Swiss Ice Hockey Cup

Swiss Ice Hockey hat heute morgen Medienverteter zu einer Medienkonferenz in Zürich Oerlikon ins Swiss Hotel eingeladen. Anlässlich dieser Medienkonferenz wurde über den neuen Swiss Ice Hockey Cup informiert. Die Erstaustragung soll in der Saison 2014/2015 stattfinden. Die Teilnehmeranzahl beträgt 32 Mannschaften aus NLA, NLB und Regioleague.

Modus

Der Modus ist simpel, ähnlich wie im Fussball und beinhaltet ein K.O.-System. Die Teilnehmer werden für die erste Runde (1/16 Final) in vier regionale Gruppen eingeteilt.

Nord: ZSC, Kloten, Rapperswil
Süd/Ost: Davos, Lugano, Ambri
Zentral: Zug, Biel, Bern
West: Genf, Fribourg, Lausanne

In jede Gruppe kommt der beste regionale Club aus der NLB hinzu. Diese 16 Mannschaften sind gesetzt und können somit in der ersten Runde nicht aufeinander treffen. Wer diese vier Mannschaften aus der NLB sind und wie diese ermittelt werden, muss noch entschieden werden. Die restlichen Teams aus der NLB und der Regio League werden in die regionalen Gruppen nach Region aufgeteilt. Die erste Runde des Cups findet also nur mit regionalen Partien statt. Ab den Achtelfinals wird überregional gelost.

Über den ganzen Cup hat das unterklassige Team Heimrecht. Wo der Final stattfindet und ob es ein neutraler Austragungsort hierfür gibt, ist noch nicht definiert.

Preisgelder und Vermarktung

InfrontRingier Sports & Entertainment sowie Swiss Ice Hockey gaben keine genauen Angaben über das Preisgeld bekannt. Verbandspräsident Marc Furrer von Swiss Ice Hockey teilte mit, dass die Clubs mit den Bedingungen, sowie den Entschädigungen einstimmig und in überwältigender Mehrheit einverstanden sind.

InfrontRingier Sports & Entertainment gab bekannt, dass es einen Hauptsponsor geben wird. Dazu gibt es noch sechs weitere Partner und einen Time Keeper. Bei jedem Spiel sollen die Sponsoren und Partner einheitlich das Eis und die Banden bedecken, ähnlich der früeheren Champions Hockey League. Die Durchführung für die Saisons 2014/15 bis 2016/17 ist vertraglich bereits fix, somit droht dem Cup nicht ein Aus nach einem Jahr wie für die Champions Hockey League.

Nutzen

Die Schweiz ist in Europa das Land mit den wenigsten Qualifikationsrunden in der Meisterschaft. Zu den 50 Qualifikationsrunden kommen somit nun über fünf Monate nochmals maximal fünf Spiele für die Finalteilnehmer hinzu. Für die Clubs bietet der Cup zusätzliche Einnahmen und für die Sponsoren mehr Aufmerksamkeit. Für die Fans gibt es eine Abwechslung zum Qualifikationsalltag und bereits im Januar / Februar einen Titel.

Die Akzeptanz bei den Clubs für den Swiss Ice Hockey Cup in der NLA, NLB sowie Regio League ist hoch. Auch Davos ist trotz Spengler Cup dabei.

Was haltet Ihr vom neuen Cup in der Saison 2014/2015 (Start im September) und wie findet ihr den Modus?

50 Spiele sind 6 zu viel!

50 Spiel sind 6 z'vill

50 Spiel sind 6 z’vill

Seit der Saison 2007/2008 wird die NLA-Qualifikation mit 50 Spielen ausgetragen. Die NLA wird dabei in drei Vierergruppen aufgeteilt, zusätzlich zu den 44 ( 4 x 11) normalen Spielen gibt es eine Zusatzrunde in den jeweiligen „regionalen“ Gruppen.

Die Gruppenaufteilung:
Gruppe 1: Genf, Fribourg, Biel und Bern
Gruppe 2: Langnau, Zug, Ambri und Lugano
Gruppe 3: Kloten, ZSC, Rappi und Davos

Nachteile der zusätzlichen Spiele
Ein erstes Argument gegen diese 6 zusätzlichen Spiele ist der sportliche Faktor. Jede Mannschaft spielt nicht gleich oft gegen jeden Gegner. Vorallem für die schwächeren Teams in den jeweiligen Gruppen ist dies ein Nachteil. Aus hockeyromantischer Hinsicht ist die Übersättigung an Derbys der grösste Dorn in unseren Augen. Was ist ein sensationeller Derbysieg gegen Kloten im Penaltyschiessen wert, wenn nicht einmal zwei Wochen später das nächste Derby ansteht?

Das dritte Gegenargument sind die Dienstagsspiele. Die Verantwortlichen der NLA und den Clubs möchten mit den Zusatzrunden mehr Geld einnehmen. Mehr Spiele gleich mehr Einnahmen stimmt sicher, doch bringt ein Spiel Davos – ZSC am Dienstagabend dem HCD wirklich entscheidene Mehreinahmen? Ausserdem bedeuten diese zusätzlichen Spiele, unter anderem auch am Dienstag, für die Fans eine zusätzliche Erschwernis den eigenen Club zu verfolgen.

Verbesserungsvorschlag schwierig
Es ist schwierig ein Gegenvorschlag zu bieten, da gewisse Punkte von oben wieder tangiert werden. Eine Lösung wäre beispielsweise die Erweiterung der obersten Spieklasse auf 14 Teams. Dies ergäbe bei 4 Begnungen gegen jedes Team 52 Spiele, doch dann wäre der Spielplan noch gedrängter. Dagegen spricht aber auch das Niveau der NLB Teams, denn seit mehreren Jahren hat kein Team mehr den Klassenwechsel geschafft.

Eine zusätzlich Idee ist die Durchführung eines Schweizer Cups – mit Beteiligungen von Teams bis in die unteren Ligen. Dies gäbe die Möglichkeit für mehr Sponsoren und eventuell höhere Einnahmen, sofern die Spiele nicht in den Saisonkarten enthalten wären. Doch auch da müsste die Meisterschaft natürlich pausieren und für erfolgreiche Clubs könnten anstrengende Wochen mit mehreren Spielen hintereinander entstehen.

Eine dritte Möglichkeit wäre die Saison wieder auf 44 Spiele zu verkürzen und die Preise zu erhöhen. Doch das wäre wieder für uns Fans eine Belastung, welche kaum auf positive Ressonanz stossen würde.

Fazit
Die Clubs sind auf Einnahmen angwiesen, über zusätzliche Spiele soll dies erreicht werden. Doch dies erfolgt aktuell nicht ohne Nachteile, wie zu viele Derbys, viele Dienstagsspiele und sportliche Unausgeglichenheit.Patentölsungen sind keine vorhanden und jede Lösung hat wiederum seine Nachteile. Die Verantwortlichen der NLA und der Clubs sind gefordert. Klar ist aber auch; die steigenden Zuschauerzahlen spielen den Verantwortlichen in die Hand. Es bleibt uns also nur Eines übrig: gegen diese zusätzlichen Spiele mit Fahnen, Plakate oder Sprechgesänge anzugehen.

Was meint Ihr dazu?

GCK mit 2. Playoff-Qualifikation in Folge

Das Farmteam des ZSC ist auch in dieser NLB Saison erfolgreich. Bei GCK spielen die besten Nachwuchsspieler der ZSC Organisation. Fast jedes Jahr schafft es ein junges Talent in die erste Mannschaft der Zürcher. Die Brüder Baltisberger Chris (1991) und Phil (1995) sind die jüngsten Beispiele der besten Nachwuchsabteilung des Landes. Wer den Nachwuchs etwas genauer unter die Lupe nimmt, merkt relativ schnell, wie erfolgreich die Junioren sind. Jedes Jahr wechseln viele nationale und regionale Titel an den ZSC-Nachwuchs.

Das System GCK

Die besten Junioren schaffen es in die NLB-Mannschaft. Damit die Junioren nicht sofort die komplette Verantwortung übernehmen müssen, gibt es im Kader Routiniers. Claudio Michelli ist einer der älteren Spielern, der sich nicht zu schade ist, die Talente an das NLA Niveau heranzuführen. Ausserdem wird das Team durch geschickte Ausländerbesetzungen sinnvoll verstärkt. Neuste Verpflichtung ist der Kanadier Alexandre Tremblay, welcher von Pittis in Visp ersetzt wurde. Kürzlich wurde für den Stürmer eine NLA Ausländerlizenz vom ZSC gelöst, damit hat Trainer Marc Crawford für die Playoffs ein weiterer Ausländer zur Verfügung.

Nachwuchs als neue Strategie?

Der ZSC muss natürlich auch die nächste Saison planen. Mit Ambühl und Monnet verlassen wichtige Stützen den Stadtclub. Eine Lücke wurde bereits mit Robert Nilsson geschlossen, doch es ist nicht auszuschliessen, dass gewisse freie Plätze mit Nachwuchsspielern ausgefüllt werden. Kandidaten gibt es genug, ausserdem wechselten in der Vergangenheit immer wieder Talente zu anderen NLA-Clubs. Die bekanntesten Abgänge sind die beiden Torhüter Genoni und Berra. Vielleicht haben die Verantwortlichen aus der Vergangenheit gelernt, erste Anzeichen für Besserungen sind ja bereits deutlich zu sehen.

Aktuelle Talente beim ZSC

Luca Cunti ist kein Paradebeispiel wie eine Eishockeykarriere beginnen sollte, doch er hat den Weg beim ZSC doch noch geschafft. Seine Qualitäten dürfen wir dank Bob Hartley bestaunen, welcher das vermeintliche ewige Talent in die oberste Spielklasse beförderte. Es ist in jedem Spiel ein Genuss ihm zuzuschauen.

Tim Wolf

Tim Wolf

Torhüter Tim Wolf wurde vor allem am Anfang der Saison und in der Vorbereitung eingesetzt. Spielpraxis konnte er an der U-20 WM in Russland sowie in der NLB bei GCK sammeln. Wenn er ihn Zukunft noch mehr Einsätze bekommt, können wir auch an ihm unsere Freude haben. Lukas Flüeler ist auf jedem Fall gefordert, ist doch Wolf bereits jetzt ein „kleiner“ Publikumsliebling.

Cédric Hächler spielt seit dieser Saison wieder beim ZSC, doch er konnte sich in dieser Saison nicht richtig durchsetzen. Die meisten Spiele machte er wie Wolf bei GCK, doch er ist noch jung (Jahrgang 1993). Er wird noch die eine oder andere Chance bekommen.

Es gäbe noch mehr Beispiele, wie die Gebrüder Baltisberger, Sandro Zangger, Steven Widmer oder der bereits ältere Morris Trachsler. Das Team GCK kann sich nun auf die Play-Offs in der NLB freuen. Jedes Spiel bringt die jungen Talente ein bisschen näher an die NLA, näher ans Team ZSC und vielleicht ist auch schon der nächste Meisterschütze im Team…

Sieg im Emmental

Langnau – ZSC 3:5 (2:2, 1:1, 0:2)

0:2 nach 2 1/2 Minuten

Der ZSC startete wie ein Meisterteam: Erstes Powerplay, erstes Tor! Die Carfahrer verpassten aber beide ersten Treffer. Das Spiel danach glich dem Davos-Spiel. Der SCL war von A bis Z überlegen und glich verdient, noch vor der ersten Sirene, zum 2:2 aus. Die Stimmung in der renovierten Ilfishalle war bereits auf dem Höhenpunkt!

Doch für die bescheidenen Berner kam es noch besser! In doppelter Überzahl fiel das 3:2 und dies war absolut verdient! Wer aber eine Galavorstellung der Tigers erwartete lag falsch. Der ZSC glich durch Shannon kurz danach aus.

Im 3. Drittel dominierte der ZSC die Langnauer. Das gelb-rote Team war nur noch mit Konter gefährlich. Lukas Flüeler zeigte aber eine tadellose Partie. Kurz nach Ablauf eines Powerplay war es der Pyro-Sünder Tambellini, bedient von Roman Wick, mit dem 3:4! Monnet entschied kurz vor Schluss die Partie mit einem Schuss ins leere Tor.

Insgesamt eine durchschnittliche Leistung des Meisters. Gegen Kloten muss 60 Minuten Eishockey gespielt werden…

Ein Angstgegner und die erste Rückkehr nach dem Meistertitel in die Hauptstadt

Wenn man sich so die Tabelle anschaut, sieht sie auf den ersten Blick nach dem 2. Derbysieg sehr positiv aus. Doch wenn man auf das bevorstehende Wochenende schaut, sieht man da die Gegner HC Lugano (Heim) und der SC Bern (Auswärts). Die beiden Teams sind auf Platz 5 und 6 und gehören zur ersten Tabellenhälfte. Weshalb sind diese zwei Gegner speziell, denn der ZSC hat in dieser noch jungen Saison bisher alle Niederlagen gegen Teams aus den aktuellen Top 6 bezogen. Der Reihenfolge nach Rapperswil (2:3), Bern (2:3), Lugano (2:5), Fribourg (3:4 n. P.) und Genf (2:4).

Nur ein Sieg gelang dem ZSC, 4:0 gegen Rapperswil. Zeit also, dass sich dieses Wochenende etwas ändert.

HC Lugano

Die Tessiner sind mit den „letztjährigen“ Luganos nicht mehr zu vergleichen. Mit  Ilkka Heikkinen haben sie einen Offensiv-Verteidiger, der an einen jüngeren Nummelin erinnert. Er organsiert das Powerplay, macht aber auch sonst viel Dampf. Mit Patrice Bergeron haben die Bianconeri auch ein grossartiger Stürmer. Mit 8 Punkten aus 3 Spielen ist der Kanadier in die NLA gestartet. Weitere tolle Bausteine des guten Saisonstarts sind Torhüter Manzato, Metropolit, Daniel Steiner und der zweite Lockoutspieler Sbisa. An der Bande steht Larry Huras. Der ZSC muss ein gutes Spiel zeigen, nach der 2:5 Packung in der Resega und dem 0:4 im Hasta letze Saison soll nun im Hallenstadion die Revanche glücken!

SC Bern

Der SCB ist ein bisschen die Wundertüte dieser Saison. So erstaunt es nicht, dass der SCB „nur“ auf Platz 6 liegt. Die Berner haben ihr Potential und die Fähigkeiten der NHL-Verstärkungen gegen Genf angedeutet, doch beispielsweise gegen Ambri und Langnau hatten sie beträchtliche Probleme.

Der ZSC reist nun erstmals seit dem Meistertitel im letzten Frühling wieder in die Hauptstadt nach Bern. Die Rückkehr wird Emotionen und Erinnerungen wecken. Verstecken müssen sich die Zürcher nicht. Im Gegenteil! Mit breiter Brust kann die Reise angegangen werden, nur wenigen Teams gelingt es in einer Saison 3 Mal in Bern zu gewinnen. Doch die Erfolge der letzten Saison sind vorbei und nach der 2:3 Heimniederlage zu Hause im Hallenstadion ist auch in diesem Spiel ein Revanchegedanke im Spiel.

Der ZSC kann diese Saison vielleicht nicht mehr gegen so viele NHL-Spieler spielen, der Lockout scheint kurz vor dem Ende, umso schöner wäre es jedoch noch die beiden Teams mit den NHL-Verstärkungen zu besiegen…