ZSC Lions spielen in Dübendorf

Am 30. und 31. August spielen die ZSC Lions in der Kunsteishalle Dübendorf. Anlass ist die European Trophy 2013. Die schwedischen Gegner bringen spannende Hockeyduelle nach Dübendorf.

European Trophy Spiele Dübendorf:
Freitag, 30. August, 19.45 Uhr Samstag, 31. August 19.00 Uhr
Tickets erhältlich an der Abendkasse, 1,5 Stunden vor Spielbeginn

Weitere Informationen finden Sie unter www.zsclions.ch

„Dübendorf ist eine bewusste Wahl“, begründet Sportchef Edgar Salis das Gastspiel der ZSC Lions in der Kunsteishalle Dübendorf. Eng verbunden seien die Zürcher mit dem EHC Dübendorf. Und die Dübendorfer können sich auf spannende Matches im Rahmen der European Trophy freuen. Am 30. August spielen die ZSC Lions um 19.45 Uhr gegen Färjestad und am Folgetag, um 19 Uhr, gegen Frölunda. Bei den beiden Gegnern handelt es sich um schwedischen Spitzenclubs. „Der sportliche Erfolg steht bei den beiden Heimspielen nicht im Vordergrund“, streicht Salis heraus. Beim europäischen Wettbewerb bieten sich die verschiedenen Spielstile der gegnerischen Mannschaft als reizvolle Herausforderungen für die Zürcher Hockeycracks. Davon profitieren auch die Matchbesucher, die darüber hinaus günstig wie nie in den Genuss eines Hockeyspiels kommen. In der Kunsteishalle Dübendorf kostet der Eintritt für Erwachsene 10 Franken. Bis 16-Jährige bezahlen 5 Franken und gratis sind die Matches für Kinder bis 6 Jahre und für die Lions Kids-Mitglieder.

Gerüchte um Marc-Andre Bergeron

Geht es nach dem Nachrichtendienst twitter.com so soll der 32-jährige Verteidiger beim ZSC unterschrieben haben. So zumindest berichtet es die Homepage danslescoulisses.com. Der NHL Verteidiger absolvierte in der NHL bisher 547 Spiele und erzielte dabei 89 Tore.

Egal ob sich das Gerücht um Marc-Andre Bergeron bestätigt oder nicht – es war der Startschuss für die letzten beiden Wochen vor Trainingsstart auf dem Eis. Und bis dorthin dürfte noch mindestens ein, wenn nicht sogar zwei Ausländer zum Zürcher Kader stossen.

Simon Moser zum ZSC?

Simon Moser (Langnau) und Steve McCarthy

Simon Moser (Langnau) und Steve McCarthy

Angeblich soll der letztjährige Stürmer der Langnauer, welche in der Ligaqualifikation dem HC Lausanne unterlagen, kurz vor der Unterschrift beim ZSC sein. Sollte der Wechsel bestätigt werden, hätte der ZSC den Spieler mit dem grössten Potenzial des Absteigers abgeworben und das Seilziehen um den begehrten Stürmer gewonnen.

Simon Moser ist 24 Jahre alt, knapp 190 Zentimeter gross und bringt 95 kg auf die Wage. Bisher spielte der Flügel nur bei Langnau und erzielte dort in 281 NLA Spielen 73 Tore und steuerte 62 Assists bei. Aktuell verweilt der Flügel in Schweden mit dem Nationalteam der Schweiz, wo er heute Abend den WM Halbfinal bestreiten wird.

Das Problem mit den immer kleineren Gästesektoren

 

... und der Gästesektor im Jahre 2013.
… und der Gästesektor im Jahre 2013.

Es sind leide Themen, jene ausserhalb des Eishockeystadions, dort wo Politik, übermässige wirtschaftliche Gedanken oder andere Dinge über dem eigentlichen Thema Eishockey steht. Präsentestes Beispiel ist das Konkordat, welches am 9. Juni vor das Zürcher Volk kommt. Es gibt aber noch einen zweiten Schauplatz, welcher in jeden Playoffs wieder zur Diskussion kommt. Es geht um die Grösse der Gästesektoren in den jeweiligen Stadien. Einige Teams der Liga haben die Verkleinerung des Gästesektores bereits durchgeführt, viele haben diese in Planung oder werden diese in den nächsten Jahren durchführen. Aber warum muss das sein und wo liegt die Schmerzgrenze? Wo muss die Fairness gegenüber den wirtschaftlichen Interessen der Clubs Vortritt haben?

Wirtschaftlicher Faktor als Ursache
Warum die Gästesektoren verkleinert werden, liegt auf der Hand. Während der Saison sind die Teilbereiche für den Gastclub, insbesondere bei weiten Distanzen, nur spärlich besetzt. Die anderen Teilbereiche der Stadien aber teilweise gut gefüllt, wenn sogar nicht ausverkauft. Vom wirtschaftlichen Aspekt also hat ein Heimclub nur selten das Interessen, den Gästefans Plätze zu reservieren. Es gibt übrigens auch keine Grundlage von seitens Verband, dass es eine Mindestgrösse für einen Sektor gibt. Die Clubs, welche das Kontingent für die Gäste verkleinern, sind also absolut im Recht.

Fribourg als negatives, der Rapperswil als positives Beispiel
Es gibt aber auch diesbezüglich gute und schlechte Beispiele. An oberster Stelle der negativen Rangliste liegt der letztjährige Qualifikationssieger HC Fribourg-Gotteron. Jämmerliche 250 Tickets, was 3.6% der Gesamtkapazität entspricht, werden den Gästefans zur Verfügung gestellt. Fribourg hat den Gästesektor bereits zweimal in den letzten Jahren verkleinert und ist jetzt an einer Grenze angelangt, die eigentlich nichts mehr mit Fairness zu tun hat. Unmittelbar danach kommt schon der boykottierte EV Zug mit 4.7% Anteil an Gästefans im Stadion. Der EV Zug und die Fribourg-Gotteron sind dann auch die negativen Beispiele der gesamten Liga.

Deutlich besser, ja am besten bezüglich Kapazität, sieht es in Rapperswil aus. 700 Gästefans lassen die St. Galler in ihr Stadion und dies entspricht einem Anteil von 11.7% der Gesamtkapazität. Gefolgt vom EHC Biel, welcher den Gästen 11.4% aller Karten zur Verfügung stellt. Ein stolzer Wert, betrachtet man das Mini-Kontingent in Fribourg. Zu denken sollte den beiden Teams (Zug und Fribourg) auch der Faktor geben, dass der drittletzte Platz an den HC Davos geht mit 7.1% an Gästeplätzen. Keine Zahlen haben wir von Lugano und Genf-Servette erhalten. Sie dürften aber eher im Bereich des HC Davos liegen, denn bei Fribourg und Zug.

Gibt es ein Mittel gegen diesen „Trend“?
Wir sprachen mit Peter Zahner über die vorliegende Problematik und der CEO der Zürcher wird dieses Thema an einer der nächsten Delegiertenversammlungen der Clubs aufgreifen. Ein schriftlich festgehaltenes Minimum wird kaum durchsetzbar sein, aber ein kleiner Schritt gegen diesen Trend könnte die Diskussion im entsprechendem Gremium durchaus sein. Es ist ja im Sinne fast aller, vielleicht wirtschaftlich nicht immer die beste Lösung, aber im Endeffekt geht es doch noch immer um Sport und da müssen gewisse wirtschaftlichen Interessen doch auch einmal in den Hintergrund rücken!