Cup-Auslosung 1. Runde; GCK – ZSC

Normalerweise ist das erste Spiel, welches der ZSC in seiner Vorbereitung absolviert jenes gegen GCK und zwar in der Kunsteisbahn Oerlikon. Diesmal können die beiden Mannschaften getrost auf dieses Spiel verzichten, denn in der ersten Cup-Runde trifft das Team von Marc Crawford auf sein eigenes Farmteam!

Das Spiel dürfte in der Kunsteisbahn Küsnacht ausgetragen werden und das erste Cupspiel seit 42 Jahren sein. All zu viel erwarten darf man sich von dieser Partie allerdings nicht, denn der ZSC dürfte sein Hauptaugenmerk auf die Liga und die Championshockey-League richten. Der Cup dürfte da mehr als Ergänzung und Chance für junge Spieler fungieren. In der ersten Runde jedoch wird der ZSC mehrheitlich mit dem A-Kader auftretten und einigen Verstärkungen aus den A-Junioren.

Die weiteren Partien:
Region Mitte-Ost
GCK Lions – ZSC
EHC Winterthur – EV Zug
EHC Dübendorf – Kloten Flyers
Basel Sharks – Rapperswil-Jona Lakers
HC Thurgau – HC Davos

Region West
HC Université Neuchâtel – Fribourg-Gottéron
HC Franches-Montagnes – EHC Biel
HC Ajoie – Genève-Servette
HC La-Chaux-de-Fonds – Lausanne

Region Süd
HC Sion-Nendaz 4 Vallées – HC Lugano
GDT Bellinzona – Ambri-Piotta
EHC Visp – Red Ice Martigny

Region Mitte
EHC Brandis – SC Langenthal
Wiki-Münsingen – SCL Tigers
EHC Thun – SC Bern
EHC Burgdorf – EHC Olten

Vertragsverlängerung mit Matti Alatalo als Trainer der GCK Lions NLB bis 2015

Die GCK Lions freuen sich über die Vertragsverlängerung um zwei Jahre mit Matti Alatalo (54) als Headcoach des NLB-Teams.

Matti Alatalo ist per 1. Mai 2011 zu den GCK Lions zurückgekehrt und hat mit einem sehr jungen Team zweimal die Playoffs erreicht. Dieser sportliche Erfolg und die positive Entwicklung der jungen Spieler sind zu einem grossen Teil seiner erfolgreichen Trainertätigkeit zuzuschreiben.

Mit Richi Novak (42) als Konditions- und Assistenztrainer wurde der Vertrag ebenfalls um ein Jahr verlängert. Er wird zusätzlich zu seiner Arbeit in der NLB auch noch Aufgaben im Bereich Trainerweiterbildung / Nachwuchsarbeit übernehmen.

Matti Alatalo und Richi Novak werden zusammen auch das Sommer-training des NLB-Teams leiten. Unterstützt werden sie dabei auch von Claudio Micheli (43), der nach seiner grossartigen Spielerkarriere den Schritt vom Spieler zum Trainer vollzieht. Er wird Stufenleiter der GCK Lions Moskito.

Mit Markus Peter (48) und Thomas Bolliger (41) wird auch die Betreuung der Torhüter in bewährten Händen bleiben.

Für das Spielerkader 2013/14 stehen bisher folgende Verträge fest:

Tor:
Melvin Nyffeler (1994)

Verteidiger:
Xeno Büsser (1995)
Marc Zangger (1991)
Roger Karrer (1997)
Jonas Siegenthaler (1997)
Kevin Kühni (1992)

Stürmer:
Alexandre Tremblay (1979)
Ramon Diem (1994)
Remo Heitzmann (1993)
Sandro Zangger (1994)
Oliver Bucher (191994)
Pius Suter (1996)
Denis Malgin (1997)

Ganz besonders freuen wir uns über die Unterzeichnung von Mehrjahresverträgen mit den talentierten Nachwuchsspielern Malgin, Karrer, Siegenthaler und Suter, die sich entschlossen haben, die berufliche Ausbildung und die sportliche Weiterentwicklung in unserer Organisation zu absolvieren.

Quelle: Pressemitteilung GCK Lions

GCK mit 2. Playoff-Qualifikation in Folge

Das Farmteam des ZSC ist auch in dieser NLB Saison erfolgreich. Bei GCK spielen die besten Nachwuchsspieler der ZSC Organisation. Fast jedes Jahr schafft es ein junges Talent in die erste Mannschaft der Zürcher. Die Brüder Baltisberger Chris (1991) und Phil (1995) sind die jüngsten Beispiele der besten Nachwuchsabteilung des Landes. Wer den Nachwuchs etwas genauer unter die Lupe nimmt, merkt relativ schnell, wie erfolgreich die Junioren sind. Jedes Jahr wechseln viele nationale und regionale Titel an den ZSC-Nachwuchs.

Das System GCK

Die besten Junioren schaffen es in die NLB-Mannschaft. Damit die Junioren nicht sofort die komplette Verantwortung übernehmen müssen, gibt es im Kader Routiniers. Claudio Michelli ist einer der älteren Spielern, der sich nicht zu schade ist, die Talente an das NLA Niveau heranzuführen. Ausserdem wird das Team durch geschickte Ausländerbesetzungen sinnvoll verstärkt. Neuste Verpflichtung ist der Kanadier Alexandre Tremblay, welcher von Pittis in Visp ersetzt wurde. Kürzlich wurde für den Stürmer eine NLA Ausländerlizenz vom ZSC gelöst, damit hat Trainer Marc Crawford für die Playoffs ein weiterer Ausländer zur Verfügung.

Nachwuchs als neue Strategie?

Der ZSC muss natürlich auch die nächste Saison planen. Mit Ambühl und Monnet verlassen wichtige Stützen den Stadtclub. Eine Lücke wurde bereits mit Robert Nilsson geschlossen, doch es ist nicht auszuschliessen, dass gewisse freie Plätze mit Nachwuchsspielern ausgefüllt werden. Kandidaten gibt es genug, ausserdem wechselten in der Vergangenheit immer wieder Talente zu anderen NLA-Clubs. Die bekanntesten Abgänge sind die beiden Torhüter Genoni und Berra. Vielleicht haben die Verantwortlichen aus der Vergangenheit gelernt, erste Anzeichen für Besserungen sind ja bereits deutlich zu sehen.

Aktuelle Talente beim ZSC

Luca Cunti ist kein Paradebeispiel wie eine Eishockeykarriere beginnen sollte, doch er hat den Weg beim ZSC doch noch geschafft. Seine Qualitäten dürfen wir dank Bob Hartley bestaunen, welcher das vermeintliche ewige Talent in die oberste Spielklasse beförderte. Es ist in jedem Spiel ein Genuss ihm zuzuschauen.

Tim Wolf

Tim Wolf

Torhüter Tim Wolf wurde vor allem am Anfang der Saison und in der Vorbereitung eingesetzt. Spielpraxis konnte er an der U-20 WM in Russland sowie in der NLB bei GCK sammeln. Wenn er ihn Zukunft noch mehr Einsätze bekommt, können wir auch an ihm unsere Freude haben. Lukas Flüeler ist auf jedem Fall gefordert, ist doch Wolf bereits jetzt ein „kleiner“ Publikumsliebling.

Cédric Hächler spielt seit dieser Saison wieder beim ZSC, doch er konnte sich in dieser Saison nicht richtig durchsetzen. Die meisten Spiele machte er wie Wolf bei GCK, doch er ist noch jung (Jahrgang 1993). Er wird noch die eine oder andere Chance bekommen.

Es gäbe noch mehr Beispiele, wie die Gebrüder Baltisberger, Sandro Zangger, Steven Widmer oder der bereits ältere Morris Trachsler. Das Team GCK kann sich nun auf die Play-Offs in der NLB freuen. Jedes Spiel bringt die jungen Talente ein bisschen näher an die NLA, näher ans Team ZSC und vielleicht ist auch schon der nächste Meisterschütze im Team…

Die ZSC Pyramide trägt endlich Früchte!

Seit der Fusion der beiden Zürcher Clubs ZSC und GCZ vor fast 15 Jahren, verfügt der ZSC über eine gigantische Nachwuchsabteilung. Doch richtig was gebracht hat es für die erste Mannschaft lange nicht und dies obwohl kein Aufwand gescheut wurde – Die GCK Lions und der Nachwuchsbereich kosten jedes Jahr ca. 2 Millionen Franken. Die Erfolge, welche auf den höchsten Juniorenstufen in den letzten Jahren erreicht wurden, sind beachtlich. Ein Jahr ohne Nachwuchstitel ist praktisch nicht vorstellbar, so auch dieses Jahr – sowohl die Elite A, wie auch die Elite B Auswahl wurde Schweizer Meister.

Die halbe Liga profitiert davon nur der ZSC nicht!
Jedoch waren diese Erfolge des Nachwuchs Jahrelang nicht von Nutzen für das Team in der NLA. Fast ausschließlich die Gegner profitierten davon – zahlreiche Spieler schafften den Durchbruch bei der Konkurrenz: Genoni, Berra, Trachsler und Bieber sind nur einige Beispiel davon. Spieler wie Schnyder und Stoffel blieben die raren Ausnahmen und schafften den Durchbruch in Zürich. Gründe, wieso es in Zürich so schwierig ist, gibt es viele. Sich in ein Team zu spielen, welches praktisch nur aus “Stars” besteht, ist extrem schwierig – da hat es oftmals keinen Platz für junge Spieler und wenn, dann nur mit sehr wenig Eiszeit in der vierten Linie. Zudem ist der Druck in der grössten Stadt der Schweiz so gross, wie sonst (fast) nirgendwo. Ein weiterer Grund wird das Zürcher Publikum sein. Die Zürcher Fans interessiert es (meistens) nicht, ob ein Spieler jung oder alt ist – wird die gewünschte Leistung nicht sofort erbracht, dann wird der Spieler bzw. die Mannschaft gnadenlos ausgepfiffen. Dass dieses Umfeld für junge, unerfahrene Spieler ungleich schwieriger zu bewältigen ist, lässt sich sehr gut an Lukas Flüeler zeigen. Dieser hatte nach der ersten Baise in seiner Karriere, den Pfiffen und Sulander rufen im Hallenstadion sichtlich Mühe, sich auf sein Spiel zu konzentrieren. Er wirkte nervös und unsicher.

Sportlicher und wirtschaftlicher Misserfolg führen zum Umdenken!
Über Jahre hinweg war (auch heute noch) der ZSC ein Geldvernichtungsanlage. Jedes Jahr Verluste in Millionenhöhe. Dazu kam der seit 2009 ausbleibende sportliche Erfolg, welcher die Verluste noch anwachsen liess. Manager Peter Zahner und sein Sportchef Edgar Salis mussten sich eingestehen, dass es so nicht weiter gehen konnte. Geld musste eingespart werden und endlich wieder eine Leistungskultur erschaffen werden. Mit Hilfe des Zürcher Nachwuchses hoffte man beide Ziel auf einmal zu erreichen. Bereits im letzten Jahr kamen die eigenen Junioren vermehrt zum Einsatz, doch erst unter Bob Hartley reiften sie zu Schlüsselspieler beim ZSC!

Luca Cunti – Spielmacher und Scorer
Seine NLA Karriere schien bereits vorbei zu sein, bevor sie richtig begonnen hatte. Nach der Rückkehr von seinem Nordamerika-Abenteuer sah es so aus, als wollte niemand den eigenwilligen Schillerfalter. Weder in Bern, noch in Langnau konnte er sich für einen Vertag empfehlen. So kehrte der Bündner zu seinem Juniorenteam den GCK Lions zurück. Dann kam Bob Hartley nach Zürich und alles änderte sich. In einem Testspiel zwischen dem ZSC und GCK war Cunti der beste Mann und Hartley wollte ihn sofort. Luca dankte es mit super Leistungen, Toren und Traumpässen.

Ronalds Kenins – die lettische Tanzmaus
Mit 16 Jahren kam der Lette in die Schweiz und in die Nachwuchsorganisation des ZSC. Dass der Junge grosses Potenzial hat, wurde schnell klar. Seine Technik ist atemberaubend, mit der er jeden Gegner schwindlig spielen kann – typisches Hockey aus dem Osten eben. Doch lässt der junge Ronalds – bei aller spielerischen Klasse die er hat – sehr oft die Effizienz vermissen. Es war bis jetzt eine super Debutsaison (6 Tore und 18 Assists in 55 Sielen), welche er mit einem Meistertitel krönen könnte.

Reto Schäppi – Kämper und Mann für wichtige Tore
Schäppi schaffte bereits in der Saison davor, unter Bengt-Åke Gustafsson, den Durchbruch beim ZSC. Seine Stärken liegen im Defensivbereich, mit seiner enormen Grösse (1.94 m) verfügt er über eine grosse Reichweite und eine Menge Wasserverdrängung. Zudem zeigte Schäppi dann und wann seine Scorerqualitäten – er erzielt zwar nicht sehr viele Tore, wenn dann sind es aber die richtig wichtigen Tore, wie in Spiel 4 im Halbfinal gegen Zug.

Patrick Geering – Die Ruhe selbst, macht keine Fehler
Der Verteidiger ist zwar noch sehr jung, aber trotzdem schon sehr erfahren – über 200 NLA Spiele bestritt er bereits. Schon mit 18 Jahren schaffte Geering den Durchbruch beim ZSC und ist seither unbestrittener Stammspieler. Er wirkt extrem cool, verliert nie die Nerven und Fehler sind bei ihm fast schon ein Fremdwort. Einzig seine offensiven Bemühungen kann man bemängeln, da bei seinem Masse an Talent eigentlich viel mehr rausspringen könnte…

Chris Baltisberger – Newcomer der Playoffs
Vor einem halben Jahr kannte ihn praktisch keiner im Hallenstadion und jetzt mischt Chris Baltisberger die Playoffs auf. Er spielt unbekümmert und gibt immer alles – es grenzt fast schon an ein Wunder, das Chris noch kein Tor geschossen hat. Denn verdient hätte er es sich mit seinen starken Auftritten alle mal. Macht er im Ansatz nur so weiter, wie er jetzt in den Playoffs spielt, dann wird der ZSC und die Zürcher Fans noch viel Freude an ihm haben. Und man kann sich bereits auf den nächsten Baltisberger freuen, denn sein kleiner Bruder Phil – welcher gerade mal 16 Jahre alt ist – debütierte bereits diese Saison in der obersten Spieklasse. Es kann fest damit gerechnet werden, dass er nächstes Jahr im Kader des ZSC steht.