Die meisterliche Sommerpause

Wir haben es geschafft, der Pokal gehört Zürich und dies noch fast ein ganzes Jahr! Oder noch ein weiteres Jahr? Wir werden es sehen.

Zuerst gilt es nun aber, nach dem die offizielle Meisterfeier Geschichte ist, euch einen erholsamen und sonnigen Sommer zu wünschen. Es wird eine kurze Pause, steht anfangs August doch bereits die European Trophy auf dem Programm. Und vielleicht sieht man sich im Sommer einmal – zu hoffen ist es.

Wir vom zscblog.ch bleiben auf jedenfall am Puck, werden zwar auch deutlich reduzieren, doch euch immer über die wichtigsten News informieren! Und spätestens anfangs August stehen wir wieder in alter Frische bereit. Die Saison hat viel Freude bereitet. Sowohl auf, wie auch neben dem Eis! Wir – Alain, Andre, Dominik, Nino und ich – möchten euch herzlich Danken! Nur Dank den regelmässigen Besuchen von euch lebt dieses Projekt!

I dem Sinn es meischterlichs „Messi“ und e gueti Ziit!

Das Bild zur Meisterschaft! Seit 59:58 Meister und seit 1930 Zürcher SC!

Das fehlende Meister-Ambiente

Vorweg: Die nachfolgenden Zeilen widerspiegeln meine persönliche, subjektive Wahrnehmung, welche ich von der gestrigen Meisterparty erhalten habe.

Die Einwegparty
Als ich kurz vor 16 Uhr beim Platz vor dem Hallenstadion eintraf, waren dort schon einige Z-Fans mit den Feierlichkeiten beschäftigt. Es wurde getanzt, getrunken und gemeinsam noch einmal die letzte Playoffkampagne besprochen. Ich wollte später ebenfalls noch etwas auf dem Platz das Wetter geniessen. Zuerst hatte ich aber im Sinn einen kurzen Augenschein der Einrichtung zu nehmen. Bei den Eingangskontrollen, welche übrigens etwa so wie Startrampen bei Pferderennen aussahen, wurde mir dann aber klar gemacht: Einmal in die Halle und einmal wieder heraus.

Das Ambiente eines Aperos oder einer Ausstellung
Zwei Stunden später wollte ich es dann wissen, stand doch ab 18 Uhr die Präsentation der diversen Meistermannschaften auf dem Programm. Aber es war irgendwie kein Ambiente einer Meisterfeier. Viel mehr erinnerte mich die Kulisse an eine Ausstellung oder einen Apero vor einem Firmenessen. Das Eisfeld stand den Besuchern zur freien Bewegung zur Verfügung und auf der Strafbankseite wurde eine Bühne aufgestellt. Daneben war der Pokal aufgestellt und jeder konnte sich hinter diesem ablichten lassen. Nur, warum musste genau die Werbewand dahinter aufgestellt werden? Hätte eine weisse Wand nicht auch gereicht?

Teamvorstellung mit einem Fragekatalog
Die Präsentation sämtlicher Meistermannschaften der Organisation würde doch die Stimmung etwas anheben, dachte ich. Doch leider war auch da irgendwie der Wurm drin. Teleclub-Moderator Reto Müller, der gemeinsam mit Beni durch den Abend führte, fragte sämtliche Captain der Mannschaften warum sich ein Besuch bei ihren Spielen lohnen würde. Diese waren jeweils leicht verlegen und fanden nicht die passenden Worte. Eine weitere Standardphrase von Reto Müller war die Frage: „Erzähl uns, was lief in der Meisternacht und wie feiert eigentlich ihr?“ Nach einem erneut leicht verlegenen Lachen übernahm dann der Moderator gleich wieder selber: „Ok, belassen wir es dabei. Das sagt ja schon einiges“. Gar etwas mager für einen Teleclub-Moderator.

Übermotivierter Show-Act und die erste Mannschaft in Schale
Nach der Präsentation der ersten Mannschaft folgte der erste Einsatz einer Cover-Band. Mit der Einleitung, „Wo chunnt die bescht Musig her? Dete wo s’schlächtischte Hockey gspielt wird. Nämlich us Bern“, schaffte er es aber auch gleich sich selber zu disqualifizieren. Im Anschluss folgte noch der Rückblick auf die Playoffs und jedes Tor wurde noch einmal auf dem Screen gezeigt. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl an einer Meisterparty zu sein. Noch einmal hallte „Meischter, Schwizermeischter“ durch die Halle.

Kurz darauf folgte noch der Auftritt der ersten Mannschaft und dieser passte dann wieder etwas weniger in das Bild. Mit Hemd und Schale traten alle Spieler auf die Bühne und liessen sich namentlich feiern. Alle anderen Teams waren mit den Spielertrikots auf der Bühne erschienen, aber die erste Mannschaft nicht.

Eigentlich mag ich das Nörgeln und Klagen nicht, aber diese Meisterparty wurde seinem Namen nicht gerecht. Die Mannschaft und die Fans hätten mehr verdient gehabt.

Wie habt ihr das gesehen? Ging es euch anders? Eure Rückmeldungen interessieren uns.

 

zscblog.ch Tippspiel Gewinner stehen fest!

Zuerst möchten wir uns für Eure Teilnahme am Tippspiel bedanken. Insgesamt haben 140 Personen mitgemacht. Der Aufwand für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sehr gross, jede Woche musste mittels Formular für die jeweilige Woche getippt werden. Es gab gerade mal 3 User, welche in jeder Tippwoche inkl. Playoffs (jedes einzelne Spiel) getippt haben. Trotzdem möchten wir Euch Danke sagen.

Die Gewinner:

Gewinner des zscblog.ch Tippspiel:
Luna (202 Punkte), Preis: Saisonkarte im 3. Rang

2. Rang: Hauki (192 Punkte), Preis: Game Worn Trikot von einem Spieler
3. Rang: Mr. Z (185 Punkte), Preis: Kapuzenpullover der Retro Linie

Gewinner der Tippspielsequenzen:
1. Sequenz: crosby87
2. Sequenz: skiracer7
3. Sequenz: Hauki

Preis: je 2 Tickets im 2. Rang für ein Spiel nach Wahl

Alle Gewinner werden in den nächsten Tagen per Mail benachrichtigt.

Für die nächste Saison ist ein weiteres Tippspiel geplant, wir arbeiten aber noch an einer besseren Lösung (evtl. mit Software) um für die User und für uns die Arbeit zu erleichtern. Weitere Informationen dazu folgen während der Sommerpause.

Tabellen:
zscblog.ch Tippspiel
1. Sequenz
2. Sequenz
3. Sequenz (Playoffs)

Euer zscblog.ch-Team

Die Meisterfeier des ZSC

Die Meisterfeier findet am Samstag, 28. April 2012 im Hallenstadion (Innenraum / Eisfläche) statt.

Türöffnung: 16.00 Uhr, Beginn Showacts: 17.30 Uhr – 22.30 Uhr, Barbetrieb mit DJ ab 22.30 Uhr (im Foyer inkl. Bars und Frontline).

Programm:

  • Vorstellung sämtlicher Meistermannschaften aus der ZSC Lions Organisation
  • Autogrammstunde mit der 1. Mannschaft
  • Live acts
  • Meisterfoto: Möglichkeit, sich mit dem Pokal fotografieren zu lassen
  • Wettbewerb*: Wer kommt mit dem ältesten ZSC Trikot an die Meisterfeier?
  • Verkauf der exklusiven Meisterkollektion an den Merchandising-Ständen

Ticketing:

  • Preis: CHF 10.00, Kinder bis 12 Jahre sind gratis
  • Tickets sind ab Montag online, an der Hallenstadionkasse (Mo – Fr: 09.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr) oder im Ticketing der ZSC Lions an der Siewerdtstrasse 105 (Mo – Fr: 10.00 – 16.00 Uhr) erhältlich. Ebenfalls an allen anderen Vorverkaufsstellen.
  • Gratistickets für Kinder unter 12 Jahre sind nur im Ticketing der ZSC Lions oder an der Hallenstadionkasse erhältlich.

Wichtig: Die Anzahl der Besucher ist auf 5‘500 limitiert. Es hät solangs hät…
*) Wettbewerb: Wir suchen die Person, die mit dem ältesten ZSC-Matchtrikot an die Meisterfeier kommt. Der Gewinner erhält ein original getragenes Trikot der Saison 11/12.

Quelle: Medienmitteilung ZSC Lions

Mit Aberglaube zum Sieg

Es war der Dienstag, 10. April 2012, der Feierabend war bereits erreicht und die Niederlage, welche der SCB dem ZSC Tags zuvor am Ostermontag zugeführt hatte, sass noch immer in den Knochen. Mit dem 1:3 in der Serie entschwanden die Hoffnungen auf den Meistertitel fast endgültig. Ich sass also im Bus am Bahnhof, die Sonne schien mir mitten in das Gesicht, und neben mir nahm ein Kollege Platz. Aber ich mochte irgendwie keine Kommunikation in diesem Moment. Wie aus dem Nichts trällerte aus den Kopfhörer plötzlich ein Lied, welches mich innert Sekundenbruchteilen von ganz Tief nach ganz Hoch beförderte – zumindest Mental und auf einmal – ich hatte nicht mehr als ein Lied gehört – glaubte ich wieder an die Wende in der Serie. Nicht an den Titel, aber an die Wende in dieser Serie.

Avici – Levels als erster Glücksbringer
Es war die Melodie von Avici – Levels, welche mich auf einmal wieder mit Hoffnung bestückte. Warum genau, kann ich mir bis heute nicht erklären. Aber dadurch schöpfte ich wieder Hoffnung und dieses Lied begleitete mich bis hin zum Titel. Vor jedem Spiel hörte ich mir die Melodie zwei- bis dreimal an und hatte immer ein gutes Gefühl dabei. Seit dem Titel ist das Spezielle an diesem Track für mich total verloren gegangen.

Ab Spiel fünf immer das gleiche Outfit
Ebenfalls aus schleierhaften Gründen wählte ich ab Spiel fünf immer dasselbe Outfit für den Spielbesuch. Mein T-Shirt mit der Aufschrift „Zürcher SC“ und darüber ein schwarzer, neutraler Pullover. Jeweils zu Beginn des letzten Spielabschnittes oder in einer heiklen Phase zog ich den Pullover ab. Es war ein Ritual, welches sich nach Spiel 4 eingeschlichen hatte und welches ich ab Spiel 6 bewusst einsetzte. Ich zweifle daran, dass dies der ausschlaggebende Punkt war, aber offensichtlich hat es zumindest bei mir persönlich ein Umdenken vollzogen.

Die Mannschaft mit dem „Glücksräppler“
Auch die Geschichte um den Kaminfeger passt in dieses Bild. Als ich dies zum ersten Mal hörte, musste ich kurz lachen und nahm dies eher als letzter Strohhalm war, welcher der ZSC in den Händen hielt. Im Nachgang betrachtet, passt diese Aktion genau in den Ablauf, welchen ich selber durchlebt hatte. Ob es bei den ZSC Spielern und der Übergabe des „Räpplers“ auch ein derartiges Umdenken gab, wie bei mir, als ich zum ersten Mal den Song Levels hörte? Wir werden es wohl nie erfahren, aber es ist eine spannende Anekdote in dieser Meistersaison.

Habt Ihr auch solche Rituale gehabt? Oder spezielle Dinge getan? Dann schreibt Sie uns doch.

48 Tage, 15 Spiele, 12 Siege und 1 Titel

Als wir am 1. März 2012 zum ersten Auswärtsspiel nach Davos reisten, da waren viele optimistisch eingestellt, hatten aber durchaus die Realität nicht verloren. Gegen den amtierenden Schweizermeister wäre es schön, wenn Zürich ein drittes Heimspiel erreichen könnte. Zu mehr würde es wohl nicht reichen. 48 Tage war die Welt auf den Kopf gestellt und aus dem vermeintlichen Verlierer der Saison wurden die Helden dieser Eishockeysaison. Wir haben noch einmal Serie für Serie resümiert und die entscheidenden Aktionen herausgestrichen.

Der Meister in vier Spielen eliminiert
Im Viertelfinal ging es eigentlich nur um eine Frage: Wie lange braucht der HCD um in die Halbfinal zu gelangen? Nebenbei wurde noch über die Verletzungssorgen der Davoser gesprochen und damit hatte es sich gleich einmal. Dass noch ein Gegner auf dem Eis stand, wurde weder in Davos selber, noch in den Medien realisiert.

Und als der ZSC auch noch die erste Partie gewinnen konnte, da spielte neben den vielen Verletzten auch noch der Faktor Glück eine grosse Rolle. Die Niederlage ein Ausrutscher und spätestens in Partie zwei würde Arno Del Cutos Team die Wende einleiten. Denkste, die Zürcher gewannen auch vor heimischem Publikum und versetzten die Davoser so kurzfristig in eine Schockstarre. Mit der „Verletzung“ von Reto von Arx war ein zusätzlicher Nebenschauplatz gefunden, welcher von der eigentlichen Serie und dem Gegner ablenkte. Von Arx spielte, zum Erstaunen aller Medien, in Spiel Nummer 3 und sollte so quasi zum Heldenstatus in diesen Playoffs gelangen. Leider Nein – muss hier gesagt werden. Auch die dritte Partie war eine Beute der Zürcher.

Noch immer wurde nicht realisiert, zumindest in der breiten Öffentlichkeit, dass der ZSC vielleicht doch etwas besser spielte, als erwartet und so lief der damals noch amtierende Meister auch noch in die vierte Niederlage in Serie hinein. Im Nachgang betrachtet, darf dieser Seriegewinn als verdient und nicht als glücklich bezeichnet werden.

Die ausbleibende One-Man-Show
In der Halbfinalserie wartete der Qualifikationssieger EV Zug, welcher über die beste Offensivabteilung verfügte und mit Holden, Metropolit und Brunner über drei absolute Top-Shots verfügte. Nach dem überraschenden Viertelfinalsieg gegen die Davoser, wurde Bob Hartleys Team zwar etwas mehr zugetraut, doch ein Finaleinzug war nicht wirklich thematisiert.

Viel mehr sollte es zur grossen Abschiedsshow von Damien Brunner kommen, welcher im Sommer in die NHL wechseln würde. Doch die Euphorie der Zuger wurde mit dem 1:7 vor heimischem Publikum ziemlich schnell zerstört. Erarbeitete der ZSC sich doch diesen Sieg in einer Art und Weise, wie es normalerweise der EV Zug tat. Nach dem ersten Heimspiel in dieser Halbfinalserie stand die Siegesserie der Zürcher bereits bei 6 Partien in Folge und die Frage war: Wann geht diese Serie zu Ende?

Nun beim zweiten Auftritt in der Hertihalle war es noch nicht soweit und dies obwohl Lukas Flüeler beim 2:2 Ausgleich durchaus eine Teilschuld auf sich nehmen muss. Doch die Reaktion der Mannschaft war meisterlich, denn Ambühl schoss die Zuger in der Verlängerung in das Verderben. Es stand schon wieder 3:0 in einer Serie und der Finaleinzug war auf einmal ganz nahe.

In Spiel 4 kam es erneut zu einer ZSC-Show, diesmal aber im Hallenstadion und vor ausverkauften Rängen. Auch an diesem Samstagabend blieb die Show von Brunner & Co. aus. Viel mehr regierte der ZSC vor heimischem Publikum und zog mit einem 5:1 in den Final ein.

Platz 5 gegen Platz 7 im Final
Zum Schluss kam noch der vermeintlich „einfachste“ Gegner, doch wer im Final steht, hat es verdient und bereits zwei Gegner eliminiert. So traten die Berner auch auf und es waren die Mutzen, welche Spiel 1 bestimmten und so am Ende auch als verdienter Sieger vom Eis gingen. Der Ausgleich zwei Tage später vor den eigenen Fans war ebenso verdient, wie auch nötig um nicht bereits früh in Rücklage zu geraten.

Aber Bern wirkte einfach gewillter und aktiver in dieser Serie. Die Partien 3 und 4 waren die Beute der Berner, welche sich damit einen scheinbar komfortablen Vorsprung in der Serie erarbeiteten. Es folgte der 12. April 2012 und alle Zeichen standen auf Meister, der SCB und seine Anhänger bereit für eine lange, intensive Nacht. Zugegeben, sie hätten es auch verdient gehabt diesen Titel einzufahren, doch der ZSC steigerte seine Kadenz im richtigen Moment – ab der 50. Spielminute – und wurde in der Verlängerung belohnt. Mathias Seger hielt die Meisterträume der Zürcher aufrecht.

Beim nächsten Matchpuck erwartete ich eigentlich das noch härtere Spiel, aber die Berner schienen noch etwas geknickt vom ersten vergebenen Meisterpuck und mussten in Zürich schnell einem 3:0 Rückstand nachlaufen. Sie starteten zwar eine erfolgreiche Aufholjagd, wurden aber immer kurz vor dem Ausgleich wieder mit einem Gegentreffer abgestraft. Vielleicht war es dieser Umstand, welche den Berner den letzten Glauben und Willen an den Titel beraubte.

Spiel 7 war also angerichtet und die Berner erneut bereit für eine Meisternacht, diesmal nicht mehr ganz so zuversichtlich wie noch fünf Tage zuvor, aber doch noch guten Mutes. Was die Spieler den heimischen Fans zeigten, machte auch einiges an Hoffnung. Es waren die Bären, welche über zwei Drittel lang den Zürchern zeigten, wer heute mehr Meister werden will. Vom zwischenzeitlichen Rückstand liessen sie sich nur wenig beirren und glichen zwei Minuten später wieder aus. Es gab ein Fotofinish und als bereits das letzte Drittel zur Hälfte gespielt war, da drehte der ZSC auf – aus dem Nichts. Auf den Rängen war zu spüren, dass hier noch etwas geht. Plötzlich waren alle in der Kurve Arm in Arm vereint, als müsste die Geschlossenheit der Mannschaft, auch bei den Fans demonstriert werden.

Ganz egal warum dies passierte – es half und so traf Steve McCarthy 2.5 Sekunden vor Saisonende zum zweiten und letzten Mal an diesem Abend in das Tor von Marco Bührer. Die Saison vorbei – der Meister erkoren.