Geschichte

Die Anfänge des Zürcher SC

Bereits im Jahre 1930 wurde der ZSC gegründet, die Gründungsversammlung fand ganz genau gesagt am 30. Oktober statt im Hotel “Habis Royal” (Hausnummer 14 an der Bahnhofstrasse). Der Name ZSC war zu dieser Zeit aber nicht ganz neu, damals exisitierte bereits ein Verein aus Eiskunstläufern unter dieser Abküzrung (Zürcher Schlittschuhclub). In dieser Zeit wurde ein Eisstadion Namens “Dolder” gebaut, um die Wintersportarten nicht dem wechselhaften Wetter auszusetzen.

Doch bereits damals fing das Elend mit den “Exil-Spielen” an, der neu gegründete ZSC musste seine ersten Partien in Davos und Mailand bestreiten. Dafür lockte die Neugründung des Vereins viele Bündner, die in Zürich lebten und arbeiteten zum ZSC.

Beide Exil-Spiele in Mailand und Davos wurden verloren. Dennoch war die erste Saison für den “Z” eine erfolgreiche Geschichte, der Zürcher SC vermochte nicht weniger als 15 von 22 Partien erfolgreich zu gestalten. Die Parallelen zu heute liegen einzig und alleine bei der roten Farbe der Trikots.

Der Einstig in den Ligabetrieb

Im Jahre 1931 bestritten die Zürcher ihre erste Meisterschaft in der damaligen Serie B. Kurz darauf stieg der ZSC in die Serie A auf und vermochte auch dort zu reussieren. Der Final ZSC – Davos fand 1936 bereits zum vierten mal in Serie statt. Bis dahin aber waren die Bündner, denn Zürchern immer noch einen Schritt voraus. Aber im Jahre 1936 wendeten die Zürcher das Blatt zum ersten mal und kamen ihrer Seits zum ersten Titel der Vereinsgeschichte. Die Niederlage der Davoser war eine Sensation, damit endete eine lange Siegesserie der Bündner.

Ein Jahr später aber war es wieder Davos, die den Pokal in die Höhe stemmen durften, doch auch diesmal fehlten dem ZSC nur zwei Sekunden um die Meisterschaft erneut zu gewinnen.

Davos wieder überlegen

In den folgenden Jahren war es immer wieder Davos, die denn Titel erfolgreich verteidigten. Dabei wurde der ZSC bis auf zwei Ausnahmen immer Vize-Meister. Diese Serie dauerte 12 Jahre an und ging bis 1948 ununterbrochen so weiter, während dieser Zeit entwickelte sich der Zürcher SC aber gewaltig. Es wurde eine Organisation mit mehrern Teams aufgebaut. Der ZSC war teilweise in fast allen Spielklassen der Schweiz mit einer Mannschaft vertreten, die dort regelmässig Titel und Erfolge erzielten.

Meister 1949 – Davos vom Thron gestossen

Endlich war es wieder soweit, die Zürcher vermochten den Titel zurück ins Flachland zu bringen. Es war an einem Sonntag im Januar 49 als der “Z” die Bündner besiegte und damit indirekt eine Eishockey-“Ära” beendeten. Zwar durften die Davoser ein Jahr später noch einmal über den Pokal jubeln, dann aber folgten die sieben starken Jahre des EHC Arosa. Sie dominierten die schweizer Eishockeyszene quasi nach belieben.

Umzug ins Hallenstadion – Titel Nummer drei

Der Umzug ins Hallenstadion sollte einer der wichtigsten Eckdaten des Zürcher Schlittschuh-clubs sein. In dieser bis heute einmaligen Halle, durfte der ZSC später Erfolge, Tragödien und viel Leid erfahren. Die Eisbahn im Dolder hatte ausgedient und es wurde eine neuer Geschichtsabschnitt eröffnet. Viele der Meistermannschaft von 1949 zogen sich aber zurück und so musste eine neue Struktur mit neuen Spieler zum Club gefunden werden. Dieser Umbau war nicht nur in Form eines neuen Stadions zu bemerken, sondern auch in Form der 1. Mannschaft zu sehen und dauerte über mehrer Jahre, die Früchte konnten erst 1960 mit dem Cupsieg und ein Jahr später im Jahre 1961 mit dem Meistertitel geerntet werden.

Profesionaliesierung als Stolperstein

Der ZSC bis anhin immer eine Mannschaft in der oberen Etage der Eishockey Szene der Schweiz, musste im Jahre 1971 mit dem ersten Vereinsabstieg leben. Dieser Abstieg war vorallem das Verschulden der Verantwortlichen, die es verpasst hatten die Mannschaft konkurrenzfähig zu halten. Es war die Zeit der grossen Investitionen in die “neuen” und “alten” Eishockey Mannschaften der Schweiz. Es folgte eine Professionalisierung der gesamten Liga, dieser zum Opfer fiel der ZSC. Zwar übernahm die Hallenstadion AG den ZSC ab 1969 und führte diesen auch wieder zurück in die Nationalliga A (1973), aber wieder wurde es verpasst die nötigen Verstärkungen zu organisieren. So war der sofortige Abstieg wieder besiegelt und die Hallenstadion AG gab den ZSC wieder an die ehemaligen Clubbesitzern zurück.

Neuanfang in den 80er Jahren

Es folgte eine erneute Umstrukturierung des Clubs, der einige Jahre später mit dem Aufstieg belohnt wurde im Jahre 1981. Diesmal wurden zwar die nötigen Transfers getätigt, da aber die oberste Liga derart stark war nütze auch dies nicht viel. Der ZSC montierte zur Liftmannschaft und erlebte erst 1989 den Wiederaufstieg, der länger anhielt. Der grösste Erfolg während dieser Phase war klar der Sieg gegen das “Grande Lugano” 1992. Mit dem grossen Krutov als Matchwinner, dieser Erfolg war für damalige Verhältnisse eine riesige Sensation. Die zürcher tratten zum entscheindenden Spiel mit nur vier Verteidigern und acht Stürmern an.

Zusammenschluss mit der Sektion GC

Aus dem alten ZSC wurde offiziell die neuen ZSC “Lions”, dies folgte aus der Fusion mit den Grasshopper-Club Zürich. Es war die x-te Änderung und Neuerung der Geschichte des ZSC. Durch diese Fusion verlor der ZSC aber einige seiner treusten Fans. Es sollte aber wieder bis ins Jahre 1999/2000 dauern ehe, der erste grosse Triumph gefeiert werden konnte. In der Qualifikation noch auf Platz zwei, wurde das Finale gegen den HC Lugano zum spektakulären Grosskampf. Es war symphtomatisch für die gesamte Serie, das der Siegtreffer und der damit verbundene Champions-Chip Treffer erst 10 Sekunden vor Schluss durch Plavsic fiel – völlig aus dem nichts. Es löste wohl das grösste Fest  im Hallenstadion aus, der Titel nach 39 jahren war wie balsam auf die Seele für das geschundene Zürcher Hockey Herz.

Tod Chad Silver – 12. März 1969 bis 3. Dezember 1998

Neben grossen Erfolgen gab es aber in dieser Übergangszeit auch einen ganz grossen Tiefpunkt, der Tod vom allseits gemochten Chad (“Sly”) Silver. Der schweizerisch-kanadische Eishockeyspieler war einer der Teamleader bei den Zürchern. Der Leichnam wurde durch einen Teamkollegen im Bett gefunden von Silver, das Abendspiel an diesem Tag wurde verschoben. Die Todesursache sind bis heute nicht abschliessend bekannt und veröffentlicht.

Der nächste Titel folgt sogleich

Der ZSC konnte nachdoppeln und vermochte seinen fünften Meistertitel ein Jahr darauf zu feiern.  Auch in diesem Final benötigten die Zürcher den “Kick”, die letzte Spannung um den Pokal zu gewinnen. So war es Morgan Samuelsson überlassen in der Verlängerung (70:07) das entscheidende Tor im siebten Spiel zu erzielen. Dabei hatte es für die Zürcher wieder nicht gut ausgesehen, die Meisterschaft war fast entschieden als Lugano die Final-Serie bereits mit 3:1 anführte. Doch es gehörte schon fast dazu, das sich der ZSC nicht über die normale Distanz durchsetzen konnte.

Das Hallenstadion – der Umbau

Es sollte über 147 Mio Franken kosten und der Stolz der Stadt sein, das neu renovierte Hallenstadion. Zwischen dem Juli 2004 und August 2005 wurde das die grösste Mehrzweckhalle Europas saniert. Das Stadion wurde auch zu einem schönen und modernen Mehrzweckgebäude, aber es sollte sich weniger eignen für die Eishockey-Spiele der Zürcher. Der legendäre “Hexen-Kessel” konnte nur mit ausverkauftem Haus und einer guten Affiche erreicht werde. Die Debatte geht deshalb bis heute weiter um ein neues, separates Eishockeystadion für den Zürcher SC. Aber bis jetzt hat es noch niemand geschaft den ZSC, der zum Hallenstadion gehört wie die Grundfundamente des Baus, in ein neues Stadion zu verfrachten. Während des Umbaues spielten die Zürcher in der “aufgerüsteten” KEBO direkt neben dem Hallenstadion. Jene Exil-Saison war die beste Saison (04/05) in den nächsten Jahren des ZSC, daraus resultierte eine Finalteilnahme gegen den HCD.

Schlechtestes Jahr seit der Fusionierung

Doch das neue Hallenstadion brachte dem Z noch kein Glück, das schlechteste Jahr 2005/06 seit dem Zusammenschluss mit GCZ war das Ergebniss. Es reichte dem Zürcher Traditionsclub nicht über einen entäuschenden 10. Platz und der damit verbundenen Playout Qualifikation. Damit aber nicht genug, der ZSC wurde im Halbfinal jener Playouts von Genf mit 4:2 in den Playoutfinal geschossen. Doch im allerletzten Moment mit einem 4:0 Seriesieg gegen Fribourg verhinderten die Zürcher die ganz grosse negativ Sensation. Im darauffolgenden Jahr 2006/07 folgte zumindestens die Qualifikation für die Playoffs, aber eben der ZSC spielte weiter unter seinen Erwartungen die zugegebenermassen deutlich gesteigert wurde. Das Viertelfinalout gegen den HC Davos war die folgen einer erneut verkorksten Saison.

Meistertitel #6 als Antwort

Bereits wurde der ZSC nur noch als Mittelfeldmannschaft betitelt, die Ergebnisse allerdings gaben den Kritikern recht. Auch die Saison 2007/08 fing schlecht an und in der Qualifikation reichte es auch nur zu einem 6. Rang mit 30 Punkten Rückstand auf Sieger Bern. Ein ganz anderer ZSC war dann allerdings in den Playoffs am Werk, das Derby wurde klar mit 4:1 in der Serie gewonnen. Danach war Davos mit 4:2 auf der Abschussliste und zum Schluss folgte eine unglaubliche Serie gegen Genf-Servette. Der ZSC lag 2:0 zurück und gewann die Serie am Schluss mit 4:2, dank einer grossartigen Teamleistung. Das entscheidende Spiel 6 wurde natürlich,wie so oft beim ZSC, im Penaltyschiessen entschieden.

Zurück an der Spitze in der Liga – auf dem Gipfel Europa’s

Mit diesem Meistertitel meldeten sich die Zürcher eindrücklich zurück, dass bestätigte auch das darauffolgende Jahr 2008/09, dabei war Rang 2 der Ertrag hinter Dauersieger Bern. Die Playoffserie gegen Fribourg wurde allerdings katastrophalerweise mit 4:0 verloren! Dennoch war diese Saison eine der erfolgreichsten, den die Zürcher schafften das Unglaubliche – sie setzten sich im internationelen Kräftemessen gegen die Top-Ligen Europas in der Champions-Hockey League durch. Dieser neu eingeführte Wettbewerb sollte das Pendent werden zur Champions League im Fussball. Der ZSC gewann seine 3er Gruppe mit Slavia Prag und Linköping mit 10 von 12 möglichen Punkten. Damit war die erste Sensation erreicht und der Halbfinal erreicht. Doch das sollte noch lange nicht das Ende der “Tour de Europe” für den ZSC sein. Auch der Halbfinal gegen Espo Blues wurde mit 6:3 und 4:1 kar für sich entschieden. Damit wartete im Final der Gegner aus Russland, doch auch dieser wurde mit 2:2 und 5:0 besiegt. Der ZSC war damit offiziell die beste Clubmannschaft in der Saison 2008/09!

80 Jahre ZSC und die Rückkehr zum Erfolg dank Bob Hartley

Was folgten waren erneut magere Jahre für den ZSC, in den Saisons 2009 bis 2011 scheiterte der ZSC jeweils bereits im Viertelfinal. Eines der wenigen Highlights in diesen Spielzeiten war die Feier des 80-jährigen Bestehens im Schweizer Eishockey. Zu diesem Anlass zogen sich die Zürcher Akteure ein Retro-Dress über und gewannen damit, vor ausverkauftem Hallenstadion, mit 6:2 gegen den HC Lugano. Der Glanz dieses Sieges hielt aber nicht lange an und nach dem dritten Scheitern in Serie in der ersten KO.-Runde, musste etwas passieren. Bob Hartley – ein Trainer mit viel Erfahrung in der NHL und dem Palmares eines Stanley-Cups sollte die Zürcher wieder zurück an die Spitze bringen. Der gelassene, aber sehr bestimmte Hartley führte dann die Zürcher aber nur zu Rang 7 in der Qualifikation. Doch in den Playoffs folgte ein unfassbarer Steigerungslauf, welcher mit dem HC Davos und dem EV Zug zwei prominente Opfer forderte. Und auch im Final passte Hartleys Marschroute, zwar lag der ZSC mit 1:3 in der Serie zurück, doch am Schluss bejubelten die Zürcher den Meisterpokal. Steve McCarthy – erst in der Saison zum ZSC gestossen – krönte 2.5 Sekunden vor der vermeintlichen Schlusssirene den neuen Meister.


Meilensteine in der Clubgeschichte:
1930:
Klubgründung am 15. Oktober 1930
1930: Der Zürcher Schlittschuhclub spielt von 1930 – 1950 auf der Kunsteisbahn Dolder
1932: Internationaler Serie B Champion
1936: Schweizer Eishockey-Meister
1944: Die Zürcher gewinnen den Spengler-Cup
1945: Erneuter Sieg am Spengler-Cup
1949: Schweizer Eishockey-Meister
1950: Der ZSC zieht ins Hallenstadion ein, dieses fasst 11’500 Zuschauer.
1960: Schweizer Cupsieger
1961: Schweizer Cupsieger
1961: Schweizer Eishockey-Meister
1973: In den Jahren 1973,1981,1983,1985 und 1989 wurde der Zürcher SC Meister in der Nationalliga B.
1990: Wladimir Krutow (RU) spielt beim Zett bis 1992.
1997: Ari Sulander kommt von Jokerit Helsinki zu den Zürchern. Er hat noch ein Vertrag bis 2010
1997: Fusion, Der Zürcher SC wird umgenant in ZSC Lions
2000: Schweizer Eishockey-Meister in der Nationalliga A.
2000: Mark Streit spielte bis 2005 bei den Zürchern. Er ist der erste Schweizer Feldspieler, der sich in der NHL durchsetzen konnte und zwar bei den Montreal Canadiens.
2001: Schweizer Eishockey-Meister
2001: Sieger Continental Cup
2002: Sieger Continental Cup
2002: Schweizer Vize-Meister
2004: Andy Sutton der Kanadier spielt für zwei Saison beim ZSC.
2005: Schweizer Vize-Meister
2005: Das Hallenstadion wird umgebaut. Ihr Exil befindet sich im Stadiöndli KEBO Oerlikon.
2006: Der ZSC verpassen die Playoffs und müssen sich in den Playouts durchsetzen.
2007: Michel Zeiter wechselt nach über 10 Jahren ZSC zu den SCL Tigers
2007: Der ZSC erreicht die Playoffs, scheitert dort aber in den Viertelfinals nach einer 3:1 Führung an Davos.
2008: Zürich ist wieder SCHWEIZERMEISTER
2009: Der ZSC gewinnt die Champions Hockey League im Rückspiel mit 5:0 gegen das russische Spitzenteam Magnitogorsk. Im gleichen Jahr ist der ZSC auch über den NHL Vertreter Chigago Blackhawcks mit 2:1 siegreich und schafft dies als erstes schweizer Team.
2010: Anlässlich dem Spiel ZSC – Lugano (6.11.) wird im ausverkauften Hallenstadion das 80 jährige Bestehen des ZSC gefeiert. Vor dem Spiel werden ehemalige Spieler präsentiert. Der Match wird mit 6:2 gewonnen.
2012: Der ZSC wird überraschend, nach dem 7. Platz in der Qualifikation, Schweizer Meister. Er schafft dies im entscheidenden siebten Finalspiel gegen den SC Bern.
2014: Überlegener Qualifikationssieger und im Final besiegt der ZSC den EHC Kloten gleich mit 4:0.  Die Zürcher feiern im Schluefweg.