Inti Pestoni für 3-Jahre zum ZSC

Jetzt ist es fix, der ZSC bestätigt den Zuzug des Ambri-Eigengewächs Inti Pestoni wechselt per nächste Saison zum ZSC. Der 24-jährige absolvierte seit der Saison 09/10 mit dem HC Ambri-Piotta 297 Partien. Dabei erzielte er 203 Skorerpunkte und steht auch in dieser Saison bereits wieder als Top-Skorer seiner Mannschaft auf dem Eis.

Mit dem unterschriebenen 3-Jahres-Vertrag endet somit auch die Liebesgeschichte zwischen Ambri und Pestoni. Bisher hatte der Stürmer einen Wechsel innerhalb der Liga stets ausgeschlossen. Hintergrund für den Wechsel dürften die jeweils doch eher bescheidenen Saisonziele der Leventiner sein.

Ohne Probleme zum Sieg

HC Ambri-Piotta – ZSC 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)

Die Reaktion am vergangenen Sonntag gegen Bern war gut – ja sehr gut. Auch wenn sie den Berner physisch nicht ebenbürtig waren, konnten die Zürcher eine gute Reaktion zeigen, auf den bescheidenen Auftritt am Freitag zuvor. Zwei Tage später wartet schon wieder eine Auswärtsreise und es ist an der Zeit, langsam auch Auswärts Siege zu erringen. Zuhause hat der ZSC 34 Punkte mehr erreicht als in fremden Stadien. Beim ZSC fiel für die heutige Partie Ryan Keller aus – rund eine Woche müssen die Zürcher auf ihn verzichten, er war ein Opfer der Härte von Bern. Für Keller rückte Smith als Ausländer nach und Jerome Bachofner absolvierte sein fünftes NLA-Spiel.

Im ersten Drittel überlegen
Normalerweise tun sich die Zürcher Spieler mit solchen Aufgaben, auswärts, etwas schwierig. Dies wussten natürlich auch die rund 30 mitgereisten ZSC Fans. Doch sie wurden für ihren Dienstagsausflug im ersten Drittel belohnt. Es war ein ganz junger Mann, der das Skore eröffnete und zwar in der 10. Minute. Per Penalty verwandelte er souverän, es war erstaunlich, wie kaltblütig er sich anstellte. Ja es kam gar noch besser zwei Minuten später; diesmal suchte Baltisberger den Abschluss, sein Schuss wurde noch abgewehrt, doch Wick stand goldrichtig. Es hätten dann auch noch mehr Tore fallen können, aber es blieb dabei. Erst gegen Ende des ersten Spielabschnittes kam Ambri zum ersten Mal zu guten Chancen – doch Flüeler hielt, was auf ihn kam.

Trotz Gurkenspiel die Führung ausgebaut
Im zweiten Abschnitt dann entwickelte sich ein Gegurke auf dem Tessiner Eisfeld. Zwar war der ZSC die klar bessere Mannschaft, dennoch aber dauerte es bis wieder ein Treffer fiel. Es brauchte aber schon eine vier gegen drei Situation knapp nach der Hälfte der Spielzeit. Bärtschi wurde wunderbar bedient und Päng war die Scheibe drin. Ein schöner Treffer, der so etwas wie die Vorentscheidung bedeutete. Mehr Tore für den ZSC wären nicht verdient gewesen, nahmen die Leventiner doch gegen Ende wieder Schwung auf. Einige Male wusste selbst Flüeler nicht mehr, wo die Scheibe war, aber es fiel dennoch kein Tor.

Souverän auch im letzten Drittel
So hate der ZSC eine sehr gute Ausgangslage für den Schlussabschnitt. Mit einer konzentrierten Leistung war dieser komfortable Vorsprung gut ins Ziel, oder ebe bis zur Schlusssirene zu verteidigen. Wenn es dann noch Fragen gab, dann räumte diese Künzle mit einem Doppelschlag (41′, 44′) aus. Es waren zwei schön herausgespielte Tore, die die Kräfeverhältnisse an diesem Abend gut unterstrichen. Dass danach Ambri im Anschluss noch einige hochkarätige Chancen hatten, änderte daran wenig. Am Schluss spielte das Team von Crawford die Partie souverän von der Uhr und feierte einen wahrlich ungefärdeten Sieg. Bis am Freitag in Daffos!

Lausanne und Ambri warten am Wochenende

149 Minuten und 22 Sekunden dauerte die torlose Zeit von Melvin Nyffeler, ehe sie am vergangenen Dienstag durch Martin Ness, ausgerechnet einen ehemaligen Mitspieler von Nyffeler, beendet wurde. Es war schon fast zum Mythos verkommen, diese Zeit, die der junge Torhüter bei seinen ersten Einsätzen in der NLA ohne Gegentor erlebte. Alle, insbesondere im Umfeld des Vereins, sprachen nur noch von dieser phantastischen Phase, aber irgendwann müssen auch diese zu Ende sein und wahrscheinlich war dies nicht einmal schlecht. 31 von 34 Schüssen zu halten ist übrigens, betrachtet man die Leistung von Nyffeler, eine ausgezeichnete Leistung.

Die Niederlage gegen Fribourg war unnötig und vor allem bitter, da nach dem Auftaktssieg gegen Fribourg nun wieder zwei Niederlagen gegen das Team von Hans Kossmann folgten und so der „Angstgegner“ wieder näher rückt.

Auswärts in Lausanne unbedingt Punkten
Der HC Lausanne sammelte in den letzten vier Spielen ordentlich Punkte, er nutzte die aktuelle Formschwäche von Rapperswil, Biel und Zug, welche aktuell die Ränge 10-12 belegen. Zuletzt setzte es aber eine Niederlage gegen den HC Lugano ab und somit endete die Siegesserie des Aufsteigers. Einen Bärenanteil am aktuell siebten Tabellenrang hat Christobal Huet, welcher in dieser Saison noch einmal seine ganze Klasse beweist, durch seine Leistungen hat Lausanne die zweitbeste Defensive der Liga mit nur 47 Gegentoren.

Es wird das erste Spiel in Lausanne für den ZSC seit Anfangs 2005 sein, damals stiegen die Lausanner ab und erst auf diese Saison wieder auf. Speziell beim Club aus dem Welschland ist, dass diese fast ohne Trikotwerbung auskommen, was eine Ausnahme im Schweizer Eishockey ist.

Der überraschende Co-Leader
Das der HC Ambri-Piotta an der Tabellenspitze liegt, hat es schon das eine oder andere Mal gegeben, allerdings immer zu Beginn der Saison, also in den ersten zwei, drei Spielen, doch das er dies nach 21 Spielen tut, mag zu erstaunen. Auch wenn es gegen Genf und Kloten in den letzten beiden Spielen jeweils eine Niederlage absetzte.

Was macht den HC Ambri-Piotta aber so stark? Diese Frage scheint auf den ersten Blick einfach zu sein, denn die Leventiner mussten bisher am wenigsten Tore (46) zulassen. Die Rochade um Nolan Schaefer und Sandro Zurkirchen funktioniert in dieser Saison ausgezeichnet, beide Torhüter gehören statistisch zu den besten ihrer Zunft.  Trotzdem spielt das Team von Serge Pelletier wohl doch über ihrem eigentlichen Leistungsniveau und dies wird sich, mit Fortdauer der Saison, wohl schon noch bemerkbar machen. Die Leventiner haben sich wahrlich in einen Rausch gespielt und profitieren nun davon, aber nur schon das Erreichen der Playoffs wäre für Ambri ein grosser Erfolg und da ist natürlich jeder Punkt nützlich. Bereits 41 haben sie davon gesammelt, mit 65 Punkten dürfte die Playoffqualifikation fix sein. Der HC Ambri-Piotta hat sich also eine gute Basis geschaffen um die ersten Playoffs seit der Spielzeit 2005/06 zu absolvieren…

Auswärtsreisebericht Ambri

Kalt, kälter, Ambri

Diesen Samstag freuten sich die Zürcher Fans auf die Auswärtsreise in das sommerliche Tessin.

Puste Kuchen, nicht nur bei uns im Norden ist der Winter ausgebrochen, sondern auch im Tessin scheint er bereits angekommen zu sein. So war es nicht verwunderlich, dass die Meisten um halb 5 Uhr dick eingepackt am Carbahnhof beim HB erschienen. Der guten Stimmung konnte dies jedoch keinen Abbruch tun. Mit Hilfe der Carheizung und viel Bier war das kalte Wetter schnell vergessen…

Kurz vor dem Gotthard stand dann die obligate WC Pause an. Doch als der Car die Raststätte anfahren wollte, versperrte ein Pannenfahrzeug die Einfahrt und der Car musste die Ausfahrt, als Einfahrt benutzen. Vor dem Gotthard dann die grosse Ernüchterung, wieder versperrte ein Pannenfahrzeug die Weiterfahrt. Was man nicht alles für seinen ZSC auf sich nimmt – 50 Minuten warten vor dem Gotthard sind doch ein Klacks!

Mit reichlich Verspätung, jedoch noch rechtzeitig erreichten wir Ambri und verschliefen, im Gegensatz zur Mannschaft, den Start nicht. Die Stimmung war trotz der zwei frühen Gegentore und der eisigen Kälte hervorragend. Ob Schuhe, Fahnen oder DH mit allem was man hatte wurde die Mannschaft heute unterstützt. Doch am Ende sollte es nicht reichen und der ZSC zog nach 6. Siegen in Serie wieder einmal als Verlierer vom Platz. Und so mussten die Zürcher Fans Ambris atemberaubende „La Montanara“ über sich ergehen lassen.

Was danach folgte war dann nicht gerade ein Ruhmesblatt Ambris. Nachdem Match war die Frage: „Wo ist der Car?“ Am anderen Ende des Dorfes war die Antwort und so mussten sich die angereisten Zürcher durch ganz Ambri zu ihrem Car durchschlagen. Jetzt wurde allen schlagartig klar, was letzte Woche mit den Zuger Fans in Ambri geschehen war.

Doch auch dadurch liess man sich die Stimmung nicht verderben, wenn auch die Stimmung nicht mehr so ausgelassen war wie zuvor. Eine Runde „Vordere Teil“ gegen „Hindere Teil“ durfte natürlich auch heute nicht fehlen. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heisst: „Eine kleine Reise ins Tessin gefällig?“

Gallery aus Ambri

Ambri – ZSC 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)

Pfiffe zum Abschluss am Dienstag im Hallenstadion – verdient oder unverdient, die Spieler waren auf jeden Fall nun endlich zu einer Reaktion gefordert.

Mit Verspätung traf der Grossteil der Gästefans in Ambri ein. Stau am Gotthard war der Grund. Als die ersten Fans im Stadion waren, zappelte die Hartgummischeibe bereits das erste Mal im Ambritor! Führungstreffer!
Mit dem unmittelbaren Ausgleich verflog auch die Starteuphorie. Allerdings sorgte Ambühl mit dem 2-1 wieder für Freudenschreie – dank seinem „Buebetrickli“ führte der Z wieder. Mit diesem Resultat ging es in die erste Pause.

Das 2. Drittel war wohl ein Kunstück der Effizienz. Ambri permanent im Puckbesitz, scheiterte aber mehrmals am starken Lukas Flüeler. Der Z hingegen schoss die Tore: Bärtschi und Schäppi sorgten für einen klaren 1-4 Vorsprung. Besonders die Coolnes von Reto Schäppi beim vierten Treffer vermochte zu gefallen.

In letzten Drittel drückte Ambri, angefeuert von den frenetischen Tifosi, auf das Tor von Flüeler. Im Powerplay kam dann Tatsächlich das 2-4 zu Stande. Es folgte eine Phase, in der der ZSC mächtig unter Druck stand, er konnten sich aber immer wieder aus der Umklammerung lösen. Tambellini sorgte mit dem 5:2 für die endgültige Entscheidun – zuvor aber musste Flüeler einige hochkarätige Chancen der Tessiner vereiteln.

Schlussendlich gewinnt der Zürcher erstmals ein Spiel, in welchem er nicht besser, aber cleverer spielte. Gegen Fribourg soll nun endlich ein dominanter und siegreicher Auftritt im Hallenstadion folgen!

Revanche in Ambri

Bitter war sie, die Niederlage gegen Ambri am letzten Dienstag. Nicht nur weil es die fünfte Niederlage im fünften Heimspiel war, sondern auch da der vorsaisonale Optimismus endgültig entschwand. Erneut ein schlechter Saisonauftakt und weit entfernt von souveränen Siegen.

Mit Platz 10 ist der Z bereits wieder tief im Tabellenkeller angekommen und viele Fans rechnen bereits mit dem Kampf um einen Playoffplatz bis zum Schluss. Und zum heutigen Tag würde eine erneute Viertelfinalniederlage nicht erstaunen.

Diversen Medie zufolge ist die Führung der Zürcher nun daran, einen weiteren ausländischen Stürmer zu verpflichten. Ausser Tambellini, in den ersten Spielen, konnte sich noch kein Akteur mit Lizenz zum von seiner besten Seite zeigen. Besonders Pittis bleibt in dieser Spielzeit weit hinter seinen Möglichkeiten.

Ob der negative Strudel aber tatsächlich direkt mit den Spielern und nicht eher mit einem mentalen Knoten zu tun hat, muss sich noch weisen. Unterstützung, mentale wie spielerische, erhält das Team heute in Ambri aber in Form von Matthias Seger. Der wiedergenesene Captain kehrt früher als erwartet zurück zur Mannschaft und könnte möglicherweise neuen Schwung in das Spiel bringen.

 

ZSC – Ambri-Piotta 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)

Fünf Heimspiele, fünf Niederlagen und immer noch nur ein Punktgewinn. Die Berichte sehen sich immer ähnlicher: Der Z hat ein grosses mentales Problem!

Tor für Ambri

Tor für Ambri Foto: D.H

Nur im ersten Drittel machte das Spiel der Zürcher einen angemessenen Eindruck- Keine Glanzleistung, aber ein Chancenplus war zu sehen, leider auch heute Abend ohne Erfolg. Immer wieder landeten Schüsse neben dem Tor oder prallten von Nolan Schaefer ab, der heute zum ersten Mal im Tor der Leventiner stand. Seine Leistung war ein Teil des Abschlussproblems, welches dem Z heute wieder Punkte kostete.

Im Mittelabschnitt sorgte Ambri mit einem kleinen Effort für die Entscheidung. Lakmatov und Noreau sorgten zwischen der Minute 27. und 29. für die einzigen Treffer in diesem Drittel. Ein kurzes Aufbäumen beim Heimteam war ersichtlich, Chancen waren auch vorhanden, nur die…

Das letzte Drittel war dann ein mentales Fiasko auf Kufen. Bemüht, gewillt – aber mit keiner einzigen zwingenden Aktion. Wir haben ein Problem und Irgendjemand muss dieses Problem lösen – wir Fans können es nicht.

P.S.: Unser gewünschter Interview-Partner erschien nicht. Ein weiteres Indiz wie es um die Moral der Mannschaft steht… Es sind keine einfachen Zeiten als ZSC-Fan!

Trotzdem gibt es nur eine Devise: Gemeinsam aus dem Sumpf!