Ein Derbysieg als Moralspritze

Die Meldung der beiden Abgänge beim ZSC – (endgültig zu Rapperswil) und (Rücktritt auf Saisonende) – liesen den unglaublich wichtigen Derbysieg am Sonntag fast erblassen. Sportlich aber war der Vollerfolg von grosser Bedeutung und er verhindert das noch tiefere Eintauchen in den Strichkampf – vorderhand zumindest.

Erfreulich waren besonders die Umstände, unter welchem der Sieg eingefahren werden konnte. Auf der einen Seite war da die starke Leistung von Flüeler bei einem engen Spielstand, wurden ihm doch genau diese Qualitäten in derartigen Situationen abgesprochen. Andererseits steht die Tatsache da, dass der Z ungemein effizient spielte und sich sogar von einem verloren gegebenen Vorsprung unbeeindruckt lies. Zugegeben, der Treffer war glücklich, aber wie oft ist diese Saison schon der umgekehrte Fall eingetroffen?

Und sowieso zählt aktuell nur die Zukunft und dort wartet erst einmal am Freitag Ambri. Anschliessend folgt mit der Länderspielpause auch der letzte Unterbruch vor den Playoffs. Somit gibt es auch die letzte Chance seine Form zu finden. Oder anders gesagt: Gegen die Gegner Lugano, Zug, Davos, Fribourg, Rapperswil und Genf müssen nicht nur die Punkte her, welche für die Qualifikation der Top 8 nötig sind, sondern so viele wie nur möglich – um so die Form zu finden und das Selbstvertrauen endlich auf ein vernünftiges Level zu bringen.

Also, auf in die letzten Spiele unter dem Motto “Gemeinsam zum Erfolg: Mir singed und schreied für eu. Ihr kämpfed und fightet für eus!”

Was denkt ihr dazu? Welche Platzierung erreicht der ZSC noch? Macht mit bei unserer Umfrage!

Welchen Rang belegt der ZSC am Ende der Qualifikation?

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Eine grosse Ära geht zu Ende!

Schon länger wurde darüber spekuliert und nun ist es amtlich: beendet per Ende Saison seine grosse Karriere und kehrt nach Finnland zurück. Er wird vorderhand keinen Job beim ZSC erhalten.

Um seine Verdienste angemessen zu würdigen, wird der Finne im Herbst 2012 ein Abschiedsspiel erhalten. In welchem Rahmen dieses ausgetragen wird, ist noch nicht bekannt.

Danke Ari Sulander!

Eine Niederlage mit gutem Inhalt

Nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel gibt es bereits wieder genügend Möglichkeiten um eine schwarze Saison zu erahnen. Allerdings sollte dies nach der gestrigen Reaktion im Heimspiel nicht zur Debatte kommen, denn der ZSC zeigte eine eindrückliche Antwort auf die 5:0 Klatsche gegen den Kantonsrivalen vor eigenem Publikum.

Von Beginn an war der ZSC präsent, war wendiger auf den Schlittschuhen als sein Gegner und liess die Gelben, welche so oft als die besten Skater der Schweiz bezeichnet werden, immer wieders ins Leere laufen. Besonders intensiv die Startminuten. Dort vergab Tambellini gleich persönlich Chancen für zwei oder drei Tore – er scheiterte aber am Abschlussglück und an Leonardo Genoni. Ein gefühltes Chancenverhältnis von 40 zu 10 wurde durch die Zürcher Offensive zu wenig genutzt und hinten?

Dort ist trotz Zuzug von Severin Blindenbacher und John Gobbi noch keinesfalls alles auf Top-Niveau. Wenn Davos in der gegnerischen Zone war, dann herrschte dort oftmals Verwirrung und die Zuteilung der Gegenspieler klappte in den entscheidenden Momenten nicht. Es gibt aber da noch ein anders Thema, welches in der Defensive anzusprechen ist:

Ist , in der Form in welcher er sich gestern präsentiert hat, noch der richtige Schlussmann für den Z? Bereits bei den ersten Pucks hinter seinem Tor liess er die nötige Routine vermissen und seine Unsicherheit war bis auf die Ränge zu sehen. Auch beim dritten Treffer sah die Legende wenig vorteilhaft aus, dem Schuss von Sejna ging zwar eine unglückliche Verkettung von Umständen voraus, dennoch geht dieser erste Rückstand auf seine Kappe. Die Frage sei also erlaubt, warum von Flüeler auf Sulander wechseln? Denn der junge Zürcher Torhüter trug am vergangenen Dienstag wohl mitunter am wenigsten Schuld an der Niederlage. Angesprochen auf seine Leistung meinte der Altmeister: “Ich weiss das ich besser spielen muss”.

#91	Kenins Ronalds CH/LAT

#91 Kenins Ronalds CH/LAT

Zurück zum Positiven. Ronald Kenins, der Lette mit Schweizer Lizenz, durfte gestern seine Torpremiere in der höchsten Spielklasse bejubeln. Zudem sammelte der ZSC drei wichtige Punkte gegen Rapperswil und war am Samstag die deutlich bessere Mannschaft im Kampf gegen Davos. Zwar schmerzt die Niederlage im ersten Moment und doch ist sie auf den zweiten Blick betrachtet wohl eine Zwischenstation in der Formkurve, denn er hat nun die Chance am Dienstag gegen Ambri endgültig einen Weg aus der ersten Mini-Krise zu finden.

Lukas Flüeler oder Ari Sulander?

Nachdem im ersten Test gegen GCK beide Torhüter je 30 Minuten ran durften, hatte Bob Hartley gegen Fribourg voll auf gesetzt.
Ari Sulander (42) startet heuer bereits in seine 14. Saison mit dem ZSC und feierte bisher drei Meistertitel und den Gewinn der Champions Hockey League.
(23) spielt seit 2007 bei den Stadtzürchern. Er wurde einmal Meister und gewann die Champions Hockey League, war aber hinter Sulander die Nummer 2 im Goal.

Zur Vorbereitungsphase auf die neue Saison starten wir eine Umfrage und möchten wissen, wer Deiner Meinung nach im Tor des ZSC stehen soll.

Ari Sulander hat noch einen Vertrag bis Ende dieser Saison.
Lukas Flüeler spielt voraussichtlich noch bis 2013/14 beim Z.

Vertragsverlängerungen Bastl und Sulander

Der ZSC gab heute in einer Medienmitteilung bekannt, dass die beiden Spieler und ihre auslaufenden Verträge um zwei, respektive ein Jahr verlängern.

Besonders beim welschen Stürmer wurde seit dem Heimspiel gegen Zug immer wieder lautstark eine gefordert. Edgar Salis nutzte diese Chance, gab dem Romand einen Vertrag für zwei Jahre und dürfte damit auch wieder einige Symphatien bei den Fans zurückerobert haben. In der laufenden Saison brachte es die Nummer 39 auf 26 Punkten (13 Tore / 13 Assists). Sieben Punkte davon liess er sich in den letzten beiden Spielen gegen Zug und Biel eintragen. 

Auch mit dem finnischen Urgestein wurde ein weiterer Kontrakt geschlossen. Der Meistermacher der Jahre 2000, 2001 und 2008 unterschreibt erneut einen Vertrag über ein Jahr. Bereits seit 13 Saisons ist der ruhige Torhüter ein wichtiger Teil der Zürcher Mannschaft und er wird noch mindestens eine zusätzliche Ehrenrunde anbringen. Die legendäre Trikotnummer 31 bleibt also dem Club treu – trotz wachsender Konkurrenz in der aktuellen Spielzeit durch Flüeler.

Freudige Nachrichten in bitteren Zeiten!

Ari Sulander feiert seinen 42. Geburtstag

Heute feiert Ari Sulander, welcher seit 1998 beim ZSC spielt, seinen 42. .
Sulo durfte diese Saison bis anhin 5 Spiele für die Zürcher bestreiten, da mehr forciert wurde. Es gelang ihm ein Shutout und er weist eine Fangquote von etwas mehr als 91% auf.

In der Champions Hockey League war er ein sicherer Rückhalt beim Z und hatte grossen Anteil am Gewinn der bis anhin einzigen Austragung. Zudem wurde er zum wertvollsten Spieler im Turnier gewählt.

Der ZSC Blog wünscht Sulo alles Gute für den weiteren Verlauf seiner Karriere.

Wie soll es mit Sulander und Flüeler im Tor der Zürcher weitergehen?

Etwas überraschend stellte der Zürcher Vorstand vor dieser Saison als klare Nummer 1 vor. Dieser Vertrauensbeweis brachte offensichtlich Ruhe in das Spiel der 22-jährigen Torhüterhoffnung vom Z. Viele mochten es zu Beginn nicht glauben und hatten auch ihre Mühe mit diesem Status. Die vermeintliche Nummer 1, , musste sich vorerst mit dem Status als Nummer zwei, respektive durch seinen Ausländerstatus als Torhüter in der Nationalliga B begnügen.

Eigentlich einem Stargoalie von Ausmassen Sulo’s unwürdig, doch es sind die Spuren der Zeit, welche diesen Wechsel hervorrufen. Der legendären Nummer 31, die hoffentlich für immer gesperrt wird, haben wir drei Meistertitel, ein Titel an der CHL und der erste Sieg einer Schweizer Mannschaft gegen ein NHL Team zu verdanken. Immer strahlte der Finne die entscheidende Gelassenheit und Coolness auf die Mannschaft aus, um so diese im entscheidenden Moment auf Höchstform zu bringen.

Nun aber ist der Weltklassetorhüter auch schon weit über 40 Jahre alt, bringt zwar immer noch seine Leistungen, aber die Zukunft wird nicht ihm gehören, sondern einem Neuen, wem auch immer. Zusätzlich kommt erschwerend dazu, dass er immer noch nicht über einen verfügt und somit nicht als Backup und Notnagel auf der Bank verweilen kann, sondern im Farmteam vor leeren Kulissen vorlieb nehmen muss.

Es ist keine einfache Situation, doch soll nun erneut ein Torhütertalent verheizt werden? Bereits Leonardo Genoni war ein Opfer von Sulanders grossartiger Klasse, damals war der Finne aber noch fünf Jahre jünger und ein Verlust eines jungen Goalies sicher verkraftbarer als heute.

Dadurch ist die Entscheidung Flüeler zu Spielpraxis kommen zu lassen, durchaus verständlich und zielt in die richtige Richtung. Es muss eine Ära nach Sulander geben, so schmerzlich diese Tatsache ist, so sicher wird sie in den nächsten Jahren Realität werden. Hoffentlich wird der Finne auch nach seiner Aktivzeit noch bei uns seine Dienste verrichten. So zum Beispiel als Junioren- und später als Torhütertrainer. Seine Erfahrung und sein Wissen wären Gold wert.

Vorerst hat sich der Finne aber zurück ins Rampenlicht gespielt: Mit einem Shoutout am Dienstag im Hallenstadion gegen Davos. Seine gestrige Leistung war dann nicht mehr über alle Zweifel erhaben, doch diese Ansicht mag durchaus varieren, je nach Betrachtungsweise.

Grundsätzlich ist es nun aber wichtig, nach dem Rummel um Sulo, Flüeler wieder einen Einsatz zu ermöglichen am morgigen Tag gegen Rapperswil. Denn der Junge hat nur mit der Spielpraxis, mit Fehlern und mit Erfolgen, die ernsthafte Chance in die überdimensionalen Fussstapfen von Ari Sulander zu treten.

Wie sieht ihr das? Wer soll unsere diesjährige Nummer Eins sein?