass dies gleich als Erinnerungsfoto des Urlaubs herhalten musste. Ein amusantes Bild gab es ab, als sich alle Fans auf die Rolltreppe begaben, was zu einem regelrechten Stau vor dieser führte. Tramnummer 10 fuhr die Zürcher Gruppe dann bis zum Bahnhof Balsberg, wo sich die Gruppe sammelte, die Zaunfahne vor sich aufspannte und den langen Fussmarsch in Richtung Schluefweg anfing.

Vom Bahnhof Balsberg ist es deutlich länger zum Stadion, als vom Bahnhof Kloten. Dies machte sich insbesondere in den letzten Metern bemerkbar, war der Anfang noch lautstark und farbenfroh, so verpuffte die Energie bei den mitgereisten Fans mehr und mehr. Dennoch durfte der Fussmarsch als äusserst positiv gewertet werden, da er ein starkes Zeichen gegen die medialen Schlagzeilen über Sportfans war. In Zeiten wo bereits ein Kleber an einer Bushaltestelle als Sachbeschädigung gilt, sind solche Aktionen ein wichtiges Statement.

Im Stadion angekommen, ging die Stimmung dann wieder deutlich nach oben, denn es stand ja nicht irgendein Spiel auf dem Programm, sondern ein Derby! Eine grosse Choreo zu Spielbeginn der Klotener Fans überragte dann die Startphase. Auch wenn sie für den falschen Club war, so ist dieser Aufwand dennoch zu würdigen. Dagegen konnten die Gäste natürlich nicht kontern, es wurde aber auch bewusst auf Aktionen verzichtet, eben aufgrund des Umstandes, dass alle Derbies an Sonntagen stattfinden. Zu Beginn des zweiten Drittels machten die Gäste mit einem Spruchband darauf aufmerksam: „Derbies am Sonntag isch wie Bier ohni Alkohol“.

Je länger das Spiel dann dauerte, desto mehr flachte die Stimmung im Schluefweg ab – auf beiden Seiten des Plexiglases. Highlight war dann das Penaltyschiessen, welches normalerweis am meisten Nervenkitzel beinhaltet, war dieses Mal flau und langweillig. Die Zürcher Spieler machten da gleich mit und gaben mehr Rückpässe zu Gerber, als ernsthafte Versuche ein Tor zu schiessen.

So endete ein Derby, welches so noch zwei Mal gibt an einem Sonntagnachmittag. Die Zürcher Fans reisten enttäuscht zurück, Möglichkeit zur Widergutmachtung gibt es bereits morgen Dienstag gegen den EV Zug.

 

 

 

Auswärts-Reisebericht Fribourg

Nach Ambri und Genf stand mit Fribourg gestern die dritte Auswärtsreise in Serie auf dem Programm. Kurz vor 17 Uhr fuhr der überfüllte Fancar in Zürich los um den ZSC endlich wieder mal gegen Gotteron siegen zu sehen. Das Motto der Fahrt: Fussball ist ne Randsportart und so waren die Meisten im Car mit einem Fussballtrikot ausgerüstet. Aufgrund des immer kleiner werdenden Gästesektor in Fribourg bemühten sich die Organisatoren die Tickets direkt im Car verkaufen zu können. Die Bestellungen wurden aufgenommen und anschliessend direkt der Verkaufsstelle in Fribourg mitgeteilt.

Toi Toi WCs in Fribourg (Dominik Hew/doem.ch)Nach zwei WC-Stops und zirka zwei Stunden Reisezeit war das Ziel beim aktuellen Leader der NLA erreicht. Kurze Zeit später erreichten auch die Fans, welche die Reise mit dem Zug in Angriff nahmen, das Stadion. Für Gesprächsstoff liefern auch immer die sanitären Anlagen, denn es hat nicht wie in jedem anderen Stadion ein „normales WC“, sondern man muss nach draussen in die Kälte. Die zahlreich mitgereisen Fans sorgten bereits vor Spielbeginn für gute Stimmung im Gästesektor. Während der Partie stieg der Lärmpegel dann nochmals etwas an.
Nach der Partie begaben sich die Fans wieder zum Car um die Heimreise anzutreten. Obwohl die Mannschaft nach sechs Siegen in Folge wieder einmal als Verlierer vom Eis musste, war die Stimmung dennoch positiv. Zwar wurden die Fehler der Zürcher Defenisve kurz diskutiert, doch die Meisten freuten sich wieder auf das schöne Zürich. Ein „Mitbringsel“ sorgte für das Highlight der Rückfahrt.

Bevor die Zürcher wieder im Hallenstadion antreten, steht mit Rapperswil am 15. Februar noch eine weitere Auswärtsreise an. Diese werden dann wohl viele mit dem Zug oder dem Auto in Angriff nehmen, denn einen Car gibt es ins St. Gallerland nicht.

Das dritte Derby und die 100. Niederlage gegen den Rivalen

Alles begann kurz vor 18:00 am Bahnhof Oerlikon. Gut 100 Personen fanden sich dort ein, um gemeinsam die nicht sehr lange Reise in Richtung Flughafen, zu den Klotener, in Angriff zu nehmen. Mit Sack und Pack pressten sich die versammelten Personen dann in den Zug. Die SBB hatte es wieder einmal hingebracht, die kleinstmögliche Komposition für diese Zugsverbindung zusammenzustellen. Man fühlte sich näher einer Asiatischen U-Bahn, denn der Schweizer S-Bahn. Aber mit etwas gutem Willen und viel „Moschte“ war es dann doch noch geschafft. Alle Personen hatten den Zug erreicht. Wer nun allerdings, von den übrigen Reisenden, in den folgenden Stationen die S-Bahn verlassen wollte, der hatte doch eher schlechte Aussichten.

Kloten Balsberg Endstation
Um die Tortur nicht auf die Spitze zu treiben, zogen die Zürcher eine Station vorher die Zugfahrt zu beenden. Was folgte war ein Marsch, welcher im Zeichen von Jeff Tambellinis Verurteilung stand. Ein grosses „Jeff“-Plakat wurde auf dem ersten Teil des Marsches zu vorderst mitgetragen und präsentiert. Im Anschluss übte man zuerst das langsame Gehen und anschliessend den Kurzsprint. Dies zur eigenen Unterhaltung und zur Beschäftigung der fleissigen Begleiter.

Somit waren die mitgereisten Fans genügend früh im Stadion. Bereit für den dritten Derbysieg in der laufenden Saison und die Stimmung im Gästesektor war optimistisch. Der Sektor war beinahe voll und die Stimmung vor Spielbeginn sehr gut.

Ein Auf und Ab während dem Spiel
Während dem Spiel bewegte sich dann das Stimmungsbarometer immer wieder auf und ab. Nach dem Rückstand im ersten Drittel flachte die Lautstärke der Zürcher vorerst deutlich ab. Aber wie die Mannschaft rappelte sich auch die Stimmung wieder auf und fortan waren die Zürcher, mindestens auf den Rängen, ebenbürtig.

Trotzdem reichte es nicht und die Enttäuschung nach der 100. Derbyniederlage in der Hockeygeschichte doch sehr hoch. Lange konnten die Zürcher diesen Moment herauszögern, doch am Schluss musste der Tag irgendwann kommen, an welchem es passiert… Chance zur Revanche gibt es bereits in gut zwei Wochen, am 20. November geht dann aber hoffentlich wieder der Z als Sieger vom Eis.

Auswärtsreisebericht Ambri

Kalt, kälter, Ambri

Diesen Samstag freuten sich die Zürcher Fans auf die Auswärtsreise in das sommerliche Tessin.

Puste Kuchen, nicht nur bei uns im Norden ist der Winter ausgebrochen, sondern auch im Tessin scheint er bereits angekommen zu sein. So war es nicht verwunderlich, dass die Meisten um halb 5 Uhr dick eingepackt am Carbahnhof beim HB erschienen. Der guten Stimmung konnte dies jedoch keinen Abbruch tun. Mit Hilfe der Carheizung und viel Bier war das kalte Wetter schnell vergessen…

Kurz vor dem Gotthard stand dann die obligate WC Pause an. Doch als der Car die Raststätte anfahren wollte, versperrte ein Pannenfahrzeug die Einfahrt und der Car musste die Ausfahrt, als Einfahrt benutzen. Vor dem Gotthard dann die grosse Ernüchterung, wieder versperrte ein Pannenfahrzeug die Weiterfahrt. Was man nicht alles für seinen ZSC auf sich nimmt – 50 Minuten warten vor dem Gotthard sind doch ein Klacks!

Mit reichlich Verspätung, jedoch noch rechtzeitig erreichten wir Ambri und verschliefen, im Gegensatz zur Mannschaft, den Start nicht. Die Stimmung war trotz der zwei frühen Gegentore und der eisigen Kälte hervorragend. Ob Schuhe, Fahnen oder DH mit allem was man hatte wurde die Mannschaft heute unterstützt. Doch am Ende sollte es nicht reichen und der ZSC zog nach 6. Siegen in Serie wieder einmal als Verlierer vom Platz. Und so mussten die Zürcher Fans Ambris atemberaubende „La Montanara“ über sich ergehen lassen.

Was danach folgte war dann nicht gerade ein Ruhmesblatt Ambris. Nachdem Match war die Frage: „Wo ist der Car?“ Am anderen Ende des Dorfes war die Antwort und so mussten sich die angereisten Zürcher durch ganz Ambri zu ihrem Car durchschlagen. Jetzt wurde allen schlagartig klar, was letzte Woche mit den Zuger Fans in Ambri geschehen war.

Doch auch dadurch liess man sich die Stimmung nicht verderben, wenn auch die Stimmung nicht mehr so ausgelassen war wie zuvor. Eine Runde „Vordere Teil“ gegen „Hindere Teil“ durfte natürlich auch heute nicht fehlen. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heisst: „Eine kleine Reise ins Tessin gefällig?“

Gallery aus Ambri