Wenn alles auf einen Schlag endet…

Es sind die unschönen Tage im Leben eines Hockeyfan und definitiv auch im Leben eines Eishockeyspielers. Du leidest in den Vorbereitungsspiele, in der Qualifikation und in den Playoffs fast immer mit und dann endet die Saison so schnell. Dies hinterlässt wohl bei fast allen eine gewisse Leere im ersten Moment. Es war dieser spezielle Modus, der sich Playoff nennt und in welchem Du über Wochen in einem einzigen Hype bist: Jeder zweite Tag ein Spiel, fast jeden Tag irgendwas am Organisieren und immer auf Achse mit nur einem Ziel: Den nächsten Sieg erringen! Jetzt ist vorderhand einmal Schluss damit und das lange Warten auf die neue Saison muss oder kann beginnen.

Eine Mannschaft mit Stolz und Charakter
Wenn es gestern einen Beweis gebraucht hätte, dass es die Hockeygötter nicht gut mit dem ZSC meinten, dann war es jener aus der 19. Minute. Daniel Schnyder sass eine 2+2 Strafe wegen hohem Stock ab. Es waren die Strafminuten fünf bis acht in diesem Drittel gegen den ZSC. Die Box der Zürcher stand gut und es liefen bereits die letzten Sekunden der beiden Strafe gegen Schnyder, da wurde Shannon mit Ngoys Stock gelegt – der Pfiff blieb aus. Das Spiel ging weiter und Botter stocherte vor Flüeler nach. Der Schiedsrichter pfiff bereits und merkte dann, dass die Scheibe über die Torlinie kullerte. Er entschied auf Tor.

Trotz all den Rückschlägen durften wir gestern eine Mannschaft sehen, welche sich bis zuletzt verausgabte und um jede Scheibe kämpfte. Es war ein intaktes Team, das sich von keinem Rückschlag aus der Bahn werfen lies und welches sich bis zur letzten Sekunde die Option eines weiteren Spiels offen hielt. Mehr fighten als die Zürcher in den letzten Minuten gestern geht eigentlich fast gar nicht. Deshalb dürfen wir stolz sein auf den ZSC und die Jungs, welche dieses Jahr den sichergeglaubten Meister in den ungeraden Jahren eliminiert haben. Und wir dürfen Stolz sein auf die Wende einer Serie von 1:3 zum 4:3, über diverse geile Spiele in der Saison und insbesondere auf die Leistung von gestern.

Danke ZSC! Ihr kommt wieder, wir kommen wieder und nächstes Jahr packen wir es wieder von Neuem an!

 

Urteil gegen Andres Ambühl

Nun ist auch die Urteilsbegründung bekannt für die Spielsperre gegen Andres Ambühl, die vom Einzelrichter ausgesprochen, vorerst jedoch aufgrund des Rekursverfahrens aufgeschoben wurde.

Der Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport, Reto Steinmann, hat den Stürmer der ZSC Lions, Andres Ambühl, im ordentlichen Verfahren für den Check gegen Marc Abplanalp im Play-off-Halbfinalspiel zwischen den ZSC Lions und dem HC Fribourg-Gottéron vom 26. März 2013 mit einer Spielsperre und einer Busse von CHF 1000.- bestraft.

Nach Auffassung des Einzelrichters handle es sich bei der Aktion in der 45. Spielminute um ein klassisches Boarding, ausgeführt mit beträchtlichem Tempo. Der Ablauf des Vorfalls zeige eindeutig, dass Andres Ambühl vorzuwerfen sei, er habe seinen Gegner mit Absicht in der gewählten Art gecheckt. Solche Aktionen würden nie irrtümlich oder zufällig passieren – erst recht nicht im konkreten Fall, denn die „Verfolgung“ von Abplanalp durch Ambühl Richtung Bande dauerte mehrere Sekunden.

Dass Ambühl dadurch eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf nahm, liege klar auf der Hand. Wer einen Widersacher so checkt, dass dieser frontal und wuchtig in die Bande prallt, könne nicht ernsthaft geltend machen, er habe sich nicht vorgestellt, dass eine Verletzung zurückbleiben könnte. Der Check von Andres Ambühl sei eine verletzungsgefährliche Handlung gemäss Art. 527 IIHF. Diese Bestimmung sehe zwingend eine Matchstrafe vor, was automatisch zu einer Sperre für mindestens ein Spiel führe.

In Würdigung sämtlicher relevanter Strafzumessungskriterien, insbesondere des noch eher leichten Verschuldens und des sehr guten Leumundes von Andres Ambühl, lasse es sich verantworten, es mit der minimalen Sanktion von einer Spielsperre zu bewenden.

Das Verbandssportgericht von Swiss Ice Hockey Federation hat die Berufung der ZLE Betriebs AG (ZSC Lions) gegen den Entscheid des Einzelrichters für Disziplinarsachen Leistungssport vom 28. März 2013 in Sachen Andres Ambühl entgegen genommen und das Gesuch um aufschiebende Wirkung gutgeheissen. Um den Endentscheid nicht zu präjudizieren, werde der Berufung ab sofort aufschiebende Wirkung erteilt, schreibt das Verbandssportgericht in seiner Kurzbegründung.

Damit steht fest, dass Andres Ambühl für das heutige 5. Play-off-Halbfinalspiel zwischen dem HC Fribourg-Gottéron und den ZSC Lions und bis auf weiteres spielberechtigt ist.

Medienmitteilung SEHV

Vom einfachsten zum schwierigsten Spiel

Am Schluss wurde es noch einmal etwas eng, die Fribourger machten in den letzten zehn Minuten aus einem 4:0 ein 4:2, ehe Roman Wick mit seinem Treffer ins leere Tor das Spiel engültig entschied und so leicht euphorischer Jubel im Zürcher Hallenstadion auslöste. Für allzugrosse Emotionen ist aber auch gar kein Platz, gerade einmak ein Spiel wurde gewonnen – vielleicht sogar das „einfachste“. Fribourg musste auf Bykow, Dube und Heins verzichten und zeigte sich dadurch sichtlich beeinträchtigt. Das Team von Hans Kossmann erreichte nie die Intensität, welche sie in den Spielen 1 bis 3 aufs Eis legte.

Das schwierigste Spiel
Damit haben sich die Zürcher eine Chance erarbeitet, ein weiteres Spiel in Fribourg bestreiten. Es wird gleichzeitig das wohl schwierigste in dieser Serie und benötigt höchste Konzentration und maximaler Wille – von allen Beteiligten. Gotteron kann vor heimischem Publikum, welches nun natürlich nichts anderes erwartet, als der Finaleinzug in Spiel 5, auflaufen und wird so sicher einen zusätzlichen Schub für die Startphase erhalten. Für den ZSC dagegen liegt der Schlüssel im physischen Bereich, die gestern ausgeteilten Checks haben zum ersten Mal so etwas wie Frustration bei Gotteron ausgelöst, diese Unkonzentriertheiten wiederum führen zu Fehlern und Strafen.

Mitdabei dürfte dann auch wieder Chris Baltisberger sein, welcher heute im Training wieder dabei war. Er kann das physische Element weiter stärken. Jedenfalls hat der ZSC erneut gezeigt, dass er mit Druck sehr gut umgehen kann und in dieser Lage seine besten Leistungen abrufen kann.

ZSC suscht gar nüt!

Info: Car & Tickets für Fribourg

Blick aus dem Zürcher Fansektor (Dominik Hew/doem.ch)28.03.13: ZSC Fancar nach Fribourg – PO-Halbfinal-Spiel 5

Der DRZ wird momentan wieder überhäuft mit Anfragen wegen Tickets für das Spiel am Donnerstag. Leider stellt Fribourg nur gerade 250 Tickets zur Verfügung. Wir haben versucht, möglichst alle Fans zu berücksichtigen, insbesondere auch diejenigen, welche in dieser Saison schon oft an Auswärtsspielen dabei waren. Leider haben längst nicht alle ein Ticket erhalten, denn es sind sämtliche Tickets und Plätze im Car vergeben.

Für allfällige Abmeldungen haben wir eine Warteliste erstellt und werden uns mit den betreffenden Personen direkt in Verbindung setzen, wenn noch ein Platz im Car frei wird.

01.04.13: Sektion ÖV nach Fribourg – PO-Halbfinal-Spiel 7

Für Spiel 7 wird es keine Fancars geben. Wir reisen gemeinsam mit dem Zug nach Fribourg. Tickets für das Spiel gibt es voraussichtlich am Samstag nach dem Spiel im Hallenstadion.