Die Nacht der Nächte – Meisternacht 2012

Es ist also geschafft, der ZSC wurde nach einer schlechten Qualifikation mit Platz 7 doch noch Schweizer Meister und hat damit die ganze Hockeyszene überrascht. Nach dem Tor von Steve McCarthy lösten sich die gesamte Anpspannung und das Meisterfest konnte beginnen. Wir haben Euch hier einige Bilder dieser Nacht zusammengeschnitten.

Viel Spass
Euer zscblog.ch
 

Die Meischternacht!!!

Meisterzigarre

Meisterzigarre

Als Steve McCarthy 2,5 Sekunden vor Schluss das entscheidende Tor schoss, explodierte die Gästekurve. Die Freude war grenzenlos, alle lagen sich in den Armen. Eine unvergessliche Meisternacht konnte beginnen. Die ersten Meisterzigarren wurden noch vor Spielende angezündet.

Mit dem Zürcher Partybus zum Bahnhof

Der Partybus Foto: Alain Schwald/zscblog.ch

Partybus zum Bahnhof Bern

Nach der ausgelassenen Feier im Zürcher Sektor ging es mit den Bussen zurück zum Berner Hauptbahnhof. Was für ein Partybus!!!!!! „Meischter Schwiiiizer Meischter“ halte es unaufhörlich durch den Bus. Meisterzigarren wanderten zahlreich durch den Bus. Der Ghettoblaster wurde bis an den Anschlag aufgedreht.

Zug nach Zürich – Die Ruhe vor dem Sturm
Im Zug nach Zürich herrschte eine gewisse Ruhe und Zufriedenheit, nur das zugeigene Mikrophon, welches von den Fans angezapft wurde, vermochte diese Ruhe zu durchbrechen. Die Suche nach Bier war das Problem, welches die Meisten beschäftigte. Bei einigen ging dies jedoch zu weit, so dass der SBB-Speisewagen nicht mehr zu gebrauchen war. In der Zwischenzeit wurden Zürichs Taxiunternehmen vorgewarnt: „Grüezi, min Name isch Hugetobler, mir bruched 100 Taxi am HB, mir sind 1000 Lüüüt, mir sind Meischter!!!!!“

Kurz nach 1 Uhr traf dann der Zug in Zürich ein. Der Run auf die wenigen Taxis, welche die Fans zur Messehalle 9 bringen sollten, konnte los gehen. Einige Fans hatten, in der Vorahnung einer Meisterfeier, in Schliessfächern des Hauptbahnhofs ein Bierlager angelegt, auf welches jetzt zurückgegriffen werden konnte.

Grandioser Empfang in der Messehalle 9

Seger beim Empfang in der Messehalle 9 Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Seger beim Empfang in der Messehalle 9

Die Fans aus Bern trafen nach und nach vor der Messehalle 9 ein. Um 1 Uhr 46 war es dann so weit, die Meistermannschaft traf ebenfalls in Zürich ein und wurde mit tosendem Applaus von etwa 2500 Fans empfangen. „We are the Champions“ wurde pflichtgemäss abgespielt und Pyros wurden angezündet. Der Jubel unter den Fans und Spieler kannte keine Grenzen. Ein Spieler nach dem andern wurde ans Mikrophon geholt und von den Fans frenetisch gefeiert. Nach einer halben Stunde kehrten die Spieler zu ihrem Bus zurück.

 

Jeff, der Pokal und das Polizeiauto

Bastl und der A.C.A.B Pokal

Bastl und der A.C.A.B Pokal

Nachdem die Spieler kurz einen Zwischenstopp im ZSC-Olymp einlegten, um ihre Sachen in der Garderobe zu verstauen, machten sich die Spieler nach und nach auf, sich in das Zürcher Nachtleben zu stürzen. Zwischenzeitlich wurde der Pokal mit dem Fankleber A.C.A.B verziert. Spieler und Fans machten sich auf den Weg für eine unvergessliche Nacht. Monnet und Bastl trugen den Pokal bei sich, bis ein Polizeiauto mit Jeff Tambelini an Board – nein, er wurde nicht verhaftet – neben ihnen stehen blieb. Der Pokal wurde eingeladen und die Polizisten drehten mit Jeff, Thibaut, Mark und dem Pokal eine Runde. Kurz vor der Cheyenne Bar, welche das Ziel der meisten Spieler und Fans war, wurden sie wieder „freigelassen“.

„Züri isch Meischter und Chlote isch Bankrott“

Jeff Tambelini im Cheyenne

Jeff Tambelini im Cheyenne

Das Cheyenne war bis zum Eingang gefüllt mit Spieler und Fans. Das Bier floss weiterhin in Strömen. Die Stimmung war ausgelassen. Es wurde gesungen und gejolt, was das Zeug hielt. Und plötzlich wurde ein neues Lied angestimmt: „Züri isch Meischter und Chlote isch Bankrott….“ Bis in den Morgengrauen hallte es immer wieder durch die Bar. Cyrill Bühler hatte grosse Freude daran, die Fans mit Bierduschen einzudecken. Und Severin Blindenbacher sorgte mit seinen Sprüchen auf „Berndüütsch“ für den einen oder anderen Lacher.

Der Pokal fährt Tram
Als es schon wieder hell wurde, kehrten die Fans und Spieler langsam nach Hause zurück, müde und erschöpft, aber überglücklich. Und Mathias Seger fuhr morgens um 8 Uhr samt Pokal mit dem 11er-Tram nach Hause…

Was für eh Nacht….was für eh Saison!!!! Danke Jungs!!!!!!!!!! Es hed super Spass gmacht!!!!!!

Und chömed all am 28. April a di offiziel Meischterfiiiiir und fiered nomal d’Mannschaft, sie heds verdient!!!!!!!!! Meh Infos folged nah.

Die Faktoren zum Titelgewinn

Wer hätte nach Platz 7 in der Qualifikation auf einen Titel der Zürcher gewettet? Es wären wohl nicht Viele gewesen. Doch der Z wendete eine verpatzte Quali doch noch zum Guten. Zum Glück können wir diese Zeilen nun im Konjunktiv schreiben, denn der ZSC ist zum siebten Mal Schweizer Meister in seiner 82jährigen Geschichte. Gründe dafür gibt es natürlich einige, die Wichtigsten haben wir hier aufgelistet und begründet.

Die Ausgeglichenheit
Selbst in den letzten und entscheidenden Minuten der Finalissima stand Chris Baltisberger noch auf dem Eis. Sollte es noch einen Beweis für die Ausgeglichenheit dieser Mannschaft brauchen, dann ist es dieser. Baltisberger war während der Qualifikation gerade einmal zu 11 Einsätzen gekommen. In den Playoffs stand er in jeder Partie auf dem Matchblatt und kam je länger die Playoffs dauerten zu mehr Eiszeit. Und er war nicht der einzige junge Spieler, welcher sich in diesen Playoffs gewaltig steigerte: Cunti, Schäppi und Geering sind weitere davon.

Bob Hartley mit dem Grundstein
Zur Entwicklung der jungen Talente braucht es auch immer jemand, der ihnen dieses Vertrauen gibt, sowohl in guten wie auch in schlechten Partien. Und mit Bob Hartley ist genau dieser Typ von Trainer nach Zürich gestossen. Es entstand wieder eine Leistungskultur und statt sich mit dem vorhandenen Team zufrieden zu geben, suchte der Kanadier in der Nachwuchsabteilung nach Verstärkungen. Er wurde mit Cunti, Kenins und Baltisberger auch fündig.

Lukas Flüeler mit der Reifeprüfung
Noch vor der Saison hatten Viele an den Qualitäten des jungen Torhüters gezweifelt. Er verfüge nicht über die Fähigkeiten, sich in den wichtigsten Momenten zu steigern und so ein Team zum Titel zu tragen. Spätestens seit diesen Playoffs dürften auch hier die letzten Kritiker verstummt sein, denn Lukas Flüeler hat den eindrücklichen Gegenbeweis angetreten. Die eindrückliche Fangquote von 94.72% in den Playoffs, im Gegensatz zu den 91.63% in der Qualifikation, zeigt die Steigerungsfähigkeit von Lukas Flüeler klar auf.

In einen „Rausch“ gespielt
Es lief nicht nur auf dem Eis, sondern auch daneben etwas in den letzten 40 Tagen. Denn so lange hatte die diesjährige Playoffkampagne der Zürcher gedauert. In der Mannschaft entwickelte sich ein Teamspirit, der für jeden Titel innerhalb eines Teams nötig ist. Ausserhalb der Eisfläche rückten die drei Buchstaben – ZSC – ebenfalls immer mehr in den Hintergrund. Wurden die ersten Erfolge gegen den HC Davos noch als Zufallssiege abgetan, wurde spätestens im Halbfinal klar: Diese Mannschaft hat einen Steigerungsprozess durchlaufen. Und selbst vom Rückstand in der Finalserie schienen die Spieler nur wenig beeindruckt. Was nach Spiel 4 noch nach Durchhalteparolen klang, wurde wenige Tage später zur Realität. Die Mannschaft glaubte immer an den Titel und sie hat ihn sich verdient…

Die Wende, an die kaum jemand glaubte!

Es war Ostermontag, als die Meisterträume der Zürcher schockartig gebremst wurden. Die Berner schafften das Break im Hallenstadion und hatten nun quasi den doppelten Heimvorteil. Es schien nun nur noch eine Formsache zu sein, dass der SCB den Pokal in die Höhe stemmen würde.

Zur Pokalübergabe nach Bern

Cyrill Bühler stemmt den Pokal in die Luft

Cyrill Bühler stemmt den Pokal in die Luft

Es folgte der erste Meisterpuck für die Mutzen und diese waren sich fast sicher, dass das die Meisterfeier werden würde. Lange sah es auch danach aus, obwohl die Zürcher in Führung gingen, dass die Berner am Schluss jubeln dürften. Aber im richtigen Moment steigerte sich der ZSC und Mathias Seger machte nach 10 Minuten der Verlängerung Spiel 6 klar.

In Zürich den Ausgleich schaffen
Mit dem dritten Heimspiel in dieser Finalserie hatten die Zürcher, neben zusätzlichen Einnahmen durch das ausverkaufte Hallenstadion, auch die Chance sich ein Spiel 7 zu erarbeiten. Und es sollte die klarste Begegnung dieser Serie werden, denn die Berner schienen durch den vergebenen Meisterpuck etwas aus dem Konzept gefallen zu sein. Mit dem 6:3 erzwangen die Zürcher Spieler eine Finalissima. Die Halle bebte!

Mit der Finalissima zum Erfolg
Der Gästesektor in der BernArena war innert Minuten ausverkauft und die Zürcher Mannschaft im Fokus sämtlicher Medien und Gespräche. „Mir sind Züri“ traf wohl noch nie so gut zu, wie in diesen letzten Tagen vor dem grossen Final. Was danach folgt, wissen wir noch alle zu gut: Der SC Bern war über zwei Drittel die bessere Mannschaft und verlor am Schluss dennoch. Dank dem Tor von Steve McCarthy 2.5 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit…

Es ist immer noch nicht zu glauben. ABER MIR HÄND DIE SERIE KEHRT UND DE TITEL GHOLT!!!!

Die Meistermannschaft mit dem Pokal Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Weitere Bilder in der Gallery: http://www.zscblog.ch/gallery/fotos-saison-1112/meisternacht/

Mir händ de Titel Züri!

Woooow, wir haben es geschafft! Der ZSC ist Schweizermeister und dies knapper denn je – 2,5 Sekunden vor Schluss war es Steve McCarthy, welcher die Zürcher und deren Anhang  erlöste! Die letzten zehn Minuten lagen sich die Zürcher Fans in den Armen und bangten, hofften und leiteten sich zum zweiten Treffer.

Der SC Bern mit leichten Vorteilen in den ersten beiden Drittel
Es ging um alles oder nichts! Dies war auch auf dem Feld zu spüren und so erstaunte es nicht, dass die ersten Minuten eher ein Abwarten und Abtasten waren. Doch Bern wollte schnell zeigen, dass die zwei Niederlagen in Serie nicht am Selbstvertrauen gekratzt hatten. Ganz vermochte dies aber nicht zu gelingen, denn die Zürcher waren zwar die leicht unterlegene Mannschaft, aber sie waren immer gut für einen Konter.

Erstes Tor durch Mark Bastl
Trotzdem waren es die Zürcher, welche zum ersten Torerfolg kamen. In der 20. Minuten verwandelte Bastl eine freiliegende Scheibe vor dem leeren Tor. Ein Vorsprung zum ersten Pausentee konnte nur die Fans etwas beruhigen, denn die Spieler auf dem Eis kassierten nur zwei Minuten später bereits den Ausgleich. Rüthemann war es, der nach 22. Minuten Lukas Flüeler zum ersten Mal bezwang – aber auch zum einzigen Mal!

Die letzten Minuten für die Ewigkeit
Es war der Auftakt zum grossen Angriff der Berner, zum letzten Angriff der Berner. In den letzten Minuten spielte nur noch eine Mannschaft und dies war der ZSC. Er schnürte die Berner phasenweise im eigenen Drittel ein und verdiente sich so den letzten Treffer – und das 2,5 Sekunden vor Schluss! Und dann waren in der Zürcher Fankurve alle Arm in Arm und bangten um den Sieg. Ein letztes Mal mussten die Zürcher aber noch um den Meistertitel zittern, als der Schiedsrichter noch einmal das Video der Szene zum Siegtreffer betrachtete und anschliessend dann doch auf Tor entschied…

Mehr Worte braucht es gar nicht! MIIIIIIIR SIND MEISCHTER – ZÜRI!!!!