Ein Blick auf die Mannschaft der neuen Saison

Mit den Transfers von Marc-André Bergeron und Ryan Keller dürfte das Kader der Zürcher so aussehen, wie es auch in knapp drei Wochen, wenn das Eistraining beginnt, der Fall ist. Bekannt wurde noch, dass Phil Baltisberger in die Ontario Hockey League zu Guelph Storm wechselt. Es ist ein Transfer, welcher sich in den letzten Wochen abzeichnete. Wir blicken ein erstes Mal auf die neue Saison und schauen, wo sich Veränderungen ergeben könnten.

Torhüter:
Hier bestehen wohl am wenigsten Zweifel über die aktuelle Situation. Lukas Flüeler ist die klare Nummer 1 und Tim Wolf wird auch in der Saison 2013/14 nicht über die Rolle des Ersatztorhüters hinauskommen. Er wird wie letztes Jahr zu einigen Einsätzen in der Qualifikation kommen, mehr aber wohl nicht.

Verteidigung:
Neun Spieler kämpfen um etwa sieben Plätze im defensiven Teil der Zürcher Mannschaft. Der dichte Spielplan wird sicher einige Rotationen nötig machen und die Zürcher verfügen in der Defensive absolut über genügend Breite um diese Olympiasaison erfolgreich zu überstehen. Grundsätzlich aber verfügen Seger, Geering, Blindenbacher und wohl auch Bergeron über einen Fixplatz und dahinter kämpfen fünf Akteure (Maurer, McCarthy, Schnyder, Stoffel und Hächler) um die restlichen drei Plätze – sofern der ZSC in Vollbesetzung auflaufen kann.

Ein besonderer Fokus dürfte auf Marco Maurer und Cederic Hächler liegen. Marco Maurer belebte das Zürcher Spiel mit seinem physischen Element positiv, auch wenn er in der letzten Saison noch etwas mit angezogener Handbremse fuhr. Sein Vertrag läuft Ende nächster Saison aus und eine Vertragsverlängerung wäre sicherlich keine schlechte Sache. Ähnlich sieht es bei Céderic Hächler aus, der junge Verteidiger, welcher in den letzten Playoffs auf sich aufmerksam machte, gehört zu den aufstrebenden Akteuren im Zürcher Team. Auch sein Vertrag läuft Ende Saison 2013/14 aus und wenn Hächler ähnlich auftritt wie in den letzten Playoffs, dann ist auch hier eine Verlängerung anzustreben. Er könnte zusammen mit Geering den zukünftigen Stamm der Zürcher Verteidigung bilden.

Sturm:
Auf den ersten Blick sieht die Situation im Sturm beim ZSC eher knapp aus. „Nur“ 13 Spieler fungieren im Kader, darunter auch zwei Spieler (Zangger und Künzle) die aus der NLB gekommen sind und erst über wenig NLA Erfahrung verfügen. Daneben aber auch die gestandenen Akteure wie Bastl, Wick und Shannon, die dieses Jahr erneut als Leistungsträger gefordert sind.

Den Abgängen von Ambühl und Monnet stehen die Verpflichtungen von Nilsson und Keller gegenüber. Ob sich die Abgänge und die Verpflichtungen qualitativ aufheben werden, muss sich noch zeigen. Klar ist aber etwas: In der Offensive werden bisherige Spieler zusätzliche Verantwortung übernehmen. An oberster Stelle für diesen Schritt steht nach den letzten Playoffs natürlich Ronalds Kenins, der sich dieses Jahr zur Teamstütze entwickeln könnte. Aber auch andere Stürmer, wie Schäppi, Cunti und Chris Baltisberger haben jetzt die Chance einen Schritt nach Vorne zu machen und weiter in die Verantwortung zu treten.

Alles in allem öffnen sich in der Offensive Tür und Tor für neue Entwicklungen und so auch für eine neue Dynamik, welche bereits in den Playoffs angedeutet wurde. Und sollte das aktuelle Kader nicht ausreichen, dann stehen bei GCK noch einige junge Talente auf der Warteliste, die einiges an Potenzial mitbringen.

Wir dürfen uns also auf die ersten Auftritte der Zürcher freuen, welche wohl bereits einige Aufschlüsse bringen werden! Bald geht es los…

 

Der HC Davos im Fokus

Am Donnerstag geht sie also los, die schönste und spannendste Zeit des Jahres. Mit dem HCD wartet auf die Zürcher aber ein ordentliches Schwergewicht. An dieser Stelle nun ein kurzer Ausblick was uns in den Viertelfinals erwartet.

Leonardo Genoni – Die beste Fangquote der Liga
Er stammt aus Zürich und hätte auch Sulanders Nachfolger sein können, doch nun ist Genoni bei den Bündnern und feierte dort bereits zwei Meistertitel. In dieser Saison könnte Titel Nummer 3 folgen. Die Grundlagen dazu sind vorhanden. Der HCD hat mit 117 Gegentoren die beste Defensive. Einen grossen Anteil daran hat auch Genoni, welcher mit fast 94% Fangquote diese Statistik anführt.

Defensive sehr gut, aber provozierbar
Wer am wenigsten Gegentreffer in der Qualifikation kassiert hat, besitzt bestimmt auch eine gute Defensive. Mit Forster, Ramholt und Jan von Arx ist die Qualität unbestritten vorhanden. Doch ein gewisses Potenzial, die Davoser zu provozieren, ist hier vorhanden. Zu einer speziellen Serie dürfte es für Beat Forster werden. Der Verteidiger lässt sich im Hallenstadion gerne etwas gehen und hilft damit nicht nur dem HC Davos.

Geballtes Offensivpotenzial und einige Verletzungssorgen
Keine Kompromisse gibt es bei den Bündnern vor dem Tor. Normalerweise entspricht eine gefährliche Chance für Davos einem Tor – besonders in den wichtigen Phasen. Sykora, Taticek, Reto von Arx, Peter Sejna und Dario Bürgler sind die Garantie der Bündner für Tore. Doch sie haben nicht alle Kräfte an Bord für die Playoff-Viertelfinal-Serie: Guggisberg, Marha, Bürgler und Joggi fallen alle teilweise oder ganz für die Viertelfinals aus.

Arno del Curto, das Phänomen
Auch wenn es niemand bei Davos zugeben will: Arno ist ein kleiner Diktator im Bergdorf Davos und geniesst dort fast unbegrenzte Narrenfreiheit. Aber er versteht es, die vielen Spieler zu einem Team zu formen. Ihm ist egal, ob der Spieler von Arx oder Untersander heisst, wenn ihm was nicht passt, dann sagt er es!

Reminder: Abschlusspiel in Bäretswil

Noch einmal wird es sich im Zürcher Fanlager alles um Hockey drehen. Bevor dann endgültig der Sommer beginnen kann. Dem Wetter nach zu urteilen, scheint es fast so, als sei Petrus ein ZSC Fan. Dieses warme Wetter hindert uns aber nicht daran, am kommenden Sonntag noch einmal richtig durchzustarteten. Und zwar anlässlich des Freundschaftsspiel (wenns den wirklich so freundschaftlich wird) zwischen der SU02 und der C11.

Um 14:45 fährt der Shuttlebus ab dem Carparkplatz am Zürich Sihlquai ab. Seit also genügend früh dort, dass der Bus seinen Reiseweg pünktlich in Angriff nehmen kann. Dort angekommen, wird noch einige Zeit bleiben für Gespräche, Analysen oder andere Dinge.

Zwischen 16:30 und 18:30 werden sich die Akteure anschliessend die „Schlacht“ auf dem Eisfeld liefern und den mitgereisten Leuten, hoffentlich, eine gute Unterhaltung bieten. Und dann beginnt die grosse Party… Schliesslich ist am nächsten Tag „Sechseläuten“ und in der Stadt Zürich damit ein Feiertag…

Also, bis am Sonntag um 14:30 am Carbahnhof Sihlquai! Auf gehts!

Rückblick und Ausblick – zwischen Vorbereitung und Saisonstart

Bekanntlich sagen Vorbereitungsspiele nur wenig über den effektiven Formstand einer Mannschaft aus, da zu viele Faktoren ineinander fliessen. Da ist auf der einen Seite das Konditions- und Vorbereitungsprogramm der Mannschaft, welches definitiv Vorrang hat. Zum zweiten stehen da die unterschiedlichen Phasen der einzelnen Mannschaften im Weg. Beispiel: Die DEL nimmt ihren Spielbetrieb bereits am 3. September wieder auf. Eine einzige Woche Unterschied in einer Vorbereitungsphase kann unter Umständen einen wichtigen Faktor spielen. Denoch zeigten sich die Zürcher in diesen Wochen nicht umbedingt von ihrer besten Seite. Acht Punkte aus gleich vielen Spielen ist eindeutig zu wenig.

Es muss jedoch auch der positive Aspekt in diesen Spielen und Ergebnissen gesehen werden. Die Zürcher konnten ihren Formstand prüfen und sind wohl zumindest intern zu einem klaren Fazit gekommen. Es ist aber müssig Spekulation über Einflüsse und Formstände der diversen Spieler und des gesamten Kaders zu erstellen, da dies von aussen kaum machbar ist. Aber die zumeist intensiv geführten Spiele, besonders physisch, waren eine interessante Abwechslung zu anderen Testspielen in der Vorbereitung.

Nun aber ist diese European Trophy vorbei, die nächstjährige Durchführung noch nicht gesichert und das erstaunt kaum jemanden. Bereits die Champions Hockey League ist gescheiteret, beim Versuch ein kleiner Bruder der Fussball Champions League zu werden. Das dürfte uns kurzfristig aber kaum interesseren, da nun in den nächsten Tagen der Saisonstart auf dem Programm steht. Noch gut 12 Tage dauert die Vorbereitungsphase bis zum ersten Anpfiff der diesjährigen Meisterschaft. Der ZSC hat sein spielerisches Gesicht deutlich verändert und ist mit Westcott, der übrigens 8 Assists in 7 Spielen verbuchen konnte, Murphy, Paterlini und Ryser härter und defensiv (hoffentlich) stabiler geworden. Durch Ambühl wurde zumindest offensiv ein genialer Spieler verpflichtet. Dieser Schluss darf aus den ersten acht Begegnungen defintiv gezogen werden.

Wir dürfen mit Vorfreude und einer guten Portion Hoffnung auf die aktuelle Saison blicken, welche am 10. September in Lugano für uns eröffnet wird. Es wird langsam wieder Zeit für Hockey – ZSC suscht gar nüt!