Zwischen-Fazit der Neuzuzüge zum Jahresende

Weihnachten ist bald vorbei und damit geht das Jahr endgültig auf sein Ende zu. Bereits 35 Spiele hat der ZSC in der laufenden Saison absolviert und es wird Zeit, die Leistungen der Neuzuzüge zu bewerten und ins rechte Licht zu rücken.

Andres Ambühl:
Nach seinem missglückten Überseeabenteuer in der vergangenen Saison, wählte der Bündner, wohl auch aus familiären Gründen, Zürich als seine neue Arbeitsstätte. Mit grossen Vorschusslorbeeren wurde er in Zürich begrüsst und dementsprechend hoch waren die Erwartungen. Nach einem halben Jahr beim Z müssen seine Leistung als Durchschnitt bezeichnet werden. Zwar zeigt er des öfteren wie schnell er wirklich ist, doch fehlt im die Kaltblütigkeit vor dem Tor – mit nur sieben Toren ist er klar unter seinen Erwartungen geblieben.

Thierry Paterlini:
Sein Zuzug brachte am meisten Kritik zum Vorschein. Der ex-Nationalspieler wurde von Rapperswil Jona nach Zürich transferiert in der Hoffnung auf mehr Härte. Sein Pech: Bereits im sechsten Spiel beim Z erlitt er eine Schnittwunde am rechten Oberschenkel und fiel für sechs Wochen aus. Seit nunmehr 11 Spielen ist der Stürmer wieder auf dem Eisfeld unterwegs und konnte die Kritiken noch nicht beseitigen.

Thomas Ziegler:
Auch sein Transfer, von Bern nach Zürich, war mit ähnlichen Nebengeräuschen wie bei Thierry Paterlini verbunden. Doch im Gegensatz zu Paterlini vermag der Flügel mehr zu überzeugen. Dass er kein klassischer Skorer ist, war schon vor seinem Wechsel bekannt, aber immerhin buxierte er schon mehr als einen Gegner an die Bande. Nicht nur, aber spätestens seit seinem Faustkampf am vergangenen Donnerstag gegen Hollenstein Junior, hat er sich seinen Respekt verdient.

Duvie Westcott:
Der kanadische Verteidiger sollte diese Saison für die defensive Stabilität im Team sorgen. Aus der KHL, von Dynamo Minsk zum Z gestossen, brachte er jedoch nicht den gewünschten Effekt. Einen Stammplatz erarbeitete er sich nie, dafür waren seine Leistungen zu unauffällig und unkonstant. Spätestens nach dem Zuzug von Owen Nolan sass er mehr auf der Tribüne als auf der Bank.

Cory Murphy:
Er war der zweite Teil der Verstärkung in der Defensive, neben Westcott. Aus der AHL gekommen, brachte der Kanadier in den ersten Spielen ebenfalls kein Bein vors andere. Je länger die Saison dauert, desto besser kommt er aber in Fahrt und blüht, besonders in seiner Rolle als Blueliner, auf. Bereits 8 Tore und 17 Assists sind auf seinem Konto gutgeschrieben. Darf als eine echte Verstärkung gewertet werden.

Owen Nolan:
Als am 21. Oktober bekannt wurde, dass Owen Nolan einen Kurzvertrag bei den Zürchern unterschrieb, war die Euphorie riesig. Und sein Einstand wenige Tage später mit zwei Assists mindestens so fulminant. In der  Zwischenzeit hat Nolan seinen Vertrag bis Ende Saison (mit einem möglichen Ausstieg per Ende Januar) verlängert. Jedoch ist mit dieser Rückkehr, in die beste Liga der Welt, kaum mehr zu rechnen und das liegt nur zum Teil am stolzen Alter von 38 Jahren. Seine Leistungen auf dem Eis glichen sich länger je mehr, denen seiner Teamkollegen an und er verschwand in der Versenkung. Zuletzt sass er sogar nur auf der Tribüne – im Spiel gegen Kloten. Seine Erfahrung könnte trotzdem noch Gold wert sein.

Ambühl lässt Ausstiegsklausel verstreichen

Im unterschriebenen April-Kontrakt zwischen dem ZSC und Andres Ambühl (ehemals Davos) wurde eine bis zum 15. Juli geltende Ausstiegsklausel für die NHL vereinbart. Diese ist am heutigen Tage verstrichen und somit wird Ambühl nun als definitiver Zuzug vermeldet.

Neben Ambühl stossen auf die aktuelle Saison neu auch Camperchioli (GCK), Ryser (GCK), Murphy (Lowell Devils – AHL), Wescott (Dynamo Minsk – KHL), Paterlini (Rapperswil) und Ziegler (SCB) zum ZSC. Wir werden euch diese Neuverpflichtungen zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer vorstellen.

Euer ZSCblog